Neue CPU-Generation, neues Netzteil?

shootme55

BIOS-Overclocker(in)
Hab da mal eine Frage aus blanker Neugierde.

Bin eigentlich im Moment mit der Leistung meines Systems zufrieden, also hab ich keine großen Aufrüstambitionen nach den Geldverbrennungsorgien der letzten Monate (GTX970, WD-Black, NH-D15, Multimedia-PC, Tastatur,...), aber trotzdem. Hab letztens in einem Forumsbeitrag gelesen dass ältere Netzteile nicht mehr kompatibel zu Haswell sind wegen irgendeinem Sleep-Modus oder so ähnlich, kann aber den Thread nicht mehr finden. Im Moment habe ich 2 Netzteile zuhause, die ich bei einer eventuellen Aufrüstung weiterverwenden wollen würde. Das derzeit verbaute ist ein Corsair TX650, das andere ein Antec True Power 850W, was so rein instinktiv sogar ein SLI-Gespann verkraften müsste. Gibt es jetzt irgendwelche technisch zwingenden Gründe, diese Teile nicht weiter zu verwenden?

Noch eine Frage wegen des Alters: Gibt es eine Abnutzung infolge Gebrauch, oder ist es einfach altersabhängig? Das Antec hat keine 1000 Betriebsstunden, ist aber Baujahr 2009.
 
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Das Netzteil müsste natürlich Haswell CPUs unterstützen, dazu einfach auf die Website des Herstellers Informationen darüber suchen. Diesen Zwang gab es vorher noch nicht, seit ich weiß. Bin jetzt seit 11 Jahren PC´ler und habe soetwas noch nie erlebt das man spezielle Netzteile für eine CPU benötigt :D
 
Heißt das es ist nicht allgemein so sondern derzeit auf Haswell beschränkt und könnte bei einer kommenden AMD-Architektur wieder egal sein?

Edit: Habs jetzt gefunden.

Haswell zu anspruchsvoll? Diese Netzteile sind laut Hersteller kompatibel - Update: FSP, XFX, EVGA und Enermax

Is ja wirklich ein schlechter Scherz von Intel. Netzteile die zu viel Ampere liefern?! Da lobe ich mir doch meinen Bloomfield, der kann vom guten Strom nicht genug bekommen :D

Meine 2 Netzteile sollten es jedoch schaffen lt. Listen.
 
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Die Sache ist das Haswell im Leerlauf und Standby sowenig Strom (ca. 0,05A bei 12V) verbraucht das etliche ältere Netzteile der Meinung sind der PC wäre aus und sich so abschalten. Das ist natürlich blöd und deshalb ist dieser Modus bei den meisten Boards normalerweise deaktiviert, man muß ihn selbst aktivieren. Solange der PC ordnungsgemäß läuft ist in dieser Hinsicht alles in Ordnung.

Viele werden dir allerdings nach 3-5Jahren einen Netzteilwechsel nahelegen, ob das Sinn mach steht natürlich auf einem anderen Blatt...

Is ja wirklich ein schlechter Scherz von Intel. Netzteile die zu viel Ampere liefern?! Da lobe ich mir doch meinen Bloomfield, der kann vom guten Strom nicht genug bekommen :D

Tja,
das ist eben das Problem wenn die CPUs zu gut für die Netzteile werden. Wo sollte man deiner Meinung nach stehen bleiben? Ich würde das 100W Netzteil meines alten 386er vorschlagen, das wäre doch was. Zumal es sich ja einfach lösen läßt. Im übrigen liefern die Dinger nicht zuviel Leistung sondern schalten sich bei zuwenig Verbrauch einfach ab, das liegt am Netzteil und nicht an Intel.

Heißt das es ist nicht allgemein so sondern derzeit auf Haswell beschränkt und könnte bei einer kommenden AMD-Architektur wieder egal sein?

Wenn AMD keine guten Stromsparmechanismen zustande bekommt: ja. Ansonsten haben sie die selben Probleme wie Intel.
 
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Noch eine Frage wegen des Alters: Gibt es eine Abnutzung infolge Gebrauch, oder ist es einfach altersabhängig? Das Antec hat keine 1000 Betriebsstunden, ist aber Baujahr 2009.

Netzteile altern auch, wenn sie im Schrank liegen.
Das Antec würde ich entsorgen und beim Corsair musst du mal schauen, wer das gefertigt hat.
 
Netzteile altern auch, wenn sie im Schrank liegen.
Das Antec würde ich entsorgen und beim Corsair musst du mal schauen, wer das gefertigt hat.

Aber extrem langsam, genauergesagt dürfte das bei den meisten Phänomenen die bei der Alternung eine Rolle spielen fast nicht ins Gewicht fallen. Ob man nun ein Netzteil hernimmt das im Jahr 2007 rauskam muß jeder für sich selbst entscheiden, besonders da die Restwelligkeit schon damals grenzwertig war. Ein neues Netzteil mit DC-DC kann jedenfalls nicht schaden und auch die Effizienz von etwas über 80% ist heute nichtmehr das wahre.

Vom Corsair gibt es ja mehrere Versionen die von 2008 an rauskamen.
 
Also nochmal für Dumme wie mich: Das "Problem" ist eigentlich dass die CPU so wenig Saft braucht dass das Netzteil glaubt er ist off und schaltet sich ab. Also wenn ich die CPU dazu zwinge mehr Saft zu brauchen, wie z.B. durch Deaktivierung von Speedstep, könnte ich, zumindest provisorisch, den Rechner mit jedem Netzteil laufen lassen? Nochmal, das ist im Moment noch eine hypothetische Frage, ich kauf mir keinen Haswell. Bin nur neugierig und will hier keinen Netzteil-Glaubenskrieg wegen alten Netzteilen verwenden entfachen.

Bedeutet also auch ich hab nicht automatisch eine defekte CPU, schlimmstenfalls schaltet sich der Rechner eben ab. Also als Reservenetzteil zum testen u.s.w. könnte man das Corsair (weil DC-DC) behalten und das Antec schraub ich halt in den Core i7 zum verkaufen rein. Rein hypothetisch versteht sich. ;)

Bei mir ist aufrüsten sowieso schon teuer, da ich CPU, Mainboard und zwingend auch sofort den RAM tauschen müsste. Meiner ist zwar DDR3, aber mit 1,65V. Das ist ja auch zu viel wenn ich mich nicht irre. Und da ich keinen Quadcore mehr will wirds noch viiiiiel teurer, da machen die paar Euros für ein Netzteil das Kraut auch nicht fett.
 
Also nochmal für Dumme wie mich: Das "Problem" ist eigentlich dass die CPU so wenig Saft braucht dass das Netzteil glaubt er ist off und schaltet sich ab. Also wenn ich die CPU dazu zwinge mehr Saft zu brauchen, wie z.B. durch Deaktivierung von Speedstep, könnte ich, zumindest provisorisch, den Rechner mit jedem Netzteil laufen lassen? Nochmal, das ist im Moment noch eine hypothetische Frage, ich kauf mir keinen Haswell. Bin nur neugierig und will hier keinen Netzteil-Glaubenskrieg wegen alten Netzteilen verwenden entfachen.

Bedeutet also auch ich hab nicht automatisch eine defekte CPU, schlimmstenfalls schaltet sich der Rechner eben ab. Also als Reservenetzteil zum testen u.s.w. könnte man das Corsair (weil DC-DC) behalten und das Antec schraub ich halt in den Core i7 zum verkaufen rein. Rein hypothetisch versteht sich. ;)

Bei mir ist aufrüsten sowieso schon teuer, da ich CPU, Mainboard und zwingend auch sofort den RAM tauschen müsste. Meiner ist zwar DDR3, aber mit 1,65V. Das ist ja auch zu viel wenn ich mich nicht irre. Und da ich keinen Quadcore mehr will wirds noch viiiiiel teurer, da machen die paar Euros für ein Netzteil das Kraut auch nicht fett.

So ist es, den neuen Energiesparmodus abschalten und es gibt zumindest in dieser Hinsicht kein Problem mehr mit dem Netzteil - in wiefern es sinnvoll ist den PC mit einem Uraltnetzteil zu betreiben ist Glaubenssache.

Den RAM könntest du behalten in dem du die Spannung runtersetzt und damit auch Frequenz und Timings änderst, sie sind sogar meist standardmäßig auf eine Spannung von 1,5V eingestellt damit nichts passiert. In wiefern es jetzt sinnvoll ist 6GB zu behalten (bzw. einen weiteren Riegel zu kaufen um Dualchannel nutzen zu können) ist ebenfalls Glaubenssache - als Besitzer von 32GB RAM würde ich empfehlen kauf dir mehr.

Weißt du das oder vermutest du das nur?

Die nassen Elkos sind meist das kritischste Bauteil und sie unterliegen der Arrhenius-Regel, was bedeutet das sich die Lebensdauer pro 10K weniger etwa verdoppelt (genaugenommen ist es ein wenig komplexer, aber mit der Chemikerfaustregel von einem Faktor 2-4 liegt man meist richtig). Die beiden beliebsten Elkotypen sind 85°C/2000h und 105°C/2000h, bei einer Zimmertemperatur von 25°C ergibt sich:
2000h x 2^6 / 8760h = 14,61a
2000h x 2^8 / 8760h = 58,48a

Somit kann man grob von 15 und 58 Jahren ausgehen, allerdings steigt bei solch extremen Temperaturerniedrigungen die Lebensdauer noch extremer an (in Flüssigem Stickstoff würde z.B. eine normale Tiefkühlpizza durchaus 1 Mrd. Jahre und mehr genießbar bleiben). Allerdings gibt es Dinge die sich nicht verlangsamen, z.B. die versprödung der außenliegenden Kabel aufgrund der veränderung des Kunststoffs - allerdings hatte ich bisher nie ein Problem damit und mir ist kein Fall bekannt bei dem es ein Alterungsproblem mit einem Kabel gegeben hätte das nicht im Zusammenhang mit UV Licht gestaden ist.

Von daher sollte man Netzteile im Schrank durchus eine sehr lange Zeit aufheben können ohne das dies schecht wäre.
 
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Von daher sollte man Netzteile im Schrank durchus eine sehr lange Zeit aufheben können ohne das dies schecht wäre.

Theoretische Werte. Wie sieht die Praxis aus?
Welche Erfahrungen hast du gesammelt, wenn es um Netzteile geht, die länger im Schrank lagen, bzw. wenn der PC eine Zeit lang irgendwo herumstand und nicht benutzt wurde?
 
Theoretische Werte. Wie sieht die Praxis aus?
Welche Erfahrungen hast du gesammelt, wenn es um Netzteile geht, die länger im Schrank lagen, bzw. wenn der PC eine Zeit lang irgendwo herumstand und nicht benutzt wurde?

Mir ist noch nie ein Netzteil oder ein anderes elektrisches Gerät durch normales lagern kaputtgegangen. Natürlich sollte man die Dinger vor Staub schützen und keine riesige Wollmaus in Betrieb nehmen. Wenn z.B. Kondensatoren mit der Zeit unbrauchbar würden müßten sie, wie Batterien, ein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen, tun sie aber (zum Glück) nicht.
 
So ist es, den neuen Energiesparmodus abschalten und es gibt zumindest in dieser Hinsicht kein Problem mehr mit dem Netzteil - in wiefern es sinnvoll ist den PC mit einem Uraltnetzteil zu betreiben ist Glaubenssache.

Den RAM könntest du behalten in dem du die Spannung runtersetzt und damit auch Frequenz und Timings änderst, sie sind sogar meist standardmäßig auf eine Spannung von 1,5V eingestellt damit nichts passiert. In wiefern es jetzt sinnvoll ist 6GB zu behalten (bzw. einen weiteren Riegel zu kaufen um Dualchannel nutzen zu können) ist ebenfalls Glaubenssache - als Besitzer von 32GB RAM würde ich empfehlen kauf dir mehr.



Die nassen Elkos sind meist das kritischste Bauteil und sie unterliegen der Arrhenius-Regel, was bedeutet das sich die Lebensdauer pro 10K weniger etwa verdoppelt (genaugenommen ist es ein wenig komplexer, aber mit der Chemikerfaustregel von einem Faktor 2-4 liegt man meist richtig). Die beiden beliebsten Elkotypen sind 85°C/2000h und 105°C/2000h, bei einer Zimmertemperatur von 25°C ergibt sich:
2000h x 2^6 / 8760h = 14,61a
2000h x 2^8 / 8760h = 58,48a

Somit kann man grob von 15 und 58 Jahren ausgehen, allerdings steigt bei solch extremen Temperaturerniedrigungen die Lebensdauer noch extremer an (in Flüssigem Stickstoff würde z.B. eine normale Tiefkühlpizza durchaus 1 Mrd. Jahre und mehr genießbar bleiben). Allerdings gibt es Dinge die sich nicht verlangsamen, z.B. die versprödung der außenliegenden Kabel aufgrund der veränderung des Kunststoffs - allerdings hatte ich bisher nie ein Problem damit und mir ist kein Fall bekannt bei dem es ein Alterungsproblem mit einem Kabel gegeben hätte das nicht im Zusammenhang mit UV Licht gestaden ist.

Von daher sollte man Netzteile im Schrank durchus eine sehr lange Zeit aufheben können ohne das dies schecht wäre.

Sehr schön erklärt :hail:

Wenn ich das von Threshold ( oder ähnliche Geschichten von anderen ) lese was denen so passiert glaube ich langsam das ich in einer anderen Realität lebe. Hab 2014 / 2015 an die 130 Netzteile von Ebay ( alte FSP Lager Ware, teils von 2008 ) verbaut und keines ist explodiert. Daher schiebe ich es eher auf den Nutzerfehler.
 
Wenn ich das von Threshold ( oder ähnliche Geschichten von anderen ) lese was denen so passiert glaube ich langsam das ich in einer anderen Realität lebe. Hab 2014 / 2015 an die 130 Netzteile von Ebay ( alte FSP Lager Ware, teils von 2008 ) verbaut und keines ist explodiert. Daher schiebe ich es eher auf den Nutzerfehler.

Ich rede von Netzteilen, die jahrelang herumgelegen haben und nicht von Netzteilen, die in irgendwelche Rechner kamen, die sowieso nichts ziehen.
 
das ist mal eine konkrete Aussage wegen den Elkos. Wieder was gelernt. Danke!

übrigens: Meine Ram laufen mit Standardspannung 1,65 grad mal so stabil auf 1333, ich glaub nicht dass die bei 1,5 überhaupt laufen. ;)
 
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