Netflix: Konten-Sharing wird wohl bald kostenpflichtig

Das ist schon klar, dass das nicht an unserer Leitungskapazität hängt. Aber wer fast 20€ im Monat sehen will, der muss halt auch liefern. Da ist es mir als Konsument erstmal zweitrangig wie Aufwendig das für den Dienstleister ist. Und wenns so ist, dass es den meisten Menschen völlig egal ist, dann werden sie ja andere Kunden finden. Passt ja dann auch.

Mag daran liegen, dass ich vorher vor Allem die Marvel Serien gesuchtet habe und die ja jetzt ein eigenes Zuhause haben. Aber irgendwie wurde es gefühlt schlechter. Für MotU Revelations war ich ihnen dankbar, das muss man sagen. Oh und Cobra Kai auch. Aber dann ist fast schon Ende. Narcos vielleicht noch, aber das ist auch nix für jeden. Viele Serien wurden einfach zu schnell eingestampft damit wieder was neues kommt. Vielleicht braucht es auch mal wieder ein heilsames Schrumpfen. Einerlei. Es ist gut dass jeder für sich entscheiden kann was man macht.
 
Mal davon abgesehen, dass die Meinungen über den Umgang von Netflix mit Account-Sharing auseinander gehen, bin ich eher darüber überrascht, wie hier einige die Begriffe "woke" und "political correctness" verwenden. Anscheinend soll damit suggeriert werden, dass Netflix und andere Streaming-Anbieter (nur noch) eine bestimmte Sichtweise auf Gesellschaft in Form von Serien und Filmen verbreiten. In dem Zusammenhang meine ich hier auch "Agenda" gelesen zu haben. Wie kommt ihr darauf? Medienangebote, zu denen Filme und Serien von Streaming-Anbietern zählen, versuchen stets, ein Spiegelbild des gesellschaftlichen Zeitgeistes zu sein. bzw. sind ein Spiegelbild dessen. Und dieser Zeitgeist ändert sich gerade, aber das hat ja nichts mit irgendeiner "Agenda" zu tun, so als würde irgendjemand Netflix sagen, welche Inhalte ihre Produktionen haben sollen. Wer Begriffe wie "woke" und "political correctness" benutzt, um gesellschaftliche (Teil-)Gruppen zu beschreiben, der betreibt - bewusst oder unbewusst - gesellschaftliche Ab- und im schlimmsten Fall auch Ausgrenzung.
 
Diese Diskussion hat aber nichts mit dem Thema zu tun, daher bitte ich wieder auf eben jenes zurück zu kommen.

Danke sehr.
 
also wenn ich in der familie (im gleichen haushalt!) nen vierer account netfilx benoetige, dann laeuft gehoerig in der familie was nicht richtig... ich mach family sharing. aber wir wohnen nicht im gleichen haushalt. da ist dann entsprechend bald feierabend mit netflix, weils den uhd nicht einzeln gibt und fuer hd kann ich auch serienjunkies nutzen ;)

laeuft der traffic dann nicht auch ueber den router? wird bei meinen 4 mbit upstream nen bissl duenn :D
Ja logisch muss der Traffic aus dem eigenen VPN-Tunnel dann auch über den Router und dessen Internetverbindung wieder raus. Für viele mit guter Anbindung kein Problem, aber ja, wenn der Upstream - bspw. bei Vodafone Kabel-Internet - schlecht ist, geht das wahrscheinlich nicht wirklich gut.
 
Netflix besitzt das Hausrecht, es reicht schon wenn denen deine Nase nicht passt, dann sperren die dich und fertig.
Damit ist die Sache dann auch erledigt. Der Account ist weg. Dauerhaftes Sperren stelle ich mir schwierig ohne gegen echte Gesetze (Datenschutz) zu verstoßen. Aber möglich ist es bestimmt irgendwie.
 
Illegales Sharing ist für alle zahlenden Nutzer schlecht. Je mehr ihre Akkounts teilen umso weniger Einnahmen generiert Netflix und dadurch wird das Angebot schlechter. Sollte jedem klar sein, hab ich auch gemacht, meine Eltern schauen alle 4 Wochen mal einen Film, sollen sie halt meinen Account dafür nutzen (hab aber NETFLIX vor einiger Zeit gekündigt).
Aber wo soll man da einen Strich ziehe? 1 Film im Monat, 1 Film in der Woche? Ich kenne einige die nutzen einen Account mit 3 Parteien 3x voll aus und teilen sich die Kosten. Kann man so machen, muss man sich aber nicht wundern wenn Netflix das doof findet.

Sinnvoller wäre es aber mal wieder ein gutes Angebot zu bieten bei dem die Leute gerne zahlen.
Aber das wird nicht bei allen funktionieren, schiebt man dem keinen Riegel vor wird beschissen. War ja früher bei den Raubkopien genauso (kein Plan wie das da heute ist).
Kann ich zwar nachvollziehen allerdings obliegt es meiner Entscheidung, wie wann und wo ich meinen Account nutze und wer diesen mitnutzen darf. SInd fast 20 € im Monat beim vollen Paket und nur weil etwas im Vertrag steht, man dürfe das nicht, ist das nicht zwangsläufig rechtens. Soll das meinetwegen geklärt werden, dann überlege ich mir das mooralisch noch, falls es als rechtlich illegal angesehen wird. Darüber hinaus hat genau das Netflix groß gemacht, man sollte also überlegen ob man Einnahmen nicht anders generiert, als die user noch eiter zu schröpfen, schließlich müssen wir ja schon wieder für die Marktfragmentierung zahlen, da ja jeder Anbieter seinen eigenen Streamingdienst umsetzt.^^

Die Geister die ich rief... ich denke nicht das man diese jetzt noch los wird und los werden sollte. Das könnte sich auch negativ auf die Umsätze auswirken, schließlich ist Netflix kein musthave mehr und das Programm wandert zusehenst zu anderen Anbietern.

MfG
Nö. Es reicht Dir zu sagen, dass das, was Du machst, heuchlerisch ist.
Heuchlerisch ist deine Gespielte Empörung. Das teilen mit Familie und Freunden ist völlig in Ordnung und nur weil irgendwas in den AGBs steht, heißt es nicht, dass es rechtlich bindent ist, genau dafür gibt es ausschluss Klauseln aber das weißt du sicherlihc, was wohl jedoch keine Rolle spielt, das es dir sicherlich, wie so oft, nur um Kontroverse abgelöst vom Inhalt geht. :ka:

MfG
 
Ja logisch muss der Traffic aus dem eigenen VPN-Tunnel dann auch über den Router und dessen Internetverbindung wieder raus. Für viele mit guter Anbindung kein Problem, aber ja, wenn der Upstream - bspw. bei Vodafone Kabel-Internet - schlecht ist, geht das wahrscheinlich nicht wirklich gut.

Wenn das aber zur "Pflicht" wird weil die Frau Zuhause schaut, der Sohn im Italien Urlaub und der Vater in der Arbeit zählt zumindest das Argument "Datensparen" nicht wirklich.
 
Heuchlerisch ist es, bei dem einen von Betrug zu reden (was es rechtlich nicht ist), wenn man aber selbst 5 grade sein lässt, das dann aber völlig ok ist.

Verträge und AGBs sind erst mal durchaus bindend. Erst wenn ein Gericht sagt, dass eine AGB nicht mit dem Recht vereinbar ist, würde die Klausel unwirksam. Wenn Du Dich nicht an den Vetrag oder die AGB hältst, bist Du zunächst vertragsbrüchig. Das berechtigt zumindest zur fristlosen Kündigung, und genau das ist es, was Netflix vermutlich im schlimmsten Fall auch tun wird.
Na dann ist es so, manchmal ist das auch einfacher wenn Dritte tatsachen schaffen. Ansonsten kann Netflix das hier in Deutschland gerne prüfen lassen, ob es rechtlich erlaubt its mir vorzuschreiben wo, wann und wie ich "meine" Accountdaten nutze und dann bitte auch gleich prüfen, ob es aus Datenschutz überhaupt erlaubt ist notwenidge lokalisations-Profile und Verknüpfung von privaten udn sensiblen Daten zu erstellen und nutzen oder ob diese nicht gegen die hier geltende DSGVO verstoßen. :ka:

Was konkret du mit erlauben und tollerieren meinst erschließt sich mir nicht.

MfG
 
Ganz klare Antwort, ja die Sharer verstoßen gegen die Nutzungsbedingungen. Der Verkauf der "nicht benötigten" Profile ist nicht zulässig.

Sehe ich ehrlich gesagt anders, da Netflix anfänglich sogar damit geworben hat... Jetzt ist es ihnen ein Dorn im Auge und sie wollen mehr Kohle rauspressen. Ihre Intension dahinter verstehe ich schon, nur hätte man es halt direkt besser umsetzen können, dann hätte man jetzt auch die Diskussion nicht.
Das gleiche ist doch die Thematik mit dem Probemonat, in Deutschland gibts den nicht mehr, aber in Ländern wie der Schweiz gibt es den noch, wieso?
Als ich beruflich 2 Wochen in der Schweiz war letztes Jahr hab ich Netflix dort mal zur Probe ausprobiert, hat mich nicht überzeugt und ich bin bei Amazon Prime gelieben. Da ich jetzt nicht der Heavy Nutzer bin, gibts für mich da ausreichend interessanten Kontext.
Und ich schätze auch mal, dass viele Nutzer die ihre Accounts sharen, sonst gar kein Netflix hätten.

Klar würde es mehr Sinn machen z.b. Tarife für die Qualitätsstufen sd, hd und uhd anzubieten und dann zusätzliche Profile z.b für 1€ extra unter derselben Haushaltsanschrift anzubieten. Wird jedoch nicht gemacht.

Und da steht sich Netflix selber im Weg. Ich würde es mir vielleicht hin und wieder mal buchen, aber dann hab ich direkt 4 Streams und würde nur einen benötigen...

Und wenn ein Nutzer mit dem Programm nicht einverstanden ist und deswegen nicht zahlen aber dennoch (einzelne Inhalte) nutzen möchte, das zeugt das für mich von Doppelmoral.

Diesen Punkt sehe ich ehrlich gesagt nirgends. Auch die Sharer bezahlen ja den Preis, heruntergerechnet auf eine Person ist es halt günstiger...

Netflix ist und bleibt ein gewinnorientierter Konzern. Die holen das meiste für sich und die Anteilseigner raus. Finde ich auch nicht gut, ist jedoch kaum zu vermeiden. Dafür zahlen sie aber auch tausenden Mitarbeitern Lohn. Und die kreative Arbeit, die in einem Film oder einer Serie steckt, ist erheblich. Dies unabhängig davon, ob das Ergebnis zu überzeugen weiß. Und ja, netflix übertreibt es mit "woke" erheblich. Das jedoch ist kein Argument für Sharing.

Jeder möchte Geld verdienen richtig und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Nur sollte man halt auch in der Lage sein, sein Geschäftsmodell sinnig zu strukturieren und das tut Netflix meines erachtens nach nicht. Würden sie eine vernünftige Tarfistruktur anbieten, hätten sie meiner Meinung nach viel mehr Erfolg.
 
Ansonsten kann Netflix das hier in Deutschland gerne prüfen lassen, ob es rechtlich erlaubt its mir vorzuschreiben wo, wann und wie ich "meine" Accountdaten nutze und dann bitte auch gleich prüfen, ob es aus Datenschutz überhaupt erlaubt ist notwenidge lokalisations-Profile und Verknüpfung von privaten udn sensiblen Daten zu erstellen und nutzen oder ob diese nicht gegen die hier geltende DSGVO verstoßen. :ka:

Ich hab mir mal die aktuellen Nutzungsbedingungen von Netflix angesehen.

Unter Ziffer 4 steht
"4.2. Der Netflix-Dienst und sämtliche Inhalte, auf die über den Dienst zugegriffen werden, sind ausschließlich für Ihre persönliche und nicht kommerzielle Nutzung bestimmt und dürfen nicht mit Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, geteilt werden. Während Ihrer Netflix-Mitgliedschaft gewähren wir Ihnen ein beschränktes, nicht exklusives und nicht übertragbares Recht, um auf den Netflix-Dienst und Netflix-Inhalte zuzugreifen. Abgesehen davon werden keine Rechte, Titel oder Ansprüche an Sie übertragen. Sie stimmen zu, den Dienst nicht für öffentliche Vorführungen zu verwenden."

Dies stellt die Grundlage für die Nutzung mehrerer Personen im selben Haushalt dar und untersagt die kommerzielle Nutzung. Letzteres verstehe ich so, dass jegliche Kostenerstattung oder der Profilverkauf nicht erlaubt ist.

Konsequenz, wenn man es doch macht... bislang wohl nur Kündigung des Dienstes und kein neuer Vertrag, evtl. Schadenersatz. Wobei da der Schaden überhaupt erst einmal kausal begründet werden muss. Ein Account mit 4 Profilen darf auch den entsprechenden Traffic verursachen, da macht es aus meiner Sicht keinen Unterschied, ob dies durch einen Haushaltsangehörigen oder einen Dritten geschieht. Zumal man es auf die Spitze treiben kann wenn man sagt, was ist denn mit dem Besucher/Hausgast, der in meinem Haushalt Netflix schauen darf, aber nicht zum Haushalt gehört.
Einziger Ansatzpunkt wäre aus meiner Sicht, wenn NEtflix nachweisen kölnnte, man hat Geld erhalten, dann könnten diese "Einnahmen" evtl. abgeschöpft werden.

Thema Lokalisation
Hierzu findet sich lediglich in Ziffer 2 ein entsprechender Passus:

"Werbeangebote. Von Zeit zu Zeit können wir spezielle Werbeangebote, -pläne oder -mitgliedschaften („Angebote“) anbieten. Die Berechtigung zu einem Angebot wird von Netflix nach eigenem Ermessen bestimmt, und wir behalten uns das Recht vor, ein Angebot zu widerrufen und Ihr Konto zu sperren, falls wir feststellen, dass Sie nicht berechtigt sind. Mitglieder aus Haushalten mit einer bestehenden oder kürzlich beendeten Netflix-Mitgliedschaft können von bestimmten Angeboten ausgeschlossen sein. Um Ihren Berechtigungsstatus für ein Angebot zu prüfen, ist Netflix befugt, auf Informationen wie die Geräte-ID, die Zahlungsart oder die E-Mail-Adresse zuzugreifen, die bereits für eine bestehende oder bis vor Kurzem bestehende Netflix-Mitgliedschaft verwendet wurden. Die Berechtigungsvoraussetzungen und andere Einschränkungen und Bedingungen werden bei der Anmeldung für das Angebot oder in anderen Ihnen zur Verfügung gestellten Mitteilungen offengelegt."

Hier geht es jedoch um aus meiner Sicht um zusätzliche Angebote, nicht um die Nutzung des Dienstes als solchem.

Demgegenüber stehen evtl. die Schadenersatzansprüche wegen Urheberrechtsverletzung, wobei die Urheberrechtsverletzung begründet werden muss. Anders als die Torrentfälle, wo die Kosten für die Ermittlung einer IP-Adresse als Schadenersatz anerkannt sind, fehlt es aus meiner Sicht bereits an einer (Urheber)Rechtsverletzung die einen kausalen Schaden verursacht.

Da das Recht auf informelle Selbstbestimmung schwer wiegt und u.a. mehrfach durch den EUGH bestätigt wurde, stellt sich völlig zurecht die Frage, auf welcher Rechtsgrundlage Netflix überhaupt die Nutzung durch Dritte ermitteln will. Selbst wenn man ihnen zugestehen müsste, dass zum Schutz eigener Rechte eine solche Ermittlung notwendig wäre, ist nicht erkennbar, worauf das Tracking derzeit gestützt werden könnte.

Evtl. gibt es den ein oder anderen Datenschutz- bzw. Urheberrechts-Experten, der das sofort wiederlegen kann. Ein Laie jedoch kann dies nicht ohne weiteres erkennen.
 
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