Gurkensalat
Freizeitschrauber(in)
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Dank
- Das Testsystem und die Testmethoden
- BitFenix Spectre Pro PWM 140mm
- BitFenix Hydra Pro
- Fazit
Einleitung
Der BitFenix Spectre Pro PWM 140mm ist ein sehr interessanter Lüfter. Er dreht mit 1800 U/min (+/- 10%) für einen 140mm Lüfter sehr, sehr schnell. Gleichzeitig ist er mit seinem Lüfterblatt-Design und dem zweiteiligen Rahmen auch auf Silent-Betrieb ausgelegt. Ob dem Lüfter dieser Spagat gelingt und er für niedrige Lautstärke bei niedrigen Drehzahlen und brachiale Kühlleistung bei Vollast sorgt, zeigt dieser Test. Außerdem wird er mit seinem günstigeren Bruder, dem Bitfenix Spectre 140mm, und einem typischen Silent-Lüfter, dem BeQiet Shadow Wings PWM 140mm verglichen.
Die BitFenix Hydra Pro ist eine konventionelle Lüftersteuerung mit manuellen Schiebreglern. Sie hat 5 Kanäle und steuert 3-Pin Lüfter. Sie ist mit der von BitFenix-Gehäusen wie dem Shinobi bekannten, gummierten Softtouch-Oberfläche beschichtet und sieht dadurch gut aus und fühlt sich angenehm an. Als zusätzliches Schmankerl kann die Hydra Pro mit einem Knopf die LED-Beleuchtung von BitFenix Spectre Lüftern an- und ausschalten.
Dank
Ich möchte mich herzlich bei BitFenix ,PCGH und Caseking für die Lüfter und die Lüftersteuerung und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Sie haben diesen Test erst ermöglicht. Dankeschön!

Testsystem und Testmethoden
Testsystem:
Intel Core i5-3570K @ 4,1 GHz bei einem Vcore unter Prime95-Last von 1,16V
Prolimatech Genesis
ASrock Z77 Pro4
8GB DDR3-1600
EVGA GTX 570 Classified (DHE-Kühler)
Lian Li PC8-FIB Midi Tower
BeQuiet Straight Power E9 480W
Zum Test waren ein einblasender BitFenix Spectre 120mm und ein ausblasender 120mm Enermax T.B. Silence verbaut, die mit der Lüftersteuerung auf die niedrigste mögliche Stufe geregelt waren.
Auf dem Genesis wurde beim Test immer nur einer der zwei Lüfterplätze belegt, weil ich nicht jeden getesteten Lüfter doppelt besitze.
Testmethoden:
Im UEFI wurde die CPU-Lüftersteuerung auf Target CPU Temp. = 50°C und Target Fan Speed = Level 1 eingestellt. Das bedeutet, dass der Lüfter im Leerlauf auf niedrigster möglicher Drehzahl läuft, bei Vollast jedoch soweit wie möglich aufdreht. Mir ist bewusst, dass so die Temperaturen und Lautstärken bei unterschiedlichen Drehzahlen gemessen wurden, allerdings gehört z.B. die hohe Drehzahl des Spectre Pro PWM zu den wesentlichen Features dieses Lüfters. Auch finde ich das realitätsnaher als die Abstufung nach 100/75/50% der max. Drehzahl, weil kaum jemand seinen Lüfter auf einer festen Drehzahl betreibt.
Es wurden die Leerlauf-Temperaturen ausgelesen, die Drehzahl im Leerlauf mit Speedfan ausgelesen. Dann wurde der Prozessor 10 Minuten mit Prime 95 (large-FFTs in-Place) belastet, nach 10 Minuten wurden die Temperaturen ausgelesen. Zum auslesen der Temperaturen nutzte ich Core Temp und zur Kontrolle HWMonitor. Dann habe ich die Werte der 4 Cores gemittelt.
Die Temperaturen habe ich subjektiv bewertet.
BitFenix Spectre Pro PWM 140mm
Der Lüfter wird in einer schicken Pappschachtel mit Sichtfenster geliefert. Beim Auspacken merkt man sofort, dass man hier ein hochwertiges Produkt erhält: Der Lüfter sieht mit seinem Wabenmuster auf dem Rahmen und seinem dunkelgrau abgesetzten Innenrahmen, der übrigens zur Entkoppelung dient, sehr edel aus. Der Lieferumfang ist ebenfalls gut, im Gegensatz zu vielen Lüftern, u.a. auch dem günstigeren BitFenix Spectre, liegen Gummi-Entkoppler bei. Die obligatorischen schwarzen Schrauben sind ebenfalls beigelegt. Der Lüfter dreht 1800 U/min +/- 10%, mein Exemplar dreht bis 1991 U/min. Bei diesen Drehzahlen vermisse ich ein Lüftergitter, weil diese Drehzahlen bei einem 140mm Lüfter gefährlich für Lüfterblätter und Finger/Kabel etc werden können.
Jetzt kommen die Temperaturen, die ich bei meinem Test erziehlt habe. Den BeQuiet Shadow Wings PWM 140mm konnte ich leider nicht mit dem Klammersystem des Genesis befestigen, weil er einen runden, gummierten Rahmen hat. Ich musste ihn vor den Kühlkörper stellen und mit nur einer Klammer fixieren. Da hat BitFenix meiner Meinung nach die Rahmen-Entkoppelung durch die zweiteilige Rahmenkonstruktion besser gelöst.
Zur Lautstärke:
Im Idle waren alle Lüfter in einer Lautstärke, die kaum hörbar ist und bei weitem nicht stört.
Der BitFenix Spectre 140mm und der BeQuiet Shadow Wings wurden von meiner in einem Himuro steckenden (!) Festplatte übertönt, lediglich der BitFenix Spectre Pro PWM 140mm war in einem stillen Raum bei genauem Hinhören auszumachen. Er dreht aber auch im Idle so hoch wie die anderen Lüfter unter Vollast und ist auf dieser Drehzahl ein wenig leiser als sin günstiger Bruder auf dieser Drehzahl und in etwa gleichlaut wie der BeQuiet Shadow Wings PWM auf dieser Drehzahl.
Unter Last hingegen entfacht der Spectre Pro PWM einen wahren Sturm. Die Lautstärke ist da deutlich zu hören, etwa so laut wie meine GTX 570 Classified unter Spielelast. Dafür hat er auch mit Abstand die besten Temperaturen und vermag als einziger Testkandidat, den Prozessor auf für mich akzeptablen Temperaturen zu halten.
Ob man das mag oder nicht ist Geschmackssache, ich persönlich möchte im Idle ein ruhiges System, beim Spielen dreht meine Grafikkarte sowieso auf und ich habe den Sound des Spiels an, da möchte ich nur niedrige Temperaturen haben. Wenn ihr das auch so seht, ist dieser Lüfter für euch perfekt.
BitFenix Hydra Pro
Erstmal gibt es ein kleines Unboxing

Nach dieser Bilderflut ein paar Worte zur Lüftersteuerung. Diese Lüftersteuerung ist eine einfache, analoge Lüftersteuerung. Die Qualität überzeugt mich, sie passt sauber in den Schacht, wirkt solide und die gummierte Softouch Oberfläche wirkt sehr hochwerig und angenehm. Auch auf der Platine sieht alles sauber verarbeitet aus. Die Hydra Pro kann fünf Lüfter steuern, unterstützt aber nur den drei-Pin-Anschluss. Der Widerstand der Schieberegler ist sehr angenehm gewählt, sie sind weder zu schwergängig, noch zu leichtgängig. Als kleines Schmankerl kann die Beleuchtung von BitFenix Spectre-Lüftern mit einem Knopf an- und abgeschaltet werden.
Das führt mich auch schon zu den einzigen zwei Kritipunkten an dieser sehr guten Lüftersteuerung, das sind aber nur Kleinigkeiten.

1: Der Druckpunkt des Knopfes ist ungeschickt gewählt, es kann passieren, dass der Knopf beim Drücken nicht einrastet.
2: Die Anlaufspannung auf niedrigster Stufe ist für BitFenix Spectre 120mm-Lüfter zu niedrig, sie laufen erst an, wenn man den Regler ein kleines Stück bewegt. Hier hätte man noch etwas auf die hauseigenen Produkte optimieren können, um ein perfektes Produkt zu kreieren.
Fazit
Beide Produkte konnten mich voll überzeugen und bleiben bei mir im PC.
Ob man Lüfter mit so hohen Drehzahlen mag ist Geschmackssache, ich finde die Drehzahlcharakteristik für einen CPU-Lüfter perfekt. Als Gehäuselüfter würde ich dann eher zu einem langsamer drehenden 3-Pin Modell raten, wie z.B. dem BitFenix Spectre (Pro). Optisch finde ich ihn einen der schönsten Lüfter auf dem Markt.
Die Lüftersteuerung konnte mich durch ihre Einfachheit, minimalistisches Design und rundum solide wirkende Verarbeitung überzeugen. Besonders das Feature, die Beleuchtung der Spectre Lüfter abzuschalten, freut mich besonders. Ich kann sie uneingeschränkt empfehlen.
Grüße,
Gurkensalat
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