AW: Netanjahu kündigt Annektion des Jordantal nach Wiederwahl an
Ich bin kein glühender Verehrer, ich bin pragmatisch. Und wenn ich die Wahl zwischen einem stabilien Syrien unter Assad oder einem failed state habe, dann wähle ich das kleinere Übel und das ist in meinen Augen Assad.
Bei "glühender Verehrer" fehlen die "", wie mir gerade auffällt. Ich will damit nur sagen das es dir doch im Grunde am Arsch vorbei geht ob es da eine Demokratie gibt, was auch so ist und wie es dort in der Region ohne Israel heute wäre (bzgl. Stabilität) kannst du genauso wenig beurteilen wie jeder andere.
A) Welche „Palästinensern “? Die PLO hat dieses Volk erst 1964 erfunden.
Ja welche "Israelis" den? Ist genauso erst eine Erfindung der Zionisten Anfang des 20 Jahrhunderts gewesen, bis dahin gab es nur einen gemeinsamen Glauben den jüdischen, aber kein gemeinsames Volk mit einer gemeinsamen Identität, das haben erst die Zionisten wieder "neuerfunden".
Ein "Israelis" gibt es in dem Sinne erst seit der Staatsgründung 1948 und betrifft auch nur diejenigen Juden die im israelischen Staat wohnen, also stand 2019 rund 9 Millionen Juden, von weltweit rund 15 Millionen.
B) Was geht es eigentlich Jordanien, Ägypten und Syrien an, was Großbritannien mit seinen Gebieten macht?
Was interessiert es dich wenn dein Vermieter dir einen Nachbar in die Nachbarwohnung setzt der die ganze Zeit seinen Müll in deine Mülltonne entsorgen würde und seine Schuhe in deinen Schuhschrank stellt?
C) Wenn es tatsächlich nur gegen den israelischen Staat ging, warum war das erklärte Ziel der Aggressoren „die Juden ins Meer zu treiben“?
Weil die Beteiligten auf die Juden in der Region nicht gut zu sprechen waren? Die Probleme mit der jüdischen Bevölkerung vor Ort reichen viel weiter zurück als die Gründung des Staates Israel und der UN Beschluss.
Du musst dir nur mal anschauen was militante zionistische Siedler in Palästina so während der Kolonialverwaltung der Briten da unten getrieben haben, das war alles andere als wir wollen hier nur friedlich leben, das erinnert mehr an das was man heute immer so gerne von israelischer Seite an den palästinensichen Arabern kritisiert (Bombenanschläge, Attentate, Angriffe, ect.).
Das wird aber gerne ausgeblendet / vergessen.
Die Zionisten haben genug dafür getan das die Stimmung da unten schon lange vor der Gründung des Staates Israel mehr als vergiftet war und die Kibbuze waren auch nicht nur Gemeinschaften in denen man einfach nur friedlich zusammenleben wollte, sondern waren im Grunde das gleiche Prinzip wie die Siedlungen die heutige Siedler im Gazastreifen und Westjordanland errichten.
Ich hatte es irgendwann früher in einem anderen Zusammenhang schon mal gepostet, aber bitte, hier mal ein paar Beispiele dafür was so in Palästina unter britischen Mandat mit militanten Zionisten abging:
Hagana – Wikipedia
Irgun Zwai Leumi – Wikipedia
Es braucht da niemand sagen das die Israelis da unten nichts getan haben und nur die Araber schuld haben, an der Situation, wie sie heute ist. Das Ganze ist eine lange
gegenseitige Spirale der Gewalt, des Rassismus und Ablehnung aller Beteiligten, schon bevor von jüdischer Seite dann ein Staat ausgerufen wurde.
D) Wenn es um Solidarität ging, warum hat man dann nicht in der Zeit von 1948-1967 einen Staat Palästina gegründet? Immerhin hatten Ägypten und Jordanien die Kontrolle über den Gaza-Streifen, Ostjerusalem und das Westjordanland? Vielleicht weil der Antisemitismus der Araber größer war, als die Solidarität zu den sogenannten „Palästinensern“?
Weil man damit befürchtete den Grenzverlauf anerkennen zu müssen und wohl darauf hoffte das man die Israelis noch vertrieben bekommt?
Davon ab ist der die Ablehnung und der Rassismus auf beiden Seiten sehr ausgeprägt und das schon seit den Anfangstagen, nachdem die Region nicht mehr im osmanischen Reich war.
Israel hat für den Frieden eben auch Zugeständnisse gemacht. Ägypten und Jordanien waren bisher als einzige so schlau, darauf einzugehen.
Das war kein Zugeständnis, das war nur pragmatisches kalkühl, auch Israel kostete der Krieg viel Geld und auch Israel hatte keine Lust noch einen Krieg um den Suezkanal zu führen, den die Ägypter nicht dauerhaft aufgegeben hätten und die Golanhöhen waren kein territorial schwerwiegender Verlust für Syrien.
Nach der „Logik“ gab es im zweiten Weltkrieg zwischen Juden und der SS auch keinen einseitigen Schuldigen für dich, oder?

Mehr kann man zu so einem hinkenden und blödsinnigen Vergleich wirklich nicht mehr äußern...
Da Threshold keine genaue Zeitangabe gemacht hat, welchen Zeitraum er meint, war meine Aussage eher allgemeingültiger Natur. Aber bitte, hänge dich gerne an solchen Nebensächlichkeiten auf.
Komisch, wenn du falsch liegst sind es immer Nebensächlichkeiten.
Komisch, ich konnte mich nie über fehlenden Zuspruch für meine Aussagen beklagen.
Die AfD hat ja auch ihre Stammwähler, trotz miesen Ansehen und kontroversen Positionen...
