[Review] Thermalright True Spirit 140 BW Rev. A

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Freizeitschrauber(in)
Thermalright True Spirit 140 BW Rev. A


Einleitung


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Die Komponente CPU-Kühler ist wohl mit Abstand das Produkt im heimischen PC-Gehäuse das am wenigsten stagniert. Viele Hersteller bringen ihre Konzepte und Kreationen in den unterschiedlichsten Formen und Größen auf den Endanwendermarkt. Thermalright hat sich in den letzten Jahren einen guten Ruf und festen Stand im mittleren Preisbereich der CPU-Kühler erarbeiten können. Das der Hersteller dabei stets einen kühlen Kopf bewahrt hat offenbart nebenbei auch das Produktportfolio, denn neben neuen Entwicklungen und Ideen setzt man auch auf gute Innovationen. Das wohl bekannteste Beispiel ist die große True Spirit Familie des Kühlspezialisten. Neben Modellen mit unterschiedlich großen Lüftern wurden auch die Abmessungen der Kühlkörper konsequent weiter optimiert. Der Thermalright True Spirit 140 BW Rev. A soll es dem großen Bruder True Spirit 140 Power in der hervorragenden Kühlleistung gleichtun, und zusätzlich eine höhere Gehäuse-Kompatibilität ermöglichen. Ob er sich wirklich mit dem aktuellen Spitzenreiter in der Bestenliste messen kann oder ihm sogar einen Wimpernschlag voraus ist klärt nachfolgend das ausführliche Review.


Danksagung


Ich danke der PC-Cooling GmbH und PC Games Hardware für das Bereitstellen des Testmusters und das damit entgegengebrachte Vertrauen.


Verpackung und Lieferumfang


Die für die True Spirit Serie typische schwarz-blaue Farbgebung hält Thermalright weiter bei. Geändert hat sich lediglich die Aufmachung die eine Auffrischung erfahren hat. Die Vorder- und Rückseite zieren neben dem CPU-Kühler selbst, Auszeichnungen aus Leserwahlen bekannter und renommierter Print- und Onlinemagazine. Die Seiten der Verpackung beherbergen unterdessen erhaltene Awards der Serie, die Features und Spezifikationen, sowie die Technischen Details des True Spirit 140 BW Rev. A. Nach dem Öffnen der Verpackung zeigt sich zunächst eine weiße Schachtel, in der das Zubehör verpackt ist. Neben dem Montagematerial für AMD- und Intel Systeme, befindet sich darin die hauseigene Chill Factor 3 Wärmeleitpaste und zwei Paar Lüfterklemmen inklusive Anti Vibe-Pads. Vorbildlich ist, dass dem Anwender so die Möglichkeit gegeben wird, einen weiteren Lüfter am CPU-Kühler zu montieren, um die Kühlleistung weiter zu steigern. Auf die Beigabe eines Schraubendrehers verzichtet der Hersteller, da durch die schmale Baubreite des Kühlkörpers die Montage mit einem handelsüblichen Schraubendreher realisiert werden kann. Unüblich ist, dass das Zubehör nicht in wiederverschließbare Tüten verpackt wurde. Dadurch lässt sich das Zubehör nicht ordentlich aufbewahren. Unter dem Zubehör befinden sich die Bedienungsanleitung, und gut gepolstert und stoßfest verpackt der Kühlkörper inklusive mitgeliefertem Lüfter.

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Technische Details


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Der Thermalright True Spirit 140 BW Rev. A ist ein Single-Tower CPU-Kühler der durch seinen großflächigen Kühlkörper darauf ausgelegt ist 140 mm Lüfter aufnehmen zu können, die mit Hilfe der mitgelieferten Anti Vibe-Pads entkoppelt werden. Durch die schmale Baubreite des Kühlkörpers sollen Inkompatibilitäten des Lüfters mit angrenzenden RAM-Bänken bestmöglich vermieden werden, so dass auch beliebig hohe RAM-Module verwendet werden können. Was der Kühlkörper an Breite einspart, macht sich wiederrum in der Höhe von 165 mm bemerkbar. Der CPU-Kühler ist daher trotz der verringerten Höhe von sechs mm im Vergleich zu dem True Spirit 140 Power nicht mit allen Midi-Tower Gehäusen kompatibel. Um vor Korrosion zu schützen, wurde die kupferne Bodenplatte vernickelt, und die Kontaktfläche zusätzlich hochglanzpoliert. Die 6 x 6 mm starken kupfernen Heatpipes wurden ebenfalls vernickelt. Die Heatpipes sind zusätzlich mit der Bodenplatte verlötet. Auf die Heatpipe-Direct-Touch-Technik verzichtet Thermalright hingegen. Die Aluminiumlamellen weisen eine konvexe Form auf, sowie eine auffällige Umformung im Randbereich, um die Abwärme optimal ableiten zu können. Im Gegensatz zu seinem großen Bruder ist die Bodenplatte des True Spirit 140 BW Rev. A nicht mittig positioniert, der Rest der Äußerlichkeiten stimmt ansonsten komplett überein. Das optische Finish wird durch die oberste schwarz eloxierte Aluminiumlamelle realisiert, die zusätzlich um das Herstellerlogo ergänzt wurde. Alle Bauteile wurden sauber entgratet, und weisen demnach keine scharfkantigen Stellen auf, an denen man sich verletzen könnte. Die Verarbeitung des Kühlers ist solide und lässt kaum Anlass zur Kritik, einzig die minimal auftretenden Verfärbungen auf der Kontaktfläche trüben den sonst positiven und stimmigen Gesamteindruck.

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Lüfter


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Der Thermalright True Spirit 140 BW Rev. A wird zusammen mit dem hauseigenen Thermalright TY 147 A ausgeliefert. Der Lüfter wird über einen 4-Pin PWM Anschluss am Mainboard betrieben. Die Maximaldrehzahl liegt bei 1300 RPM bei einer maximalen Förderleistung von 125 m³/h. Für einen möglichst geräuscharmen Betrieb verfügt der Lüfter über sieben Lüfterblätter im Torpedo Design. Zusammen mit den optimierten Flügeln und dem strömungsgünstigen Rahmendesign soll dies einen besonders effektiven und gleichzeitig sehr leisen Luftstrom bei maximal auftretenden 21 dB(A) ermöglichen.

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Montage


Bei der Montage setzt Thermalright auf eine Sockelübergreifende Lösung, die kompatibel zu aktuellen AMD- und Intel-Systemen ist. Zuerst werden die Montageschrauben durch die Backplate und einer Leitschutzfolie die vor Kontakt zu Bauteilen auf der Rückseite des Mainboards schützen soll geführt. Danach werden die passenden Abstandhalter auf das Gewinde der Montageschrauben gesetzt und das Mainboard auf die Backplate gelegt. Nun wird die Backplate mit vier Rändelschrauben befestigt. Letztere werden bereits Werkseitig mit Unterlegscheiben ausgeliefert die in Richtung der Backplate positioniert aufgeschraubt werden müssen. Anschließend wird der Montagerahmen auf den Rändelschrauben fixiert. Zum Schluss wird der Kühlkörper auf der CPU platziert, und mit Hilfe der Befestigungsplatte auf dem Sockel verschraubt. Um den Thermalright True Spirit 140 BW Rev. A funktionsfähig zu machen, wird abschließend der Lüfter montiert. Letzterer wird mit Hilfe von zwei Lüfterklammern befestigt und durch vier Anti Vibe-Pads, die zuvor am Kühlkörper montiert wurden entkoppelt. Durch die sehr starke ausgeprägte konvexe Form der äußeren Aluminiumlamellen kann es passieren, dass die Lüfterklammern beim Versuch den Lüfter zu befestigen teilweise an dem Randbereich hängen bleiben. Dies kann durchaus zu einer ungewollten und länger andauernden Fummelarbeit ausarten. Die RAM-Bänke werden vom Lüfter nicht blockiert, so dass tatsächlich beliebig hohe RAM-Module verwendet werden können. Auch die Montage ist bis auf einige Ausnahmen in der Bedienungsanleitung gut bebildert und beschrieben, und stellt auch an unerfahrene Anwender keine hohen Anforderungen.

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Testsystem


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Der Test wird in einem geschlossenen System durchgeführt, während des Tests herrschte eine Raumtemperatur von 21 Grad Celsius. Zur Feststellung der Lautstärke wurde eine Lautstärkemessungen mit Hilfe eines PCE-MSM 2 bei geöffneter Seitenwand durchgeführt, das Schallpegelmessgerät wurde in einem Abstand von 50 cm vom Lüfter positioniert.


Kühlleistung und Lautstärke


Um die Kühlleistung und Lautstärke des True Spirit 140 BW Rev. A besser bewerten zu können, wurden verschiedene Testszenarien durchgeführt. So musste sich der CPU-Kühler in umfangreichen Tests unter Leerlauf und Last behaupten. Alle Testszenarien wurden mit der jeweils ermittelten Drehzahl bei 5V, 7V und 12V durchgeführt. Die Drehzahl und Temperaturen wurden dabei mit Hilfe von Speedfan ermittelt und jeweils mit Core Temp und HWMonitor gegengeprüft. Im Lastszenario musste sich die CPU dem Small FFTs Stresstest von Prime95 unterziehen. Alle Programme wurden in ihrer aktuellen Version verwendet.

Auffällig ist, dass die Drehzahl der Revision A des 147 im unteren Drehzahlbereich teilweise stark nach unten korrigiert worden ist. Im 5- und 7V Betrieb arbeitet der Lüfter zwischen 200 bis 260 RPM weniger. Im oberen Drehzahlbereich hat sich die Drehzahl hingegen um weitere 20 RPM gesteigert. Der True Spirit 140 BW Rev. A muss sich nicht verstecken, im Gegenteil. Der CPU-Kühler setzt sich bei voller Drehzahl souverän an die Spitze des Testfeldes. Die Kombination aus dem überarbeitetem Kühlkörper und der aktuellen Revision des Lüfters harmoniert in dieser Verbindung überaus effizient. Im mittleren Drehzahlbereich verliert das Paar etwas an Boden und die Leistung reicht nicht mehr über die Ergebnisse des großen Bruders hinaus. Liegt der Fokus vor allem auf der entstehenden Lautstärke, so erreicht man dies mit einer stark reduzierten Drehzahl des Lüfters. In diesem Szenario wirkt sich zunehmend die kompaktere und schmalere Bauweise negativ auf die Ergebnisse des bis dahin so erfolgreichen Gespannes aus. Die entstehende Abwärme kann nicht mehr so konsequent abgeführt werden, und die Kombination fällt hinter ihre größeren oder voluminöseren Kontrahenten zurück. Der Thermalright TY 147 A arbeitet im unteren Drehzahlbereich angenehm leise. Bei maximaler Drehzahl ist er deutlich wahrnehmbar, aber nicht störend laut. Der CPU-Kühler empfiehlt sich demnach bedingt für Anwender, die Wert auf einen möglichst leisen Betrieb legen.

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Fazit


Thermalright gelingt es durchaus mit dem True Spirit 140 BW Rev. A ein gutes und solides Gesamtpaket abzuliefern. Das bewährte Montagekonzept findet auch in der jüngsten Revision des CPU-Kühlers Anwendung, und in Kombination mit dem 147 A ist man seinen direkten Mitbewerbern im Testfeld den so berühmten Wimpernschlag voraus. Liegt der Fokus hauptsächlich auf die entstehende Geräuschkulisse, so bleibt der True Spirit 140 BW Rev. A leider hinter seinen potenziellen Möglichkeiten zurück und rutscht ans hintere Ende des Testfeldes.

Für rund 43 Euro erhält der interessierte Anwender einen CPU-Kühler der durchaus zu gefallen weiß. Leider konnten die guten Ergebnisse bei voller Drehzahl nicht im unteren Drehzahl Bereich wiederholt werden. Somit bleibt am Ende der fade Beigeschmack sich neben seinem großen Bruder, auch anderen CPU-Kühlern geschlagen geben zu müssen. Ein gutes Gesamtpaket bleibt er dennoch, besonders wenn das heimische Gehäuse keine höheren CPU-Kühler aufnehmen kann.

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Awards


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Zuletzt bearbeitet:
Die Bodenplatte ist aus Kupfer. Dann kann ich ja ruhig die Thermal Grizzly Conductonaut Wärmeleitpaste, 1g Preisvergleich | Geizhals Deutschland verwenden. Weil dort steht: Hinweis: Keine Aluminium-Kühlkörper nutzen! Aber das bezieht sich ja nur auf die Kontaktfläche und nicht auf die Kühllamellen, richtig?

Die Conductonaut Flüssigmetall-Wärmeleitpaste darf (1) nicht mit Kontaktflächen aus Aluminium verwendet werden und (2) auf keinen Fall mit elektrisch leitenden Komponenten in Berührung kommen! CPU-Kühler mit Aluminium-Coldplate können also nicht verwendet werden, stattdessen werden die Materialien Kupfer, Nickel oder Silber angeraten. Vor allem bei Intel Haswell-, Devil's Canyon- und Broadwell-Prozessoren muss darauf geachtet werden, dass die Flüssigmetallpaste nicht mit den zahlreichen technischen Bauteilen unter oder neben dem Heatspreader in Kontakt gerät. Auch bei Skylake-CPUs gibt es einige Kontaktstellen, die zur Sicherheit ggf. mit Klebeband bedeckt werden sollten und selbstredend ist auch bei AMD-CPUs entsprechende Vorsicht geboten.
Q: Thermal Grizzly Conductonaut Flussigmetall-Warmeleitpaste - 1 Gramm

Mit dem Thermalright True Spirit 140 BW Rev. A ist sie also kompatibel?
 
Die Bodenplatte ist aus Kupfer. Dann kann ich ja ruhig die Thermal Grizzly Conductonaut Wärmeleitpaste, 1g Preisvergleich | Geizhals Deutschland verwenden. Weil dort steht: Hinweis: Keine Aluminium-Kühlkörper nutzen! Aber das bezieht sich ja nur auf die Kontaktfläche und nicht auf die Kühllamellen, richtig?

Mit dem Thermalright True Spirit 140 BW Rev. A ist sie also kompatibel?
Das ist richtig. Die Wärmeleitpaste kommt ja nur mit der CPU-Fläche und der Kühlfläche des True Spirit in Berührung. Aber sehr sparsam mit der Flüssigmetallpaste umgehen und aufpassen, dass sonst nirgends was hinkommt ;)
 
jo, danke für den Hinweis. Genau die ist leitend. Ich verteile die vorher ganz flach & außen lasse ich 1-2mm Platz als Puffer.
 
übe vorher auf ner sauberen fläcke. Flüssigmetal trägt man, ohne Erfahrung, nicht mal eben so gezielt und dünn auf...
 
Das stimmt. Eventuell kannst du dir im Internet paar Videos dazu ansehen. Die Flüssigmetalpaste ist sehr ergiebig und wird daher sehr sparsam eingesetzt ;)
 
Gute Review. Iwie gefällt mir die schiefe Form fast besser als beim normalen TS 140, denn der passte damals bei meinem P7P55D wegen dem ersten PCIe x16 Slot nicht drauf und ich hätte mir so gewünscht, dass es diesen damals schon gegeben hät. Aber so musst ich halt auf den TS 120 ausweichen. Das Teil ist ja mit 155mm Breite auch nicht grad ein schmales Teilchen :-)
 
Aber nur für teuer Geld. True Spirit 140 ist kaum noch interessant. Leute mit viel Platz nehmen die deutlich bessere Power Version oder den Macho auf dem Thermalright Fokus liegt, oder den kleinen TS 120 :)
 
Power Version entdecke ich gar nicht.

Muss ich so etwas auch machen? Geht das mit dem I7-6700K?
-> CPU Prozessor Kopfen Liquid Metall vs Warmeleitpaste [DEUTSCH] - YouTube


CPU köpfen ist keine Kleinigkeit, wie z.B. WLP tauschen oder der Graka nen 3rd Party Kühler verpassen. Beim köpfen hat man ein gewisses Risiko, dass wenn man nicht sorgsam arbeitet und was falsch macht, dann ist die CPU für die Tonne. Man darf nicht vergessen, dass unter dem IHS heute viel mehr liegt als noch vor 10 Jahren, vorallem die ganz feinen Bauteilchen sind da halt der Knäckebrotpunkt.
Kollege hat es bei seinem Heizwell gemacht, weil da die Wärmeleitfähigkeit echt grauenhaft war. Aber bevor er sich an seine ü200.- CPU ranwagte, hat er bei eBay paar defekte CPUs gekauft und an denen geübt. Dabei orientierte er sich an der guten Anleitung von PCGH, welche damals in ner Print war. Er meinte danach aber auch, dass er so was nicht nochmals machen will, ausser es wäre zwingend nötig. Kam wohl recht ins schwitzen :-)
Im Endeffekt kann so ne Frage ausser dir eh keine beantworten, denn wenn die CPU danach geschrottet ist, musst du damit leben und niemand anderes sonst. Drum musst auch du alleine für dich entscheiden, ob es dir das Risiko wert ist oder nicht. Bei solchen Sachen muss man gut die Pros und Contras abwägen.
 
Durch deine wirklich Zahlreichen Nachfragen in den Kühlerthreads habe ich den Eindruck, dass du sehr unerfahren in Sachen Kühler und Hardwarezusammenbau bist und dann willst du dem Ding gleich den Kopf abhauen?
 
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