Keiner will auf Linux umstellen?
Ich habe vor - wie schon bei XP - so lange wie möglich bei WIn10 zu bleiben.
Da ich das System weniger unter Kontrolle habe, als XP, stelle ich mich auf Zerstörungen durch Viren und Datenklau ein. (Kontrolle im Sinne von was im Hintergrund läuft, was mit dem Internet kommunizieren darf, etc.)
Wenn die Software-Kompatibilität ausläuft (z.B. kein neuer Vivaldi oder Firefox mehr auf Win10 läuft und die Websites die alten Versionen abweisen und auch kein Version-Faking mehr hilft; oder Games nicht mehr laufen), kommt, genau so wie ich damals Win7 parallel zu XP benutzt habe, um DX10-Spiele zu spielen, parallel ein Linux mit drauf.
Über die konkrete Distribution lasse ich mich hier gerne beraten.

Mir ist es dann wichtig, dass es ohne Bastelei funktioniert. Ferner sollen natürlich die neuen gekauften und Scene-raubkopierten Games ohne Bastelei funktionieren. In letzterem Fall ohne nach Hause zu telefonieren.
Letztenendes vermute ich aber, dass ich mir irgendwann Hardware zulegen will, für die es keine Win10-Treiber mehr gibt (wie damals 2015 bei XP und der R9 390).
Ist die Frage, ob mein Gaming-Linux bis dahin mein Windows 10 vollständig ersetzt hat oder nicht.
Achtung, emotions-geladenes MS- und Win11-Bashing:
Darauf, alle 10 Jahre das erlernte Wissen und die Erfahrungen über ein Betriebssystem komplett über den Haufen zu werfen und alles neu erlernen zu müssen, noch dazu ein vielfaches mehr an sinnlos vergeudeter Performance hinnehmen zu müssen, habe ich nach 2 Malen (98-->XP und XP-->Win10) keine Lust mehr.
Auf meinem Arbeitslaptop verbraucht WIn11 btw. ~9,5GB RAM nach dem Boot, während es bei WIn10 1,8 waren.
Der Prozessor ist theoretisch 2,5 mal so schnell, als der alte mit Win10, trotzdem reagiert das System ca. doppelt bis 3 mal so langsam. Ist ein 1370P. Brauche ich hier jetzt wirklich einen 2025er i9, um einen 2018er i5 zu ersetzen!?
Der AntiVirus aktualisiert sich nicht ohne Spezial-Handgriffe, was mich aus dem Firmen-VPN ausschließt. Die Taskleiste, der Dateimanager und das default-Kontextmenü (schon zurück gestellt) sind eine Katastrophe und nur noch weniger produktiv einsetzbar. Die Bedien-Geschwindigkeit ist im Vergleich zu WIn10 lahm, die Systemsteuerungen noch inkonsistenter als bei WIn10 (Energiemanagement verteilt über 2 konkurrierende Einstellungsmanager) und ich muss permanent auf "höchste Leistung" stellen, damit die Bluetooth-Maus nicht ruckelt, wodurch der Lüfter dauernd föhnt.
Win11 ist für mich leider schon jetzt durchgefallen und das neue Vista.
--> Warten auf das Bugfix-System Win12 oder endgültig goodbye.
Was für Hardware-Sperrlisten?
Ist doch alles schon da und wird auch rechtzeitig scharf gestellt. Man kann natürlich alle Leitungen kappen und ein Gerät in einer unbenutzbaren internetfreien Blase betreiben, aber was wäre der Sinn daran?
Ja, deshalb: Backups. Um ein Downgrade auf eine Version machen zu können, die Updates, die den Killswitch beinhalten, noch nicht hat.
Es reicht dann übrigens, die Verbindungen zu Microsoft zu blockieren.
Das geht ganz gut über die
O&O ShutUp10, umstellen des Windows-Update-Dienstes auf manuellen Start und einige Blockierungen in der Firewall und mittels hosts Datei. Ein paar Lücken hat das vermutlich noch, die immer mal wieder mit MS kommunizieren, aber wenn die Folge ein Systemversagen ist, kommt man denen vermutlich früher oder später auch bei.
Die internetfreie Blase brauchst Du nur, wenn Du Dich vor Malware schützen willst.
Bei meinem Mini-PC = "Server" + Wohnzimmer-PC hat das ganz gut geklappt: Ich finde kaum laufende Verbindungen im Hintergrund (leider nicht "gar keine", wie unter XP) und er hat sich seit 1,5 Jahren nicht wegen einem automatischen Update ungefragt neu gestartet geschweigedenn eines durchgeführt.
Es gibt aber tatsächlich ein paar Lücken, die mir zu heiß sind, sie dauerhaft ungepatcht in meinem LAN zu haben. Remote-Code-Execution ohne Nutzerinteraktion nur wenn ein System im LAN hängt finde ich nicht lustig. ^^