Ich bin seit jeher Fingertip-Grip-User.
Wenn ich eins gelernt hab - am wichtigsten ist, dass die Maus dabei von der länge her möglichst kurz ist.
Dein Handballen bleibt ja fast immer stationär auf der Unterlage liegen (deshalb ist der Griff ja auch so wunderbar bequem und auch auf längste Zeit schön okonomisch - man muss ja fast nie den Arm oder die Hand bewegen, sondern kann immer bequem aufliegen und bewegt nur die Finger minimal.

Wenn die Maus zu lang (oder auch zu hoch) ist, gibts aber das Problem dass das Ende sonst irgendwann mit dem Ende in der Handfläche anstößt. Man zieht sie ja nur zu sich her, indem man die Finger zurückzieht und dabei anwinkelt. Man kann sie dann nicht weiter zurückziehen, ohne die Hand abzusetzen. Mit einer "kurzen" Maus (und definitiv ohne "Buckel"!) hast Du da viel mehr Spielraum!
Das selbe gilt auch seitwärts - eine nicht zu breite Maus ist da viel angenehmer, weil Du sie dann nicht nur durch drehen des (auf der Auflage liegen bleibenden) Handgelenks manipulieren kannst, sondern vor allem auch feinste Bewegungen machen kannst, wenn Du sie zwischen Daumen auf der einen und Ring + kleinem Finger auf der anderen Seite hin und herschiebst.
Hier gilt genauso: Je schmaler, desto mehr Spielraum!
Mit kleinen Mäusen bist Du also auf jeden Fall besser beraten - und vor allem nicht so lang wie für Palm Gripper.
Du willst mit Deiner Palm ja eben gerade nicht grippen, sondern brauchst da Platz.
Nächster Punkt:
Am besten keine Auflagen für Ring/kleinen Finger sowie für den Daumen.
Man hat beim Fingergrip dann nämlich noch zwei weitere riesen Vorteile gegenüber dem Palm-Grip:
Man kann mit diesen drei Fingern, mit denen man die Maus ja hält, immer minimal leichten Kontakt zum Mauspad halten.
Damit bekommt man auch eine sensorische Rückmeldung, ob, wie schnell und wie weit man die Maus bewegt. Macht es nochmal etwa intuitiver.
Zweiter Vorteil: Man kann Bewegungen ganz gezielt sofort stoppen, ohne übers Ziel rauszuschiessen. Man bremst die Bewegung, indem man diesen Kontakt der Finger aufs Mauspad etwas fester macht.
Da ist es gut, wenn die Kanten an der Unterseite nicht abgerundet sind und kein allzu grosser Abstand zwischen Mausboden/Mauspad besteht, sonst "springt" einem die Maus manchmal etwas am Finger hoch und man verreisst leicht.
Noch eins find ich sehr wichtig, insbesondere wenn man RPGs oder RTS spielt: Zustätzliche Buttons auf der Oberseite.
Man hat gegenüber dem Palm-Gripper den Nachteil, dass man mit dem Daumen weniger machen kann, da man mit dem Daumen ja die Maus hält und steuert.
Der Palm Gripper hält die Maus in der ganzen Hand - der kann den Daumen problemlos wegnehmen und damit Zusatztasten drücken. Können wir nicht, es sei denn wir setzen ab. Das verreisst den Cursor oder man verzögert.
Deshalb ist es gut, wenn auf der Oberseite ein paar zusätzliche Tasten sind.
Welche Maus ich da empfehlenswert finde?
Es gibt keine.
Ich such mir seit jeher nen Wolf, aber eine perfekte Maus, die alle diese Bedürfnisse erfüllt, existiert offenbar nicht.
Am nächsten bin ich dem noch mit einer radikal modifizierten Cyborg MMO gekommen.
Die muss man aber wortwörtlich stark zurechtschneiden, damit sie von der Größe passt, alle zusätzlichen Teile abnehmen, die Daumenauflage noch weiter nach vorne verschieben als es normalerweise geht, sie zurechtdremeln.
Dann hat man eine schmale, kurze Maus mit Buttons auf der Oberseite, ingame-DPI-Verstellung und sogar ein paar der Zusatztasten am Daumen lassen sich für Fingertipper einigermassen problemlos aktivieren.
Sieht halt nur ******** aus das Ding, insbesondere nach dem Modden, die Verarbeitungsqualität einiger Tasten läßt etwas zu wünschen übrig und sehr stabil ist sie auch nicht.
Aber wie gesagt, für mich noch der beste Kompromiss.
PS
Die Roccat Kone pure halte ich von der Form für den Fingertip-Grip für vollkommen ungeeignet.
Klar gehts zur Not - aber eine von der Form passendere Maus, das ist ein riesen Unterschied.