Hab Max Payne (Teil 1 natürlich, Rest ist eh non-canon wegen anderem Gesicht, den Schrott nie gezockt) vor ca. einem Jahr erst gespielt, und das braucht einfach kein Remake. Klassiker haben noch etwas, was sich "immersion" nennt. Nach wenigen Minuten ist man dermaßen drin im Spiel, dass man die Grafik selbst kaum noch wahrnimmt. Zudem ist sie in diesem Beispiel hier auch noch wahnsinnig gut gealtert.
Aus technischer Sicht braucht man lediglich nen Widescreen-Fix , für RyzenCPUs einen spezifischen CPU-Fix und einen "modern Systems Patch", Sache von 2 Minuten. Hab es durchgespielt und hatte keine Abstürze oder sonstige Problem, mit fraps gingen auch Screenshots (wie beim Steam Overlay o.ä.) ohne Probleme.
Das Vorschaubild vom Remake sieht mega *** aus (wie ein vorher/nachher von irgendner zum Ork umoperierten Schauspielerin oder so) und falls ichs in 5 Jahren oder so nochmal rauskramen sollte, wird es wieder das Original werden, selbst wenn das Remake umsonst sein sollte oder mir jemand nen key schenkt.
Diablo 2 Resurrected hatte ich mir noch angetan, aber da gab es auch ein paar Quality-of-Life-Verbesserungen neben der Grafik, die bei nem RPG Sinn machten. Bei einem Shooter ist das von vornherein ausgeschlossen und das hier wirkt auf mich wie ein billiger Cash-Grab.
Generell halt ein weiteres trauriges Beispiel für den kulturellen Verfall von so ziemlich allem. Man hat motivierte Entwickler, Spinner (sowas braucht es im kreativen/künstlerischen Bereich), Phantasten, Visionäre gegen Meetings voller Zombies (Marketing-Fritzen und BWLer) ausgetauscht und damit alles gekillt, was jemals faszinieren könnte. Dementsprechend gibts auch keine Ideen mehr außer "hey lass doch ne weitere bekannte Marke neu auflegen". Derselbe Mist in Film, Videospielen und Musik. Wer für sowas nochmal 20€ ausgibt, obwohl er die 24 jahre Max-Payne-Original-CD noch im Regal liegen hat, der dreht wahrscheinlich auch lauter, wenn im Radio mal wieder "Behind blue eyes" von Limp Bizkit (eines der schlechtesten, respektlosesten Remakes aller Zeiten) läuft, oder schlimmer noch diese geradezu absurd schlechte Version von "Sound of Silence" wo einer allen ernstes dachte, ein Lied mit einer extrem ruhigen/melancholischen Grundstimmung wie ein Brüllaffe zu schreien würde es "verbessern" (als ich das zum ersten Mal hörte dachte ich wortwörtlich, es sei Satire).