WallaceXIV
PCGH-Community-Veteran(in)
Gliederung
- Danksagung
- Einleitung
- Zahlen und Fakten
- Verpackung und Lieferumfang
- Äußere Eindrücke
- Innere Eindrücke
- Messungen
- Fazit
1. Danksagung
Ich danke PCGH(X) für die Gelegenheit, mein erstes Hardwarereview überhaupt, hier im Forum zu veröffentlichen und ich danke Cougar für die großzügige Bereitstellung des Testprobanden.
2. Einleitung
Energieeffizienz ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Thema und es wird auch in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Alle namhaften Hersteller haben mittlerweile einen Generationswechsel vollzogen und 80 Plus Gold Netzteile in ihr Portfolio aufgenommen. So auch Cougar. Mit ihrer neuen GX Serie als Speerspitze versucht sich Cougar gegen die großen Namen zu behaupten. Ob dies gelingt und ob Cougar hält was das Marketing verspricht, wird in diesem Review geklärt.
Zunächst sei gesagt, dass ich leider nicht über eine professionelle Testsoft- bzw. Hardware verfüge, dennoch versuche ich möglichst repräsentative und aussagekrätige Ergebnisse zu liefern.
3. Zahlen und FaktenZunächst sei gesagt, dass ich leider nicht über eine professionelle Testsoft- bzw. Hardware verfüge, dennoch versuche ich möglichst repräsentative und aussagekrätige Ergebnisse zu liefern.
Wie der Name schon vermuten lässt, verfügt das Netzteil über 600 Watt Nennleistung. Das Cougar bietet dem Käufer zahlreiche nützliche Features wie eine 80 Plus Gold Zertifizierung, japanische Hochleistungskondensatoren, spezielle Filter die die Restwelligkeit reduzieren und eine dynamsiche Lastverteilung, um nur ein paar zu nennen. Cougar verzichtet auch nicht auf ein modulares Kabelsystem. Das Netztteil verfügt über zwei 6 polige sowie zwei 8/6 polige PCI-Express Stecker. 600 Watt sind für die meisten SLI oder Crossfire-Gespanne ausreichend, bei High-End Karten à la GTX480 könnte es allerdings eng werden. Das G600 ist mit vier 12-Volt-Leitungen ausgestattet, wobei zwei 20A und die beiden anderen 24A liefern. Die Garantie beträgt 5 Jahre und ein 140mm Lüfter sorgt für die nötige Kühlung. Mit den Abmessungen von 180x150x86 mm gehört das Netzteil nicht zu den Kleinsten, ist aber auch nicht übermäßig groß, außerdem verfügt es über alle nötigen Sicherungsfunktionen. Alle Daten und Features können dem Datenblatt auf der Cougar Homepage entnommen werden.
4. Verpackung und LieferumfangDie schwarze Kartonverpackung wird von einem großen Cougaremblem dominiert. Im Karton befinden sich zwei kleinere Kartons, in denen sich die modularen Kabel, sowie der restliche Lieferumfang befinden. Das Netzteil und die festen Kabel sind jeweils mit schwarzem Karton abgedeckt.
Zum Lieferumfang gehört ein Kaltgerätekabel, vier Schrauben, vier Klettverschlusskabelbinder und einem Cougar Aufkleber. Eine Bedienungsanleitung liegt in Form eines Faltblatts in Deutsch und Englisch bei.
5. Äußere EindrückeZum Lieferumfang gehört ein Kaltgerätekabel, vier Schrauben, vier Klettverschlusskabelbinder und einem Cougar Aufkleber. Eine Bedienungsanleitung liegt in Form eines Faltblatts in Deutsch und Englisch bei.
Das Netzteil ist in Schwarz und Gold gehalten. Der schwarze Strukturlack vermittelt Robustheit und die goldene Schrift und Gitterabdeckung macht einen sehr edlen Eindruck.
Die Ober- und Rückseite ist mit schwarzem Sechseckgitter versehen. Direkt neben dem Kaltgerätekabelanschluss befindet sich der An-& Ausschalter.
Es sind genügend Anschlusskabel vorhanden. Die Maindboard- und Prozessoranschlusskabel, sowie ein 6 und ein 6+2 poliges PCI-E-Kabel, sind fest mir dem Kraftpaket verbunden, ich hätte mir ein vollmodulares Netzteil gewüscht, da ich nur einen der drei EPS-Stecker benötige. Die Peripherie, Floppy bzw. SATA Kabel sind modular. Die Kabellängen sind angemessen und sollten auch für einen Bigtower ausreichen. Die Kabel sind allesamt, cougartypisch, in orange, weiß und schwarz gesleevt und lassen sich leicht im Gehäuse verlegen.
Auf der Unterseite befindet sich ein Aufkleber mit einer Übersicht der Spezifikationen.
Bei der Verarbeitung und dem Design hat sich Cougar nicht lumpen lassen, man merkt sofort, dass viel Arbeit im G600 steckt.
6. Innere EindrückeDie Ober- und Rückseite ist mit schwarzem Sechseckgitter versehen. Direkt neben dem Kaltgerätekabelanschluss befindet sich der An-& Ausschalter.
Es sind genügend Anschlusskabel vorhanden. Die Maindboard- und Prozessoranschlusskabel, sowie ein 6 und ein 6+2 poliges PCI-E-Kabel, sind fest mir dem Kraftpaket verbunden, ich hätte mir ein vollmodulares Netzteil gewüscht, da ich nur einen der drei EPS-Stecker benötige. Die Peripherie, Floppy bzw. SATA Kabel sind modular. Die Kabellängen sind angemessen und sollten auch für einen Bigtower ausreichen. Die Kabel sind allesamt, cougartypisch, in orange, weiß und schwarz gesleevt und lassen sich leicht im Gehäuse verlegen.
Auf der Unterseite befindet sich ein Aufkleber mit einer Übersicht der Spezifikationen.
Bei der Verarbeitung und dem Design hat sich Cougar nicht lumpen lassen, man merkt sofort, dass viel Arbeit im G600 steckt.
Bei der Verwendung der Bauteile ist Cougar keine Kompromisse eingegangen und benutzt qualitativ hochwertige Kondensatoren aus Japan, welche bis 105°C spezifiziert sind und eine längere Lebensdauer aufweisen. Im Inneren fallen sofort, die drei großen Spulen und der große Primärkondensator auf. Der Elektrolytkondensator hat eine Kapazität von 390µF und wurde von Nippon-Chemicon hergestellt. Die schwarzen Passivkühler bieten, dank ihrer fächerförmigen Bauform eine große Oberfläche. Ebenso fällt die farblich abgestimmte FR4 Platine aus Epoxidharz und Glasfasergewebe auf.
Die Versorgung mit Frischluft übernimmt ein 140mm großer, flüssigkeitsgelagerter Lüfter (Bei 12V und 0,4A). Der Lüfter ist von dem Hersteller PowerLogic und ist mittels eines speziellen Öls gelagert.
Alle relevanten Stellen wurden mit Schrumpfschläuchen versehen und auch an einen Kabelbinder zur Zugentlastung der Versorgungskabel wurde gedacht.
Die Lötstellen sind von guter Qualität.
Die Kanten des geöffneten Kraftwerkes wurden sauber entgratet.
Interessantes Detail: Die erste der 12V Schienen ist für das Mainboard samt Peripherie zuständig, die zweite allein für die CPU. Die Schienen drei und vier müssen für die PCI-E-Versorgung schwitzen. Zwischen den Schienen wird dynamisch die Last verteilt, je nachdem welche gerade ein Extra an Leistung benötigt.
7. MessungenDie Versorgung mit Frischluft übernimmt ein 140mm großer, flüssigkeitsgelagerter Lüfter (Bei 12V und 0,4A). Der Lüfter ist von dem Hersteller PowerLogic und ist mittels eines speziellen Öls gelagert.
Alle relevanten Stellen wurden mit Schrumpfschläuchen versehen und auch an einen Kabelbinder zur Zugentlastung der Versorgungskabel wurde gedacht.
Die Lötstellen sind von guter Qualität.
Die Kanten des geöffneten Kraftwerkes wurden sauber entgratet.
Interessantes Detail: Die erste der 12V Schienen ist für das Mainboard samt Peripherie zuständig, die zweite allein für die CPU. Die Schienen drei und vier müssen für die PCI-E-Versorgung schwitzen. Zwischen den Schienen wird dynamisch die Last verteilt, je nachdem welche gerade ein Extra an Leistung benötigt.
Für die Messungen habe ich ein Digitus ATX Netzteil-Tester mit LCD und ein Energiemessgerät der Firma EAXUS verwendet.
Mit folgendem Testsystem wurden die Messungen durchgeführt:
Alle Stromsparmodi, wurden im BIOS deaktiviert. Der Prozessor wurde von 2,8GHZ auf rund 3,6GHZ übertaktet um das Cougar Netzteil wenigstens etwas zu fordern. Die Grafikkarte läuft mit Standardtakt. Die restlichen Komponenten können der Tabelle entnommen werden.
Das Cougar GX G600 tritt gegen das Be quiet Dark Power Pro P7 550W, mit einer angegebenen Effizienz von 80% Plus, an. Hier findet ihr die Anforderungen der jeweiligen 80 Plus Zertifizierungen.Dabei werden verschiedene Lastzustände gemessen, leider können die begrenzten Messeinrichtungen keine genau definierten Lastzustände erzeugen. Gestest wurde der Verbrauch im Windows Leerlauf, mit einer Prozessorauslastung von 100% und mit einer vollständigen Auslastung des gesamten Systems.
Hier zeigt das G600 was es drauf hat. Der Standbyverbrauch liegt unter 3W, im Leerlauf spart man mit dem Cougar 10W, bei der Auslastung des Prozessors 13W und bei der Vollauslastung sehr gute 30W. Die neuere Technologie und der damit verbundene Effizienzvorteil werden sehr deutlich.
Der Digitus Netzteil-Tester erzeugt eine geringe Last von 9 Watt, die dabei erreichten Spannungen findet ihr in den folgenden Tabellen:
Zuerst vom Be quiet P7 550W ...
... und vom Cougar GX G600
Alle Spannungen, sowohl bei Be quiet, als auch bei Cougar liegen innerhalb der Toleranzen, auch die Power Good Delay Zeit ist bei beiden gut.
Der Test der Geräuschentwicklung beziehungsweise der Wärmeentwicklung basiert auf einer subjektiven Wahrnehmung, da hierzu keine Messgeräte vorhanden sind.
Beide Netzteile bleiben unter Last leise und sind in einem geschlossenen Gehäuse nicht wahrnehmbar, Störgeräusche sind während der Tests nie aufgetreten. Auch nach stundenlanger Belastung wurde das G600 maximal handwarm.
8. FazitMit folgendem Testsystem wurden die Messungen durchgeführt:
Alle Stromsparmodi, wurden im BIOS deaktiviert. Der Prozessor wurde von 2,8GHZ auf rund 3,6GHZ übertaktet um das Cougar Netzteil wenigstens etwas zu fordern. Die Grafikkarte läuft mit Standardtakt. Die restlichen Komponenten können der Tabelle entnommen werden.
Das Cougar GX G600 tritt gegen das Be quiet Dark Power Pro P7 550W, mit einer angegebenen Effizienz von 80% Plus, an. Hier findet ihr die Anforderungen der jeweiligen 80 Plus Zertifizierungen.Dabei werden verschiedene Lastzustände gemessen, leider können die begrenzten Messeinrichtungen keine genau definierten Lastzustände erzeugen. Gestest wurde der Verbrauch im Windows Leerlauf, mit einer Prozessorauslastung von 100% und mit einer vollständigen Auslastung des gesamten Systems.
Hier zeigt das G600 was es drauf hat. Der Standbyverbrauch liegt unter 3W, im Leerlauf spart man mit dem Cougar 10W, bei der Auslastung des Prozessors 13W und bei der Vollauslastung sehr gute 30W. Die neuere Technologie und der damit verbundene Effizienzvorteil werden sehr deutlich.
Der Digitus Netzteil-Tester erzeugt eine geringe Last von 9 Watt, die dabei erreichten Spannungen findet ihr in den folgenden Tabellen:
Zuerst vom Be quiet P7 550W ...
... und vom Cougar GX G600
Alle Spannungen, sowohl bei Be quiet, als auch bei Cougar liegen innerhalb der Toleranzen, auch die Power Good Delay Zeit ist bei beiden gut.
Der Test der Geräuschentwicklung beziehungsweise der Wärmeentwicklung basiert auf einer subjektiven Wahrnehmung, da hierzu keine Messgeräte vorhanden sind.
Beide Netzteile bleiben unter Last leise und sind in einem geschlossenen Gehäuse nicht wahrnehmbar, Störgeräusche sind während der Tests nie aufgetreten. Auch nach stundenlanger Belastung wurde das G600 maximal handwarm.
Cougar macht mit seiner GX Serie fast alles richtig. Die Energieeffizienz ist den Anforderungen entsprechend auf sehr hohem Niveau, der Lüfter ist leise, die Leistung reicht für Highend Systeme und die Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Einzig die Teilmodularität und der etwas zu hohe Preis trüben den durchweg positiven Eindruck minimal. Alles in Allem bietet Cougar ein sehr gutes Gesamtpaket und braucht sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. Das Cougar GX G600 ist zur Zeit für rund 130 Euro erhältlich.
Ich bin für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge offen. Ich hoffe das Review sagt euch zu. Ein Langzeittest wird Ende des Jahres folgen.
Hier einige Impressionen des Be quiet Dark Power Pro P7 550W.
Ich bin für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge offen. Ich hoffe das Review sagt euch zu. Ein Langzeittest wird Ende des Jahres folgen.
Hier einige Impressionen des Be quiet Dark Power Pro P7 550W.
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