NAS Empfehlungen oder Bestenliste?

Mc-Slipper

Kabelverknoter(in)
Hallo,
ich möchte für mich das Thema NAS mal angehen.
Hatte mich damit noch nicht befasst.

Gibt's hier wo Empfehlungen oder sogar Tests und Bestenliste bezüglich NAS?
Wurde das schon mal in der PC Games Hardware behandelt?

Grund ist der, das mein iMac im letzten Sommer den Hitzetod verstarb und wir bis auf ein MacBook Pro (OSX und Win7 64 Bit) zurück zum PC sind.
Ebenso haben wir noch einige Linux Rechner zum tüfteln, sowie 4 Raspberry Pi im Einsatz.
Daher denke ich mir, bietet sich ein NAS als zentrales Datenarchiv doch an?!

Bilder, Musik, Fime und andere Daten vom iMac (ehemals Hauptrechner im Wohnzimmer) sind halt alle noch auf den HFS+ Platten.
An die komme ich aber noch mit dem MacBook und meiner Dockingstation :-)

Diese Daten wollte ich dann auf ein NAS kopieren und uns dann allen im Heimnetzwerk per NAS zugängich machen.
Ebenso die riesige (iTunes) Sammlung an Musik und Hörbüchern, die sich ebenfalls noch auf der iMac Platte befindet.
Alle Rechner im Netz greifen dann auf die iTunes Bibliothek auf dem NAS zu.
Darf aber auch gerne Media Monkey sein, falls es das noch gibt (das hatte ich zu meiner PC -Zeit verwendet) oder andere Alternativen.
Hatte Probehalber Fritz.NAS mit einer USB-Platter an meiner FritzBox 7390 versucht, aber die Performance mit iTunes war grottig lahm.

Zur Sicherheit und Performance sollte das NAS RAID1 und/oder RAID5 unterstützen!

Falls das hier schon Thema war, sorry habe auf die schnelle nichts gefunden.
Bin euch daher für Tips und Hinweise zu dem Thema schonmal sehr dankbar.

Schönen Fußballabend noch :-)
 
Aktuelle NAS-Empfehlungen beziehen sich auf Synology und QNAP.
Ich selbst besitze 2 QNAP TS-119.
Das eine ist der "Multimedia"-Server (für alle Teilnehmer) und der andere "Daten"-Server für mehrere Personen (mit Personen- & Zugriffsrechten).

Von ein RAID rate ich persönlich ab!
Es reicht schon wenn das NAS die Hufe reisst, dann sind alle Daten trotz RAID verloren.
Ich habe in diesem Fall an meinem "Daten"-Server eine BackUp-HDD angeschlossen, welche in Echtzeit synchronisiert.
 
Hab eine Synology DS716+ bei mir laufen mit 1x WD Red 4TB. Syno läuft einfach. Hatte mal kurze Zeit ne QNAP aber da war mir die FW doch zu buggy
 
Aktuelle NAS-Empfehlungen beziehen sich auf Synology und QNAP.
Ich selbst besitze 2 QNAP TS-119.
Das eine ist der "Multimedia"-Server (für alle Teilnehmer) und der andere "Daten"-Server für mehrere Personen (mit Personen- & Zugriffsrechten).

Von ein RAID rate ich persönlich ab!
Es reicht schon wenn das NAS die Hufe reisst, dann sind alle Daten trotz RAID verloren.
Ich habe in diesem Fall an meinem "Daten"-Server eine BackUp-HDD angeschlossen, welche in Echtzeit synchronisiert.
Könntest Du mir das bitte näher erklären wegen RAID nicht verwenden und wie das bei Dir mit dem BackUp funktioniert?
Wie erwähnt ist das Thema NAS für mich "Neuland".
Irgendwie möchte ich halt alle Fotos und Musik uns im Heimnetzwerk zur Verfügung stellen, ich möchte die Daten aber auch gerne gegen Datenverlust schützen.

Ist RAID denn nicht RAID?
Lese ich das in Deiner Message so richtig raus:
Eine RAID Platte die in einer Synoligy oder QNAP läuft kann auch nur wieder in dieser hergestellt werden?

Auch RAID habe ich noch nie genutzt.
Ich dachte mir aber "baluäugig" wenn selbst die NAS defekt ist, nehm ich die Platte und hänge sie als RAID mal kurz in meinem PC, da ich mir denke RAID 1 ist RAID 1 egal wo ich die Platte anklemme?
 
Es gibt, wie Du vielleicht schon gehört hast, verschiedene RAID Modi. RAID 0, 1, 5 sind wohl die gebräuchlisten. Je nach Modus werden die Daten entweder parallel auf beide Platten geschrieben (vermeintliche Backup Vorteile wenn eine Platte abraucht; RAID 1) oder abwechselnd auf die Platten verteilt (normalerweise im PC Geschwindigkeitsvorteile. Wenn aber eine Platte abraucht sind die Daten auch auf der 2. Platte weg; RAID 0).

Da NAS häufig zwei oder mehr Platten beherbergen können, werden sie oft für RAID HDD-Verbünde genutzt, wobei RAID 1 wohl im Homebereich am verbreitesten ist.

Nachteile bei RAID sind halt immer, dass beide Platten simultan laufen und daher auch simultan "altern". Reine Backup-Lösungen mit externen Platten beanspruchen die HDDs nur beim reinen Backup, sodass die HDD nicht so stark belastet wird und das Ausfallrisiko sinkt.

In meinem Synology DS215j (kann ich empfehlen: leise und zuverlässig, Prozessor aber beim seltenen Konvertieren von Dateien bzw. Installieren von Programmen langsam) ist die WD red Platte alleinig für Homeserver Arbeiten zuständig, während die WD blue weitestgehend stillsteht. Erst bei Backups springt meine WD blue an und übernimmt damit die Funktion einer externen Backup Lösung.

Allerdings ist diese "interne" Backup Lösung mit dem Risiko verbunden, dass alles am gleichen Stecker hängt. Sollte also der Blitz einschlagen und irgendwie durch die Leitungen pfeiffen, fliegt mir mein komplettes NAS um die Ohren, im Worst Case inkl. Backup. Puristen bzw. Leute mit wirklich sensiblen Daten nutzen daher wirklich externe Festplatten und stöpseln diese sogar nach erfolgreichem Backup vom Strom ab um auch das Blitzrisiko zu vermeiden. Faulheit (meine Lösung) gegen Sicherheit. :ugly:


Mach Dir aber bewusst, dass die korrekte Einrichtung eines NAS erst einmal mit Arbeit verbunden ist. Wer von Anbietern wie Dropbox oder sowas kommt wird sich umgewöhnen müssen. Wenn aber erstmal alles läuft ist es super.

EDIT:
Ach ja, eines noch: Wer bisher dachte, dass grundsätzlich nur zwischen schnellen SSDs und großen HDDs unterschieden wird, wird beim Thema NAS eines besseren belehrt. Den HDDs von Western Digital (WD) wird nachgesagt sehr ausfallsicher zu sein, während die Platten von Seagate je nach Statistik desaströse Ergebnisse haben. Das ist mitunter ein Glaubenskrieg (nicht so stark wie bei AMD vs. NVidia), aber durchaus ein Thema. WD unterscheidet wiederum seine Platten in die Serien red, blue, purple, black und ehemals green. Alle mit anderen Charakteristika wie bspw. max. Drehzahl, Größe und letztlich auch Preis pro GB. Die Platten der Serie red werden dabei als spezielle NAS Platten vermarktet, da sie wohl speziell für den 24/7/365 Einsatz gebaut wurden. Die Platten der ehemals green Serie (nun in blue integriert; auf genaue Artikelnummer achten!!!) sind eher langsamere aber preisgünstige Datengräber, die zB als Backup Lösungen dienen. Black und Purple sind mE eher auf Geschwindigkeit fokussierte Platten, die aber mit dem Preisverfall bei SSDs irgendwie ihre Daseinsberechtigung verlieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Schleifer" hat es sehr gut beschrieben.
Ein RAID schützt dich nur bei Ausfall einer HDD. Wenn jedoch das NAS selbst aussteigt hilft selbst das RAID nichts.

Aus diesem Grund habe ich mich auch selbst gegen ein RAID entschieden.

Meine Lösung:
QNAP 1 "Multimdedia": schade wenn 100%iger Datenverlust, im Notfall kann ich es nochmal herunterladen.
QNAP 2 "Daten": die Daten sind bspw. Steuererklärungen, wichtige Dokumente etc -> Darf NICHT ausfallen! Dafür habe ich eine 2,5 Zoll-HDD in ein externes HDD-Gehäuse gepackt und per USB an das QNAP angeschlossen.
Fast jede NAS-Suite bietet eine Datensicherung an, sodass falls etwas auf der NAS-HDD neu hinzukommt, verändert wird oder gelöscht wird, automatisch auf der USB-HDD gespiegelt wird.

Als Festplatte empfehle ich die WD Red-Serie sowie Seagate NAS-Serie.
Andere kann man auch nehmen, jedoch sind die beiden genannten explizit dafür konzipiert worden.

EDIT:
Mein(e) QNAP´s können max mit 6TB-Platten bestückt werden. Jedoch laufen diese aktuell mit einer 3TB & 4TB-HDD.
Könnte also mit einer 6TB komplett arbeiten und den 2. QNAP als BackUp einrichten und nutzen um "100%"-Ausfallsicherheit zu haben -> Murphy´s Gesetz
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ist ein Sonderheft, entweder im Chip Kiosk, oder Zeitchriftenladen?

Hab sie mir noch heute geholt.
Viel Lesestoff und noch mehr Fragen die sich mir stellen.

Da ich heute ebenfalls mal zum reinen testen OpenMediaVault als NAS auf meinen alten Rasberry Pi installierte, spiele ich auch schon mit dem Gedanken eines Eigenbau Nas.

Im Keller habe ich noch ein Shuttle SX79R5 Gehäuse stehen ohne Board.
Es passt aber jedes Mini-ITX Board rein.
Ich selbst hatte schon mein ASRock Fataly Gaming ITX darin erfolgreich verbaut.

Priorität hat bei mir aber Preis / Leistung.
Für den Eigenbau bräuchte ich noch:
Board, Prozessor, RAM und Festplatten.
Kosten?
 
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