ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Mein Ansinnen war eine verpflichtende Berufsunfähigkeitsversicherung, welche das Loch zwischen Arbeitslosenversicherung und Krankenversicherung ausgleicht. Wer sich heute nicht noch eine Zusatzrentenversicherung anlegt, hat später das Nachsehen.
Eine verpflichtender Arbeitsunfähigkeitsversicherung haben wir im Prinzip auch schon, spezifische Berufsunfähigkeitsversicherungen darüber hinaus sind für viele Berufe schlichtweg sinnlos. Wer in seinem primären Beruf den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzt, bei dem ist eine Berufsunfähigkeit nahezu gleichbedeutend mit Arbeitsunfähigkeit. Das einzige, was man da noch machen könnte, ist sich zusätzlich absichern, um mehr Geld zu bekommen. Aber das setzt erstmal voraus, dass man mehr Geld hat, dass man abgeben kann. Private Versicherungen sind halt einfach nur ein Instrument, um die Unterschicht komplett auszuschließen (weil sie sich die nicht leisten kann), die untere Mittelschicht abzukassieren und die Profite der Oberschicht in die Tasche zu stecken. (Gilt auch für private Rentenversicherungen: Die garantierten Auszahlungen sind zum Teil sogar niedriger als das, was man durch Nicht-Einzahlung in die staatliche Rente verliert. Alles darüber hinaus ist erstmal Glückssache, also eigentlich das genaue Gegenteil einer Absicherung, und dann auch nur ein Anteil an einem Gewinn, den andere dank des Risikos, dass man selbst eingeht, machen.)

