Jetzt die Infos vom Fachmann (meinen Bruder), alle Angaben nur so richtig, wie ich sie bei seinen ellenlangen Erklärungen verstanden habe

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115 Volt Netzteile unterscheiden sich von 230 Volt - Netzteilen in der Stromabnahme nach den Elkos des Gleichrichters. Bei beiden sind die Elkos in Reihe geschaltet, bei der 115 Volt-Version erfolgt die Stromabnahme des Netzteils am Ende der Reihenschaltung, bei der 230 Volt - Version zwischen den Elkos in der Mitte der Reihenschaltung.
Einfach einen Draht zu durchtrennen, reicht nur in wenigen Fällen aus, um die richtige Stromabnahme zu erreichen. Etwas Löten mit Kenntnis des Schaltplans (und den Verstehen der Schaltung) ist angesagt.
Wenn man die Umstellung auf 230 Volt geschafft hat, tauchen neue Probleme auf:
Nur wenn das Netzteil bis auf die Stromabnahme auch für 230 Volt ausgelegt ist, also in beiden Versionen produziert wird, sind auch die Bauteile vor den Gleichrichter für 230 Volt geeignet. Ansonsten gehen sie irgendwann hoch.
Alle 115 Volt-Netzteile haben übrigens kein PFC, wie es in Deutschland vorgeschrieben ist. Das wird allerdings nur dann Konsequenzen haben, wenn man z. B. eine billige Stereoanlage oder ein DLan im gleichen Netz betreibt oder, sehr, sehr unwahrscheinlich, dabei erwischt wird, wie man das Netz stört.
Der Betrieb ohne PFC kann allerdings auch dazu führen, dass der Stromzähler irritiert wird und nicht nur den Wirkstrom, sondern auch den Blindstrom zählt. Dann kann man auch mit einem 300 Watt - Netzteil einen Kilowatt Boliden auf der Stromrechnung simulieren.
Ich hoffe, ich habe die Infos meines Bruders einigermaßen richtig wiedergegeben. Ansonsten würde ich seinen Angaben durchaus trauen, da er jeden Tag Netzteile auf Sicherheit prüft und sehr schnell aus dem Prüflabor verabschiedet würde, wenn er da heiße Luft als Testergebnisse liefern würde.