[...] ich hatte in letzter Zeit so viele Fehlkäufe getätigt [...]
Hör einfach nur noch auf mich und sowas wird dir nicht mehr passieren *wolololololo*
Seine Kritikpunkte bei Stellar Blade sind u.a.
- Eine sehr leere Welt, in der man viel rumläuft.
"Sehr" leer ist definitiv übertrieben. Es gibt 2 offene Areale, die halt Wasteland bzw. Wüste sind.
Und selbst hier sieht man zu jeder Zeit eine Menge POIs, an denen man kleine Rätsel, besondere Kämpfe oder kleine Platforming-Aufgaben gegen Belohnung absolvieren kann. Gerade die lineareren Level und der Hub sind vollgestopft mit Details und "Secrets", sodass ein Erkunden richtig Spaß machen kann und sich vor allem auch lohnt. Man wird mit befriedigendem Loot, Upgrades und Cosmetics belohnt.
Wenn man nicht viel laufen möchte (was mich nicht gestört hat, weil SO viel ist es nicht und EVE hat in den großen Arealen einen zweiten Gang, Shift Up sozusagen) kann man auch die Schnellreise benutzen.
- Auf Dauer sehr nervige Musik, die nicht ereignisbezogen zur Verstärkung der Atmosphäre eingesetzt wird (als positive Gegenbeispiele wurden RDR2, Alan Wake 2 und Death Stranding genannt), sondern bis zum Erbrechen vor sich hindudelt.
Dachte ich erst auch, tatsächlich wurde die Musik besser und besser. Irgendwann war es in bestimmten Gebieten wie ein "nach Hause kommen", wenn die Musik lief. Es ist heutzutage ungewöhnlich und wirklt deshalb vielleicht etwas befremdlich, aber anstelle von reiner Ambient-Musik ist es halt ein richtiger Soundtrack mit echten Lieder. Abschließend habe ich den Soundtrack als den besten seit Hotline Miami verbucht.
- Artdesign der Welt, der Gegner und Charaktere sehr dissonant zu einander stehen (im Video ist es natürlich mit bewegten Szenen untermalt, die seine Argumentation bestätigen). Paar Bilder von Chars sind an Cringeness mMn schwer zu überbieten.
Ist mir jetzt nicht so aufgefallen. Die Bosse finde ich durch die Bank weg grandios gestaltet und in Szene gesetzt, gerade zum Ende hin. Die letzten 3 Stunden sind reines Kino. Gut, die Mobs wiederholen sich halt alle - ähnlich wie in einem Souls-Like, aber die Vielfalt an Gegnern hat das für mich wieder wett gemacht.
"Cringeness" scheint hier definitv im Auge des Betrachters zu liegen, ich fand keinen Gegner "cringe".
- Nebenmissionen sind schlecht.
Typisches Füllmaterial um die Spielzeit zu strecken. Stimmt schon. Aber dadurch, dass sie so schnell "abgearbeitet" sind, hab ich einfach alle runtergerasselt. Letzten Endes führen viele der Nebenmissionen einfach zu POIs, die man sonst vllt übersehen hätte, den ein oder anderen knackigen Bossfight gibts auch dadurch.
- Eve ist ein schlecht gezeichneter Charakter, weil sie komplex sein soll, aber bewusst sehr roboterhaft wirkt, um quasi Stärke zu zeigen (Als Gegenbeispiel nannte er Reboot Kratos, der auch stets Stärke zeigen möchte, aber seine Emotionalität und somit Komplexität als Charakter, in bestimmten Szenen auf subtilere Art inszeniert wird, sodass er als Char glaubhaft wirkt. B2 aus Nier wird auch als positives Gegenbeispiel genannt.)
Da will ich spoilern aber für mich hat ihr Charakter im großen und ganzen Sinn ergeben - hatte aber auch nie den Anspruch an sie, ein komplexer Charakter sein zu müssen. Als Kind und Fan der 80er und 90er Actionfilme bin ich mit solchen Zeichnungen vollkommen d'accord.
Kratos sehe ich in diesem Zusammenhang als Negativbeispiel, da es nicht mehr "mein" Kratos ist, wie er für mich durch die ersten 5 GoWs Sinn ergeben hat, sondern ein weinerlicher alter Daddy, der seine Vergangenheit verschmäht. Da ist mir EVE 100 mal lieber. Aber das ist eine andere Dikussion
Auf der Plusseite sieht er ganz klar, die Bosskämpfe samt gesamter Inszenierung und Choreographie.
Kann ich unterschreiben.
Endbewertung 69/69
100%, passt doch.