In diesem Fall hält man drauf und nimmt eben den Tod des Tieres in Kauf, statt das eigene Leben oder das anderer Verkehrsteilnehmer durch Kontrollverlust zu riskieren. Diese Frage ist eigentlich Teil eines jeden Fahrschullehrganges.
In der Fahrschule lernt man auch, dass "Drogen" die Fahrtüchtigkeit niemals positiv beeinflussen würden.
Ein Grünstreifen, oder eine Erdfläche ist auch nichts anderes als eine Straße mit zusätzlichen Hindernissen und erschwerter Bodenhaftung. Man kann selbstverständlich auch kontrolliert da rein fahren und je nach Situation kann das besser sein.
In der Fahrschule wird vieles verallgemeinert, damit man das tut, was im Schnitt in den meisten Situationen am wenigsten gefährlich ist und was auch komplette Volldeppen in jeder Situation noch hinbekommen. In der Realität gibt es meistens optimalere Lösungen.
Um ein kleines Beispiel zu nennen, wo die "Lehre" des Fahrens in Deutschland ein Totalausfall ist:
Durch Alkoholkonsum in geringen Mengen (0,0 bis 0.3 Promille Blutalkohol) ergeben sich im Schnitt keine negativen Erscheinungen, weder im Bezug auf die Aufmerksamkeit, noch im Bezug auf den Fahrstil. Es ergeben sich dagegen messbare positive Effekte, die evtl. auch das Fahrverhalten geringfügig verbessern könnten. Wenn behauptet wird, dass Drogen die Fahrleistung niemals positiv beeinflussen würde, ist das aus meiner Sicht eine glatte Lüge. Aber wahrscheinlich auch wieder eine kontrollierte Lüge, in der Hoffnung, dass sie zu weniger Unfällen führe.
Empirische Studien legen nahe, dass die Effekte auf die Fahrleistung bei Blutalkoholspiegeln unter 0,3 Promille so gering sind, dass sie objektiv nicht nachweisbare Wirkungen haben.
Erst ab 0,3 bis 0,4 Promille wurde ein veränderter Fahrstil ausgemacht, der jedoch bei geübten Fahrern bis zu 0,8 Promille nicht zu einem gravierenden Leistungsabfall führte. Ungeübte Fahrer dagegen zeigten wohl schon bei ca. 0,5 Promille Ausfälle.
Betrachtet man die Ergebnisse objektiv, fährt niemand merklich schlechter, wenn er unter 0,5 Promille Blutalkoholkonzentration hat.
Was man also in der Fahrschule lernt, sollte man nicht immer ernst nehmen. Manches scheint kontrollierte Gehirnwäsche zu sein, in der Hoffnung, die Unfallraten zu senken. Ob das passiert, steht auf einem anderen Blatt. Ich denke, wenn man weiß, dass man zum Essen problemlos ein Bier trinken kann, ohne dass man Ausfallerscheinungen hat, würde man auch deutlich beruhigter fahren.
Edit: Ob es allerdings besser ist, beizubringen, dass man irgendwie ausweichen soll, wie es in der Situation gerade sinnvoll erscheint, weiß ich nicht. Eventuell sollte man vorher erst mal testen, ob die Person häufig zu vernünftigen Ergebnissen kommt, oder ob diese komplett chaotisch sind.
(Edit2: Z.B. gab es glaube ich mal einen Fall, in dem eine Frau aus Panik die Kontrolle über das Auto verlor, nur weil hinter ihr jemand etwas dicht an ihr dran war, ohne ihr Auto überhaupt berührt zu haben - Ich glaube, dass man solchen Leuten lieber gar keine eigenen Optionen lässt, Probleme zu lösen. Eventuell muss man sich auch Gedanken darüber machen, ob es sinnhaft ist, solche unberechenbaren Leute auf die Straße zu lassen.)