News RAM: DDR5-8200 mit China-Speicher von CXMT für AMD Ryzen

Wir haben auch 1,4 Milliarden Einwohner, die an neuen Technologien forschen könnten, um in sämtlichen Märkten global führend zu sein.
Oh wait. We don't?
 
Wir haben auch 1,4 Milliarden Einwohner, die an neuen Technologien forschen könnten, um in sämtlichen Märkten global führend zu sein.
Oh wait. We don't?
Niemand redet von sämtlichen. Aber wenn bestimmte Technologien obsolet werden, muss man sie halt durch irgendwas mit Zukunft ersetzen. An der Manpower liegt es eher auch nicht, in einigen Bereichen waren wir da immerhin auf einem sehr guten Weg.
 
Wir haben auch 1,4 Milliarden Einwohner, die an neuen Technologien forschen könnten, um in sämtlichen Märkten global führend zu sein.
Oh wait. We don't?

Wir haben immerhin 450 Millionen. Und trotzdem müssen zwei, drei davon die Mülleimer bei Computec leeren. Das ist da drüben in Asien nicht anders. Aber die Mentalität ist eine andere. Nicht so satt und nicht so fixiert darauf, (vergeblich) Häuptling statt Indianer zu werden. Das hilft schon immens in so manchen Dingen führend in der Welt zu werden.

Und so stehen Unternehmen wie CXMT heute da und bereit ihre Rolle einzunehmen, während bei uns noch der Bauplan geprüft wird.
 
Jedenfalls, wenn aus China konkurrenzfähiger Ram kommt wird es spätestens dann sehr eng für Samsung, Micron & Hynix, wenn die enorm hohe Nachfrage abklingt. Ich sehe es jetzt schon, das Gejammere über zu niedrige Preise sobald sich der Hype um den KI-Markt gelegt hat, nachdem sich am Ende 1-2 Player durchgesetzt haben und nicht mehr der gesamte Markt leergekauft werden muss um ganz vorne zu sein. Erste Anzeichen sind schon sichtbar, denn trotz absurden Gewinnen fallen die Aktien der Speicherhersteller.

Wenn dann der Punkt gekommen ist an dem bei Samsung, Micron und Hynix wieder darüber nachgedacht wird Fabs zu schließen kommt der große Moment für die chinesischen Firmen die ihre Chips dank unterstützung vom Staat deutlich günstiger verkaufen können und dann knallt es.
 
Und Windräder, die unsere letzte Hoffnung auf bezahlbaren Strom zu sein scheinen.

Das ist so weit weg wie jede erdenkliche Parallelwelt.
Gerne habe ich es für dich korrigiert. Windräder sind so weit weg von bezahlbarem Strom wie wir von der Sonne. Der Grund ist einfach. Zu unberechenbar ;)

Zuletzt bin ich nur nach Nürnberg geflogen und 80 % der Windräder sind still gestanden. Wenn das zu bezahlbarem Strom führen soll, dann weiß ich auch nicht.

@topic
Ich vermute mal, dass, sollte die Chinaware günstiger sein, nur die Profite für die Händler größer werden, jedoch die Endkundenpreise nahezu gleich bleiben werden.

Jedoch hoffe ich, dass ich falsch liege.
 
Niemand redet von sämtlichen. Aber wenn bestimmte Technologien obsolet werden, muss man sie halt durch irgendwas mit Zukunft ersetzen. An der Manpower liegt es eher auch nicht, in einigen Bereichen waren wir da immerhin auf einem sehr guten Weg.

Die chinesische Halbleiterfertigung wurde bis vor einem Jahr vom Rest der Welt belächelt. Ohne den KI-Boom wären es auch weiterhin nur drittklassige Werke, deren Output niemand interessieren würde; Unternehmen die nur dank massiven staatlichen Subventionen überhaupt überlebensfähig waren/wären. Für derartige Subventionen in Multimilliardenhöhe über Jahre, mittlerweile eher schon Jahrzehnte, braucht man Wirtschaftskraft und egal ob du diese in Manpower oder in kaufkraftbereinigten Währungseinheiten ausdrückst: Deutschland ist ein Zwerg gegenüber China, die EU ein gutes Stück kleiner. Wir können nicht in jeden Sektor genauso viel investieren und somit auch nicht in jedem Sektor führend sein, sondern nur in Einzelfällen.

Gleich um die Ecke wären da zum Beispiel Optiken zu nennen – die Anlagen von drei der vier führenden Halbleiternationen wären ohne deutsche Zulieferer unmöglich. Was brächte es uns, diesen Spitzenrang aufzugeben, um mit dem eingesparten Geld eine drittklassige Chipfertigung aufzubauen, dann im Gegenzug aber selbst auf Zulieferungen von jemand anderem abhängig zu sein? Außerhalb akuter KI-Krisen braucht niemand eine drittklassige Chipfertigung (zur Erinnerung: IBM+AMD haben mal einen Exemplar in Sachsen betrieben. Das produziert bis heute, wird aber hier nicht einmal mehr wahrgenommen), aber viele brauchen erstklassige Linsen. Auch CXMT würde sicherlich gerne auf Teile aus Deutschland setzen, gäbe es keine Exportbeschränkungen.

Dessen ungeachtet kann man natürlich vortrefflich darüber streiten, ob Deutschland in den letzten Jahren optimale Schwerpunkt gesetzt hat (Drecks-Diesel? Kohletagebaue? Nitrathaltiges Grundwasser?) respektive ob es überhaupt Schwerpunkte waren (Solar- und Windkraftanlagen – vor dem Durchbruch abgesägt. Leichtbau- und Elektro-PKW – vor dem Durchbruch verschrottet. Autonome KI-Systeme – aufgegeben). Aber das wäre dann eine politische Debatte. Objektiv lässt sich festhalten: Wir können nicht überall an der Spitze stehen und in der High-End-Halbleiterfertigung hat zuletzt einer nach dem anderen das Handtuch geworfen. Von 193 UN-Mitgliedern haben 189 nichts vorzuweisen. Und von den dreien, die jetzt ganz oben mitspielen, standen die koreanischen Unternehmen bis vor kurzem tief in den roten Zahlen und den USA respektive Intel hat dieses Forum die baldige Pleite bescheinigt.

Und sagt jetzt nicht, ihr hättet die Wende langfristig vorhergesehen. Wer schon vor 2 Jahren (geschweige denn vor 2 Jahrzehnten, als China angefangen hat, Milliarden reinzubuttern) wusste, wo SK Hynix heute steht, würde sich nicht über RAM-Preise beschweren, sondern über mangelnde Quad-SLI-Unterstützung von RTX 5090.^^
 
Es ist zu kurz gedacht, einen Produktions- und Wirtschaftszweig alleine deswegen nicht anzugehen, weil man es als defizitär und subventionsbedürftig betrachtet. China geht es doch nicht um Gewinnmaximierung. Hier geht es um Autokratie und autarke Wirtschaftsleistungen ohne Gefahr von Erpressbarkeit. Wenn da etwas quer subventioniert werden muss, und wenn schon? Solange man Wirtschaftszweige hat, die das können, ist das kein Problem. Ein Problem wird es erst, wenn der ganze nationale Wirtschaftsraum unter einer extern herbeigeführten Zwangslage leiden muss.

Hierbei sollte man auch nicht vergessen, wer für den Aufschwung die letzten Jahrzehnte gesorgt hat. Das war sicher kein chinesischer Binnenkonsum oder ein chinesisches Sozialsystem, was da den gesamtgesellschaftlichen Wohlstand herbeigeführt hat. Andere Länder inkl. D haben ihre Produktionskapazitäten und -fähigkeiten bereitwillig geopfert auf der Suche nach mehr Profit. Jetzt stehen wir hier und können nicht mal mehr dünnes Blech biegen, weil der dafür notwendige Strom fehlt bzw. unbezahlbar geworden ist und ganz nebenbei es (sich für den Unternehmer) auch nicht mehr lohnt irgendwen hierfür (in Mindestlohn) zu beschäftigen. Ganz nebenbei ist sich mittlerweile auch jeder zu schade da ein paar Bleche zu biegen, ohne 30 bezahlte Krankheitstage, 40 bezahlte Urlaubstage und 9 Monate Erziehungsgeld, weil diese Dinge als Selbstverständlichkeit angesehen werden und nicht als Privileg.

Man kann als Europäer nur hoffen, dass die Unternehmer zumindest "nur" nach Polen oder Rumänien gehen, weil dort Strom bezahlbar ist und ein Arbeitsplatz noch als solcher wahrgenommen wird.
 
Wir können nicht in jeden Sektor genauso viel investieren und somit auch nicht in jedem Sektor führend sein, sondern nur in Einzelfällen.
Sagt doch immer noch keiner.
Dessen ungeachtet kann man natürlich vortrefflich darüber streiten, ob Deutschland in den letzten Jahren optimale Schwerpunkt gesetzt hat (Drecks-Diesel? Kohletagebaue? Nitrathaltiges Grundwasser?) respektive ob es überhaupt Schwerpunkte waren (Solar- und Windkraftanlagen – vor dem Durchbruch abgesägt. Leichtbau- und Elektro-PKW – vor dem Durchbruch verschrottet. Autonome KI-Systeme – aufgegeben). Aber das wäre dann eine politische Debatte.
Klar ist es das, aber das ändert doch nichts daran, dass einer unserer größten Wirtschaftszweige gerade obsolet wird, während mehr oder weniger direkt
Subventionen in Multimilliardenhöhe über Jahre, mittlerweile eher schon Jahrzehnte
da reinfließen, um daran festhalten zu können. Währenddessen stellen sich selbst heute noch Leute hin und faseln irgendwas vom "hocheffizienten Verbrenner", weil die Branche nicht willens oder fähig ist, sich zu modernisieren, während aufkommenden Alternativen wie z.B. Solar- und Windkraftanlagen immer wieder der Boden unter den Füßen weggezogen wird.

Chipfertigung wäre halt wichtig für die Unabhängigkeit, da sollte es in Europa schon etwas brauchbares geben und wenn sich das selbst tragen soll, muss das halt konkurrenzfähig sein. Aber es ist ja auch nicht so, als würde da nichts passieren, von daher sind meine Bedenken da eher allgemeiner. Aber da gilt für mich auch nicht, dass Deutschland oder auch Europa zwangsweise überall mitmischen muss, auch wenn ich denke, dass Europa schon groß genug ist, um sich insgesamt recht breit aufzustellen.
 
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