Memory vs Core Clock - Ein paar Fragen dazu

redfield

Freizeitschrauber(in)
Suchfunktion und Google spucken nichts wirklich kompetentes aus, von daher mal direkt.

IdR bringt OC des GPU Basistakt bzw Core ja deutlich mehr spürbare Leistung, sprich FPS in Spielen, als das übertakten des Speichers, der kaum mehr große Sprünge verschafft.

IdR setzt man den PowerTarget hoch und lotet zuerst in kleinen Schritten den Basistakt aus, prüft, hebt ggf die Spannung an und so weiter...bis nichts mehr geht. Im Anschluss dann schrittweise den Speichertakt, bis auch dort Ende ist und setzt ihn zwecks Puffer großzügig zurück.

So kenne ich es zumindest. Jetzt lese ich immer wieder, dass einige den Speicher gar nicht übertakten und sich rein auf CoreClock konzentrieren. Sogar einige Hersteller liefern OC Modelle aus, die nur den Basistakt hochgeschraubt haben.

Man solle den Speicher in Ruhe lassen, der würde evtl Ressourcen wegnehmen, die man lieber noch in einen höheren Basistakt investiert. Wenn ich doch aber zuvor das Maximum des Basistakt bereits ausgelotet habe, ohne den Speicher zu verändern, wie soll er diesem Max Wert dann im Wege stehen, bzw wie sollte ich dort potentiell mehr erreichen, wenn ich den Speicher im Anschluss gänzlich in Ruhe lasse? Verstehe ich nicht ganz.

Klingt für mich immer unlogisch und nach Halbwissen, oder ist da was dran? Vielleicht ist es die 2 FPS mehr nicht Wert, wenn das System durch Memory OC instabil wird, ja, aber sonst?!

Auch das GTX970/80 stabiler laufen, wenn man nur eines davon übertaktet, zB nur Basistakt. Ist da was dran? Dann wäre es doch fast am sichersten den Speicher gänzlich in Ruhe zu lassen, denn wie erwähnt bringt er ohnehin kaum Mehrleistung.

Kann das wer aufklären :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum der Speicher unten gelassen wird hat verschiedene Gründe.

Der Hersteller von Werks-OC-Karten läst den Speicher hauptsächlich deswegen unten, weil Speicher sehr viel empfindlicher ist als die GPU und sehr viel häufiger durchs OC stirbt (quasi alle Grafikkarten die durch OC sterben sterben an defektem RAM oder VRMs, nicht an kaputter GPU). Dadurch, den Speicher nicht zu übertakten senkt man schlichtweg die RMA-Quote und damit drastisch die Kosten.

Warum Endkunden da wenig dran machen hat neben dem oben beschriebenen noch weitere Gründe:
1.) Es bringt kaum Mehrleistung. Bei manchen Karten hat es sich ja noch gelohnt den vRAM hochztuschrauben weil die Karten einfach ab Werk "Speicherkrüppel" waren (wie etwa die GTX680), bei den meisten Karten ists aber so, dass die Bandbreite nicht mehr limitierend ist. Jetzt wo HBM in den Startlöchern steht wird das Thema noch mehr in der Versenkung verschwinden.

2.) Da moderne Karten sehr feine Powerlimitier haben hat man wenn man alles übertaktet das Problem, dass (selbst bei maximiertem PowerTarget) die Leistungsaufnahme zu hoch wird. Die Karte wird in diesem Falle die GPU drosseln denn auf den Speichertakt hat das feature keinen Einfluss. In dem Falle ist es schneller, den RAM 200 MHz weniger zu takten aber dafür so viel Stromverbrauch einzusparen dass die GPU bei vollast ihren vollen Boost fahren kann. Hier ist eine Karte mit weniger RAM-Takt deutlich schneller als eine mit mehr, weil der GPU-Takt davon abhängt wie viel Strom der RAM frisst.
 
Top Kommentar, danke!

Ich selbst habe eine GTX980 und in einem anderen System eine MSI 970 4G. Hier wäre es also am relativ sinnvoll einfach nur die GPU zu übertakten und den Speicher in Ruhe zu lassen? Da mir das Speicher OC selbst im Max. möglichen Bereich in der 980 (EVGA SC ACX2.0) sowieso kaum Mehrleistung bringt, habe ich darüber schon vorher nachgedacht.

Hatte mehrfach das Gefühl, dass das Memory OC den Boost evtl behindert und eher zu Crashs führte, von daher beschränke ich mich ab sofort also ausschließlich auf den Core Takt. Hier haben auch Spannungserhöhung und PT nichts mehr geholfen. Auch hatte ich in hohen Speicher OC Bereichen teils weniger Leistung bzw weniger FPS als vorher, evtl weil er den Boost nicht mehr ganz gefahren hat oder runtergedreht?! Speicher lasse ich ab sofort wie er ist.

Danke.
 
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