ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
AW: Erziehung von Kindern und Religion
Thema aus aktuellen Anlässen hier ausgekuppelt
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Du hast einen Vergleich zu Anti-Kriegsprotesten gezogen. Proteste, die sich gegen die Aktionen von NATO-Staaten richten. Also Proteste gegen Institutionen, auf die deutsche Repräsentanten diplomatischen Einfluss nehmen könnten - Proteste, die einen Auftra geben wollen und können.
Das ist bei gewaltätigen Aktionen islamistischer Gruppierungen aber nicht gegeben. Man kann in Lybien keine Demo veranstalten, um Druck auf islamistische Milizen auszuüben. Denen ist das egal - und die Führung des Landes hat gar keinen Einfluss auf diese.
Was die USA und ihre Verbündete quasi ständig machen - entsprechend sind auf Friedensmärschen auch quasi immer gezielte Forderungen gegen diese präsent. Und zu großen Aktionen in Deutschland kam es im letzten Jahrzehnt vor allem dann, wenn irgendwo ein neuer Konflikt unter Beteiligung von NATO kam. Afghanistan, Irak - da war viel los. Hast du nenneswert Leute auf der Straße gesehen, die gegen afrikanische Bürgerkriege protestiert haben? Ich nicht. Ohne Anlass finden allenfalls jährlich wiederkehrende Veranstaltungen ala Ostermarsch statt.
Und dieser Pragmatismus ist eben -s.o.- auch gerechtfertigt. Denn Demonstrationen sind im allgemeinen schon ein sehr stumpfes Schwert - wenn sie sich dann auch noch gegen etwas richten, zudem keinerlei Bezug/Einfluss besteht, sind sie eine reine Spaßveranstaltung.
Ich weiß nicht, was alle Imane dieser Welt machen (hab auch keine Zeit nachzugucken), aber selbst die regierenden Islamisten in Ägypten veruteilen die Gewalttäter.
Der Repräsentant der Muslimbrüder [Ägyptens Präsident Mohammed Mursi] verurteilte zugleich die Angriffe auf die US-Botschaft in Kairo und das Konsulat in Bengasi.
Das steht außer Frage. Aber das ist keinen Grund, die Aktionen einiger weniger auf sämtliche Muslime zu übertragen. Oder stehen ein paar G8-Gipfel-Molli-Werfer auch stellvertretend für alle Atheisten?
Sie nach so langer Zeit gezielt wieder zu finden wird schwierig - aber ich kann dir versichern: Dass du sie vermisst liegt nicht an den Muslimen, sondern an deiner Ignoranz, denn es gab sie.
Das sind "mein Kampf" und die Mao-Bibel auch. Aber zitier mal öffentlich daraus. Bücher enthalten Ideen und Konzepte und einige Ideen sind einigen Leuten sehr, sehr wichtig. Man mag das nicht nachvollziehen können - aber das muss man auch nicht. Die Frage ist, wieviel Respekt man anderen Menschen gegenüber zeigt und dazu gehört, dass man die ihnen wichtige Symbole nicht aus reiner Provokationslust angreift. Genau das machen diese amerikanisch/israelische Produktion aber gezielt.
Stell dich mal im mittleren Westen der USA in die Mitte einer Kleinstadt und verbrenne einen Fetzen Stoff mit ein paar Pigmenten (alias "die US-Flagge") und warte ab, ob alles friedlich bleibt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. In Deutschland werden selbst Überlegungen zu Kopfbedeckungen und Wanddekorationen (alias Kopftuch und Kruzifix) in Klassenzimmern zum hochbrisanten Streitthema - und da wird noch nicht einmal etwas beschädigt oder verleumdnet. Aber aus unerfindlichen Gründen sind Symbole für einige Leute halt extentiell wichtig.
Das einzige, was gerade über einen Kamm geschert wird, ist die muslimische Welt - von dir...
Der US-Botschafter wurde nicht von "den Muslimen" umgebracht. Es gibt über eine Milliarde Muslime und davon haben ein paar dutzend bewaffnete Extremisten die Botschaft angegriffen. Es war vermutlich ein größerer Anteil der Deutschen an den Progromen gegen Asylbewerberheime in den frühen 90ern beteiligt, als der Muslime in den jeweiligen Regionen an den Gewalttaten gegen die Botschaften. Nicht umsonst gab es den ganzen Tag lang massive Proteste, aber erst gegen Abend/Nacht derartige Angriffe. Vergleichen kann man es vielleicht mit 1. Mai Demonstrationen in Berlin. Nur das die Krawallos hier Panzerfäuste haben und es keinerlei staatliche Autorität gibt, vor der sie sich fürchten müssten. Das ist traurig - aber es ist nicht muslimisch.
Thema aus aktuellen Anlässen hier ausgekuppelt
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Hmm, mal überlegen. Sprach ich von einem Staat? Nein.
Du hast einen Vergleich zu Anti-Kriegsprotesten gezogen. Proteste, die sich gegen die Aktionen von NATO-Staaten richten. Also Proteste gegen Institutionen, auf die deutsche Repräsentanten diplomatischen Einfluss nehmen könnten - Proteste, die einen Auftra geben wollen und können.
Das ist bei gewaltätigen Aktionen islamistischer Gruppierungen aber nicht gegeben. Man kann in Lybien keine Demo veranstalten, um Druck auf islamistische Milizen auszuüben. Denen ist das egal - und die Führung des Landes hat gar keinen Einfluss auf diese.
Bis jetzt haben sich fast alle großen Religionen zu Märschen und Aktionen gegen Gewalt und Krieg aufgerafft, bzw Gewalt öffentlich verurteilt. Dabei geht es eher selten gegen Staaten. Außer ein Land führt gerade Krieg.
Was die USA und ihre Verbündete quasi ständig machen - entsprechend sind auf Friedensmärschen auch quasi immer gezielte Forderungen gegen diese präsent. Und zu großen Aktionen in Deutschland kam es im letzten Jahrzehnt vor allem dann, wenn irgendwo ein neuer Konflikt unter Beteiligung von NATO kam. Afghanistan, Irak - da war viel los. Hast du nenneswert Leute auf der Straße gesehen, die gegen afrikanische Bürgerkriege protestiert haben? Ich nicht. Ohne Anlass finden allenfalls jährlich wiederkehrende Veranstaltungen ala Ostermarsch statt.
Und dieser Pragmatismus ist eben -s.o.- auch gerechtfertigt. Denn Demonstrationen sind im allgemeinen schon ein sehr stumpfes Schwert - wenn sie sich dann auch noch gegen etwas richten, zudem keinerlei Bezug/Einfluss besteht, sind sie eine reine Spaßveranstaltung.
Nun hat sich jemand erbost Mohamed zu verspotten. Schon brennt irgendwo eine Botschaft, ist der Mob brandschatzend auf der Straße.
Kein Iman ruft zur Mäßigung auf, wie es im Koran stehen soll. Kein Wort.
Ich weiß nicht, was alle Imane dieser Welt machen (hab auch keine Zeit nachzugucken), aber selbst die regierenden Islamisten in Ägypten veruteilen die Gewalttäter.
Der Repräsentant der Muslimbrüder [Ägyptens Präsident Mohammed Mursi] verurteilte zugleich die Angriffe auf die US-Botschaft in Kairo und das Konsulat in Bengasi.
In einigen Teilen der Welt muss es noch eine wesentliche Entwicklung geben.
Das steht außer Frage. Aber das ist keinen Grund, die Aktionen einiger weniger auf sämtliche Muslime zu übertragen. Oder stehen ein paar G8-Gipfel-Molli-Werfer auch stellvertretend für alle Atheisten?
Ich vermisse immer noch Mäßigungsaufrufe.
Sie nach so langer Zeit gezielt wieder zu finden wird schwierig - aber ich kann dir versichern: Dass du sie vermisst liegt nicht an den Muslimen, sondern an deiner Ignoranz, denn es gab sie.
Es ist nur ein Buch. Ein Stück totes Holz mit Tinte.
Das sind "mein Kampf" und die Mao-Bibel auch. Aber zitier mal öffentlich daraus. Bücher enthalten Ideen und Konzepte und einige Ideen sind einigen Leuten sehr, sehr wichtig. Man mag das nicht nachvollziehen können - aber das muss man auch nicht. Die Frage ist, wieviel Respekt man anderen Menschen gegenüber zeigt und dazu gehört, dass man die ihnen wichtige Symbole nicht aus reiner Provokationslust angreift. Genau das machen diese amerikanisch/israelische Produktion aber gezielt.
Stell dich mal im mittleren Westen der USA in die Mitte einer Kleinstadt und verbrenne einen Fetzen Stoff mit ein paar Pigmenten (alias "die US-Flagge") und warte ab, ob alles friedlich bleibt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. In Deutschland werden selbst Überlegungen zu Kopfbedeckungen und Wanddekorationen (alias Kopftuch und Kruzifix) in Klassenzimmern zum hochbrisanten Streitthema - und da wird noch nicht einmal etwas beschädigt oder verleumdnet. Aber aus unerfindlichen Gründen sind Symbole für einige Leute halt extentiell wichtig.
Was mich persönlich immer stört ist dass der Westen nicht alle Muslime über einen Kamm scheren soll.
Das macht hier auch niemand. Es gibt nun mal vereinzelt Fanatiker. Das ist halt schlimm.
Aber die muslimische Welt schert den Westen über einen Kamm. Das konnte man doch erst jetzt wieder sehen als der US Botschafter getötet wurde. Der hatte nun absolut gar nichts mit dem Film zu tun um den es ging. Aber die Muslime sind nicht in der Lage solche Sachen voneinander zu trennen. Sie scheren alle über einen Kamm und denken dass alle aus dem Westen so sind.
Und das ist es was mir sauer aufstoßen lässt. Wo ist die Toleranz und die Sachkenntnis auf der muslimischen Seite?
Toleranz und Nachsicht kann nur der bekommen der auch selbst tolerant und nachsichtig ist.
Das einzige, was gerade über einen Kamm geschert wird, ist die muslimische Welt - von dir...
Der US-Botschafter wurde nicht von "den Muslimen" umgebracht. Es gibt über eine Milliarde Muslime und davon haben ein paar dutzend bewaffnete Extremisten die Botschaft angegriffen. Es war vermutlich ein größerer Anteil der Deutschen an den Progromen gegen Asylbewerberheime in den frühen 90ern beteiligt, als der Muslime in den jeweiligen Regionen an den Gewalttaten gegen die Botschaften. Nicht umsonst gab es den ganzen Tag lang massive Proteste, aber erst gegen Abend/Nacht derartige Angriffe. Vergleichen kann man es vielleicht mit 1. Mai Demonstrationen in Berlin. Nur das die Krawallos hier Panzerfäuste haben und es keinerlei staatliche Autorität gibt, vor der sie sich fürchten müssten. Das ist traurig - aber es ist nicht muslimisch.
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Und da gab es zwar Proteste von Seiten der Kirche aber kein Christ ist da mit Raketenwerfern zu irgendwelchen Botschaften gelaufen.
