Neue Bundesregierung 2025

Mir würde es ja reichen, wenn die Regierung die klimaschädlichen Subventionen abschaffen würde.
Ich bin ein Befürworter von Alternativen. Wenn ich das Eine einschränke, sollte es eine Alternative geben.

Leider gehört dazu aber auch ein funktionierender und gut ausgebauter ÖPNV. Was nützt ein 9€ Ticket wenn nur einmal am Tag ein Bus fährt und die Bahn in die nächste große Stadt nur stündlich fährt?

Sichere Fahrradwege bzw. überhaupt Fahradwege, günstiger und funktionierender ÖPNV, weniger Platz fürs Auto dafür mehr fürs Rad, Ampelschaltungen fürs Rad optimieren.
 
Alleine das Dienstwagenprivileg kostet die Gesellschaft 6 Milliarden €.
Ergänzung:
Durch die Streichung des Dieselprivilegs könnte das Deutschlandticket für 42€ angeboten werden. Stattdessen erhöht man den Preis auf 63€.

Die Politik schadet lieber dem Klima anstatt der Bevölkerung zu helfen. Rechte Politik nützt eben nie der Bevölkerung sondern nur einzelnen wenigen. Und die haben halt schon ausreichend. Wer das gut findet, hasst sich selbst oder ist verdammt vermögend.

Halten wir fest: die Abschaffung des Dieselprivilegs und des Dienstwagenprivilegs könnte es ermöglichen das Deutschlandticket kostenfrei für alle bereitzustellen. Niemand muss auf sein Auto verzichten aber jeder kommt kostenfrei überall hin.
 
Habe ja keinen Dienstwagen und fahre Dacia und S-Bahn :)

Man möge aber bedenken, dass die Zulassungen an Neuwagen als Dienstfahrzeuge in Summe um die 20% liegt.
Bei E-KfZ sogar über 50%.
Die E-Wende wird also derzeit im Wesentlichen von Dienstfahrzeugen getragen.
Das ist erst mal Sch.... und hat tiefe strukturelle Gründe.
Fällt aber das Dienstwagenprivileg, haste gerade bei deutschen Herstellern ein noch größeres Problem.

Ob ein link zu einem Lobbyverein an der Stelle der Richtige ist, zweifle ich auch.
Aber habe auf die Schnelle nix bessers in Bezug auf E-Wagenanteil bei DW gefunden.
 
Als Maximilian Krah noch Europaabgeordneter in Brüssel war, lag sein Büro Tür an Tür mit dem von Jian G. Die beiden kannten sich seit Langem - Jian G. galt als enger Vertrauter Krahs, er war sein Assistent. Nun wurde der Ex-Mitarbeiter zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er für einen chinesischen Geheimdienst gearbeitet hatte.

Krah zeigt sich darüber nicht überrascht. Er spricht davon, dass er Klarheit über die Spionagetätigkeit gewinnen wolle, "deren Opfer ich geworden bin". Doch die Angelegenheit dürfte für Krah damit nicht abgeschlossen sein. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt seit Mai separat im Fall Krah - und in der Frage, was Krah tatsächlich über Jian G. wusste.

Es besteht der Verdacht, dass Krah möglicherweise Schmiergeld erhalten haben könnte. Ermittlern soll aufgefallen sein, dass Geld von Jian G. an Krah geflossen ist - also vom Angestellten an den Arbeitgeber, eher ungewöhnlich. Krah gilt als Verehrer der Volksrepublik. Hat er sich für diesen Schmusekurs bezahlen lassen? Und auch die Frage, ob er gegen Geld Parteiinterna weitergegeben hat, steht im Raum. Jian G hatte geheime Dossiers über die AfD angelegt.
Quelle: Für Krah ist es noch nicht vorbei

Einerseits zeigen sich AfD Politiker sehr patriotisch. Andererseits arbeiten sie mit Diktaturen zusammen. Und verraten möglicherweise noch Staatsgeheimnisse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man schiebt den Konzernen Geld in den Arsch. Ist doch nichts Neues.
Der Dieselbetrug wurde verschleppt und jetzt wollen alle das Verbrennerverbot kippen.
Genau, es ist genau genommen eine versteckte Subvention der deutschen Autokonzerne.

Profitieren tun jene +die DW Fahrer.
Aber die Analogie zieht sich ja durch alle "Fördertöpfe".
Wer Kohle für ne PV hat, bekommt eine Einspeisevergütung aus dem Bundeshaushalt.
Wer Kohle für überflüssig supi-dupi Dämmung hat, bekommt KFW 40 Förderung = Sponsoring der Dämmindustrie

Die Problematik bei all dem ist, dass einzelne Industriezweige wie die Autoindustrie "too big to fail" sind.
Klar kann man die Kette zusammenbrechen lassen, DW-Privileg weg, Autoindustrie hopps oder viel, viel kleiner.

Aber glaubt wirklich jemand, man schadet da irgendwem aus der Chefetage?

Die bittere Realtiät wird doch sein, dass gut ausgebildete und gut bezahlte Facharbeiter bei der Arbeitsagentur dann anstehen werden (siehe jetzt schon Bosch & Co.), welche die Spielräume des Bundeshaushaltes noch ungleich stärker einschränken werden.

Die Frage ist genau genommen also die, wo ensteht der geringere volkswirtschaftliche Schaden?
Rechenkünstler vor!
Weil ich keine Grunddaten dazu habe.
 
Das mit den Förderungen hast du in allen Industrienationen, etwa direkt oder indirekt.
Wenn nicht gefördert wird, sieht man ein Ergebnis 20 Kilometer von mir entfernt.
Da steht der Rest von "Solar-Valley". Da kommen vermutlich jeden Tag Grußkarten aus China an, in denen man sich für die Forschung und Konzepte für die Solarproduktion bedankt.....und natürlich dafür, dass wir in Deutschland nicht mehr produzieren.

Jetzt kann man natürlich anfangen auch die Autoindustrie in Deutschland platt zu machen, empfehlenswert für das BIP ist das allerdings nicht.
 
Das ist der Punkt den ich meine.
Klar kann man DW abschaffen, doch welcher Preis bezahlt dann wer und wofür?
Am Ende wieder mal der arbeitende Steuerzahler.
Das ist wie die Entscheidung zwischen Pest oder Cholera.
Ich nehme die Cholera.....da ist das Sterblichkeitsrisiko geringer.

Natürlich kann und sollte man die Deutsche Autoindustrie kritisieren.
Allerdings neigen wir Deutschen auch dazu, Alles schlechter zu reden, als es in Wahrheit ist.
Irgendein Harvard Professor meinte vor nicht all zu langer Zeit, dass es keine Gesellschaft auf der Welt gäbe --> die ihre eigene Industrie so schlecht rede wie Deutschland.
Und da ist schon was dran.
 
Ich kann jedem der Angst um die Deutsche Autoindustrie hat nur raten sich mal deren Aktienkurse anzusehen.
Trotz angeblich anhaltender Krise haben VW, BMW und Mercedes dieses Jahr ein leichtes Plus zu verzeichnen. Also panisch scheinen die Anleger nicht gerade zu sein.
 
Ich kann jedem der Angst um die Deutsche Autoindustrie hat nur raten sich mal deren Aktienkurse anzusehen.
Trotz angeblich anhaltender Krise haben VW, BMW und Mercedes dieses Jahr ein leichtes Plus zu verzeichnen. Also panisch scheinen die Anleger nicht gerade zu sein.
Ein "allgemeines Phenomen"!.
Wenn man Soziale Medien ließt, steht das Land ja 5min vor dem absoluten Kollaps, vor allen dingen die Rattenfänger der AfD und ihrer Helfeshelfer verkünden das minütlich auf allen sozialen Medien Kanälen.
Schaut man sich die Fakten an, geht es dem Land durchschnittlich, vielleicht unterdurchschnittlich, aber von einem Kollaps ist das Land Lichtjahre entfernt.

Mal harte Fakten:

Wir hatten 2024, 21800 Unternehmens Insolvenzen in DE, den gleichen Wert gab es 2016, zum Vergleich in den Jahren 2001-2006 hatten wir in jedem mehr als 35000 Unternehmens Insolvenzen, mit 2003 und 2004 mit über 39000 Unternehmens Insolvenzen als "Spitzenwerte".

So viel dazu, dass das Land 5 min vor dem Untergang steht.

Leider sind viele Leute zu dumm sich zu informieren oder einfach so bequem, sich von der Propganda berieseln zu lassen und sie mitnehmen.
D.h. nicht das DE keine Probleme hat und es wie immer Reformbedarf gibt, aber alle anderen Aussagen sind pure Propaganda!
 
"Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD heißt es zum Deutschlandticket, der Anteil der Nutzerfinanzierung solle ab 2029 schrittweise und sozialverträglich erhöht werden."


Schade. Es wird eben wieder bei denen gespart, die wenig haben. Die Finanzierung des Dienstwagenprivilegs wird kritisieren aber da wird kein Cent gespart.

Das Dienstwagenprivileg ist noch einmal eine schlimmere Nummer, weil ganz gezielt das obere Drittel der Bevölkerung profitiert. Aber auch das Deutschlandticket ist, genau wie die Pendlerpauschale, tendentiell eine Umverteilung von unten nach oben:
Profitieren tun vor allem Pendler auf mittleren bis längeren Strecken.

Da eine Putzfrau selten ein Haus im weiteren Speckgürtel hat und noch viel seltener in die Verlegenheit kommt, in die Nachbarstadt fahren zu müssen, weil in ihrer eigenen absolut niemand Putzfrauen braucht, pendeln aber überwiegend recht gut verdiendende Ingenieure, höhere Angestellte und ähnliches über lange Strecken. Niedriglohnjobber, die wirklich Unterstützung nötig hätten, haben im Schnitt kürzere Arbeitswege, weil es Scheißjobs halt überall gibt. Dementsprechend lebt die Mehrheit in den Kernzonen der Verkehrsverbände, wo es auch schon vor dem Deutschlandticket Monatskarten für unter 50 € gab. Mit denen konnte man halt nicht zum Urlaub auf Sylt fahren, aber was machen präkar Beschäftigte eher selten? Eben: Urlaub auf Sylt. (Das heißt nicht, dass niemand von denen längere Strecken fährt, aber auch 100000 mit langem Arbeitsweg sind halt nicht wirklich relevant gegenüber 10000000 mit kurzem.)

Wo reguläre Monatskarten zugunsten des Deutschlandtickets eingestellt wurden, zahlen wirklich arme Menschen heute sogar drauf. Profitieren tun dagegen diejenigen, welche ohne D-Ticket eine teurere alle-Zonen- oder gar eine DB-Monatskarte brauchten, denn für die hat man schnell dreistellige Monatsbeträge auf den Tisch gelegt - wenn man entsprechend viel verdient, sonst nimmt man so einen Job gar nicht erst an. (Beibehalten werden kann es imho trotzdem, denn auch wenn es sozial nicht von Vorteil ist, hat es einen Teil besagter Langstreckenpendler vom Auto weggeholt. Aber statt dem großen Wurf, als dem es gerne dargestellt wird, ist das Deutschlandticket in meinen Augen eine mittelmäßiges, schweine teures Populismusprojekt. Z.B. Kostenloser ÖPNV nur in Innenstädten hätte vermutlich eine größere Wirkung für das Klima gehabt, mehr armen Leuten geholfen und das, wenn man die Einsparungen bei Kontroll - und innerstädtischer Straßeninfrastruktur gegenrechnet, vielleicht sogar zum kleinen Preis.)


Habe ja keinen Dienstwagen und fahre Dacia und S-Bahn :)

Man möge aber bedenken, dass die Zulassungen an Neuwagen als Dienstfahrzeuge in Summe um die 20% liegt.
Bei E-KfZ sogar über 50%.
Die E-Wende wird also derzeit im Wesentlichen von Dienstfahrzeugen getragen.

Und was bringt diese Form der ""Wende"", außer Steuerrabatte für die Firmen und Steuergeschenke für reiche Leute?
Sowohl auf der Situation auf Autobahnen nach als auch den Schilderungen aus einer breiten Palette von Firmen zu Folge, die man so ließt, werden die ganzen Langstreckenaußendienstfahrten, die viel km und somit viel CO2 ausmachen, weiter fossil gefahren. Genauso sind die ganzen innerstädtischen Pflegedienste & Co weiter fossil unterwegs, weil Batteriekleinstwagen viel zu teuer im Vergleich zu deren normalen Billigstmodellen sind. Sub-sub-sub-Lieferunternehmer setzen auch weiterhin auf Verbrenner. Die ganzen höchstsubventionierten Batteriekutschen scheinen nur genutzt zu werden, damit Besserverdiener nicht den, bis in ihren Speckgürtel vollkommen hinreichend ausgebauten ÖPNV nutzen müssen, sondern sich morgens in den automatisch vorgeheizten Tesla (via vom Steuerzahler bezahlter Wahlbox mit vom Steuerzahler unterstützten Strom, ggf. vor dem mit vom Steuerzahler finanzierten Krediten unterstützten Hausneubau) setzen kann.

Fällt aber das Dienstwagenprivileg, haste gerade bei deutschen Herstellern ein noch größeres Problem.

Dass die VW-Dividende wichtiger ist, wird der bereits erwähnten Putzfrau sicherlich einleuchten.


Ich kann jedem der Angst um die Deutsche Autoindustrie hat nur raten sich mal deren Aktienkurse anzusehen.
Trotz angeblich anhaltender Krise haben VW, BMW und Mercedes dieses Jahr ein leichtes Plus zu verzeichnen. Also panisch scheinen die Anleger nicht gerade zu sein.

Jup, bedenkt man zusätzlich noch das ebenfalls schwächelnde Geschäft nicht-Deutscher Autobauer, geht es denen immer noch durchaus gut. Künstlich schwarzgeredet wird in Deutschland nämlich vor allem von einem: Lobbies, die mehr Steuergeld abgreifen wollen.

Trotzdem muss man ganz klar sagen, dass die deutschen Autobaustrukturen schlecht sind. Sehr schlecht. Nicht im Sinne dessen, was man aktuell verkaufen kann, sondern im Sinne dessen, was man in Zukunft verkaufen sollte. Wir praktizieren keinen Leichtbau, wir können keine Batterien, wir wollen keine kleinen Antriebe bauen und bei der Effizienz der Verbrenner hat sich auch schon lange nichts großes mehr getan. Und vieles von dem, was bei deutschen Marken zumindest nach einer Entwicklungsgrundlage aussieht, ist entweder als kaum skalierbare Nische angelegt (viele Batterieautomontagebänder, wo man mal in keinen Stückzahlen nahe der Entwicklungsabteilung was ausprobiert) oder aber es steht im Ausland. Wo übrigens auch alle Investitionen hinfließen.

In sofern sind Subventionen für deutsche Autokonzerne einfach nur ein Verlust für die deutsche Gesellschaft. Das, was aktuell da ist, wird sowieso verschwinden. Das, was aktuell über den Tisch geschoben wird, fließt nach Osteuropa oder China ab. Das, was alternativ für Wohlstand in Zukunft sorgen könnte, wir nicht gebaut, weil entsprechende Rahmenbedingungen ja "schlecht für die [veraltete] Wirtschaft" wäre und weil das Geld weg ist.

Aber sowas hat Tradition: Kohle statt Wind, Diesel statt Solar, Stahl statt Mikrochips, Autobahnen statt Wärmepumpen, Fischkutter auf leeren Meeren und Schweinemast über gülleverseuchtem Grundwasser statt Software. Ich bin schon gespannt, womit andere sich eine goldene Nase verdienen, während wir kein-Funsionskraftwerk bauen, verrostete, überteuerte Panzer bewundern und Schulden in Billionenhöhe zählen. Vielleicht Elektrolyseure/E-Fuel/etc. Würde jedenfalls in die Tradition passen, dass Deutschland führend bei der Grundlagenentwicklung ist, teure Pionierprojekte anstößt und dann komplett aus der "linksgrünversifften Geldverschwendung" aussteigt, wenn sie anfängt, lukrativ zu werden.

(Kann aber natürlich auch anders kommen. In z.B. in Magnetschebebahnen, gasgekühlte Fissionsreaktoren, schnelle Brüter und eine breite Palette chemischer Giftstoffe hat der deutsche Steuerzahler ebenfalls hunderte Milliarden versenkt, aber die Projekte waren derart verfehlt, dass niemand Rentabilität darin gesehen hat. Bei Flugtaxis scheint sich das gerade ähnlich zu entwickeln, zur Überraschung von absolut niemandem außerhalb der Union.)
 
Genauso sind die ganzen innerstädtischen Pflegedienste & Co weiter fossil unterwegs, weil Batteriekleinstwagen viel zu teuer im Vergleich zu deren normalen Billigstmodellen sind.
Ist das bei dir in der Stadt so anders?
Hier fährt der größte Pflegedienst lange elektrisch (E-Up und E-Twingo), Picknick und DHL sowieso und Amazon auch immer mehr.

Zum Deutschlandticket:
Als Mittel zur Teilhabe würde ich es hier in der Gegend trotzdem sehen. Der letzte Preis für VRR Gebiet Stufe C, das ist gerade Mal von Essen nach Düsseldorf, waren 140€. Ohne Deutschlandticket hatte man zum Kurzstrecke pendeln also nur noch kleinere Waben als Abo. Was einen also am Wochenende auch in der Waben fest hält oder weitere Kosten verursacht um einfach Mal in der Landeshauptstadt ins Museum, zum Zoo etc. zu gehen.
Jede Vergünstigung im Waben System bedeutet auch immer zwingend, dass es eine harte Grenze gibt an der man wieder hängen bleibt.
Deswegen finde ich den Ansatz die Waben los zu werden und die Geschwindigkeitsklasse der Verkehrsmittel als "weiche Grenze" zu nutzen vollkommen richtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Neuerungen plant die Merz-Regierung mit der Arbeitszeitgesetz-Reform

Statt der wöchentlichen Obergrenze von 40 Stunden soll den Vorstellungen von Regierungsvertreterinnen und -vertretern zufolge eine wöchentliche Obergrenze von 48 Stunden gelten, wie mehrere Medien – darunter n-tv und der Staatsanzeiger – zuletzt berichteten. Laut Berechnungen des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeitsrecht (HSI) der Hans-Böckler-Stiftung würde dies Arbeitstage von bis zu 12 Stunden und 15 Minuten erlauben – und damit deutlich mehr tägliche Arbeitszeit als die derzeit geltende Höchstgrenze von 10 Stunden.

Wer einen Tag länger als acht Stunden arbeitet, soll den Vorstellungen der Regierung an anderen Tagen mit weniger Arbeit ausgleichen können. An anderen Tagen bliebe damit mehr Zeit für Familie und andere private Angelegenheiten. Jedoch würde mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Arbeitszeiten dagegen lieber generell verkürzen.

Nach Ansicht von Unions- und SPD-Politikerinnen und -Politikern soll die Reform des Arbeitszeitgesetzes auch dazu beitragen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Von der flexibleren Arbeitszeitgestaltung erhoffen sich CDU/CSU- und SPD-Angehörige, dass mehr Menschen – und unter ihnen etwa Eltern, pflegende Angehörige oder ältere Beschäftigte – wieder eine Arbeit aufnehmen. Doch auch Unternehmen sollen von der Aufweichung der aktuell geltenden Arbeitszeit-Rahmenbedingungen profitieren: Und zwar, indem sie mit dem flexibleren Arbeitszeitmodell adäquater auf Auftragsspitzen reagieren und ihre Beschäftigten bedarfsgerechter einsetzen können.

Neue HSI-Analyse kritisiert die Pläne zur Arbeitszeit-Reform vehement

Die Reaktionen auf den bisherigen Ansatz der schwarz-roten Regierungskoalition zur Überarbeitung des Arbeitszeitgesetzes fielen jedoch denkbar verschieden aus. Der Verband der bayerischen Wirtschaft (vbw) etwa begrüßte die Idee einer Anpassung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Seine Vertreterinnen und Vertreter wandten sich etwa gegen den oft vorgebrachten Einwand, Arbeitszeiten von mehr als acht Stunden täglich seien gesundheitsgefährdend: So behaupteten vbw-Angehörige, das gesundheitsgefährdende Potenzial langer Arbeitstage werde ganz einfach dadurch ausgeglichen, dass an anderen weniger gearbeitet wird.

Dieser Ansicht widersprechen HSI-Vertreterinnen und -Vertreter jedoch deutlich: Arbeitsmedizinisch sei längst erwiesen, dass Arbeitszeiten von mehr als acht Stunden die Gesundheit gefährden, so das Institut. Langfristig komme es auf. Diese Weise häufiger zu stressbedingten Erkrankungen, und darunter auch zu psychischen Erkrankungen und Burnout-Symptomatiken sowie physischen und psychischen Erschöpfungszuständen. Aber auch das Potenzial für körperliche Erkrankungen – darunter Schlaganfälle, Diabetes und ein erhöhtes Krebsrisiko – gehen laut dem HSI von Arbeitstagen aus, die acht Stunden überschreiten.
Quelle: Neue Arbeitszeitgesetz-Reform der Merz-Regierung – 48-Stunden-Woche soll kommen

Die Rechnung an einen Tag mal "richtig auf die Kacke hauen" und anderen Tagen dann eben etwas weniger geht leider nicht auf. Und was ist mit Menschen welche lange Anfahrtszeiten haben? Wann sind die dann zu Hause? Dann brauche die ja gar nicht mehr zu Hause schlafen. Am besten dann gleich in der Firma übernachten oder was?
Vom Familienleben was auf der Strecke bleibt ganz zu schweigen.
 
Solang das Monats-Limit und die Erfassungspflicht nicht aufgehoben werden finde ich die weitestgehende Freigabe was Tageshöchstzeiten an geht durchaus ok.
Das Ergebnis heute wenn jemand die 10 Stunden überschreitet ist nämlich in der Regel, dass der Arbeitgeber da automatisiert die Erfassung abschneidet, nicht dass tatsächlich jemand vorbei kommt und den AN auffordert Feierabend zu machen.
 
Wo reguläre Monatskarten zugunsten des Deutschlandtickets eingestellt wurden
War mir nicht bekannt. In Leipzig und Hamburg gibt es noch normale Monatskarten. Die sind nur nicht günstiger als das D-Ticket. Ist aber auch wumpe, da dir bisher teurer sind als das DE Ticket.

denn auch wenn es sozial nicht von Vorteil ist
Den Eindruck habe ich nicht.
Besser wäre es natürlich wenn es gar nichts kostet. Dadurch würden viele Menschen entkriminalisiert.

Aber statt dem großen Wurf, als dem es gerne dargestellt wird, ist das Deutschlandticket in meinen Augen eine mittelmäßiges, schweine teures Populismusprojekt.
Der große Wurf war es als es 9€ gekostet hat. Wie gesagt sollte ÖPNV sogar kostenlos für alle sein und im Vergleich zu anderen Subventionen ist es gar nicht so schweineteuer. Was den Erfolg des Tickets aber tatsächlich bremst, ist die mangelhafte Infrastruktur vor allem im Osten und im ländlichen Bereich. Auch das Dienstwagenprivileg arbeitet dagegen. Warum soll ich mir der Bahn fahren wenn der Chef die Kiste voll tankt?
 
Die Rechnung an einen Tag mal "richtig auf die Kacke hauen" und anderen Tagen dann eben etwas weniger geht leider nicht auf. Und was ist mit Menschen welche lange Anfahrtszeiten haben? Wann sind die dann zu Hause? Dann brauche die ja gar nicht mehr zu Hause schlafen. Am besten dann gleich in der Firma übernachten oder was?
Vom Familienleben was auf der Strecke bleibt ganz zu schweigen.
Es geht der Regierung meiner Meinung nach nur darum, den Lohn zu drücken. Man macht Politik für die Unternehmen. Drückt man das Bürgergeld, zwingt man die Arbeitnehmer dazu, schlecht bezahlte Jobs anzunehmen, was langfristig dazu führt, dass das Durchschnittsgehalt sinken wird. Aber die Lebenshaltungskosten steigen weiter.
Wenn die EU den Emissionshandel übernimmt, wird der CO2 Preis in Deutschland steigen, und damit Treibstoff und Energie.

 
Ist das bei dir in der Stadt so anders?

Jo. Und nachdem, was sich so an Interviews höre, ist das auch keine Ausnahme. Pflegedienste müssen knallhart kalkulieren. Wenn die bei dir schnell genug geschaltet und billig E-Ups gekauft haben, sind sie natürlich stark im Vorteil. Aber von denen gab es bekanntermaßen immer nur genau so viele, wie VW brauchte, um das Flottenverbrauchsziel zum Jahresende zu treffen. Seit dem ID3 gibt es gar keine mehr. Twingo Z.E. habe ich überhaupt noch keinen in freier Wildbahn gesehen, war vielleicht ähnlich geartet. Aktuell will auch Renault für einen R5 gut 10 Riesen mehr als Toyota für einen Aygo. Dazu kommt Ladeinfrastruktur, ggf. sogar beim Mitarbeiter.

DHL Streetscooter habe ich auch schon lange keinen mehr sehen, die wenigen Direkt-von-Sprinter sind alle Verbrenner. Überwiegend sieht man aber nur Sub-Sub-Sub-Unternehmer und deren Kisten dürften im Schnitt 10 Jahre alt sein. Kannst dir ja denken, wann Batterieautos billig genug für diese Klientel sind.

Zum Deutschlandticket:
Als Mittel zur Teilhabe würde ich es hier in der Gegend trotzdem sehen. Der letzte Preis für VRR Gebiet Stufe C, das ist gerade Mal von Essen nach Düsseldorf, waren 140€. Ohne Deutschlandticket hatte man zum Kurzstrecke pendeln also nur noch kleinere Waben als Abo. Was einen also am Wochenende auch in der Waben fest hält oder weitere Kosten verursacht um einfach Mal in der Landeshauptstadt ins Museum, zum Zoo etc. zu gehen.
Jede Vergünstigung im Waben System bedeutet auch immer zwingend, dass es eine harte Grenze gibt an der man wieder hängen bleibt.
Deswegen finde ich den Ansatz die Waben los zu werden und die Geschwindigkeitsklasse der Verkehrsmittel als "weiche Grenze" zu nutzen vollkommen richtig.

Richtig/Falsch hängt von der Zielsetzung ab. Um möglichst viele zum Umstieg auf den ÖPNV zu überreden, sind natürlich günstige Preise für alle "richtig". Aber das ändert nichts daran, dass die Einsparung gegenüber bisherigen Preissystemen für Leute, die auf großem Fuß jwd hausen, größer ist als für Malocher in Großstadtmietskasernen und besonders unterstützungsbedürftige Menschen, denen bereits zuvor (und hoffentlich weiter) vergünstigte Tickets angeboten wurden, haben gar nichts vom D-Ticket.
Das dafür dem Staatssäckel entnommene Geld fehlt aber bei Investitionen für alle gleichermaßen => Gewinn/Verlustbilanz ist um so besser, je weiter oben in der Bevölkerung guckt => nix mit sozialem Ausgleich. Tendentiell sogar das Gegenteil. (Wobei die oberen 20% vermutlich eh keinen Gebrauch davon machen.)


Solang das Monats-Limit und die Erfassungspflicht nicht aufgehoben werden finde ich die weitestgehende Freigabe was Tageshöchstzeiten an geht durchaus ok.
Das Ergebnis heute wenn jemand die 10 Stunden überschreitet ist nämlich in der Regel, dass der Arbeitgeber da automatisiert die Erfassung abschneidet, nicht dass tatsächlich jemand vorbei kommt und den AN auffordert Feierabend zu machen.

Dass das bisherige Recht ohnehin nicht durchgesetzt wird, stimmt. Aber die Aufhebung könnte Kontrollen noch schwieriger machen, denn jetzt können auch AN, die in der 11 h angetroffen werden, vollkommen legal da sein. Imho wäre eine gleichzeitige Verschärfung der Überstundenregelungen, z.B. maximal 1,5 h/d hilfreich. Dann muss für 10-h-Tage (bei gleichmäßiger Verteilung) nämlich auch eine Arbeitswoche mit vier Tagen festgeschrieben werden und während es für AG eine ganze Menge Möglichkeiten gibt, einen AN über den eigentlich vorgesehenen Feierabend hinaus schuften zu lassen, ist es doch sehr auffällig, ihn an einem nicht-Arbeitstag in die Firma zu beordern.
 
Aktuell will auch Renault für einen R5 gut 10 Riesen mehr als Toyota für einen Aygo.
Renault hat durchaus was in der Preisklasse. Ist nur das Dacia Logo drauf: Der Spring beginnt preislich sogar knapp unterhalb des Aygo.
DHL Streetscooter habe ich auch schon lange keinen mehr sehen, die wenigen Direkt-von-Sprinter sind alle Verbrenner.
Hier sind >50 der Sprinter elektrisch. Sowohl die von DHL als auch die von Amazon. Laut DHL selbst sind mittlerweile über 1/3 der gesamten Flotte elektrifiziert, und das beinhaltet ja auch den darin eher schwachen Langstreckenteil.
Vielleicht hat aber auch tatsächlich jemand mitgerechnet und verstanden, dass die Energiekosten Einsparung in bergigem Terrain besonders hoch sind und deswegen gibt es hier mehr davon:ka:.
 
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