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[Lesertest] Alphacool Eisbaer LT 120, kompakte 120 mm AIO im Test

-Xe0n-

BIOS-Overclocker(in)

Alphacool Eisbaer LT 120 im Test


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Vielen Dank an Alphacool, für das Ermöglichen des Tests :)!



Einleitung und Spezifikationen

Alphacool bietet mit der Eisbaer LT Serie ein interessantes AiO-Paket, welches sich durch die flachen Radiatoren und die geringe Bauhöhe der Pumpen-/Kühlereinheit auszeichnet. Zusätzlich lässt sich die Wasserkühlung sehr einfach mithilfe der Schnellverschlüsse erweitern.

In diesem Test werde ich auf die Performance der kompakten Wasserkühlung eingehen und diese, damit Vergleichswerte vorhanden sind, gegen den EKL Black Ridge sowie einen Noctua L9a Chromax vergleichen.

Spezifikationen [1]
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Verpackung und Lieferumfang

Die Wasserkühlung ist sicher und gut in einem großen Karton verpackt. Im Lieferumfang befinden sich die Wasserkühlung, Bedienungsanleitung, Montagematerialien für Intel sowie AMD Mainboards, Wärmeleitpaste, ein 4 Pin Lüfter Y-Adapter sowie zwei 120 mm Lüfter. Bei den Lüfter handelt es sich um die Eiswind 12, welche einen Drehzahlbereich von 550 - 1700 rpm aufweisen.

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Abb. 1: Verpackung sowie Lieferumfang

Kühler im Detail

Die Pumpen-/Kühlereinheit besitzt rotierbare Anschlüsse, welche den Einbau der Wasserkühlung in kleinen mini-ITX Gehäuse erleichtern. Weiterhin sind die Schläuche von einer Metallfeder umschlossen, um das Abknicken dieser zu verhindern. Der Kühlerboden, welcher aus Kupfer gefertigt ist, wies bereits leichte Kratzer auf. Diese sehen zwar unschön aus, der Einfluss auf die Kühlleistung sollte allerdings vernachlässigbar.

Die Befestigung des Kühlers erwies sich bei mir zunächst als schwierig, da die AM4 Halterung nur unter aufbringen einer sehr hohen Kraft montiert werden konnte. Die Enden der beiden Hälften der Halterungen müssen nämlich übereinander geschoben werden. Die Montagehalterung wird dann durch eine Presspassung in der Nut des Kühlergehäuses und durch den Formschluss beider Halterungshälften an der Kühler-/Pumpeneinheit fixiert

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Abb. 2: Kühler-/Pumpeneinheit im Detail [2]

Das anschließende Fixieren der Kühler-/Pumpeneinheit war danach allerdings sehr einfach. Die Schrauben müssen zunächst zum Befestigen der Kühler-/Pumpeneinheit mit Spacern, Unterlegscheiben, Federn und Muttern vorbereitet werden. Anschließend wird die Kühler-/Pumpeneinheit mit diesen vier Schrauben handfest mit der AM4 Backplate verschraubt. Somit kann die Wasserkühlung auch eingebaut werden, ohne dass das Mainboard ausgebaut werden muss (sofern die AM4 Backplate des Mainboards noch am Mainboard verschraubt ist).

Der Radiator besteht größtenteils aus Kupfer, lediglich der "Rahmen"des Radiators, welcher für die Befestigung des Radiators benötigt wird, ist aus Stahl gefertigt. Ich konnte keine anderen AiO finden (andere Alphacool Produkte ausgenommen), welche einen Radiator aus Kupfer verwendet. Dies hat den Vorteil, dass Korrision innerhalb der Wasserkühlung kein Problem sein sollte. Zudem müssen dadurch keine Zusätze hinzugefügt werden, welche Korrosion verhindern. Somit kann die Wasserkühlung, falls nötig, mit destiliertem Wasser aufgefüllt werden. Der Radiator ermöglicht das Befestigen von zwei 120 mm Lüftern.
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Abb. 3: 120mm Radiator [2]

Ein weiteres Merkmal der Eisbaer LT Wasserkühlung sind die verbauten Schnellverschlüsse. Mit ihnen lässt sich die Wasserkühlung sehr einfach um zusätzliche Radiatoren oder einen GPU-Wasserkühler erweitern. Bereits befüllte Radiatoren und GPU-Kühler sind bei Alphacool erhältlich und somit entfällt sogar das Befüllen dieser. Da diese Schnellverschlüsse allerdings auch einzeln erhältlich sind, können auch andere Komponenten in den Kühlkreislauf eingebunden werden.
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Abb. 4: HF Schnellverschluss [2][3]

Kühlleistung und Lautstärke

Testsystem & Methode

Prozessor: AMD R5 3600
Mainboard: Asus ROG Strix B450-I Gaming
Arbeitsspeicher: 32 GB DDR4 3200 CL16
Grafikkarte: Powercolor RX 5700XT Red Dragon
Gehäuse: Open Benchtable
Netzteil: Corsair SF450

Um die Kühlleistung zu beurteilen, verwende ich Aida64 um die CPU auszulasten. Um ein „reales Szenario“ abzubilden, verwende ich bei Aida den „Stress CPU“ Stabilitätstest. In diesem Test erhält man nicht die maximale Wärmeabgabe, allerdings ein realistisches Szenario wie es im normalen Gebrauch auftreten könnte.

Bei jeder Änderung der Parameter (Lüfterdrehzahl, Pumpendrehzahl) habe ich bei den Luftkühlern 20 Minuten und bei der Wasserkühlung 50 Minuten gewartet, bis sich die Temperaturen eingependelt haben. Anschließend habe ich die Durchschnittstemperatur aus den letzten 2 Minuten der Messung gebildet.


Temperaturen

Im Test konnte die Eisbaer LT 120 Wasserkühlung mit ihrer Kühlleistung überzeugen. Im direkten Vergleich mit den kompakten Luftkühlern Noctua L9a und EKL Black Ridge, konnte die Durchschnittstemperatur bei maximaler Drehzahl um 10 °C verringert werden.

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Ergebnis 3.png


Dies mag sich zunächst nicht nach einem großen Unterschied anhören, sobald man allerdings die Lautstärke mit einbezieht, wird die Tem
peraturdifferenz noch größer. Bei maximaler Drehzahl sind nämlich der Noctua L9a (2400 rpm) und der EKL Black Ridge (3000 rpm) unangenehm laut. Wie man im Graphen sehen kann, sind bei dem Eisbaer LT 120 keine hohe Lüfter- und Pumpendrehzahl nötig, um annähernd die maximale Kühlleistung zu erzielen.

Bei einer Pumpendrehzahl von 50 % (1700 rpm) und einer Lüfterdrehzahl von 1000 rpm ist die Eisbaer LT 120 Wasserkühlung kaum bis nicht wahrnehmbar. Bei einem ähnlichen Lautstärkeniveau beider Luftkühler schlägt dann der Eisbar LT 120 dann die beiden Luftkühler um mehr als 20 °C.

Weiterhin kann man aus den Testergebnissen sehen, dass eine Erhöhung der Lüfterdrehzahl von 1000 rpm auf 1700 rpm zu keiner Verbesserung der Kühlleistung geführt hat. Somit sind keine Lüfter mit einem hohen Luftdurchsatz nötig, um gute Kühlleistungen zu erzielen. Selbst bei der Verwendung eines flachen Noctua A12x15 bei einer Drehzahl von 1000 rpm konnte ich keine Verschlechterung der Kühlleistung feststellen. Um die Kühlleistung also weiter zu steigern, ist ein Radiator mit einer größeren Oberfläche für die Wärmeabfuhr nötig. Die Verwendung von zwei Lüftern führt auf dem LT 120 dementsprechend zu keiner Verbesserung der Kühlleistung.

Lautstärke

Vor diesem Test hatte ich bisher noch keine Erfahrungen mit Wasserkühlungen sammeln können. Dementsprechend war ich ein wenig skeptisch, ob die Pumpe wirklich leise sein würde. Öfters habe ich über laute AIO Pumpen gelesen und war dementsprechend überrascht, wie leise die Eisbaer LT Pumpe ist. Auf maximaler Drehzahl der Pumpe ist die Eisbaer LT Wasserkühlung wahrnehmbar. Regelt man diese allerdings z. B. auf 50 % runter, dann ist von der Pumpe nichts mehr zu hören. Der Einfluss auf die Kühlleistung, ist wie der Test zeigt, vernachlässigbar.

Die im Lieferumfang enthaltenen Lüfter konnte allerdings nicht ganz überzeugen. Gerade bei geringen Drehzahlen < 1200 rpm sind Lagergeräusche wahrnehmbar. Sofern man die Wasserkühlung in einem geschlossenen Gehäuse einbaut, sollte man die Lagergeräusche allerdings kaum bis gar nicht mehr hören können. Dennoch würde ich es bevorzugen, wenn im Lieferumfang höherwertige Lüfter enthalten wären.

Fazit

Im Test konnte die Eisbaer LT 120 Wasserkühlung überzeugen. Die Verwendung von hochwertige Materialien wie Kupfer (Radiator und Kühlerboden) sorgen nicht nur für eine gute Wärmeübertragung, sondern erhöhen auch die Langlebigkeit. Viele günstige AIOs verwenden einen Materialmix aus Kupfer und Aluminium, was zu Korrosion führen kann und somit die Lebensdauer der Wasserkühlung einschränkt. Zusätzlich ermöglicht die Eisbaer LT Wasserkühlung ein einfaches erweitern dieser und stellt zurzeit ein Alleinstellungsmerkmal dar.

Das einzige was mich bei dem Komplettset nicht überzeugen konnte, sind wie bereits erwähnt, die beiliegenden Lüfter. Über dieses Markel kann man allerdings hinweg sehen, da die positiven Eigenschaften der Wasserkühlung klar überwiegen.

Zum Zeitpunkt des Tests kostet die Eisbaer LT 120 Wasserkühlung ~65 €. In diesem Preisbereich gibt es keine andere AiO Wasserkühlung, welche ein leichtes erweitern das Wasserkühlung erlaubt. Zudem ist dies die einzige 120 mm AiO Wasserkühlung (Alphacool Produkte ausgenommen), die einen Radiator aus Kupfer verwendet.

Die Alleinstellungsmerkmale der AiO können überzeugen und somit kann ich ganz klar eine Kaufempfehlung für den Eisbaer LT 120 aussprechen.

Postiv
+ Erweiterbar
+ Geringe Höhe der Kühler-/Pumpeneinheit
+ Leise Pumpe
+ Gute Kühlleistung
+ Kühlerboden sowie Radiator aus Kupfer
+ Rotierbare Anschlüsse an der Kühler-/Pumpeneinheit


Negativ
- Lagergeräusche der Lüfter

Quellen:
[1]Alphacool Bedienungsanleitung
[2]Alphacool Eisbaer LT120 CPU
[3]Alphacool HF Schnellverschlusskupplungsset
 
Zuletzt bearbeitet:

EyRaptor

BIOS-Overclocker(in)
Danke für den Test.

Die Wärmeentwicklung der CPU ist allerdings ziemlich gering und die anderen Kühler sehr schwach, da wundert es mich nicht dass die AIO derart gewinnt :D.
 
TE
-Xe0n-

-Xe0n-

BIOS-Overclocker(in)
Jo stimmt schon, dass die AiO besser performt war mir im vorhinein schon bewusst. Die Frage ist halt immer wie viel besser performt sie. Zudem hat es mich einfach interessiert, wie laut so eine AiO wirklich ist.
 

Tetrahydrocannabinol

Software-Overclocker(in)
Letztendlich ist Lautstarke sehr subjektiv bei einer AiO, denn es gibt User die die AiO gar nicht aus ihrem Case heraushören, weil allein das NT (Chinaböller) oder die Gehäuselüfter schon die Pumpe übertönen. ;)
 
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