Grundsätzlich muss man noch folgendes wissen: es gibt (elektrisch) drei(vier) verschiedene analoge Videoübertragungsstandards:
RGB-Video
Anwendung: VGA, DVI-A, RGB-SCART, RGB-Component Video
Natives Farbsignal gäniger Bildschirme, sehr hohe Qualität
Technik: jede Farbe wird über ein eigenes Aderpaar oder (hochwertiger) über ein eigenes Koaxialkabel übertragen. Auflösung (fast) beliebig hoch, bis Full-HD.
YPbPr
Anwendung: YPbPr-Komponenten Video
Gängige analoge Videoformate nutzen dieses Farbmodell nativ, sehr hohe Qualität
Technik: Helligkeit (Y) und ein Farbsignal (P); das Farbsignal teilt sich wiederum in Pb (Farbdifferenz Blau-Gelb) und Pr (Farbdifferenz Rot-Grün). Auflösung (fast) beliebig hoch, bis Full-HD
Composite Video
Anwendungen: Composite Video
Mäßige Qualität, zumindest in Farbe (...)
Technik: YUV Signal wird über ein einzelnes Koaxialkabel übertragen, das Signal wird üblicherweise nach dem PAL Standard (oder NTSC oder SECAM) moduliert; entsprechend eingeschränkt ist die Auflösung (bei Farbnutzung). Bei PAL wird die Farbinformation U/V via Quadraturamplitudenmodulation auf das eigentlich schwarz-weiße Chrominanzsignal aufmoduliert. Das Chrominanzsignal entspricht dem von YPbPr, das Farbsignal ist jedoch anders: U steht für den Blau, V für den Rotanteil an der Gesamthelligkeit (der Rest ist demnach grün)
Sonderfall/Mischform: S-Video
Anwendungen: S-Video
Technik: YUV; Hier wird das Chrominanzsignal einzeln übertragen, die beiden Farbsignale (UV) sind auf einen Kanal Aufmoduliert
Adapter:
Rein mechanische (Stecker-) Adapter:
Sind zwischen den Verschiedenen Anwendungen von RGB Video möglich.
Weiters einfach möglich sind prinzipiell Adapter zwischen
allen gängigen Standards vorrausgesetzt man gibt sich mit schwarz-weiß zufrieden und die Auflösung ist kompatibel (...) Will man von RGB auf den Helligkeitswert für ein anderes Farbmodells kommen (oder umgekehrt) muss man nur die RGB Kanäle zusammenschalten, andernfalls verbindet man einfach den Y-Kanal und lässt die anderen frei, bei Component-Video verbindet man einfach mit Y.
(Sehr) einfache, passive analoge Schaltungen:
(Sehr) einfache Analoge Schaltungen ermöglichen Adapter von S-Video -> Composite... nur in diese Richtung!
Schaltplan:
https://de.wikipedia.org/w/index.ph...apter.svg&page=1&filetimestamp=20051006154953
Etwas anspruchsvoller und aktiv sind folgende Adapter:
In die andere Richtung, also Composite -> S-Video und Composite/S-Video -> RGB wird es schon etwas komplizierter, immerhin muss man hier die QUAM demodulieren. Das ist auch schon etwas qualitätskritischer aber im Prinzip gibt es billige ASICs für diese Aufgabe, die man in praktisch jedem (alten) TV finden kann.
Auch nicht ganz trivial ist RGB <-> YPbPr, da man hier das Farbmodell "umrechnen" muss (in der Praxis erfolgt das natürlich analog)
Hier etwa ein YPbPr -> RGB Konverter:
Linear Technology Circuits - YPBPR to RGB Converter (hilft dir freilich nicht viel, ist ja die falsche Richtung...)
Noch ein wenig aufwendiger (und ebenfalls aktiv) sind die übrigen:
Composite/S-Video/YPbPr und YPbPr -> Coposite/S-Video und RGB -> Composite Video/S-Video (wobei wir eigentlich gerade letzteres bräuchten...)
Auch für diese Aufgabe gibt es aber prinzipiell billige ASICs, die in fast jedem (alten) TV zu finden sind.
Am aufwendigsten ist schließlich das Umsetzen digitaler Videosignale wobei man auch hier nicht alles in einen Topf werfen kann; es gibt etwa exotische digitale RGB Signale, die sich vergleichsweise leicht Richtung Analog-RGB adaptern lassen. DVI-D, HDMI und Display Port nutzen ein serielles Signal für alle Farbkanäle gleichzeitig, Adaptern ist in der Praxis nur durch entsprechende ASICs oder gegebenenfalls leistungsstarke FPGAs möglich, zusätzlich braucht man noch eine entsprechende DAC Schaltung (sofern nicht im ASIC enthalten, was idr. der Fall ist).
Auf jeden Fall fallen lassen solltest du jegliche Ansprüche im Bezug auf die "Qualität" des Adapters... okay, Farbe darf vielleicht schon sein; richtig gute sind auch richtig teuer, das Geld solltest du lieber in einen neuen TV investieren, der nativ angesteuert über HDMI eine bessere Qualität liefern könnte als das auf einem Röhren TV jemals möglich wäre.