Dieser Frage würde ich mich anschließen:
Aktuell scheinen Intels Architekturen gar nicht so schlecht zu sein. Die Kombination mit N3 in Lunar Lake hat einige Vorschusslorberen erhalten und dass die aktuellen 10-nm-(ITRS)-Desktop-Produkte nach dem Erscheinen von AMDs 7-nm-(ITRS)-Generation vor zwei Jahren nicht komplett vom Markt gefegt wurden, sondern eine Form von Konkurrenz darstellten, lag auch nicht an "Intel 7". Wenn man mit Intel also was wertvolles kaufen kann, dann IP. Aber nicht Fabs.
Qualcomm hat jede Menge IP, was Qualcomm zur Perfektion fehlen würde, sind Fabs.
Wo ist da die Synergie einer Intel-Übernahme? Sinnvoll wäre die nur, wenn 18A und folgende Prozesse tatsächlich so gut und so weit sind, wie von Intel versprochen, sodass Qualcomm hier die Fertigung für 2026 oder später kaufen könnte. Aber wenn da endlich eine Rückkehr in die Spitzenherstellung ansteht, dann würde ich eigentlich erwarten, dass Intel solange auch noch durchhalten oder Kreditgeber finden kann. Und außerdem sollte dann längst Apple auf der Matte stehen. Die achten viel mehr auf vertikale Integration als Qualcomm, stehen in dem Ruf sehr große Barreserven zu haben und sie haben ebenfalls exzellente IP, aber ebenfalls keine eigene Fertigung.
Vergleichbare Aussagen gab es vor einem Jahr auch schon, nur lagen die Grenzen da eher bei 35 und 40 Euro. Solche Änderungen vorauszusehen kann einen sehr reich machen, aber offensichtlich beherrschen nur wenige diese Kunst. Und Intel zum Beispiel hat bis vor kurzem noch dicke Gewinne eingefahren, während AMD beinahe über ein volles Jahrzehnt hinweg in den roten Zahlen steckte. Trotzdem waren die Aktien letzterer die weitaus bessere Investition – wie die meisten erst hinterher realisiert haben. Respektive eben gerade deswegen.