Huang ist nicht Musk. Weder von der Mentalität seiner bisherigen Entscheidungen her, noch vom Vermögen. Privat könnte er sich Intel schlichtweg nicht leisten, ohne alles andere aufzugeben, und als CEO ist er Aktionären verpflichtet.
Intel ist zwar massiv abgestürzt, aber den ganzen Bashern hier scheint nicht klar sein, von welchem Niveau ausgehend und wieviel immer noch übrig ist. Intel ist weiterhin der größte CPU-Hersteller quer durch alle Märkte ausgenommen Konsolen und hat, für IT-Verhältnisse, ansehnlichen Sachbesitz. Der aktuelle Börsenkurs liegt grob beim Doppelten von Nvidias Jahresgewinn oder Barreserven und dürfte bei Gerüchten um einen Aufkauf deutlich ansteigen, sodass mindestens das Dreifache der genannten Eckgrößen für eine feindliche Übernahme einzuplanen ist.
Das liegt zwar noch im Bereich des Möglichen, Xilinix war relativ zu AMD deutlich teurer und ATI sowieso. Aber wir reden hier nicht von einer Portokassen-Nummer, sondern von einer stattlichen Investition, die mit konkreten Gewinnhoffnungen gerechtfertigt werden müsste. Das kann man aber weder mit eigenen Gewinnen bei Intel noch mit Synergieeffekten zu Nvidia. Statt sich zu ergänzen stehen deren Portfolios in mehreren Märkten in direkter Konkurrenz zueinander. (Womit eine Übernahme auch zum Thema für Kartellämter wird.)