Microsoft Office: Zero-Day-Sicherheitslücke "Follina" liefert Einfallstor für Hacker

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Ein Sicherheitsforscher hat in MS Office eine Zero-Day-Sicherheitslücke entdeckt, die es Hackern aktuell besonders einfach macht, Systeme über eine DOC-Datei mit Malware zu infizieren. Wir fassen zusammen, was Office-Nutzer beachten müssen und wie Sie sich vor "Follina" schützen können.

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Hole Sh*t ... das Ding kommt ja direkt aus der Code Hölle.

Hier ein Link zu einem PoC:
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Alle Versionen oder? Meine ist 15 jahre alt
Laut Microsoft ist nicht Office das Problem, sondern das Windows Support Diagnostic Tool.

Ich zitiere mal Heise Security:

Das Unternehmen verortet den Fehler nicht im Office-Paket, durch das bisherige Angriffe mit einem bösartig manipulierten Word-Dokument stattfanden. Die Lücke betreffe das Microsoft Windows Support Diagnostic Tool (MSDT) (CVE-2022-30190, CVSS 7.8, Risiko "hoch").

Konkret erläutert Microsoft die Lücke folgendermaßen: Eine Schwachstelle, die das Ausführen beliebigen Codes aus dem Netz ermöglicht, tritt auf, wenn MSDT mit dem URL-Protokoll von einer Anwendung wie Word aufgerufen wird. Ein Angreifer, der die Schwachstelle erfolgreich ausnutzt, kann beliebigen Code mit den Rechten der aufrufenden Anwendung ausführen. Dies ermöglicht etwa das Installieren von Programmen, das Einsehen, Verändern oder Löschen von Daten oder das Anlegen neuer Konten im Kontext der Nutzerrechte.

Die Zero-Day Lücke wird bereits aktiv ausgenutzt:

Aber der eigentliche Fuckup ist ein anderer. Die Lücke ist nämlich bereits 2020 entdeckt worden.

1654077198243.png


Eine IT-SecSpecialist hat die Lücke am 12.04. ebenfalls an Microsoft gemeldet. Ergebnis:
1654077343247.png


Bisher gibt es nur ein Workaround über die Registry:
Nutzer müssen zunächst eine administrative Eingabeaufforderung öffnen. Der Befehl reg export HKEY_CLASSES_ROOT\ms-msdt <Dateiname> sichert den bisherigen Registry-Schlüssel in die Datei <Dateiname>. Im Anschluss lösche der Aufruf von reg delete HKEY_CLASSES_ROOT\ms-msdt /f den betreffenden Schlüssel. Zur späteren Wiederherstellung genügt dann der Aufruf von reg import <Dateiname> an der administrativen Eingabeaufforderung.
 
Und auf Folina folgt SearchNightmare:
Am besten finde ich den Posts von Günter Born in den Kommentaren. :D

Und das ist vermutlich nicht das Ende der Fahnenstange. Nachdem die ms-msdt-Protokollschwachstelle (Follina) bekannt wurde, gab es sofort die Vermutung, dass weitere Protokollhandler ebenfalls angreifbar wären. Der ms-search 0-day ist nur der Anfang.


Abhilfe? Goto Linux or macOS

Gefolgt von:
Es ist schon bezeichnend, was uns in den letzten 2-3 Jahren an prinziellen Fehler und Patch-Problemen arg auf die Füße gefallen ist.
 
MacOS ist aber auch eher vom Regen in die Traufe, auch wenn als VM mit durchgereichter Grafikkarte und entgegen Apples mimimi ganz nett. Apple ist mit eines der größten Gegner des Right to Repair und z.B. MacOS 11 ist mir dahingehend in Erinnerung geblieben, dass es reihenweise Geräte gebrickt hatte.
 
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