News Linus Torvalds: Linux-Erfinder bezeichnet Google-Quellcode als "Müll"

PCGH-Redaktion

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Linux-Erfinder Linus Torvalds hat kürzlich einen Patch für die kommende Kernel-Version abgeschmettert. In seiner Nachricht lässt er kein gutes Haar an dem Code des Google-Mitarbeiters.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Linus Torvalds: Linux-Erfinder bezeichnet Google-Quellcode als "Müll"

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Man kann den Code und den späten Commit auch nüchterner bewerten. Nichts gegen direkte Kommunikation, aber man kann auch direkt sein, ohne sich so aufzuspielen. Auch wenn dich dein Gegenüber nervt. Erst recht in geschriebener Kommunikation hat man genug Zeit seine Worte nochmal zu überarbeiten.
 
Man kann den Code und den späten Commit auch nüchterner bewerten. Nichts gegen direkte Kommunikation, aber man kann auch direkt sein, ohne sich so aufzuspielen. Auch wenn dich dein Gegenüber nervt. Erst recht in geschriebener Kommunikation hat man genug Zeit seine Worte nochmal zu überarbeiten.
Finde ich nicht. In Tech-Umgebungen ist man direkt. Es muss nicht alles weichgespült und sensibel behandelt werden.
Und ich kann die Explosion verstehen: er ist unter viel Druck, ein Haufen Arbeit, und dann auch noch die Reise und Orga, die zusätzlich Zeitdruck generiert. Und dann kommt jemand mit einem riesen Drop, der Qualitativ ein Schlag ins Gesicht ist und ignoriert alle Kommunikation/Bitten zu frühen Pull-requests wegen der Situation ...

Das ist respektlos, frech, das ist ignorant, rücksichtslos und es belastet die anderen.

Und das von jemandem, der bei einer "Organisation" wie Google gearbeitet hat (es geht um RISC-V code <- Google’s Android team) oder für diese im Auftrag handelt und scheinbar in Big-Tech-Firmen unterwegs ist? Doppel-frech.

Und wir reden hier von High-stakes: Kernel-Code! Nicht irgendein Popelprogramm, das mal abschmieren kann weil jemand schlechten Wurstcode fabriziert.

Finde, man darf sich ruhig auch mal aufregen. Dieses Wischiwaschi heute ist echt schlimm geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann den Code und den späten Commit auch nüchterner bewerten. Nichts gegen direkte Kommunikation, aber man kann auch direkt sein, ohne sich so aufzuspielen. Auch wenn dich dein Gegenüber nervt. Erst recht in geschriebener Kommunikation hat man genug Zeit seine Worte nochmal zu überarbeiten.

Ein Mensch, der wie Linus Torvalds sofort zum Punkt kommt, und die Sachlage kurz und knapp direkt Anspricht, macht es absolut richtig.

Es bedarf nicht vieler Worte. :daumen:
 
Man kann den Code und den späten Commit auch nüchterner bewerten. Nichts gegen direkte Kommunikation, aber man kann auch direkt sein, ohne sich so aufzuspielen. Auch wenn dich dein Gegenüber nervt. Erst recht in geschriebener Kommunikation hat man genug Zeit seine Worte nochmal zu überarbeiten.
Torvalds hatte bereits mehrfach erklärt, warum er auf diese Weise antwortet: Er will nichts Beschönigen wenn Code schlecht geschrieben ist. Entwickler sollen sich nicht in falsche Sicherheit wiegen und dann Wochen oder Monate später erfahren, dass der Code eigentlich komplett umgeworfen gehört, weil er nicht mehr wartbar ist.

Und man will nach Möglichkeit keine Egomanen heranzüchten, die ihren eigenen Code als "den heiligen Gral" ansehen und jedwege Änderungsvorschläge daran, selbst wenn er noch so praktisch wäre, abschmettern. Linus' Verhalten sorgt frühzeitig dafür, dass sich ebenjene Egomanen an derart empfindliche Teile wie des Betriebssystem-Kernels garnicht erst festsetzen können. Er beleidigt ja bewusst "nur" die Arbeit die jemand in den Code reingesteckt hat, aber nur in (zumeist seltenen) Ausnahmefällen den Entwickler, der es verbockt hat.

Dahinter steht auch die kompromisslose Philosophie von ihm, dass das Projekt Linux Vorrang vor allem anderen hat - es geht darum, die Dinge einzubauen, die Linux nach Vorne bringen und die Dinge rauszuschmeißen, die es bremsen. Er zieht das halt auch knallhart durch.

Und es hat auch den immensen Vorteil, dass Konflikte frühzeitig ausgetragen werden, statt irgendwo unter der Oberfläche brodeln zu lassen bis irgendwann ein ausbrechender Vulkan daraus wird. Man weiß, woran man ist. Entweder man kann mit der Situation umgehen und daraus lernen, oder man verzieht sich und vergeudet nicht seine Energie und seine Lebensfreude dabei, Code beizutragen, der offenbar bestimmten Qualitätsansprüchen nicht genügt. Und das ist ja das Schöne: Mit Linus kann man ja reden, er erklärt einem klipp und klar was Sache ist...
 
Wobei es natürlich sogesehen schon Software von Google ist. Aber ja, es geht nicht um ein Google-Produkt.
Verstehe ich grad nicht, was genau soll "so gesehen" Software von Google sein?

Abgesehen davon arbeitet der Typ laut anderen Quellen nicht mal (mehr) bei Google sondern bei Meta. Und sowieso hat sein Arbeitgeber doch herzlich wenig damit zu tun was er für den Linux Kernel programmiert, aber so ist das Entsetzen dann deutlich größer "omg jemand der bei GOOOOoOoOoGGLE arbeitet liefert schlechten Code ab und auch noch zu spät, ermagherd wir sind alle verdammt"

Torvald's Reaktion halte ich indessen trotzdem für angebracht.
 
Und sowieso hat sein Arbeitgeber doch herzlich wenig damit zu tun was er für den Linux Kernel programmiert, aber so ist das Entsetzen dann deutlich größer "omg jemand der bei GOOOOoOoOoGGLE arbeitet liefert schlechten Code ab und auch noch zu spät, ermagherd wir sind alle verdammt"
Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass er den Code im Auftrag von Google geschrieben und eingereicht hat, finde aber tatsächlich außer der Formulierung der Überschrift des Artikels keinen Hinweis dafür.
 
Ein Mensch, der wie Linus Torvalds sofort zum Punkt kommt, und die Sachlage kurz und knapp direkt Anspricht, macht es absolut richtig.

Es bedarf nicht vieler Worte. :daumen:
Dafür hat er aber ein ziemliches Buch geschrieben, nur um sich aufzuspielen und "auf den Punkt zu kommen". https://lore.kernel.org/lkml/CAHk-=wjLCqUUWd8DzG+xsOn-yVL0Q=O35U9D6j6=2DUWX52ghQ@mail.gmail.com/

Das hätte man auch in nem Zweizeiler abhandeln können, aber die Drama Queen braucht halt ihre Bühne.
 
Das hätte man auch in nem Zweizeiler abhandeln können, aber die Drama Queen braucht halt ihre Bühne.
Darin hätte man aber nicht präzise beschreiben können, was das genaue Problem ist. Ich kann das gut nachvollziehen. Wenn da jeder seine eigenen kleinen Helferchen reinklamüsert, die weder nötig, noch nützlich für andere sind, dann herrscht schnell totales Chaos.
 
Dafür hat er aber ein ziemliches Buch geschrieben, nur um sich aufzuspielen und "auf den Punkt zu kommen". https://lore.kernel.org/lkml/CAHk-=wjLCqUUWd8DzG+xsOn-yVL0Q=O35U9D6j6=2DUWX52ghQ@mail.gmail.com/

Das hätte man auch in nem Zweizeiler abhandeln können, aber die Drama Queen braucht halt ihre Bühne.
Naja, er nimmt sich zwar schon etwas heraus, aber dafür auch eben die Zeit zu erklären was ihm nicht passt.
Ich kenne genug Arbeitskollegen/Geschäftspartner die nur meckern, ohne zu erklären was sie gern anders wollten.
 
Das hätte man auch in nem Zweizeiler abhandeln können, aber die Drama Queen braucht halt ihre Bühne.
Dafür wird es sich der Intel-Angestellte ein zweites Mal überlegen, bevor er einen Tag vor Ende des Merge-Zeitfensters einfach mal einen Haufen Code auf Linus draufschmeißt, der von zweifelhafter Qualität ist ;) .

Und er sagt ja genau was ihn stört, UND sagt ihm auch, dass er bis zum nächsten Merge noch Zeit hat, die von ihm genannten Probleme auszumerzen. Nach seinem Geschimpfe gibt er ihm noch eine zweite Chance, den Code erneut einzureichen.

Der Intel-Angestellte weiß nach so einer Tirade aber auch: Versucht er sowas auf dieselbe Art nochmal, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Linus ihn künftig auf seine persönliche Ignore-Liste setzt... Entweder der Intel-Angestellte bessert sich (wovon alle profitieren) oder er lässt das Einreichen von Code gleich ganz bleiben (wovon schlussendlich auch alle profitieren, weil es in solchen Projekten sehr kontraproduktiv ist, wenn man nicht aus seinen Fehlern lernt...).
 
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