Gibt es für eine virtuelle GPU den auch einen praktischen Nutzen? Oder ist die nur als Blaupause für weiterführende Projekte gedacht, die dann eines Tages vl wirklich gefertigt werden?
Es ist keine "virtuelle GPU". Es ist nur die Logik in eine Programmiersprache gegossen, mehr nicht.
Wie gesagt, dabei ist nichtmal klar, ob das Ding überhaupt Timing enthält...
Und selbst wenn man das hätte: Was könnte man damit anfangen?
Studenten könnten sowas verwenden, oder auch sonst irgendwelche kleinen Firmen, die sich ne ARM/MIPS-Lizenz holen um z.B. Waschmaschinen oder so an zu treiben, und dann eben doch noch etwas mehr haben wollen.
Aber realistisch gesehen werden Firmen eher dann zu ARM/MIPS/Imagination/usw gehen und da ein fertiges Design inkl Support kaufen.
Das altmodische Featureset und die Fähigkeiten von FPGAs werden wohl kaum einen Grafik-Beschleuniger ergeben.
Du brüchtest überhaupt erstmal ein Board für den FPGA, der Monitoranschlüsse hat
Und dann ist es eben so, dass du nicht einfach jeden X beliebigen FPGA nehmen kannst und den Code da drauf laden kannst... Nein, du musst das jeweils anpassen.... Nur weils auf einer FPGA Serie läuft, heist das noch LANGE! nicht, dass das auch auf den anderen Serien des selben Herstellers läuft, ganz zu schweigen von anderen Herstellern.
Erst recht keinen, der irgend eine Grafikeinheit des letzten Jahrzehnts schlagen könnte. Besondere Fähigkeiten hat das Ergebnis auch erstmal nicht, im Gegenteil, und soweit ich das lese, gibt es nicht einmal treiber.
Fazit: Für OpenGL lahm und ineffizient. Für D3D veraltet. Und für alles andere müsste man die Architektur selbst weiterentwickeln und dann auch noch den passenden Treiber dazu programmieren. Und dann wäre man immer noch auf einer lahmen FPGA unterwegs. Wem irgendwelche allgemeineren Anwendungen auf einem GPU-ähnlichen Chip vorschweben, der wäre vermutlich immer noch besser dran, wenn er eine aktuelle echte GPU nimmt und den Umweg über OpenCL oder CUDA geht, um seine frei defnierbaren Einheiten zu betreiben.
Ich hatte bei den ersten Zeilen wenigstens gehofft, sie planen eine vollwertige GPU-Emulation mit gutem Treibersupport. Sowas wäre zwar auch nicht schnell, aber wenigstens unglaublich flexibel und damit für diverse Kompatibilitäts- und Retro-Zwecke Gold wert.
Aber FPGAs? Die Dinger sind toll, um Konzepte für spätere ASICs zu testen und sie sind toll, wenn eher ungewöhnliche Funktionen in Kleinserie umsetzen möchte. Aber hier ist FPGA die Endstation und die Funktionen sind stink normale GPU-Aufgaben.
Verilog kannste auch für die Produktion von ASICs verwenden. Es wird halt nur ungleich komplizierter...
Wie gesagt, die müssten erstmal wirklich sagen, dass Sie eine für den FPGA XY lauffähige Implementierung hinbekommen. So lange Timings nicht beachtet werden, kann man in Verilog VIEL hinschreiben.... Wird halt oft nur nicht funktionierren
Und bei ASICs ist halt das Problem, das man für jeden Herstellungsprozess das extra spezifizieren muss....
Ergo wenn überhaupt werden sich wohl Universitäten usw dafür begeistern können.