Mass Effect: Andromeda - Lead Designer wurde schwer von der Kritik getroffen

Schade das man bei PCGH auch nur alles Nachplappert und nicht mehr selbst seine Meinung bildet.

Ich habe ME:A heute gerade zu 99% beendet und dafür 83 Std. benötigt.

Nun frage ich euch, PCGH-Team, wie man ein Spiel mit Unzähligen Bugs zu 99% beenden kann, und das ohne einen einzigen Absturz oder ähnlichem!?

Gerade mal 3 kleinere Side-Quests sind nicht zu beenden, was mir die 100% nicht ermöglicht hat.

Dein persönliches Erlebnis halt. Hatte bei Gothic2 beispielsweise auch nie ein größeren Bug bemerkt, andere aber angeblich wohl druchaus. Auch Vampire Bloodlines habe ich bei Release ohne Probleme spielen können. Bei BF4 hatte ich aber über den kompletten ersten Monat quasi nicht spielen können und irgendwelche Klugscheisser meinten auch mich belehren zu wollen, dass das wohl meine Schuld ist und es keine Bugs und Crashes gibt.
Lehre der Geschichte: Nur weil man selbst keine Bugs hatte, heisst das nicht das es sie nicht gibt.

Zum Thema: Kritik beherzigen ist nie einfach, vor allem wenn man viel Zeit in etwas investiert hat. Allerdings muss Bioware was Storywriting und Dialoge angeht dringend mehr tun, diese billigen RTL Nachmittags-Soap-Dialoge und die immer gleiche Heldenstory entfacht 2017 halt keine Begeisterungsstürme mehr. Technische Unzulänglichkeiten wie die Animationen dürfen so in nem AAA-Release auch nicht drin sein. Vor allem nicht wenn man halt Genrespitze sein will und kein mittelmässiges RPG (und ich denke ersteres war Biowares und EAs Ziel).
 
Also ich muss sagen bis auf den Bug im MP mit dem Sound habe ich an ME:A nichts auszusetzen.

Bisher habe ich gut 80 Stunden und nicht alle Side quest gemacht , vom Umfang und Preis her absolut ok. Über die Animation der Gesichter kann man sich streiten aber was soll es wenn der Rest passt.Wenn sie da noch mehr Später nach Patchen von mir aus , werde das Spiel bestimmt noch 2 mal durch spielen. ;)
 
Dein persönliches Erlebnis halt. Hatte bei Gothic2 beispielsweise auch nie ein größeren Bug bemerkt, andere aber angeblich wohl druchaus. Auch Vampire Bloodlines habe ich bei Release ohne Probleme spielen können.


Und zu was zählen die beiden Title heute? Alle reden wie geil sie waren und würden sich sehnlichst eine Fortsetzung wünschen. Ja die Spiele hatten auch ihre Probleme, aber die Community hat mehr verziehen. Wer wird in 10 Jahren über Mass Effect Andromeda gut reden? Keiner, man wird sagen es war Müll, obwohl es nicht stimmt.
 
Wenn eine Kritik kommt wie: "Das Spiel ist totaler Müll und mein Geld nicht Wert" dann ist es klar das die Entwickler sich gedemütigt fühlen. Eine anständige Kritik zeigt die Positven sowie die Negativen Stellen des Spiels und das in einem anständigen Ton ohne Schimpfwörter!

Ich habe Mass Effect Andromeda nicht gespielt weil für mich mit dem Tod Shephards im dritten Teil die Reihe auch beendet ist, wenn ich die Bewertungen und Reviews dieses Spiels durchlese, dann merke ich schnell nicht so viel verpasst zu haben.
 
Da ist wie immer auch viel unnötiges Gebashe dabei.
MEA ist sicherlich kein perfektes Games, hebt sich aber deutlich vom Durchschnitt ab.

Die Gesichtsanimationen sind ein gutes Bsp. für sinnloses Gemecker.
Ja sie sind nicht besonders gut, aber Games wie Horizon Zero Dawn sind da auch nicht viel besser.

Einzig die lange Entwicklungszeit, und dass MEA anders als die Vorgänger bei Metacritic nicht so hoch bewertet ist, trübt dass Bild.
Hier wird der Nachfolger aus den Fehlern gelernt haben, und wieder überzeugen.

Alles in Allem ist MEA ein ganz durchschnittliches Spiel, nicht mehr und nicht weniger. Es ist so konzepiert, dass es einer breiten Masse gefällt. Deshalb bekommt es in den meisten Tests auch nur Wertungen zwischen 70 und 80% und das völlig zurecht. Es fehlen einfach die genialen Momente, die z.B. beim ersten Teil herausstachen. Genau so bei anderen Spielen, die Bioware programmiert hat, siehe das letzte Dragon Age. Bioware ist eben auch nur noch ein durchschnittlich gutes Studio, nicht mehr herausragend wie noch vor 10 Jahren.
 
Bioware ist nur noch eine Marke ein Name, alle Gründer haben die Firma schon lange verlassen.
Und EA hat alle Studios geschlossen oder zu einer EA Zentrale gemacht.
Ein Biowarestudio ist nun EA Europa.
 
Bin bei knapp 70 Stunden.
Mir gefällt es. Sehe nicht das die Vorgänger besser oder schlechter waren.

Bugs hatte ich bis jetzt nur einen, also Bug. In einer Mission wärend eines Gespräch wurde ich angegriffen und getötet. Man kann sich ja nicht wehren.
Konnte das Spiel nicht an der selben stelle laden, musste einen Spielstand vorher laden und gut war es.
 
Alles in Allem ist MEA ein ganz durchschnittliches Spiel, nicht mehr und nicht weniger. Es ist so konzepiert, dass es einer breiten Masse gefällt. Deshalb bekommt es in den meisten Tests auch nur Wertungen zwischen 70 und 80% und das völlig zurecht. Es fehlen einfach die genialen Momente, die z.B. beim ersten Teil herausstachen. Genau so bei anderen Spielen, die Bioware programmiert hat, siehe das letzte Dragon Age. Bioware ist eben auch nur noch ein durchschnittlich gutes Studio, nicht mehr herausragend wie noch vor 10 Jahren.

Ziemlich perfekt ausgedrückt. ME:A ist sicher kein schlechtes Spiel aber eben auch kein herausragendes. Es ist einfach nur besserer Durchschnitt, der andere Spiele dieses Genre nicht toppen kann und kaum aus der Masse herausragt. Nach unglaublich genialen Spielen, die den Namen Bioware zu einer Größe machten ist es sogar richtig enttäuschend, weil dIe Herkunft nicht wert...
Nach überwätligend guten Spielen, ist Bioware auf dem Boden angekommen und darüber muss sich der Lead Designer klar sein, denn er hat es letztlich mit verbockt. Klar sind viele der "Kritiken" deultich überzogen aber es ist und bleibt nur ein gerade einmal mittelmäßiges Spiel. Man kann sicher seinen Spaß damit haben aber ewig begeistert zurückerinnern wird sich niemand daran. Denn dafür war es zu lieblos gestaltet, zu generisch, zu langweilig und 08/15. Ein weiterer unendlich aufgeblasener "Open World Titel", von denen es bereits Massen gibt und von denen die meisten nicht im Geringsten auffallen können sondern letztlich alle ziemlich egal sind.
 
Ich bin mittlerweile bei fast 80h und bin bisher durchweg sehr gut von MEA unterhalten worden. Das heißt nicht, dass ich keine Kritik am Spiel habe. Nur überwiegen für mich bei weitem die positiven Eindrücke.
 
Ich habe das Spiel nicht gespielt. Bin alter Zocker. Muss schon sagen, dass im Allgemeinen die Ansprüche ganz oben und das Niveau der Kritik oft unten ist.
Verstehe, dass den Leaddesigner das trifft.
 
Alles in Allem ist MEA ein ganz durchschnittliches Spiel, nicht mehr und nicht weniger. Es ist so konzepiert, dass es einer breiten Masse gefällt. Deshalb bekommt es in den meisten Tests auch nur Wertungen zwischen 70 und 80% und das völlig zurecht. Es fehlen einfach die genialen Momente, die z.B. beim ersten Teil herausstachen. Genau so bei anderen Spielen, die Bioware programmiert hat, siehe das letzte Dragon Age. Bioware ist eben auch nur noch ein durchschnittlich gutes Studio, nicht mehr herausragend wie noch vor 10 Jahren.

Das Problem bei ME:A ist das man sich bei Bioware nicht entscheiden konnte was ME:A nun sein soll. Auf der einen Seite versuchen sie wieder mit Kett, Geißel und Relikten einen epischen Konflikt aufbauen zu wollen, wo der epische Held kommt und am Ende alle rettet und auf der anderen Seite wollen sie die Geschichte von Spezies erzählen die in einer neuen Galaxie ankommen und sich dort etwas neues aufbauen wollen und diese erkunden möchten. Beides zusammen funktioniert nur leider nicht wirklich, so das am Ende beide Teile des Spiels einfach nur Durchschnitt sind, nicht wirklich gut, aber halt auch nicht richtig schlecht.

Für eine Geschichte mit epischen Gegnern fehlt die Dichte der Erzählung, der klare rote Faden und die Inzinierung die sich genau darauf ausrichtet und für ein Spiel wo man viele neue Sachen in dieser neuen Galaxie entdeckt fehlt dem Spiel der Fokus auf gute Exploration, die Erkundung und starke Interaktion mit der Umwelt, was noch dadurch verstärkt wird das in ME:A das Weltdesign / Leveldesign und nachvollziehbare Gestaltung von Technologie, Gebäuden, deren Einsatzzwecke und Verwendung, sowie eine nachvollziehbare Flora und Fauna mit einer zumindest rudimentären Nahrungskette aus friedlichen und agressiven Tieren, aus Pflanzenfressern und Fleischfressern fehlt.
Der Effekt sich in einer neuen Galaxie zu befinden in der man sich eine neue Existenz aufbaut und eine Lebensgrundlage erarbeiten muss kommt dadurch nicht gut zur Geltung, auch weil die meisten Planeten schön regelmäßig mit Gießkannenprinzip in die Landschaft gesetzten Gebäuden, Lagern und Reliktgebäuden, deren Bewohnern und potenziellen Questgebern "vollgemüllt" sind und in denen man maximal die immer gleichen Dinge scannt die einem ein paar Forschungspunkte geben, aber im Grunde nichts interessantes über ihren Zweck und ihre Verwendung zu erzählen (nach ein paar Spielstunden fängt man an die immer gleichen Texte beim scannen schon garnicht mehr zu lesen).

Ich weiß nicht wie ich das anders umschreiben soll, aber es fühlt sich die meiste Zeit nicht so an als würde ich neue Planeten erforschen, mich gegen Flora und Fauna und Umweltbedingungen behaupten müssen, sondern schlicht schon besiedelte Planeten abarbeiten in denen es eigentlich bis auf ein paar Infos über Kett, Angara, Relikte und die Geißel nichts wirkliches zu entdecken gibt. Es wirkt spätestens nach den ersten zwei besuchten Planeten (EOS / Harvarl / Voeld) im Grunde alles austauschbar und zu generisch, viele Kett- / Plünderer- / Gesetzlosenlager und Reliktruinen zum "erkunden" und das war es, sonst haben die Planeten eigentlich (abseits der von Quests) wenig zu erzählen und zu erleben.

Das ist zumindest nach 127h Spielzeit mein persöhnliches Fazit zu ME:A.
ME:A mag kein schlechtes Spiel sein, allerdings ist es halt auch weder in die eine Richtung (Erkundung) noch in die andere Richtung (Story / Inzinierung) gut, es ist schlicht absoluter Durchschnitt ohne wirklich klare Stärken, aber mit vielen deutlichen Schwächen und da rede ich nicht von ein paar lausigen Animationen, das könnte man übersehen täte der Rest irgendwo wirklich gut sein und am Ende frage ich mich schon etwas, was hat Bioware mit ihren 40 Millionen Dollar Buget und 5 Jahren Entwicklungszeit gemacht? Das Ergebnis macht auf mich jedenfalls nicht wirklich den Eindruck als wären in die Entwicklung von ME:A 40 Millionen Dollar geflossen und wären die 5 Jahre Enwicklungszeit gewinnbringend gewesen, nicht zuletzt auch weil ein The Witcher 3 mit "grade einmal" 24 Millionen Euro Entwicklungsbuget gefühlt das soviel bessere Welt- und Leveldesign hat und das auch mit Nebenquests die einem ME:A kaum nachstehen und einer Hauptquest die soviel dichter in ihrer Erzählweise wirkt als die in ME:A.

Am Ende bin ich da bei ME:A wirklich etwas ratlos diesbezüglich und wohl auch, mal wieder, entäuscht (nach DA:I) vom abgelieferten Inhalt des Spiels...
 
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Ist schön zu hören das sowas tief sitzt. So kann es nur besser werden.
Auf der anderen Seite brauch sie MEA von seinen Vorgängern nicht zu verstecken .
Nach 93 Stunden und 98 Prozent ist das Spiel immer noch Interessant weil man immer wieder was neues entdeckt.
Ja gut das Animationssystem ist jetzt echt nicht gut gelungen . Und auch sind reichlich Bugs und Glitches vorhanden.
Doch wirklich gravierend das,das Spiel jetzt keinen Spaß gemacht hat waren sie nicht. Da hat einfach das Qualitätsmanagement versagt.

MEA versucht ein neues Mass Effect aufzubauen und das nach der großartigsten Sci-Fi Serie aller Zeiten.
Wie Star Wars 7 konnte MEA diese Anforderungen unmöglich in einen einzigen Spiel stemmen.
Doch es ist ihnen gelungen tolle Charaktere zu entwickeln, eine Story die ordentlich Spannung bietet und das auch echt gut aussieht (PC) geschweige diese Enorme Umfang.
Und es hat mich hungrig auf mehr macht.
Wie gesagt es ist nicht perfekt, so wie ME1 nicht perfekt war damals auch jeder Tester , Grafik veraltet ,Charaktere zu Stereotypisch, Öde Planeten, ähnelnde Nebenmission und so weiter.
Aber es hat trotzdem unheimlich Spaß gemacht und die drauf folgenden Teile waren eine Spielerischer Hochgenuss wo ich noch Wochen danach Tag träumte.
Und Anfang gehasste Charaktere die man im laufe der Story so lieb gewonnen hat das man heulen musste wenn sie starben.
War einfach Fantastisch und daher bin ich der festen Meinung die packen das . Oder wie Garrus sagen würde halt mal mein Bier ich Kalibriere das.
 
BioWare steht meiner Ansicht nach vor einer Sinnkrise.
Das Team, welche den Laden über zehn Jahre geprägt hat, macht heute was anderes, die Entwickler heute versuchen einen recht pomadigen Spagat zwischen dem epischem Charakter-RPG aus BioWares' vergangen Tagen und dem aktuellem Open-World/Crafting-Gedöns. Dabei gehen ihnen auch die Ideen aus und zwar ausgerechnet bei BioWare's Paradedisziplin, nämlich Charakterdesign, Story und Inszenierung. Eine vernünftige, offene Spielwelt kriegt BioWare auch nicht hin, was auch nicht wirklich verwunderlich ist, denn echte Open-World-Spiele hat BioWare vor DA: Inquisition noch nie gemacht, TOR als Online-RPG mal ausgenommen.

Dabei steckte schon in der original ME-Trilogie so viel mehr Potential, das mit mehr Entwicklungszeit hätte super ausgeschöpft werden können. In ME1 hätte man die erkundbaren Welten wesentlich interessanter durchgestalten können, ebenso wie die Realms - die waren schon relativ klein und wirkten, als ob man in einer riesigen Halle steht, dort aber nicht weiter als bis zum Eingang kommt. Dies war zwar auch schon in KotOR der Fall, dort waren die Realms aber um einiges interessanter und abwechslungsreicher gestaltet und wirkten wie aus einem Guss.
ME1 scheiterte auch bei dem Versuch, das GoW-Kampfsystem zu kopieren, irgendwann war das nur noch Rumgewusel und Draufgeholze, was auch an der schludrigen KI lag.

ME2 hatte ja das beschnittene RPG-System, das fühlte sich wie ein Third-Person-Taktik-Kombinations-Moorhuhn-Shooter an, fast jede primäre Mission war nichts anderes, als ballere dich durch diesen Abschnitt, dann den nächsten, dann den übernächsten, bis entweder ein Endboss und/oder der Finaldialog kommt.
Das Planetenerkunden wurde in der Form von ME1 ja völlig gestrichen, stattdessen durfte man die halbe Milchsstraße mit Sonden zuspammen, um dann vielleicht mal auf eine kleine Nebenmission zu stoßen.:rollen: Nicht zu vergessen, die völlig aufgesetzten Hammerhead-DLC-Missionen.

ME3 hatte zwar die Genger-KI deutlich verbessert und das Kampfsystem endlich weitestgehend perfektioniert, aber spielerisch abseits der Hauptmissionen so eklatante Schwächen, dass man teils nur mit den Augen rollen konnte:what:
Diese Hol-und-bring-Missionen auf der Citadel hätte man sich komplett sparen können und durch richtige Quests mit teils eigener Story ersetzen können. Die Krone wurde dem ja durch das bekanntermaßen fast schon skandalöse Ende aufgesetzt: Das war als ob Frodo endlich am Schicksalsberg steht und dann plötzlich erfährt, Hey, du kannst den Ring nicht zerstören, du hast drei Optionen:Kontrolliere das Böse, verschmelze das Böse mit den Guten oder zerstöre das Böse und noch alle Elfen mit. In allen drei Fällen geht jede Form von Magie verloren. Auch aus philosophischer Sicht war das Ende völlig gegensätzlich interpretierbar, da wurde die ganze Reihe über zelebriert, wie wichtig doch Zusammenarbeit zwischen den Spezies, egal mit welchen Hindernissen und Unterschieden, notwendig sein sollte und dann wird praktisch die Grundlage auf dem dies überhaupt möglich ist, zerstört. MMn war das Ende ein halbherziger Versuch, ein klischeehaftes Happy-End zu vermeiden, es wurden einfach irgendwelche, aus der Nase gezogene Konsequenzen reingepackt. :daumen2:

Dabei hatten alle drei Teile ihre Stärken, die bei den BioWare-Spielen danach so nicht mehr aufgetaucht sind. Die Charaktere wirkten allesamt auf ihre Art und Weise glaubwürdig und liebenswert, ja auch Typen wie Kaidan oder James. Die Dialoge waren allesamt gelungen, Charaktere wie Mordin oder Jack und so, wie sie im Spiel umgesetzt wurden, waren oscarreif - einen so moralisch und philosophisch tiefgründigen Dialog wie der über die Genophage in ME2 mit Mordin habe ich bis dahin in einem Spiel nie erlebt.
Aber auch da wurde Potential verschenkt, insbesondere bei Javik: Ich weiß, man kann über den Release-Day-DLC sagen was man will, aber eigentlich war er im Grunde genial, genau die Form von Spartaner, die bei einem mit seiner Geschichte rauskommt. Dennoch hätte man hier die Beziehung zwischen ihm und Shepard deutlich ausbauen können, Shepard hätte an einem Veteran, der sein Leben lang gegen die Reaper gekämpft und alles verloren hat, wachsen können während Shepard selbst Javiks moralischer Kompass hätte sein können. Stattdessen wurde dies nur angedeutet, aber nicht wirklich im Spiel umgesetzt.

Ich persönlich komme jedenfalls zu dem Fazit: Hätte man das Potential bei der "Reaper-Trilogie" im vollem ausgeschöpft, mit mehr Zeit, Nachhaltigkeit und Besonnenheit (so wie CD Projekt bei der Witcher-Reihe) hätte man sich Andromeda komplett sparen und mit dem Franchise guten Gewissens abschließen können.;):nicken:

Nun musste man eine Reihe fortsetzen, welche Fans unbefriedigt zurückgelassen hat ohne ein Großteil der Entwickler, die sie erschaffen hat. Casey Hudsons Abgang hat sich bei BioWare bemerkbar gemacht, genauso wie der von Zeschuk und Muzyka. Karpyshyn hat zwischenzeitlich auch an allen Ecken und Enden gefehlt, jetzt ist er zum Glück wieder dabei - wenn auch nur für TOR. Welches ausgerechnet seit seinem Wiedereinstieg dafür storymäßig mächtig zugelegt hat.:schief:
 
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Dabei hatten alle drei Teile ihre Stärken, die bei den BioWare-Spielen danach so nicht mehr aufgetaucht sind. Die Charaktere wirkten allesamt auf ihre Art und Weise glaubwürdig und liebenswert, ja auch Typen wie Kaidan oder James. Die Dialoge waren allesamt gelungen, Charaktere wie Mordin oder Jack und so, wie sie im Spiel umgesetzt wurden, waren oscarreif - einen so moralisch und philosophisch tiefgründigen Dialog wie der über die Genophage in ME2 mit Mordin habe ich bis dahin in einem Spiel nie erlebt.

Naja, es stimmt zwar sicherlich das verschiedene Charaktere in ME:A nicht wirklich zur Gänze überzeugen und manche wie Liam und Peebee sogar sehr deutliche Ausfälle sind, aber das Gegenteil, also wirklich gut geschriebene, gibt es auch in ME:A durchaus. Grade Drack und Jaal muss ich sagen sind wirklich gut geschriebene Charaktere. Ich würde sogar soweit gehen das ich Drack für den charakterlich am besten geschriebenen Kroganer in einem Mass Effect halte und er bei mir sogar weit vor Wrex aus ME1 liegt und auch Jaal fand ich in seiner Art wie er versucht hat diese Aliens aus der Milchstraße verstehen zu lernen durchaus überzeugend.

Aber es fällt definitiv in ME:A, wie kein Mass Effect zuvor, bei den Charakteren auf das diese zwischen gut geschriebenen und ehr mäßig geschriebenen Charakteren regelmäßig extrem hin und her schwanken.
 
50 Millionen und mehr geben die großen Publisher inzwischen für Marketing aus.

Da scheint gelegentlich mal jemand zu vergessen, dass die Folge einer aufgeblasenen Kampagne, die das Spiel des Jahrhunderts verspricht, Hohn, Spot oder auch mal Aggressionen beim Käufer sein können, wenn man am Ende nicht entsprechend liefert.

Solche Shitstorms sind jedesmal hausgemacht.

"Schwer getroffen"... :D Tipp: Demnächst einfach mal 100.000 von den 50 Millionen für 'nen Betriebspsychologen beiseite legen - dann passt das wieder!
 
Naja, es stimmt zwar sicherlich das verschiedene Charaktere in ME:A nicht wirklich zur Gänze überzeugen und manche wie Liam und Peebee sogar sehr deutliche Ausfälle sind, aber das Gegenteil, also wirklich gut geschriebene, gibt es auch in ME:A durchaus. Grade Drack und Jaal muss ich sagen sind wirklich gut geschriebene Charaktere. Ich würde sogar soweit gehen das ich Drack für den charakterlich am besten geschriebenen Kroganer in einem Mass Effect halte und er bei mir sogar weit vor Wrex aus ME1 liegt und auch Jaal fand ich in seiner Art wie er versucht hat diese Aliens aus der Milchstraße verstehen zu lernen durchaus überzeugend.

Aber es fällt definitiv in ME:A, wie kein Mass Effect zuvor, bei den Charakteren auf das diese zwischen gut geschriebenen und ehr mäßig geschriebenen Charakteren regelmäßig extrem hin und her schwanken.
Ich finde, die Dialoge sind in ME:A generell extrem schwankend, 50% sind wirklich klasse, die anderen 50% wirken irgendwie dahingeschludert und teils fast schon peinlich. :schief: Vieles ist auch unglaubwürdig und unterscheidet sich charakterpsychologisch schon drastisch von den Vorgängern, insbesondere was die NPCs angeht.
Wobei ich einige Dialoge auch echt witzig finde, da hat das Game seine Momente...
 
Dein persönliches Erlebnis halt. Hatte bei Gothic2 beispielsweise auch nie ein größeren Bug bemerkt, andere aber angeblich wohl druchaus. Auch Vampire Bloodlines habe ich bei Release ohne Probleme spielen können. Bei BF4 hatte ich aber über den kompletten ersten Monat quasi nicht spielen können und irgendwelche Klugscheisser meinten auch mich belehren zu wollen, dass das wohl meine Schuld ist und es keine Bugs und Crashes gibt.
Lehre der Geschichte: Nur weil man selbst keine Bugs hatte, heisst das nicht das es sie nicht gibt.

Zum Thema: Kritik beherzigen ist nie einfach, vor allem wenn man viel Zeit in etwas investiert hat. Allerdings muss Bioware was Storywriting und Dialoge angeht dringend mehr tun, diese billigen RTL Nachmittags-Soap-Dialoge und die immer gleiche Heldenstory entfacht 2017 halt keine Begeisterungsstürme mehr. Technische Unzulänglichkeiten wie die Animationen dürfen so in nem AAA-Release auch nicht drin sein. Vor allem nicht wenn man halt Genrespitze sein will und kein mittelmässiges RPG (und ich denke ersteres war Biowares und EAs Ziel).


Aber wo er recht hat hat er auch recht PCGH plappert alles nach egal um was es geht .Besonders was die Hw angeht haben sie immer die falschen Infos gegeben mittlerweile stimmt es wieder aber euch fällt das nicht auf
 
Auf persönlicher ebene kann ich natürlich verstehen, dass ihn sowas nicht locker lässt, verständlich. Andererseits müsste ich mir auf der Arbeit auch einiges anhören, wenn ich dinge abliefer, die prinzipiell funktionieren aber offensichtlich nicht ganz rund sind.
Ich brauch keine millionen von spielern, die das game testen um zu sehen dass z.B die Geischtsanimationen so nicht gerade freudenschreie hervor bringen werden...
Das zeigt doch eigentlich nur, dass sie es selber gar nicht richtig verstanden hatten
 
Die Animationen sind meiner Meinung nach nicht mal das Problem. Die gehören nicht zu den Besten und fallen als erstes auf aber es gibt so viele andere Dinge im Spiel nerviger oder schlechter sind. Was am meisten nervt sind die ganzen Loading-Gates. Du willst von einem Planeten zum anderen? Erstmal 2x rauszoomen, anderes System anklicken, wieder reinzoomen, rauszoomen, Planet anklicken, reinzoomen, rauszoomen, kurze Video wo im Hintergrund geladen wird. Will man dann noch auf diesen Planeten mit dem ganzen Schwefel muss man noch einen Aufzug benutzen und erst aus dem kleinen Gebiet rauslaufen bis man mal richtig auf der Planetenoberfläche ist. Das ganze dauert so lange. Diese ganzen Animationen bei den Planeten sind zu lang und unnötig und wenn man alle Systeme erforschen möchte wegen der Ressourcen wartet man länger als das man irgendwas macht.

Die Story ist nicht so toll, aber OK. Aktiviert man eines der Systeme auf den Planeten fühlt es sich unbefriedigend an, da sich optisch nichts ändert. Die Charaktere aber immer so tun als wenn sich die Umwelt jetzt rasend schnell verändert. Als Spieler merkt man nur das man jetzt auch ohne Auto in der Gegend rumlaufen kann wodurch man mehr Nebenquests machen kann. Das schlimmste ist aber der Endkampf der so unspektakulär ist. Einfach zu einem Punkt laufen, 2 Minuten lang undendlich viele Gegner töten (oder einfach nur 2 Minuten lang irgendwo verstecken) und dann eine Konsole benutzen, das ganze noch ein zweites mal und zum Schluss noch eine Konsole benutzen. Der Planet mit dem Schwefel ist sowieso der schlimmste weil es dort auch sehr lange dauert bis die Türen geöffnet werden. Auf allen Planeten muss man nur kurz die Taste gedrückt halten und die Tür geht auf. Auf dem Planeten aber dauert es bestimmte fast 10 Sekunden bis die Tür auf geht.

An Bugs hält es sich in Grenzen. Questmarker werden falsch angezeigt oder die Questanzeige bleibt stecken (wenn man den Dialogen zuhört weiß man aber was man machen muss und kann die Quests trotzdem beenden), Questgegenstände spawnen nicht oder man kann mit ihnen nicht interagieren und der Scanner erkennt oft Gegenstände nicht bzw. man muss aus ganz bestimmten Winkeln die Gegenstände anvisieren.

Insgesamt kein schlechtes Spiel aber auch kein überragend gutes. Das schlimmste sind wie gesagt die ganzen Wartezeiten die alles unnötig in die Länge zieht. Man will im Spiel etwas machen und nicht gucken wie auf Planeten rein und rausgezoomt wird oder wie sich der Kreis langsam füllt damit eine Tür auf geht. Mal gucken was aus der Mass Effect Serie wird. In der Story gibt es viele Ungereimtheiten (z.B. Andromeda System ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt, man hat aber Nachrichten von vor 600 Jahren was keinen Sinn macht) und unbeantwortete Fragen. Man fühlt richtig das man die Dinge erst im nächsten Spiel erfahren wird was immer ein blödes Gefühl für die Spieler ist.
 
BioWare steht meiner Ansicht nach vor einer Sinnkrise.
Das Team, welche den Laden über zehn Jahre geprägt hat, macht heute was anderes, die Entwickler heute versuchen einen recht pomadigen Spagat zwischen dem epischem Charakter-RPG aus BioWares' vergangen Tagen und dem aktuellem Open-World/Crafting-Gedöns. Dabei gehen ihnen auch die Ideen aus und zwar ausgerechnet bei BioWare's Paradedisziplin, nämlich Charakterdesign, Story und Inszenierung. Eine vernünftige, offene Spielwelt kriegt BioWare auch nicht hin, was auch nicht wirklich verwunderlich ist, denn echte Open-World-Spiele hat BioWare vor DA: Inquisition noch nie gemacht, TOR als Online-RPG mal ausgenommen.

Theoretisch könnte man auch die Namen "Dragon Age" und "Mass Effect" endlich streichen, und neue IPs bringen.
Das hätte den Vorteil, das man nicht mehr mit den teils großartigen Vorgängern vergleichen würde.
Der Nachteil liegt natürlich auf der Hand. Aber irgendwann sollte man große Marken eben auch mal ruhen lassen.

Neue Teams, neue Führung, somit neue Projekte.
Den alten Kram qualitativ weiter führen ist eben nicht ohne.
 
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