Routereinstellungen, Komfort vs. Sicherheit?

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Tim1974

Guest
Hallo,

mich nervt tierisch, daß mein Router alle 3 Minuten Inaktivität aus dem Internet geht und anschließen oft Schwierigkeiten hat sich schnell wieder einzuwählen. Dann kommt "Die Seite kann nicht angezeigt werden..." und ich kann trotz dann schon bestehender Internetverbindung immer wieder auf aktualisieren klicken, die Seite kommt einfach nicht, bis ein paar Minuten um sind, dann geht sie wieder, wobei andere Seiten dann schon früher gehen.
Ist ein Speedport-Router mit VDSL 50 Verbindung.

Ich könnte ja die 3 Minuten Auswahlzeit einfach auf 3 Stunden oder 24 Stunden ändern, dann bleibt er halt solange online, bis ich die Steckdosenleiste und damit den Router ausschalte.
Aber wäre das ein Risiko im Hinblick auf die Internetsicherheit?
Immerhin hätte ich dann sehr lange (ein Tag) immer die gleiche IP-Adresse.

Wie macht Ihr das und was sind Eure Erfahrungen was das Einwahlverhalten betrifft?

MfG.
Tim
 
Wenn ich nicht wüsste, dass wir vor kurzem das Jahr 2015 begrüßt haben, hätte ich gedacht, dass du die Frage im Jahr 2008 gestellt hast. :D
Es gibt eigentlich so gut wie niemanden mehr, der nicht ununterbrochen mit dem Internet verbunden ist. Dafür ist ja auch die Flatrate da.

Warum sollte es unsicher sein, dass du "den ganzen Tag" die gleiche IP Adresse hast?
Bei Kabeldeutschland/Unitymedia/etc. hast du z.B. Monate lang die gleiche IP Adresse.
Außerdem kannst du je nach Gerät die IP auch wechseln, ohne den Router neustarten zu müssen, falls dir das sehr wichtig ist.

Die automatische Trennung bei Inaktivität habe ich deaktiviert, als es Flatrates gab.
 
Irgendwie hab ich schon vermutet, daß meine Herangehensweise da etwas altmodisch ist.
Stammt wohl noch aus Zeiten meines ersten Routers, aber da gabs auch schon Flatrates, nur wohl noch nicht so verbreitet.

Ich glaube aber die Werkseinstellung bei dem Speedport-Router waren die 3 Minuten und nicht Dauerverbindung, wenn ich mich nicht täusche. Darum hab ichs wohl einfach so gelassen bei der Konfiguration.
 
Allein schon vom Komfort her würde mich das massiv stören.
Der Router hat ja auch eine Firewall eingebaut. Von daher solltest du da im Normalfall auch keine Probleme bekommen.
Natürlich gibt es Wege, dich über die IP-Adresse anzugreifen (DDOS-Angriff?), aber die Sicherheit, die du beim normalen
Surfen im Netz brauchst, ist eher durch eine aktuelle Antiviren Lösung, ein aktuelles System (Updates installieren) und
wenn möglich einen sichereren Browser gegeben (NoScript im Firefox, umatrix im Chrome). Wenn du z.B. einen (ggf. anonymen)
VPN Anbieter nimmst, sieht man auch deine IP Adresse nicht mehr.
 
Was den Brower angeht, Noscript erhöht zwar die Sicherheit, aber mindert den Komfort gewaltig, finde ich. Darum nutze ich das nur unter Windows 7, nicht unter Linux. Für Windows habe ich noch den "Browser in the Box" (Bitbox), der soll extrem sicher sein.
 
Ich habe drei Browser auf dem Rechner. Primär nutze ich den Firefox mit NoScript. Danach kommt der Chrome und ab und an mal den doofen Internet Explorer.
NoScript ist meiner Meinung nach nur solange unbequem, bis man die meisten Webseiten manuell entsperrt hat.
Leider funktionieren auch dann mal manche Skripte nicht, sodass ich dann den Chrome nehme.
Das ist aber alle mal besser, als wenn ich ohne NoScript surfe.

War BitBox der Browser, der ein komplettes Linux mitinstalliert samt VirtualBox?
Ist wahrscheinlich mit das sicherste, aber mir wahrscheinlich zu unkomfortabel.
 
Seit ich DSL inkl. Flatrate nutze, und keine Modem-Einwahlverbindung mit Minutenabrechnung mehr, steht mein Router auf "immer online". Ist schon ein paar Tage her das ganze... :ugly:
 
[...] War BitBox der Browser, der ein komplettes Linux mitinstalliert samt VirtualBox?
Ist wahrscheinlich mit das sicherste, aber mir wahrscheinlich zu unkomfortabel.

Ja, ist wohl so eine Art Sandbox in der er läuft, aber der läuft ganz gut auf meinem i7-System, allerdings hab ich ihn auf der SSD installiert, damit er schneller läuft.
Man hat neuerdings sogar die Auswahl zwischen zwei Versionen, einer mit Firefox und einer mit Chrome.
Die Installation dauert ein wenig, auch der erste Start ist finde ich recht langsam, aber danach geht es eigentlich von der Geschwindigkeit her.
Mir wurde aus Fachkreisen dazu geraten bzw. gesagt, daß das Teil wirklich extrem sicher sein soll.
 
Selbst als ich 2004 einen volumenbasierten DSL-Tarif hatte, war der Router auf "immer online". Ist auch nicht so super für die Elektronik, wenn der ständig die Spannung geklaut wird. Außerdem läuft ja auch auf dem Router ein Linux, und mal abgesehen von meinen Mikrocontrollern drehe ich keinem Gerät einfach so und unvermittelt den Saft ab.
Immerhin gibt es inzwischen ja auch sehr gute Energiespareinstellungen, z. B. wenn kein Computer mehr online ist. Mein Router ist immer online :D
 
Ich schalte meinen immer über die Steckdosenleiste ab, wenn die PCs aus sind, spart Strom und schont eventuell auch die Elektronik, denn das Steckernetzteil wird ja auch recht warm, der Router selbst wird auch warm.
 
Ich bin zwar kein Profi und das Folgende ist nur geraten, aber: ich würde vermuten, dass durch das ständige An- und Ausschalten und damit verbundene Spannungsspitzen die Elektronik mehr gefordert wird, als ein Dauertbetrieb, der für diese Geräte in der heutigen Zeit ja meistens vorgesehen ist.
 
Heruntergefahren braucht ein Computer etwa 2 Watt. Selbst wenn du 24/7 deinen PC heruntergefahren an der Steckdose lässt, kostet das im Jahr etwa 3,50eur.
Das Netzteil meiner Fritzbox zieht laut Beschriftung 200mA aus der Steckdose, im normalen Betrieb (Internetverbindung hergestellt und PC per WLAN verbunden) liegt der Verbrauch laut Konfigurationsinterface bei 48%. Dadurch entstehen im Jahr nochmal 2,50eur.
Deine Ersparnis liegt also bei weniger als 6eur im Jahr, weil du deinen PC ja auch definitiv irgendwann mal verwenden willst ;)
 
Es geht ja nicht nur um ein paar Euro pro Jahr, sondern auch darum, daß jedes Gerät ein potentielles Brandrisiko darstellt, wenn es am Netz hängt, dazu kommt der Elektrosmog durch das Gerät und durch WLAN.
Die Summer der Nachteile überwiegt da für mich und da Steckdosenleisten heute meist einen Schalter haben, warum sollte ich den dann nicht benutzten? ;)
 
... und da Steckdosenleisten heute meist einen Schalter haben, warum sollte ich den dann nicht benutzten? ;)

Weil ja genau das deine im Eingangpost erwähnten Probleme verursacht. Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß (und offensichtlich auch unpraktikabel) Netzwerkkomponenten vom Netz zu nehmen. Wie Rapante ja erwähnt: Es gibt mittlerweile viele Dienste, die ständiges Online-Sein voraussetzen.

Du könntest zumindest dem Router eine eigene Steckdose spendieren. Den Rest kannst du ja weiterhin wie gehabt schalten.
 
Wiegesagt, jedes Gerät was ständig am Strom hängt ist ein Brandrisiko, es erwärmt sich und die Komponenten altern auch durch unnützen Betrieb, Steckernetzteile mag ich eh nicht, die sind mir nie so recht geheuer gewesen. Auch wenn es nicht viel Strom verbraucht, sind es zusätzlich dennoch völlig unnötige und sinnfreie Kosten.

IP Telefonie ist ja noch kein Zwang, wer weiß wie sich das alles entwickelt. Aber wenn ich die aufs Auge gedrückt bekomme, fällt zumindest der NTBA weg und dafür bleibt der Speedport halt am Netz.
 
Nein, woher sollte man solche Infos. bekommen?
Natürlich wird das Risiko vermutlich sehr gering sein. Aber gleich Null ist es sicher nicht.
Wiegesagt, wenn ich irgendwann zu IP-Telefonie gezwungen werden sollte, brauche ich den ISDN-NTBA ja nicht mehr, dann kann stattdessen der Speedport im Flur befestigt werden und notgedrungen am Netz bleiben. Zumindest kann ich WLAN ja dann per Taste abschalten wenn ich es nicht brauche.
Aber NTBA und Speedport beides ständig am Strom zu lassen, Tag und Nacht, wovon ich sie höchstens ca. 8 Stunden am Tag benutze und manchmal auch wochenlang garnicht, seh ich so einfach nicht als sinnvoll.
 
Mhm, bei mir wurde der NTBA per Klingeldraht gespeist, ein Netzteil hatte der nicht.

Hier unterm Dach hängt ein 20 Jahre alter Sat Multischalter von Kathrein, da ist es jedesmal ein bangen ob das Netzteil noch geht wenn der Strom mal weg ist. ;)
 
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