X-CosmicBlue
PCGH-Community-Veteran(in)
Neuer Gehäuse-/MoBo-Standard?
Auch wenn die Netzteile immer effizienter werden und derzeit anscheinend die gesamte Branche das Stromsparen entdeckt, so braucht man doch in Anbetracht von 300W, die ein PCIe-Steckplatz hergibt, eine effiziente Kühlung. Leider ist die meistens nicht sonderlich leise...
Zuerst einmal gilt für die meisten Rechner heute folgendes:
Neben diversen aktiv gekühlten Komponenten im Gehäuseinnernen wie CPU, Grafikkarte, Northbridge und Netzteil, kommen noch Gehäuselüfter hinzu, die warme Luft aus dem Gehäuse nach draußen befördern, bzw kühle von der anderen Seite wieder hinein.
Beim ATX-Formfaktor sieht das in der Regel so aus, das vorne unten kalte Luft in das Gehäuse gepustet wird, die sich dann in Form eines Fragezeichend durch alle Komponenten schlängeln soll, um oben hinten durch das Netzteil wieder ausgeblasen zu werden.
Dabei werden PCI/PCIe/AGP und andere Steckplätze kaum beachtet, und nicht gerundete IDE-Kabel behindern den Luftfluß ebenso wie überlange Grafikkarten, die einen Engpass zwischen sich und dem Festplattenkäfig entstehen lassen.
Oft findet man deshalb noch Gehäuselüfter, die seitlich angebracht frische Luft auf die Erweiterungssteckplätze blasen.
Der BTX-Formfaktor hat versucht einige dieser Probleme zu beheben.
Die frische Luft wird vorne zentral in das Gehäuse gepustet, strömt über CPU und die in diesem Formfaktor "richtig" herum eingebaute Grafikkarte, weil mit dem Kühler nach oben, und verläßt anschließend wieder das Gehäuse hinten mittig. Die Bereiche über und unter diesem Luftkanal sind dabei aber von einer Kühlung nahezu ausgeschlossen.
Natürlich gibt es noch weitere Formfaktoren, aber meiner Ansicht nach kränkeln alle an Design-Fehlern aus der Vergangenheit, Altlasten, die man heute kaum noch korrigieren kann.
Denn man kann sich eine Eigenschaft der Luft zum kühlen zu nutze machen:
Erwärmte Luft steigt auf.
Das nennt man Autokonvektion.
Natürlich entsteht dadurch kein sehr starker Luftstrom, aber wenn ich die Lage von Erweiterungskarten so ansehe, dann entsteht da kein "natürlicher" Luftstrom. Im Gegenteil: die horizontal eingebauten Grafikkarten, Soundkarten usw wirken wie eine Blockade für erwärmte Luft, die aufsteigen will. Die CPU liegt im ATX-Standard direkt darüber, würde gar keine Luft mehr bekommen. Einzig die Lage des Arbeitsspeichers ist Autokonvektion richtig eingebaut.
Um Autokonvention nicht zu verhindern, wie es derzeit bei den meisten Bauteilen und dem Layout der Motherboards der Fall ist, muß also alles so ausgerichtet werden, das es den Aufstieg erwärmter Luft nicht verhindert.
Diesen Luftstrom gilt es dann lediglich zu unterstützen. Hierfür sollten einige wenige, langsamdrehende Lüfter reichen. Ausnahme sind Komponenten, die sehr weiß werden, wie Grafikkarte und CPU, allerdings sollte auch hier Kühlkörper und Lüfter so ausgerichte sein, das sie die Autokonvektion unterstützen oder zumindest nicht behindern.
Große Sperren zwischen unten und oben sind auch die Laufwerke: Spätestens seit der Playstation 2 wissen wir, wie man Optische Laufwerke auch vertikal verwenden kann, für die kaum noch verwendeten Floppydrives wäre es auch kein Problem, aber die wenigsten Festplatten sind für den vertikalen Einsatz geeignet. Meist wird davon abgeraten, da die Wahrscheinlichkeit eines Headcrashes (Lesekopf berührt eine Platte) steigt.
Der eigentlich Knackpunkt sind die Erweiterungskarten.
Man kann sich zwar vorstellen, diese vertikal einzubauen, aber wie verbindet man sie dann?
a) Entweder man beläßt die Steckleiste an der Längsseite der Karten, dann würden die Ausgänge nach oben oder unten zeigen. Hin diesem Fall könnte man mit zusätzlichen Kabeln die Verbindungen nach hinten an ein weiteres Anschlußpanel führen, aber jedes weiter Kabel behindert den Luftfluß.
b) Man könnte die Ausgänge an die gegenüberliegende Längsseite legen. Dann würde man zB den Monitor seitlich am PC anschließen.
c) Man verlegt die Steckplatzleiste an das hintere Ende der Karte. Auch in diesem würde man die Anschlüsse dann seitlich am PC finden. Der PC würde dann aber breiter werden, Und da nicht alle Erweiterungsakarten die gleiche Länge besitzen, müßte man sich auf eine Kartenlänge einigen. Wer mehr Platz braucht muß dann die Kartenbreite ändern.
d) Schließlich und endlich könnte man einen Winkel in den Steckplatz auf dem Motherboard stecken, in den dann wieder die eigentliche Erweiterungskarte kommt. In diesem Fall könnte man die Erweiterungskarten so lassen, wie sie sind, aber auch hier findet man dann die Anschlüsse seitlich und der PC gewinnt an Breite. Problematisch wären auch hier überlange Karten.
Der Winkel könnte natürlich auch so herum eingebaut werden, das die Erweiterungskarte von oben hineingesteckt wird. Wichtig wäre, das der Winkel nicht fest mit dem Motherbaord verbunden, sondern selbst eine Steckkarte ist, da sonst die Moatherboards zu sperrig und Transportschäden wahrscheinlich wären.
Da es sehr unwahrscheinlich ist, das das Layout der Erweiterungskarten geändert wird und seitliche Anschlüsse nicht für jeden Arbeitsplatz in Frage kommen, entscheide ich mich trotz des erhöhten Widerstands für die Autokonvektion für die erste Variante. Es ist einfach das kleinere Übel
Wichtig für diese Variante ist ebenfalls, das die Lamellen sämtlicher Kühlkörper ebenfalls vertikal ausgerichtet sind. Das gilt für die CPU, wir für eventuell vorhandene RAM-Kühlkörper oder aber die Grafikkarte.
Ob eventuell verbaute Lüfter im inneren pusten oder saugen, überlaß ich gern den Herstellern bzw den Vorlieben des Nutzers. Aber bei den vier eingezeichneten Gehäuselüftern wäre mir wichtig, das die oberen beiden mehr Luft aus dem Gehäuse transportieren, als die unteren beiden ins Gehäuse pusten, denn nach meiner Erfahrung ist es so, das wenn man mehr Luft in ein geschlossenen Gehäuse bringt, als man abführt, das es eher zu einem Hitzestau kommt. Wenn mehr Luft abgeführt wird, als man heinbläst, so zieht man lediglich ein wenig Luft durch Ritzen und Lücken im Gehäuse, zb schließen abnehmbare Seitenteil nie ganz ab.
Wahrscheinlich ist, das man statt je 2 Gehäuse unten und oben eher zu dreien greift. Dabei geh ich von 120mm Lüftern aus. Vielleicht entwickelt auch mal jemand 150 bzw 200mm Lüfter (oder gibt es die schon? Hab sie zumidnest noch nirgends gesehen)(gängige Gehäuse sind etwas über 200mm breit. Mein Gehäuse hat von oben betrachtet eine Grundfläche von 220x410mm, es würden also genau zwei 200mm Lüfter passen.
Vorschlag für die Umdrehungen dieser Lüfter:
Unten 300 bis 600 U/min, oben halt etwas mehr, vielleicht 500 bis 800 U/min.
Damit wären die Lüfter zeimlich leise und würden doch die Autokonvektion hinreichend unterstützen.
Das Gehäuse geht deshalb oben und unten über die Lüfter hinaus, weil die Lüfter unten keine Luft bekommen, wenn man den PC daraufstellt
. Und oben sollte etwas Platz sein, damit die warme Luft auch irgendwohin entweichen kann (Manch ein PC steht in einem Schreibtisch so, das da nach oben und zu den Seiten kaum noch Platz ist).
Oben und unten hätte man also nur den Rahmen, aber keine Abdeckungen. Staubfilter Im Luftstrom vor den unteren bzw hinter den oberen Gehäuselüftern wären mehr als empfehlenswert.
Ein Name für diesen "Standard" fehlt noch.
Auch wenn die Netzteile immer effizienter werden und derzeit anscheinend die gesamte Branche das Stromsparen entdeckt, so braucht man doch in Anbetracht von 300W, die ein PCIe-Steckplatz hergibt, eine effiziente Kühlung. Leider ist die meistens nicht sonderlich leise...
Zuerst einmal gilt für die meisten Rechner heute folgendes:
Neben diversen aktiv gekühlten Komponenten im Gehäuseinnernen wie CPU, Grafikkarte, Northbridge und Netzteil, kommen noch Gehäuselüfter hinzu, die warme Luft aus dem Gehäuse nach draußen befördern, bzw kühle von der anderen Seite wieder hinein.
Beim ATX-Formfaktor sieht das in der Regel so aus, das vorne unten kalte Luft in das Gehäuse gepustet wird, die sich dann in Form eines Fragezeichend durch alle Komponenten schlängeln soll, um oben hinten durch das Netzteil wieder ausgeblasen zu werden.
Dabei werden PCI/PCIe/AGP und andere Steckplätze kaum beachtet, und nicht gerundete IDE-Kabel behindern den Luftfluß ebenso wie überlange Grafikkarten, die einen Engpass zwischen sich und dem Festplattenkäfig entstehen lassen.
Oft findet man deshalb noch Gehäuselüfter, die seitlich angebracht frische Luft auf die Erweiterungssteckplätze blasen.
Der BTX-Formfaktor hat versucht einige dieser Probleme zu beheben.
Die frische Luft wird vorne zentral in das Gehäuse gepustet, strömt über CPU und die in diesem Formfaktor "richtig" herum eingebaute Grafikkarte, weil mit dem Kühler nach oben, und verläßt anschließend wieder das Gehäuse hinten mittig. Die Bereiche über und unter diesem Luftkanal sind dabei aber von einer Kühlung nahezu ausgeschlossen.
Natürlich gibt es noch weitere Formfaktoren, aber meiner Ansicht nach kränkeln alle an Design-Fehlern aus der Vergangenheit, Altlasten, die man heute kaum noch korrigieren kann.
Denn man kann sich eine Eigenschaft der Luft zum kühlen zu nutze machen:
Erwärmte Luft steigt auf.
Das nennt man Autokonvektion.
Natürlich entsteht dadurch kein sehr starker Luftstrom, aber wenn ich die Lage von Erweiterungskarten so ansehe, dann entsteht da kein "natürlicher" Luftstrom. Im Gegenteil: die horizontal eingebauten Grafikkarten, Soundkarten usw wirken wie eine Blockade für erwärmte Luft, die aufsteigen will. Die CPU liegt im ATX-Standard direkt darüber, würde gar keine Luft mehr bekommen. Einzig die Lage des Arbeitsspeichers ist Autokonvektion richtig eingebaut.
Um Autokonvention nicht zu verhindern, wie es derzeit bei den meisten Bauteilen und dem Layout der Motherboards der Fall ist, muß also alles so ausgerichtet werden, das es den Aufstieg erwärmter Luft nicht verhindert.
Diesen Luftstrom gilt es dann lediglich zu unterstützen. Hierfür sollten einige wenige, langsamdrehende Lüfter reichen. Ausnahme sind Komponenten, die sehr weiß werden, wie Grafikkarte und CPU, allerdings sollte auch hier Kühlkörper und Lüfter so ausgerichte sein, das sie die Autokonvektion unterstützen oder zumindest nicht behindern.
Große Sperren zwischen unten und oben sind auch die Laufwerke: Spätestens seit der Playstation 2 wissen wir, wie man Optische Laufwerke auch vertikal verwenden kann, für die kaum noch verwendeten Floppydrives wäre es auch kein Problem, aber die wenigsten Festplatten sind für den vertikalen Einsatz geeignet. Meist wird davon abgeraten, da die Wahrscheinlichkeit eines Headcrashes (Lesekopf berührt eine Platte) steigt.
Der eigentlich Knackpunkt sind die Erweiterungskarten.
Man kann sich zwar vorstellen, diese vertikal einzubauen, aber wie verbindet man sie dann?
a) Entweder man beläßt die Steckleiste an der Längsseite der Karten, dann würden die Ausgänge nach oben oder unten zeigen. Hin diesem Fall könnte man mit zusätzlichen Kabeln die Verbindungen nach hinten an ein weiteres Anschlußpanel führen, aber jedes weiter Kabel behindert den Luftfluß.
b) Man könnte die Ausgänge an die gegenüberliegende Längsseite legen. Dann würde man zB den Monitor seitlich am PC anschließen.
c) Man verlegt die Steckplatzleiste an das hintere Ende der Karte. Auch in diesem würde man die Anschlüsse dann seitlich am PC finden. Der PC würde dann aber breiter werden, Und da nicht alle Erweiterungsakarten die gleiche Länge besitzen, müßte man sich auf eine Kartenlänge einigen. Wer mehr Platz braucht muß dann die Kartenbreite ändern.
d) Schließlich und endlich könnte man einen Winkel in den Steckplatz auf dem Motherboard stecken, in den dann wieder die eigentliche Erweiterungskarte kommt. In diesem Fall könnte man die Erweiterungskarten so lassen, wie sie sind, aber auch hier findet man dann die Anschlüsse seitlich und der PC gewinnt an Breite. Problematisch wären auch hier überlange Karten.
Der Winkel könnte natürlich auch so herum eingebaut werden, das die Erweiterungskarte von oben hineingesteckt wird. Wichtig wäre, das der Winkel nicht fest mit dem Motherbaord verbunden, sondern selbst eine Steckkarte ist, da sonst die Moatherboards zu sperrig und Transportschäden wahrscheinlich wären.
Da es sehr unwahrscheinlich ist, das das Layout der Erweiterungskarten geändert wird und seitliche Anschlüsse nicht für jeden Arbeitsplatz in Frage kommen, entscheide ich mich trotz des erhöhten Widerstands für die Autokonvektion für die erste Variante. Es ist einfach das kleinere Übel

Wichtig für diese Variante ist ebenfalls, das die Lamellen sämtlicher Kühlkörper ebenfalls vertikal ausgerichtet sind. Das gilt für die CPU, wir für eventuell vorhandene RAM-Kühlkörper oder aber die Grafikkarte.
Ob eventuell verbaute Lüfter im inneren pusten oder saugen, überlaß ich gern den Herstellern bzw den Vorlieben des Nutzers. Aber bei den vier eingezeichneten Gehäuselüftern wäre mir wichtig, das die oberen beiden mehr Luft aus dem Gehäuse transportieren, als die unteren beiden ins Gehäuse pusten, denn nach meiner Erfahrung ist es so, das wenn man mehr Luft in ein geschlossenen Gehäuse bringt, als man abführt, das es eher zu einem Hitzestau kommt. Wenn mehr Luft abgeführt wird, als man heinbläst, so zieht man lediglich ein wenig Luft durch Ritzen und Lücken im Gehäuse, zb schließen abnehmbare Seitenteil nie ganz ab.
Wahrscheinlich ist, das man statt je 2 Gehäuse unten und oben eher zu dreien greift. Dabei geh ich von 120mm Lüftern aus. Vielleicht entwickelt auch mal jemand 150 bzw 200mm Lüfter (oder gibt es die schon? Hab sie zumidnest noch nirgends gesehen)(gängige Gehäuse sind etwas über 200mm breit. Mein Gehäuse hat von oben betrachtet eine Grundfläche von 220x410mm, es würden also genau zwei 200mm Lüfter passen.
Vorschlag für die Umdrehungen dieser Lüfter:
Unten 300 bis 600 U/min, oben halt etwas mehr, vielleicht 500 bis 800 U/min.
Damit wären die Lüfter zeimlich leise und würden doch die Autokonvektion hinreichend unterstützen.
Das Gehäuse geht deshalb oben und unten über die Lüfter hinaus, weil die Lüfter unten keine Luft bekommen, wenn man den PC daraufstellt
. Und oben sollte etwas Platz sein, damit die warme Luft auch irgendwohin entweichen kann (Manch ein PC steht in einem Schreibtisch so, das da nach oben und zu den Seiten kaum noch Platz ist).Oben und unten hätte man also nur den Rahmen, aber keine Abdeckungen. Staubfilter Im Luftstrom vor den unteren bzw hinter den oberen Gehäuselüftern wären mehr als empfehlenswert.
Ein Name für diesen "Standard" fehlt noch.
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