Scharf ist gut.
Keine Ahnung, ob man hier nur Gerichte oder auch die Storys dazu erzählen darf.
Ich mache es mal:
Klein Compi war mal auf einem Rucksacktripp vor ungefähr 25 Jahren durch Belize und war zwei Wochen in dem keinen Fischerort Hopkins untergekommen.
de.wikipedia.org
Das Dorf hatte gerade kurz zuvor Wasser- und Stromanschluss bekommen.
Gab damals nur eine Offroadpiste ins Dorf.
Und zwar in einem kleinen Guesthouse Namens Hopkins Inn, damals von Rita, einer Deutschen und ihrem US Lebensgefährten aus Alaska gerade eröffnet, Vorname leider entfallen.
hopkinsinn.com
Die Magnolia Cabana gibts immer noch
Na ja, eines Tages organisierte uns der US-Boy eine Flussfahrt zu Einheimischen und diese luden uns (natürlich gegen Bakschisch - Touris halt) zur Cong-soup ein.
Das sind die Riesenmeeresschnecken.
War lecker, wenn auch gewöhnungsbedürftig - Montezumas Rache schlug natürlich zu...
Aber das wars noch nicht.
Dazu gereicht wurde ein gefühlt 4-5 l fassendes riesiges Gurkenglas voll mit eingelegten Zwiebeln.
Gaaanz unten im Bodensatz war in der milchigen Lake eine kleine Pfefferschote (oder so was ähnliches)
Der US-Boy warnte mich noch, ich aber mag Zwiebeln.
Hey, das Zeugs war soooo scharf, dass Lippen und Mund augenblicklich taub wurden und ich alles leer soff, was mir die grölende Menge in die Hand drückte.
Darunter auch eine halbe Flasche selbst gepanschter Rum (oder so was ähnliches).
Da Ende vom Lied war, dass ich strunzbesoffen und schnarchend vom US Boy per Boot zurückgebracht wurde und danach noch drei Tage unsäglichen Durst hatte.
100 Belizedollar (heute ca. 50 €, damals etwa 50 Mark) die ich in den Schuhen versteckt hatte, waren natürlich auch weg, genau so wie die Wanderschuhe selbst...
Edit:
Haaa... gefunden!
Greg hieß der Ami.
The last time I told you a story about Hopkins, I had been on the hunt for mangoes. We may not have found the elusive fruits this year, but there was a gem of a
mybeautifulbelize.com
Gott, sind die alt geworden...

Die sehen ja genau so grau-weiss aus wie ich...