AW: PC treibt deutschen Stromverbauch in die Höhe
Das stimmt schon, ist aber trotzdem absurd beim Versuch einen schlimmeren Sündenbock zu finden auf einen kleineren Verursacher zu verweisen.
Gerade auf z.B. Heizungen wird auch sehr gern hingewiesen (auch wenn der Teil in der BILD nicht immer mitziert wird)...
Und das Auto für sich mag "nur" unter den Top10 sein, aber es einer der sinnlosesten Kandidaten (imho unmittelbar nach Flugverkehr - aber wenn die Politiker dem deutschen Michel seine Fernreisen verbieten wollen, ist der ja erst so richtig angepisst... Von den ach-so-vielen-Jobs, die an diesen Subventionen hängen, mal ganz zu schweigen)
Wenn ich aus n paar Grundsubstanzen komplexe Verbindungen aka Kunstdünger herstellen will, dann muss da einfach Energie rein - das gibt die Chemie vor.
Aber die Zustände "Y an Ort A" und "Y an Ort B" unterscheiden sich nicht unbedingt in ihrem Energieniveau und dass für den Übergang zwischen dem einen und dem anderen auch noch pro kg Y rund 20-30kg sonstiges bewegt werden, lässt definitiv viel Spielraum für Optimierungen.
Noch eins am Rande, weltweit wird etwa 1% des CO2 Ausstosses durch Menschen verursacht (damit meine ich nicht atmen, sondern alles zusammen). Aber das geht in den Medien gerne unter

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Die Leute sind halt schnell überfordert, wenn man ihnen den gesamten Kohlenstoffkreislauf in alle vier Dimensionen erklären will. (genaugenommen sind mehr als genug ja schon bei der zugehörigen Einheit am Ende ihres Konzentrationswillens). Mit den astrophysikalischen Grundlagen und geo-biologischen Rückkopplungen brauch man dann erst recht nicht mehr kommen.
Müsste man aber, um den Unterschied zwischen "CO2" und "zusätzlichem CO2" begreifbar zu machen - und warum letzteres ein riesiges Problem ist, auch wenn es in Vergleich zu ersterem ""nur"" "1% pro Jahr" ausmacht.
(eigentlich sollten einem bei der Zahl schon die Haare zu Berge stehen, wenn man kapiert hat, was eine "/a" Angabe schon nach vergleichsweise kurzer Zeit bedeutet)
Natürlich kann man das einfach dem Auto zuschieben, denn dort lässt es sich am wenigsten Beweisen/nachvollziehen. Deshalb gibts ja auch die Umweltzonen die schon deutlich Wirkung gezeigt haben *hüstel*

Wenn ich mal JOJO zitieren darf: "
In diesem Sinne, der Deutsche Schimmel reitet wieder..."
Die "Umwelt"zonen haben mit "Umwelt" im Sinne von "Natur" genauso viel zu tun, wie die "Umwelt"prämie - nämlich quasi nichts. Und mit CO2 rein überhaupt gar nichts.
Da geht es um Feinstaub und die Gesundheit der Anwohner...
aus der rubrik "informationen, die wohl schon zuviel waren, als dass die leute sie sich gemerkt hätten"...
Das ist auch noch so ein Punkt an der ganzen CO2 Geschichte..
Da muss es noch mehr geben.
Sagt wer?
Nur ist da die Wissenschaft noch nicht weit genug um definitives zu sagen.
Also im Moment steht die Wissenschaft eher vor dem Problem, dass sie nicht erklären kann, wo ~1Gt CO2 pro Jahr bleiben... (und vor allem: Wie lange dieser unbekannte Mechanismus noch funktioniert)
Den bestehenden Treibhauseffekt kann man dagegen sehr gut erklären, da geht es nur noch um zeitliche Abläufe bzw. Rückkopplung mit Bio- und Geologie.
Aber die Politik interessiert sich eh nur für die Wissenschaft wenn es ihnen einen Vorteil gibt. (Wie eben im Wahlkampf)
Die interessiert sich NIE für Wissenschaft. (nichtmal wenn sie selbst Gutachten in Auftrag gibt, gibt sie sonderlich viel auf die Ergebnisse)
Allenfalls interessiert sie sich für Aussagen, die Massenmedien aus dem wissenschaftlichen Kontext gerissen und weit verbreitet haben.
Und da das mit dem CO2 so einfach und "einleuchtend" ist reduziert man es schnell noch darauf und lässt andere etwaige gefahren mal unter den Tisch fallen. ZB. treibt Methan den Treibhaus Effekt wesentlich stärker an als CO2 und Methan fällt weltweit auch sehr viel an.
Methan fällt nicht unter den Tisch, Methan wird -neben weiteren Parametern- in allen Modellen berücksichtigt. Da es im Vergleich zu CO2 aber eben
nicht "sehr viel" anfällt, trägt es mit unter 20% zum Treibhauseffekt bei.
(reduzieren sollte man es trotzdem, was ja auch entsprechend propagiert wird - wenn man mal hinhört. Die Möglichkeiten für den einzelnen sind aber eingeschränkt und fallen mit CO2-Reduzierung zusammen: Weniger Öl verbrauchen, weniger Fleisch, vor allem von Wiederkäuern, konsumieren.)
Naja und CO2 braucht man für die Photosynthese. Methansteuer gibts auch net. Aber beinahe jeder lässt sich davon blenden und pushen.
Dann rennt der brave, Bildzeitung lesende, RTL schauende und VW fahrende Deutsche zum Händler um den nächstbilligen Kleinwagen zu kaufen, der Euro 5 oder 6 hat.
Seit wann schützt die BILD das Klima?
Ich warte da eigentlich auf die nächste Forderung an die Politik, was gegen die ach-so-hohen-Spritpreise zu tun...
Nichts gegen VW Fahrer

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Mein 2009er VW hat nur Euro 4 und einen Realverbauch von etwa 10,8 Liter/ 100 km was einem CO2 Ausstoss von 251 g/km bedeutet und das ist auch gut so.
Also meiner ist 10 Jahre älter und ich komm im Schnitt mit 8 (Sommer) - 9 (Winter), auf Langstrecke 7,5l/100km.
>10l ist imho für alles neue, was nicht mindestens 6 Personen&Gepäck an Bord hat, n Armutszeugniss.
Streng genommen ist er sogar CO2 neutral, da ich nur Sprit verbrenne welcher vor millionen Jahren mal Pflanzen und Tiere waren welche das CO2 ja auch mal aus der Atmosphäre hatten

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Wenn du lange Zeiträume bevorzugst...:
Der Natur ist es auch scheiß egal, ob die menschliche Zivilisation nach n paar Jahrtausenden im Chaos versinkt, oder nicht.
Das Leben als solches ist nicht gefährdet, objektiver Materialismus kann auch dem Aussieben weniger wiederstandsfähiger Arten keinen großen Makel anhängen und wenn Homo sapiens sapiens endlich aufhört, den Rest der Welt zu drangsalieren, wäre das sogar ein Fortschritt.
Aber manche Rahmen sind imho dann zu groß...
P.S.:
Da das hier so ziemlich den ganzen Thread lang nie um Technik ging und mitlerweile der Schwerpunkt bei Politik und Wissenschaft liegt, verschieb ich den Thread mal entsprechend.