Würde dir auch zu Linux raten, wenn du eine Version findest, wo deine Treiber aktuell gehalten werden, ist das besser als jede Windows Version.
Ich würde mich erst einmal darauf beschränken eine Distribution zu finden, die alle _benötigte_ HW sofort unterstützt und bei grundlegenden Dingen nicht das System zum Absturz bringt. Das mag beim eeePC mit einer speziell dafür gebauten Distribution durchaus möglich sein. Bei meinem Netbook klappt das weder mit einem aktuellen Mint noch mit Lubuntu.
Wenn ich mir Linux Mint 18 (XFCE) und Lubuntu 16.10 auf dem Netbook (Acer Aspire One 751h, Atom Z520 mit GMA500, 2 GB Ram) ansehe, dann ist Lubuntu nur mit sehr viel Geduld (oder u.U. kompletter Umkonfiguration) bedienbar:
- das Verschieben eines Fensters ist langsamer wie ein RDP-Desktop auf einem Windows-Laptop, der auf einem FullHD-Fernseher dargestellt wird (also inkl. Bildoptimierung und damit massiver Ausgabeverzögerung). Das erinnert schon fast an meine Versuche mit Android-x86 auf dem Netbook, das vollkommen unbedienbar war.
- Im Datei-Explorer musste ich den Netzwerkzugriff erst mal im Menü suchen gehen, dafür zeigt es aber Windows-Typisch dutzende unnützer Ordnern an (Musik, Bilder, ....). Das liegt natürlich an meiner Dummheit, überhautp ins Ntz zu wollen oder die falsche Oberfläche zu wählen, unter Mint/XFCE musste ich jedenfalls nichts in Menüs suchen).
- das Booten vom identischen Speichermedium dauert spürbar länger wie bei Mint (s.U. Booten ist immer nötig, wenn der Laptop mal länger nicht genutzt werden soll).
- einen Sleepmodus (darunter verstehe ich sowas wie "suspend to ram") kennt er im Menü nicht, klappt man das Display zu, so schmiert der gesamte Grafiktreiber ab (Rechner bleibt an, Displaybeleuchtung bleibt ebenfalls an, das Dispaly ansich bleibt aber nach dem Aufklappen schwarz.
- das nach diesem erfolglosen Sleep zwangsweise abgewürgte Lubuntu bootet erst im zweiten Anlauf und nach irgendeinem automatischen Recovery wieder.
- ein Suspend per Logoff-Menü (dürfte dann wohl ein "suspend to disk" sein) scheint nur den Monitor auszuschalten, nicht aber den Rechner?
- wie auch bei Mint wird das Dispay grundsätzlich mit 100% Helligkeit beim Booten eingestellt. Die Tasten zur Verstellung funktionierten nicht (die für den Sound dagegen schon, da muss man u.U. das Keyboard-layout von Hand verbiegen), man muss also entweder per Scrpit beim Booten nachhelfen oder jedesmal per Maus nachregeln.
So könnte man beliebig weiter machen. Sowohl, was HW-Probleme betrifft (WLan oder BT habe ich noch garnicht getestet, ein System auf dem Laptop, das beim Zuklappen des Displays abstürtzt, ist unbrauchbar) immer abhängig von exakt dem genutzten Netbook/Laptop) oder was die SW betrifft, die komplett anders arbeitet wie von einem unbedarften Windows-Umsteiger gewohl (lässt sich mit Sicherheit alles konfigurieren oder nachinstallieren, XFCE fand ich viel "angenehmer" und performanter).
Wenn ich bedenke, dass ich den Netbook mal ein paar Monate lang als Hauptrechner zum Surfen und zur Softwareentwicklung unter Win XP genutzt habe, dann frage ich mich, ob ich damals so leidensfähig war oder ob XP und die damals aktuelle Software (inkl. Firefox) doch um Welten schneller bedienbar war. Ich erinnere mich nur noch daran, dass Visual Studio nicht gerade performant war und mein DVB-T Stick eher schlecht lief (aber mit SD-Auflösung durchaus beauchbar war).