AW: [Projekt] Green Spirit - Die Auferstehung | Status: Bilderupdate + Projektplanupdate + Fails am laufenden Band
Okidoki, legen wir einfach mal los, ich hab so einiges getestet und war stellenweise überrascht. Überrascht von neuen Werten, meiner Planlosigkeit an manchen Stellen und dann doch von der Gewissheit, trotzdem alles richtig entschieden zu haben.
Aber eins nach dem anderen. Wir erinnern uns, nach dem Umbau der HD5870 auf eine GTX460 fiel die Temperatur beim Crysis 2 zocken auf moderate 29°C Wassertemperatur. Nun, das war ja nur halbwegs befriedigend, da die 460er um fast 150Mhz weniger taktet als die 5870er. Also war auch hier trotzdem wieder klar, die Entscheidung für das neue Kühlkonzept war richtig.
Nun, nach dem Umbau des Systems auf 2x 460er im SLI und einem kurzen Test bei Crysis 2 trat erwartungsgemäss die Ernüchterung ein: 38°C Wassertemperatur war ein Wert der schon grenzwertig war. Dabei spielte es überhaupt keine Rolle ob ich SLI aktiviert hatte oder nicht. Grob geschätzt hätte ich gesagt, es gibt scheinbar noch kein Crysis 2 SLI Profil und die zweite Karte heizt das System nur von Grund auf. Ich möchte nicht wissen auf welchen Temperaturwert ich ansonsten gekommen wäre.
Da ich ja den Radiatorkäfig ein wenig vor mir herschiebe, da ich immer noch nicht mit Sketchup weitergekommen bin, habe ich angefangen die Lüfter zu checken. Hinten ist ja ein 120er mit 600upm verbaut, oben zwei 140er mit einmal 700upm und einmal 1200upm und vorne ein 140er mit 700upm. Was zur Hölle hat sich der Verbauer dabei gedacht? War der Einbau des schnelleren Lüfters an den Radiator ein aktiver Schritt gegen die Wassererwärmung oder wurde einfach blind verbaut, ungeachtet der Leistungsdaten.
Nun, ich weiss es nicht, aber ich dachte mir an dieser Stelle „ersetz doch einfach mal den 120er durch ein schnelleres Modell“. Ich konnte ja lesen das zwar Phobyas auf langsamdrehende Lüfter optimiert sind, MagicCools allerdings fahren besser mit schnelleren, gerade die Slim-Reihe.
Gesagt, getan, meinen CM Lüfter vom Hyper 212, der momentan nicht verbaut ist, geklaut und den Nanoxia ersetzt. Ok, bei 2000 upm dröhnt das schon gut vor sich hin.

Aber man wird es nicht für möglich halten, die Temperatur fiel sofort auf 31° beim Crysis spielen und selbst mit Dual-Furmark und Linx komme ich auf maximal 34°C Wasser. Ich muss sagen, ich war da doch ein wenig überrascht das es so viel ausmacht.
Da die Lautstärke aber auf keinen Fall akzeptabel ist, ist der Plan, den Rechner mit 2 Phobya-360er zusätzlich auszustatten mit Sicherheit immer noch richtig. Ich habe dann noch die Lüfter ein wenig umher positioniert und mich entschlossen den 140mm 1200er vorne an die Front vor die Festplatten zu packen. Was ich jetzt noch an Lüfter wo verändere oder neu verbaue habe ich erstmal nach hinten geschoben (ok, hab auch schon was bestellt, das kommt aber erst später hier im Update

).
Aber mal so am Rande, letztes Mal hab ich mich ja auch beim Bestellen auch etwas vertan. Ich habe ja die Satakabel mit Rechts/Gerade-Stecker gekauft und die waren mit 30cm ja recht kurz. Dann wurde natürlich nicht nur ein 70cm langes nachgekauft, sondern auch ein 50cm langes. Und in der Hektik tatsächlich verklickt – das mit 50cm hat einen rechten und linken Stecker *heul*. Wie ich das mit Sleeve verkleidet bekomme und wohin ich das verbaue steht noch in den Sternen. Hurra, wieder etwas, was dann hier rumliegt und das keiner braucht.
Nun, ich hatte ja auch versprochen etwas „Handwerklich“ zu werden. Ok, komplett Handwerklich ist das jetzt nicht, es geht aber zumindest mal in Richtung Unikat. Der Schriftzug im Startpost kommt ja nicht von Ungefähr, auch wenn ich mir sicher bin das er nicht jedem zusagt. Entstanden ist er daraus:
Eine Plexiglas Platte von Evonik und ein geplotteter Aufkleber. Was könnte man damit wohl machen? Na ganz einfach:
erstmal locker aus dem Handgelenk leicht schief aufkleben. Yes we can! Aber gut, es handelt sich ja auch nur um einen kleinen Test, u.a. auch für flotrin und soll nichts finales sein.
Ok, man nehme einen grösseren runden Borstenpinsel, eine Spüle um nicht komplett alles zu versauen, das beklebte Plexiglas und eine, aus der Apotheke organisierte, Flasche mit:
Bimsmehl, mit dem hübschen Hinweis auf der Verpackung „Verwendungshinweis: Anwendung als Schleif- und Poliermittel“, pulvert ein wenig auf die Arbeitsfläche, macht das Nass und fängt das verstreichen an, das gerne auch unter leichtem Druck passieren darf.
Nach einer ganzen Weile und schon überhaupt keiner Lust mehr, 20x abwaschen, trockenen und begutachten (ja es ist wichtig das das Plexi wieder trocken wird, Feucht sieht man die Mattierung nicht) erhält man so etwas wenn man es auf einen LED-Flexlight stellt:
Ok, sicher nicht perfekt, man hätte mit mehr Mühe sicher ein wesentlich besseres Ergebnis hinbekommen. Unten links sieht man dann noch den Fingerabdruck und sollte erkennen das Flüssigkeiten oder Fett den Effekt zunichte machen. Das schaut jetzt war recht gut aus, allerdings ist der gute Kontrast damit bedingt, das die Klebefolie noch drauf ist. In alter Werbetechnikermanier (nein, das mach ich nur Hobbymässig) also Skalpell geholt und mal am zweiten „i“ mein Glück versucht:
Hier sieht man schon das mit einem dunklen Hintergrund der Effekt nicht sehr viel schlechter wird, wenn die Klebebuchstaben weg wären. Man sieht allerdings auch, das man definitiv nicht mit harten Gegenständen darauf rumdoktoren soll. Auch gefällt mir die „Aura“ um die noch beklebten Buchstaben wesentlich besser, mal sehen für was ich mich am Ende entscheide.
Aber hier mal eine unbeleuchtete Impression in einer anderen Perspektive und einem dunklen Hintergrund. Ok, hätte man ruhig noch ein wenig mehr „bimsen“ können. Und da ich gedacht habe, ich mache etwas besser – und die Fingerabdrücke haben mich genervt, tat ich etwas was man unter KEINEN UMSTÄNDEN machen sollte.
Ich nahm ein wenig Alkohol … und ein wenig Zewa-Küchentuch … und begann hübsch zu wischen …
… und sogleich sah man …
… auch unter verschiedenen Perspektiven …
… es wird einfach nicht mehr besser. Auch wenn es hier trotzdem noch ganz gut aussieht:
Der ganze Effekt ist einfach verloren gegangen. Also haben wir trotzdem was gelernt und gilt hier das gleiche wie für Geräte in Klavierlackoptik: Evonik-Plexi ist zwar recht hart und „kratzfest“ aber gegen gutes Küchenpapier ist halt kein Kraut gewachsen. Immer nur mit Microfasertüchern putzen. Aber gut, da dies ja sowieso ein Test war, haben wir nicht allzu viel zerstört. Diese seite kann ich noch mit 600er Schleifpapier und etwas Wasser nacharbeiten um dann von vorne den Schriftzug aufzukleben. Mal sehen wie diese Variante dann wirkt.
Interessanterweise kam letzten Freitag dann auch direkt Post an. Ich war etwas verwundert, da ich diese erst einen Tag vorher bestellt hatte:
2x 140mm Noiseblocker BlackSilentPro PK-3 mit 1700upm. Da ich mit den NB im aktuellen Mainrechner so sehr zufrieden bin, sie laufen auch mit 600upm, und auch gerne Leistungsreserven nach oben hin habe, wurde natürlich nicht lange überlegt. Im Deckel sind die grünen Nanoxia ja sowieso nicht sichbar, somit können es auch schwarze Lüfter sein, das tut der Optik keinen Abbruch.
Der Lieferumfang bei diesen NB ist auch ziemlich gross und so sind sie auch nicht so teuer wie man augenscheinlich denkt.
Hier mal der Vergleich der beiden Lüfterhersteller, sieht bis auf die Farbe identisch aus. Aber gut, mir gings ja um Laufruhe und satten 1700 Umdrehungen.
Hier nochmal die Rückseite …
… und der Gewissheit, trotz gutem Sleeve und Kabelmanagement die Kabel zumindest noch in Shrink zu verpacken.
Und was das erstaunlichste an schwarzen Lüftern ist, ist die Tatsache das …
… man sie gerade mal ausgepackt hat und schon Fussel und Staub platzgenommen haben. Aber das soll mich momentan nicht stören.
Und wie jedesmal kommen wir zu einem Ende. Da ich auch das Osterwochenende ein wenig auf Achse war, ist somit nicht so viel passiert. Wobei ich aber schon das nächste Update zumindest Bildertechnisch vorbereitet habe und für nächstes mal ein Minitutorial plane. Es sind heute auch wieder bestellte Dinge gekommen und ich werde natürlich wieder einige Bilder machen. Ich hoffe ihr werdet, trotz das der Alu-Käfig noch nicht angegangen wird, dem nicht überdrüssig.
Was ich allerdings noch gerne wissen würde: hat denn keiner eine Idee wie man eine Laing mit Alphacool-Deckel und AGB in zwei 5,25“ Laufwerksschächten verbauen kann?
Bis zum nächsten mal, hoffentlich wieder in diesem Thread ...