AW: PC treibt deutschen Stromverbauch in die Höhe
Als ob die wegen den Personen klimatisiert werden würden, die einmal pro Quartal da zugegen sind... Soweit ich weiß, werden die Serverräume um temperaturbedingtem Leistungsverlust vorzubeugen, auf 18°C klimatisiert... Korrigiert mich wenn ich da falsch liege...
Also es gibt definitiv auch Serverräume, die im 20er Bereich oder sogar nur auf 30°C klimatisiert werden.
Alles in allem aber trotzdem eine riesige Energieverschwendung:
Keine einzige Komponente muss auf diese Temperaturen gekühlt werden. Selbst Festplatten kommen bequem mit 40°C warmer Luft aus und das ist ne Temperatur, die quasi immer über Außenluft liegt. Z.B. Google kühlt die neuesten Rechenzentren erfolgreich ohne Klimaanlage. N großer Wärmetäuscher und Wasserkreislauf reichen vollkommen aus, um die Wärme nach draußen zu schaffen, wenn man etwas höhere -aber immer noch vollkommen ausreichende- Temperaturen akzeptiert. Und der Stromverbrauch ist um ein vielfaches geringer, als bei nem Klimakompressor.
-Soll ich den standby anschalten, wenn ich mal kurz weg bin?
...oder verhindert irgend n Treiber das mal wieder...
-Müssen alle Peripherie-geräte immer angeschaltet sein (z.B. Drucker; Boxen)?
...oder haben sie gar keinen Ausschalter, verlieren sämtliche Einstellungen, wenn man sie vom Strom trennt...
Es sei an der Stelle noch einmal kurz angemerkt, dass es gesamtökologisch gesehen keinen Sinn macht, neue Hardware anzuschaffen, weil diese vielleicht 50 Watt/h einspart, denn die Energie zur Produktion und Recycling von ausgemusterten Komponenten steht dazu in keinem Verhältnis. Besonders das Recycling-Problem wird oft übersehen, weil sich die Folgen (noch) nicht direkt vor unserer Haustüre bemerkbar machen.
Das ist sicherlich n Problem, über das viel zu wenig nachgedacht wird. Aber die meisten Leute hier wechseln ihre Hardware aus ganz anderen Gründen oft genug und es ließ sich sicherlich ein bißchen Strom sparen, wenn sie dabei auch nur darauf achten würden, dass der Verbrauch des neuen Systems nicht höher als der des alten ist...
(Vor allem würde es einen enormen Entwicklungsdruck bei den Herstellern bedeuten. AMD verkauft jetzt seit wie langer Zeit Grafikkarten, bei denen der Speichercontroller keinen Stromsparmodus erlaubt? Nvidia verweigert feinere Fertigungsprozesse -die auch in der Herstellung Geld sparen- seit wann?)
Da mit Ausnahme des Atoms quasi alle "kleine" Hardware nur eine abgespeckte Variante der High-End-Modelle darstellt, sind es gerade Gamer, die die Richtung vorgeben könnten.
(aktuell: "Zwei GTX285 in einer Karte? BOH GOIL. Ich will 4 Stück davon auf nem P6T7)
Wenn dazu (eher dagegen) _wirklich_ etwas getan wollte, müßte eine einheitliche, internationale Regelung her, aber Umweltschutz kostet halt Geld und die aufstrebenden Staaten die den weltweiten Bärenanteil am CO2 produzieren sind nicht unbedingt die reichsten Staaten - wenn sie auch groß sind
Äh - nein.
Ganz und gar nicht.
Absolut falsch, um genau zu sein - es sei denn, du zählst Staaten wie China und Indien, also Mitlgieder der Wirtschafts-G11, als "aufstrebend".
Zusammen mit der EU, Russland, Japan Süd-Korea (yeah - dank High-Tech unter den CO2-Top10) und natürlich USA&Kanda machen die nämlich fast 80% des weltweiten CO2 Ausstoßes aus fossilen Energieträgern aus. (Daten von 2004, aber dürfte -gerade wegen China- heute noch schlechter sein).
Entwicklungsländer und der ganze Rest, der 95% der Staaten der Welt ausmacht, hat recht wenig damit zu tun. (und ehe jetzt jemand mit Entwaldung kommt: Würde keine weiteren 20% bringen - und Stichwort "argentinisches Rumpsteak"...)
Und hinter dem PKW "Abwracken" stecken doch eher rein wirtschaftliche Interessen der entsprechenden Lobby. Da verpaßt man dem Ganzen noch 'nen schönen grünen Aufkleber und alle schreien "Hurra"!
Der grüne Aufkleber ist doch längst ab...
(Wo ich ehrlich gesagt mal von unseren Medien überrascht bin, dass sie die Lüge "Umwelt"prämie ganz schnell durch einen viel passenderen Ausdruck getauscht haben)
Ich vermute mal, bei Green-IT wird ähnlich sein, nur dass da keine riesige Öl- und Automobilindustrien mit Milliarden dahinter stehen die -auf welchen Wegen auch immer- Einfluss auf die (politische) Förderung der Sache nehmen können um das Ganze zu pushen.
Green-IT ist sogar noch besser.
Die steigern den Verbrauch einer neuen Grafikkarte um 20%, nehmen die alte, takten sie runter, so dass sie 10% weniger verbraucht und verkaufen das ganze als super-sonder-spar-"Green Edition".
Letztendlich schaut doch jeder in sein eigenes Portemonnaie und entscheidet danach.
Wenn man sich anguckt, was für Kosten der Verbrauch von fossilen Rohstoffen weltweit verursacht und wie wenige davon nicht vom Konsumenten, sondern von Drittweltländern und dem Steuerzahler getragen werden, dann funktioniert dieses Prinzip nicht.
(Kosten übrigens nicht nur über den Klimawandel - Kiribati mag n Naturjuwel und ein ganzer Staat mit tausenden Einwohnern sein, aber im Kapitalismus repräsentiert das bzw. der Verlust nicht unbedingt einen großen Wert. Viel eindrucksvollere Summen kommen da zusammen, wenn mal die ganzen Summen aufaddiert, die die westliche Welt in Militär investiert hat, um den eigenen Zugang zu Ölquellen im weiteren arabischen Raum zu sichern)