Mal wieder eine Frage aus Neugier zu Prozessoren

keks4

Software-Overclocker(in)
Guten Abend, ich frage mich folgendes: mein 6600K erreicht mit 4,5 Ghz ~780 Cinebench Punkte. Der 6700K eines bekannten (ebenfalls 4,5 Ghz) erreicht zwar mehr Punkte, aber keine ~1560 die er ja der Theorie nach haben müsste (doppelte Leistung da Hypertrading ) könnt ihr mir vlt erklären woher dieses Phänomen kommt? :) (mainboards sind beides Asus Z170 Ranger, der RAM Corsair Vengeance @3000Mhz, habe mir auf seine empfehlung hin dieses Board +RAM geholt falls sich einer wundert :D )

Danke im vorraus für die Hilfe :)
 
Kurzum und simpel ausgedrückt:
HT ist nicht gleichbedeutend mit der doppelten Anzahl an physischen Kernen.

Die Kerne können nur effizienter Aufgaben erledigen.

Die Leistung pro Kern bleibt theoretisch die gleiche (Cache und co muss natürlich beachtet werden)
 
Ne, deine Annahme das Hyperthreading doppelte Leistung bringt ist leider falsch. HT sorgt mit seinen virtuellen Kernen (merke: es sind keine real vorhandenen Kerne!) dafür, dass die CPU an sich besser ausgelastet werden kann. Der tatsächliche Leistungsgewinn durch diese Technik hängt aber sehr stark von dem genutzten Programm/Spiel ab. Bei einiger professionellen Video- und Photobearbeitungssoftware sorgt HT für ein ordentliches Leistungsplus, bei Spielen hingegen ist meist kaum ein Unterschied vorhanden.
 
Quadcore bleibt Quadcore. HT oder auch SMT genannt ist eine Technik, die es schon zu Zeiten des Pentium 4 gab und eigentlich nur weitere Kerne simuliert um den Workflow zu optimieren. Theoretisch könnte man einen Quadcore mit 3 GHz und SMT in stark parallelisierten Anwendungen einem nativen Octacore mit 1,5Ghz gegenüberstellen.
 
Bringt in der Realität zwischen 0-30% je nach Anwendung...
In Spielen meistens -1-10%

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
 
Hyperthreading besitzt ungefähr ein viertel der Leistungsfähigkeit eines Physischen (echten) Kerns. Die 4 unechten Kerne wären beim 6700K, somit theoretisch ein echter zusätzlicher Kern. Er hätte also 5 "echte", was 25% mehr Leistung zum 6600K (der nur 4 hat) wären.

Unter Berücksichtigung der gleichen Taktraten (4,5 GHz), hätte ein 6700K also (780 x 25 : 100 = 195) 195 mehr Punkte als der 6600K, was dann 975 (+-) Cinebench Punkt wären.

Vielleicht kann das ein Nutzer eines 6700K mit 4,5 GHz ja bestätigen :-)

Edit: Habe eine Bestätigung gefunden http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/538/eeMehJ.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist schlicht falsch.

Es mag oft ungefähr hinkommen. Aber ein Kern bekommt durch HT nicht mehr Leistung.
Wird ein kern durch eine Aufgabe zu 70% belastet, kann durch HT auch der kleine Rest von 30% brach liegender Leistung utilisiert werden.

So kommt man dann auf einen höheren Effizientwert durch bessere Auslastung.
 
Das ist schlicht falsch.

Es mag oft ungefähr hinkommen. Aber ein Kern bekommt durch HT nicht mehr Leistung.
Wird ein kern durch eine Aufgabe zu 70% belastet, kann durch HT auch der kleine Rest von 30% brach liegender Leistung utilisiert werden.

So kommt man dann auf einen höheren Effizientwert durch bessere Auslastung.

Es hat niemand behauptet, das ein Kern durch HT mehr Leistung bekommt. Ich wollte mit meinem Rechenbeispiel lediglich zeigen, warum ein 6700K mit HT, nicht die doppelten Cinebench Punkte einfährt, wie ein 6600K ohne HT. Das liegt schlicht und einfach daran, das ein "HT Kern" nur etwa 1/4 der Leistung (je nach Optimierung des Programms) eines echten Kerns besitzt.

Falls das an mich gerichtet war, falls nicht ... einfach ignorieren :-).
 
Das erinnert mich an die alten Werbezeitschriften gewisser einschlägigerElektromärkte. Dort wurde ein Quadcore mit 3,0GHz mit "12GHz" beworben, weil es ja 4x 3GHz waren :D
 
Hyperthreading besitzt ungefähr ein viertel der Leistungsfähigkeit eines Physischen (echten) Kerns. Die 4 unechten Kerne wären beim 6700K, somit theoretisch ein echter zusätzlicher Kern. Er hätte also 5 "echte", was 25% mehr Leistung zum 6600K (der nur 4 hat) wären.

Unter Berücksichtigung der gleichen Taktraten (4,5 GHz), hätte ein 6700K also (780 x 25 : 100 = 195) 195 mehr Punkte als der 6600K, was dann 975 (+-) Cinebench Punkt wären.

Vielleicht kann das ein Nutzer eines 6700K mit 4,5 GHz ja bestätigen :-)



Edit: Habe eine Bestätigung gefunden http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/538/eeMehJ.jpg

Ja die Zahlen kommen relativ genau hin. Das ganze skaliert aber auch ein wenig interessant nach oben raus. Mit 4.7 hatte ich 1022 Punkte und mit 4.9 1060
Leider kann man das mit dem Nutzen von HT in Spielen manchmal wohl noch deutlicher sagen. In einigen SPielen kostet HT sogar Leistung im Vergeich zu nativen 4 Kernen.
 
Die 20-30% mehr Leistung des i7 gegenüber dem i5 kriegst du halt nur bei perfekter Multi Core Auslastung -- denn das macht der Cinebench ja.
In Games kann das schon wieder ganz anders aussehen.
 
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