News Linus Torvalds: Linux-Erfinder bezeichnet Google-Quellcode als "Müll"

Wenn er in den Urlaub fährt, dann soll er den Job in der Zeit jemand anders überlassen und sich nicht so aufregen. Das ist ja nicht das erste mal: https://www.heise.de/news/Linux-Ent...huldigt-sich-fuer-Schimpftiraden-4166682.html
Meine Chefs machen das aber auch nicht, nur weil sie mal in Urlaub fahren, eine Übergabe zu machen und jemand anderes machen zu lassen.
Es ist ja nun nichts dabei, Abgabetermine etwas vorzuschieben. Ist ja auch nicht erst gestern kommuniziert worden.
Wenn andere sich daran halten und auch ihrem Qualitätsanspruch gerecht werden, warum dann nicht auch diese Person? Warum muss sie Chaos und Frust reinbringen?
Nun hat sie jedenfalls ihre Reaktion und kann ja beim nächsten Kernel-Release ganz gemütlich und Zeitig schön optimierten Code einreichen. :daumen:
 
Man kann den Code und den späten Commit auch nüchterner bewerten. Nichts gegen direkte Kommunikation, aber man kann auch direkt sein, ohne sich so aufzuspielen. Auch wenn dich dein Gegenüber nervt. Erst recht in geschriebener Kommunikation hat man genug Zeit seine Worte nochmal zu überarbeiten.
Nennt sich dann inklusive Kommunikation?
Ich bin froh über jeden der noch Tacheles redet, weil die westliche Gesellschaft komplett verweichlicht ist.
Ich bin selbst kein Entwickler und war nie wirklich gut darin (in meiner Unizeit), aber ich kann sehr gut nachvollziehen wie nervig minderwertige, hingerotzte Arbeitsleistungen von "Kollegen" sind, da wir in unserer Firma selbst zunehmend darunter leiden, vorzugsweise aus Indien oder besser noch KI-generiert.
Wenn man diese Probleme nicht direkt anspricht, wird es einfach hingenommen und nicht korrigiert.
 
Wenn er in den Urlaub fährt, dann soll er den Job in der Zeit jemand anders überlassen und sich nicht so aufregen.
Das Problem ist, dass Einreichungen Zeit vom Maintainer abverlangen. Dass das jetzt auch noch zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam, kam eher nur noch dazu. Wenn Dinge zu spät kommen, kann der Maintainer überlegen, ob er das in dem Zyklus noch mitnimmt oder nicht. Die Zeit, die er aufwenden muss, bleibt aber gleich. Wenn mieser Code kommt, den man zurückweisen muss, dann hat man aber Zeit verbraten, ohne dass es etwas gebracht hat.
 
Naja Android bis auf AOSP entspricht auch keinem offenen OS,
bei 90% der Smartphones am Markt kann man die Google Services nicht deaktivieren geschweige deinstallieren.

Wenn man das dennoch kann funktionieren viele Massenanwendungen garnicht.
Weil sie das Play Service Framework brauchen.


Als Alternative hab ich am Smartphone die HMS Core Services die zum Teil öffentlich sind,
funktioniert eine App auch damit nicht wird sie nicht verwendet.
(Kein Signal, Kein Threema, Kein Instagram)

Aber Snapchat funktioniert (is für mich Schrott, aber die Freundin eben)



Edit:
Das lustige ist ja folgendes, die Datenschutzchats:
Signal so super toll und spinnt ohne den Play Service Framework
Threema genau das gleiche

Gleichzeitig funktionier Whatsapp auf Geräten ohne den Play Service Framwork

Das ist doch lächerlich :ugly:
 
Wobei es natürlich sogesehen schon Software von Google ist. Aber ja, es geht nicht um ein Google-Produkt.

Hm... da würde sich dann die Frage stellen, ob der Entwickler das im Rahmen seiner Tätigkeit bei Google gemacht hat oder es nur privat war.
Aber gut, das wär dann etwas extreme Haarspalterei. hah
Den will ich nicht als Chef haben^^Naja lieber einer der gleich Klartext redet als um den heißen Brei herum;)

Ich hätte liebendgern einen guten Entwickler als Chef bisher gehabt. Von solchen Leute kann man was lernen.
Bisher waren es leider eher Leute mit vollkommen veralteten Ansichten oder solche, die erst gar nicht selber programmieren können...
Wenn er in den Urlaub fährt, dann soll er den Job in der Zeit jemand anders überlassen und sich nicht so aufregen. Das ist ja nicht das erste mal: https://www.heise.de/news/Linux-Ent...huldigt-sich-fuer-Schimpftiraden-4166682.html

Er hat schon cholerische Züge.
 
Hm... da würde sich dann die Frage stellen, ob der Entwickler das im Rahmen seiner Tätigkeit bei Google gemacht hat oder es nur privat war.
Ich bin wegen der Überschrift davon ausgegangen, dass er es beruflich gemacht hat, aber ich habe sonst keine Hinweise darauf gefunden.
Aber gut, das wär dann etwas extreme Haarspalterei. hah
Eigentlich nicht mal. Es macht meiner Meinung nach schon einen Unterschied, ob eine Privatperson oder eine Firma sich da nicht an die Gepflogenheiten hält. Eine Firma, gerade von dem Kaliber, sollte Kontrollinstanzen haben, die so was vermeiden.
 
Google ist echt schlecht.
Die haben es nicht einmal geschafft, ein gutes Smartphone-Betriebssystem zu schreiben.
Umständlicher und viel langsamer als Windows Phone.
Und das ist dann echt schon als armselig zu bezeichnen.
 
Ein Mensch, der wie Linus Torvalds sofort zum Punkt kommt, und die Sachlage kurz und knapp direkt Anspricht, macht es absolut richtig.

Es bedarf nicht vieler Worte. :daumen:

Torvalds hatte bereits mehrfach erklärt, warum er auf diese Weise antwortet: Er will nichts Beschönigen wenn Code schlecht geschrieben ist. Entwickler sollen sich nicht in falsche Sicherheit wiegen und dann Wochen oder Monate später erfahren, dass der Code eigentlich komplett umgeworfen gehört, weil er nicht mehr wartbar ist.

Beide Punkte sind sehr valide und widersprechen absolut meinem Kommentar nicht. Ihr wollt Klarheit? Hier mein Vorschlag, wie man schneller zum Punkt kommt:

Pull-Request zu spät, enthält nicht RISC-V-spezifische Änderungen in generischen Headern; unnötiger Helfer mit unklarer Word-Order verschlechtert Lesbarkeit und gehört nicht ins generische Codeverzeichnis.

So etwa hätte ich mir das vorgestellt. Nüchtern, keine ad hominem Argumente, schnell zu Punkt.
Nennt sich dann inklusive Kommunikation?
Ich bin froh über jeden der noch Tacheles redet, weil die westliche Gesellschaft komplett verweichlicht ist.
Ich bin selbst kein Entwickler und war nie wirklich gut darin (in meiner Unizeit), aber ich kann sehr gut nachvollziehen wie nervig minderwertige, hingerotzte Arbeitsleistungen von "Kollegen" sind, da wir in unserer Firma selbst zunehmend darunter leiden, vorzugsweise aus Indien oder besser noch KI-generiert.
Wenn man diese Probleme nicht direkt anspricht, wird es einfach hingenommen und nicht korrigiert.
Ich habe keine Ahnung was inklusive Kommunikation damit zu tun hat. Siehe mein Vorschlag oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Bedürniss in Linux Sicherheitslücken einzubauen, scheint von vielen Stellen gewollt zu sein.
Da kann man froh sein, dass es noch Menschen gibt, die sowas verstehen und ablehnen.
 
Bestimmt auch einiges KI-generiert an dem Code. Ist ja heute in Mode. Und nur noch wenige können gut Coden - glauben Nvidias Lederjacke, wenn sie verkündet, man müsse nicht mehr Programmieren lernen, das macht alles die KI.

Eure Quelle ist "Tom's Hardware"?! Echt? Die News war auf Phoronix schon for 2 Tagen:

Er sagte: "Dass wir künftig kaum mehr Programmierer brauchen würden", "empfahl Huang jungen Menschen, die in der Tech-Branche Fuß fassen wollen, sich nicht mehr auf das Programmieren zu konzentrieren."

Aktuell mag die KI vielleicht noch Probleme haben, in 10–20 Jahren aber wahrscheinlich nicht mehr.
 
Er sagte: "Dass wir künftig kaum mehr Programmierer brauchen würden", "empfahl Huang jungen Menschen, die in der Tech-Branche Fuß fassen wollen, sich nicht mehr auf das Programmieren zu konzentrieren."

Aktuell mag die KI vielleicht noch Probleme haben, in 10–20 Jahren aber wahrscheinlich nicht mehr.
"Empire of AI" von Karen Hao ... lies das mal
 
Ich hab mir jetzt mal ein paar Minuten genommen um zu schauen worum es denn geht...
Zur Sache ansich:
Linus hängt sich an einer unklar benannten Helferfunktion für ein sehr kleines Problem auf welche er (und ich auch) einfach inline ausschreiben würde, welche in die Standard Header sollte. Abgesehen vom Namen ist seine Kritik weniger nachvollziehbar sondern vielmehr eine Diskussion über Stilfragen.
Zudem ist sein Gegenüber, Palmer Dabbelt nicht irgendjemand sondern (nach Selbstauskunft) quasi DER Maintainer von RISC-V in der FOSS Welt:
I maintain the RISC-V ports of binutils, GCC, Linux, and glibc.
Station hat er daher auch als Software Chef bei SiFive gemacht.
www.dabbelt.com/~palmer/resume.pdf

Eine "kleine unfähige Nervensäge" klingt erstmal anders.
 
Das Bedürniss in Linux Sicherheitslücken einzubauen, scheint von vielen Stellen gewollt zu sein.
Da kann man froh sein, dass es noch Menschen gibt, die sowas verstehen und ablehnen.
Keine Sicherheitslücke an sich, einfach schlechter Stil. Aber trotzdem gut, dass das geblockt wird.
Abgesehen vom Namen ist seine Kritik weniger nachvollziehbar sondern vielmehr eine Diskussion über Stilfragen.
An sich ja, aber ich kann sie trotzdem nachvollziehen. Wenn es ausgeschrieben da steht, weiß jeder, was tut, auch wenn er vielleicht kurz drüber nachdenken muss. So wie es eingereicht wurde, muss man erst mal die Funktion raussuchen, um dann da zu gucken, was sie tut. Das schreibt sich vielleicht schneller und bequemer, stört aber einfach völlig unnötig den Lesefluss. Guter Code misst sich zu großen Teilen an der Lesbarkeit und Lesbarkeit ist Bequemlichkeit beim Schreiben von Code vorzuziehen, weil das Schreiben selbst nur der kleinste Teil der Arbeit ist.
 
"Empire of AI" von Karen Hao ... lies das mal
meh, die schrullige Perspektive, dass wir es mit Kolonialismus zu tun haben kommt einfach 300 Jahre zu spät. So eine Kritik ist hoffähig, weil sie nichts offenlegt sondern lediglich polemisierend den Zeigefinger in alle Richtungen ausstreckt. Systemische Kritik geht anders und tut auch weh. Deswegen wird dieser Weichkäse ja auch promoted.
 
Naja, es ist halt sein Baby, sein "Produkt" -er darf das.

Mich kribbelt es manchmal auch in den Fingern, aber wenn ich sowas im CodeReview schreiben würde, würde ich nächsten Tag ein Termin mit HR im Kalendar haben :ugly:
 
Das man sich aufregt dass der Pull-Request so spät kommt und dann nicht qualitativ den Ansprüchen genügt, kann ich ja verstehen aber die Wortwahl ist dennoch fragwürdig. Das kann man auch mit mehr Stil durchziehen aber ist ja für Linus Torvald typisch da gibt es ja einige solcher doch cholerischen Texte.
 
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