der bedarf nach höheren durchsatz [...]
In einer Welt, in der Geld und andere Ressourcen keine Rolle spielen, kann man natürlich immer die Totschlagaussage "
mehr ist grundsätzlich besser" oder "
es gibt kein zu viel" in den Raum stellen.
In der realen Welt sieht das der Markt und die Konsumenten i. d. R. jedoch deutlich differenzierter. Wenn du aber einen Zugang zu dieser Welt gefunden hast, Alice, sag mir bescheid ...
Zen 4 wird Anfang 2022 erstmal PCIe 5 bekommen [...]
Die Aussage gilt so nur, wenn man Zen4 mit
Genoa gleichsetzt, der für Konsumenten jedoch irrelevant ist.
Bezüglich Consumer-Produkten weiß man noch nicht, ob es mit Zen4 auch PCIe 5 geben wird.
Ich bleibe dabei, PCIe ist eigentlich PCI! [...]
Das einzige was sich geändert hat ist der Signalweg, die Daten werden nicht mehr paralell sondern seriell über einen Switch übertragen. Die Befehle, die übertragen werden sind gleich! Aus Treibersicht hat sich auch nichts geändert. Sogar die IRQs sind geblieben.
Also ist es eben keine Neuentwicklung! Sondern eine Erweiterung der PCI Spezifikationen.
Das wird auch so überall beschrieben.
Um es mal Bildhaft zu sagen, die Datenpakete kommen nicht mehr gleichzeitig mit 32 Schnecken an, sondern alle in einem ICE. Ich schließe hiermit das Wort zum Sonntag.
Die Diskussion ist müßig und selbstredend werden grundlegende Techniken low-level in beiden Systemen genutzt (und oben drüber wird eine PCI-Signalisierung gefahren), nicht zuletzt, weil beide von der PCI-SIG weiterentwickelt werden/wurden. Dennoch ist PCIe komplett anders aufgebaut und elektisch eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung und kein paralleler Bus wie PCI.
Darüber hinaus ist das "
zu viele Leitungen" auch nicht korrekt, denn PCIe spezifiziert bis zu 32 Lanes, jedoch machten davon Hersteller lediglich während/mit PCIe 1 und 2 Gebrauch, vornehmlich im Backend bei einigen TelKo-Produkten.
Und "
ohne Probleme" ist PCIe 6 zweifelsfrei ebensowenig möglich. Bereits die Implementation von PCIe 4 setzt spezielle Redriver, Repeater, Retimer und Switches voraus, sowie entsprechend angepasste Slots, die alle zusammen mit höheren Aufwendungen dazu beitragen, die notwendige Signalintegrität zu gewährleisten.
Und mit PCIe 6 ändert sich bspw. die Signalisierung komplett, da man mit dem bisherigen 128b/130b die anvisierte Verdopplung nicht mehr erreicht hätte, sodass man hier auf eine PAM4-Signalisierung wechselt. Mit der Verwendung von PAM4 steigen jedoch auch hier die elektrischen Anforderungen erneut, da es deutlich anfälliger für Signalrauschen ist, das durch Spannungs- und Timing-Schwankungen hervorgerufen wird.