News Milliardenverluste: Intel streicht Fabriken wegen Horrorzahlen

Ohhh das arme Intel... So ist das eben wenn man jahrelang nur 4 Kerner auf den Markt wirft und sich zulange ausruht während die Konkurrenz immer wieder neues entwickelt.
 
Leute Intel Bashing bringt es auch nicht, denn es hilft Euch überhaupt nicht.
Solange es Konkurrenten auf dem Markt gibt, wird um die bessere Lösung gerungen, und es entwickelt sich auch ein Preiskampf (zumindest wenn keine Preisabsprache stattfindet).
Ist nur noch einer auf dem Markt, werdet Ihr sehen was mit den Preisen passiert, und dass man sich gar nicht mehr anstrengen muss, eine bessere Lösung anzubieten. Hatten wir ja vor Jahren, als AMD mit dem Bulldozer nicht so recht voran kam, jetzt wird es umgekehrt ein Schuh daraus werden... auch nicht besser.
 
Intel hätte in die Lohnfertigung einsteigen müssen und das schon vor langer Zeit. Damit hätte man die Konkurrenz in der Fertigung also TSMC viel früher auf dem Schirm gehabt. Wenn man ne ordentliche Fertigung vorweisen könnte und auch im Kundenauftrag fertigen würde, wäre Apple heute möglicherweise ein Kunde und damit ein Riesenfisch.

Intel bietet schon lange Auftragsfertigung an, wenn auch erst seit vier Jahren mit erhöhter Priorität. Als sie davor das letzte Mal einen überlegenen Prozess hatten, waren TSMC-Produkte allerdings auch noch keine Konkurrenz für Intel und Appel war Intel-Kunde. Für komplette Prozessoren, nicht nur Fertigung.

Von daher laufen die meisten "Ratschläge" hier auf "einfach mal eine gute Fertigung haben".
Ich bin mir sehr sicher, dass Intels aktuelle Lage nicht allein daran liegt, dass man einfach nicht auf diese geniale Idee gekommen ist. ;-)

Ich gebe mal eine wilde Theorie zum besten:

Navidia's Jensen Huang wollte schon immer CPU's zu seinem Protfolio hinzufügen.
Mit ARM hat es nicht geklappt. Die Kassen sind mehr als voll. Intel ist stark angeschlagen.

Chance für Nvidia sich einzukaufen? Und bei dem Risiko, eine ganze Firma und Dino der CPU-Geschichte sterben zu sehen, haben die Investoren und Marktwächter bestimmt weniger dagegen, als noch bei ARM.

Nvidia verkauft seit zwei Jahren CPUs aus hauseigener Entwicklung, die in einem mit dem besten aktuell bei Intel verfügbaren Prozessen hinsichtlich der Leistung vergleichbaren und hinsichtlich der Flexibilität/Adaptierbarkeit für nicht-Intel-Umgebungen überlegenen Prozess hergestellt wird. Ich sehe da wenig objektiven Bedarf bei Nvidia, Intel aufzukaufen. Jensen behandelt mittlerweile selbst Desktop-Grafikkarten als Nebensache, wieso sollte er in Desktop-CPUs einsteigen wollen? Das wertvollste an Intel wären für Nvidia vermutlich deren TSMC-Verträge.^^
 
Jensen behandelt mittlerweile selbst Desktop-Grafikkarten als Nebensache, wieso sollte er in Desktop-CPUs einsteigen wollen? Das wertvollste an Intel wären für Nvidia vermutlich deren TSMC-Verträge.^^
Ego.
KnowHow, IP, Ingenieurs-Expertise, Fertigungskapazitäten - auch die TSMC-Veträge ...
Und den dicken Fuß in der Tür bei Server-Kunden, wo eh schon die Verheiratung aus Intel-Server-Blade und Nvidia-AI-Cluster gefahren wird.

War nur mal so eine Überlegung ;)
Unterschätze NIE das Ego von Superreichen.
 
Huang ist nicht Musk. Weder von der Mentalität seiner bisherigen Entscheidungen her, noch vom Vermögen. Privat könnte er sich Intel schlichtweg nicht leisten, ohne alles andere aufzugeben, und als CEO ist er Aktionären verpflichtet.

Intel ist zwar massiv abgestürzt, aber den ganzen Bashern hier scheint nicht klar sein, von welchem Niveau ausgehend und wieviel immer noch übrig ist. Intel ist weiterhin der größte CPU-Hersteller quer durch alle Märkte ausgenommen Konsolen und hat, für IT-Verhältnisse, ansehnlichen Sachbesitz. Der aktuelle Börsenkurs liegt grob beim Doppelten von Nvidias Jahresgewinn oder Barreserven und dürfte bei Gerüchten um einen Aufkauf deutlich ansteigen, sodass mindestens das Dreifache der genannten Eckgrößen für eine feindliche Übernahme einzuplanen ist.

Das liegt zwar noch im Bereich des Möglichen, Xilinix war relativ zu AMD deutlich teurer und ATI sowieso. Aber wir reden hier nicht von einer Portokassen-Nummer, sondern von einer stattlichen Investition, die mit konkreten Gewinnhoffnungen gerechtfertigt werden müsste. Das kann man aber weder mit eigenen Gewinnen bei Intel noch mit Synergieeffekten zu Nvidia. Statt sich zu ergänzen stehen deren Portfolios in mehreren Märkten in direkter Konkurrenz zueinander. (Womit eine Übernahme auch zum Thema für Kartellämter wird.)
 
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