Es ist immer schön, wenn sich Mitglieder jener Gruppe, die als nicht homosexuelle und nicht behinderte männliche Wesen selten diskriminiert werden, über andere mokieren, die sich genau von dieser Gruppe immer wieder diskriminiert fühlen.
Die Idee hinter der Bitte um Lösung ist, dass bestimmte Darstellungsarten von Frauen diese zum reinen Sexobjekt reduzieren und in Folge die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Frauen tendenziell mehr als reine Sexobjekte und weniger als gleichberechtigte und kompetente Gesprächspartner gesehen werden. Das zieht sich immer noch durch weitere Teile der Gesellschaft und weite Bereiche des öffentlichen Lebens. Als optisch attraktive Frau in eine öffentliche Sauna zu gehen grenzt immer noch an einen Spießrutenlauf, weil Zungen auf dem Boden und Augen an Stielen hängen. Dass das nervt, verstehen aber viele Männer nicht, die meinen, es wäre doch eine große Ehre, wenn sie die Frauen penetrant begutachten.
Das es in diesem hier beschreibenem Fall vermutlich absolut überzogen ist bedeutet nicht, dass es im großen Ganzen einige Dinge in der Gesellschaft zu verändern gab und gibt. Wenn man bedenkt, dass bis 1994 eine Vergewaltigung innerhalb der Ehe nicht strafbar war, zumindest, solange keine sichtbare Körperverletzung vorlag, versteht man vielleicht, warum die eine oder der andere bei dem Thema etwas sensibilisiert sind.