Hallo in die Runde
Ich wollt auch mal meinen Senf dazugeben, nachdem ich hier erst mal alles gelesen habe (oder zumindest Überflogen

).
Zu meiner Linux-reise generell: Ich hab etwa ende 2021 Anfang 2022 rum mal mit einem älterem Ersatzrechner für ein paar Tage Linux Mint ausprobiert und bin zu der Zeit dann auf Manjaro gestoßen und hab mir dann das erst mal angeschaut wie das ganze so läuft. Hab mich dann recht schnell mit dem Packagemanager pacman und vor allem yay recht wohl gefühlt.
Irgendwann Mitte 2023 bin ich dann zu dem Entschluss gekommen dass ich gerne base Arch auf meinem echten Rechner installieren möchte. Was ich dann auch relativ Zeitnah in die Tat umgesetzt habe und bereue seitdem keine einzige Sekunde. Dinge die mich zu der Zeit noch stark interessiert haben wie zb wie läuft Wallpaper engine (Über KDE recht einfach

) oder wie sieht es mit VR aus? (Mit einer Oculus Quest und alvr gut umsetzbar)
Habe ich dann im laufe der Zeit dann auch irgendwie hinbekommen.
Nun bin ich mittlerweile bei der Frage angekommen, ob diese ganzen "flavor of the Month Distros" etwas gutes für die Linux-Community überhaupt sind. Ich meine ja es hat seine Vorteile eine Distro schnell ausprobieren zu können in einer Live USB und man steht nicht erstmal vor einer Commando-Zeile mit nem großen Fragezeichen. Allerdings stört mich bei diesen teilweise sogar "Ein-Mann-Projekten" wie zb Nobara die Langlebigkeit/Zuverlässigkeit.
Versteht mich nicht Falsch, ich bin mit meinen Anfängen wie Manjaro kein Unschuldslamm, aber ich bin der festen Überzeugung, dass gerade diese Distros mehr Leute von Linux wieder abwandern lassen, wenn bei diesen gerade in der Anfangszeit was schief läuft. Ich denke manche können sich noch vor ein paar Jahren an LinusTechTips erinnern welcher damals ein Problem bei POP-OS mit dem installieren von Steam sein System gecrashed hat (weil er nicht gelesen hat was in der Kommandozeile stand

) und dann gesagt hat "mimimi Läuft ja alles ganz schön blöd".
Naja, jedenfalls bin ich aus diesen Aspekten ein Befürworter von Base-Distros (Arch, Debian, Fedora, Gentoo, OpenSUSE ...) bzw. den sehr standfesten Derivaten wie zb Linux Mint/Ubunu.
Ich denke dass diese definitiv länger bleiben werden als zb Nobara, Manjaro, CachyOS, PikaOS, EndeavourOS usw. Und ihr werdet mit den Basedistros viel mehr Hilfe bekommen können als mit den kleineren neueren, weil die Userbase einfach viel größer ist.
Achja falls noch wer frisches Dazustoßt, auch immer wichtig zu bennen: Die Optik kommt nicht von der Distrowahl, sondern von dem Desktop-enviorment. Das sind zb KDE, XFCE, Gnome (wirklich nicht mein Fall), Cinammon und weitere. Für Neulinge würde ich empfehlen eine davon zu nehmen und sich keinen "Windowmanager" wie dwm oder Hyperland auszusuchen. Da würde ich eher Probleme erwarten als bei einer Distrowahl.
Hoffe ich habe hiermit niemand auf den Schlips getreten, jedem soll natürlich seine Distro/enviorment Auswahl frei stehen, es soll
euer PC sein, den genau das Liebe ich an Linux!