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[Leser-Test]Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance

Junatic

Komplett-PC-Käufer(in)
Junatic, 22.05.2019
kuehler-front-angle.jpg

Abmessungen
L 85 mm x B 136 mm x H 154mm

Gewicht
645g

Kompatibilität
Intel - 775 / 1366 / 115x / 2011(-v3) / 2066
AMD - FM1 / FM2(+) / AM2(+) / AM3(+) / AM4

Zubehör
Montagekit Intel/AMD, Wärmeleitpaste, 4x Lüfterklammern, Anleitung

Lüfter
1x 120mm Kaze Flex RGB PWM

Drehzahl
300 - 1200 U/min

Preis
ca. 43€
____________________________________________________________​

Einleitung

Das sich Hardware Hersteller zusammenschließen ist keine Seltenheit mehr. auch ASUS ist immer wieder in Kooperationen mit anderen Herstellern oder Hardware Partnern zu finden. Zuletzt verteilte ASUS die beliebte TUF Serie auf verschiedene Hersteller, sodass sich mittlerweile Gehäuse, Lüfter oder CPU Kühler im TUF Design zu finden sind. Einen dieser CPU Kühler habe ich heute vor mir stehen und wie es zum guten Ton gehört, verfügt der Lüfter des Kühlers über eine steuerbare RGB-Beleuchtung. Was der Kühler sonst noch leisten kann, möchte ich in diesem Review herausfinden, denn ich teste den Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance.


Verpackung und Inhalt

Der Lieferumfang des Scythe Kotetsu Mark II TUF fällt normal aus. Neben einem zusätzlichen paar Montageklammern für einen zweiten optionalen Lüfter, liegen dem Kühler nur das Montagematerial und der Lüfter bei.

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Dem Kotetsu liegt ein Hauseigener Kaze Flex 120 RGB PWM Lüfter bei, welcher wie die Zusätze im Namen bereits veraten, über eine RGB-Beleuchtung und PWM-Steuerung verfügt. Um in das TUF Design zu passen, wurden die Gummierungen an den Lüfterecken gelb gewählt und anstelle des Scythe Logos, befindet sich das TUF Gaming Alliance Logo auf der Lüfternarbe.

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Neben dem 4-Pin PWM Lüfteranschluss, verfügt der Kaze Flex Lüfter noch über einen RGB Anschluss. So kann der Lüfter über das Mainboard und die verwendete Software, zum Leuchten gebracht werden. Wer den Lüfter eventuell an einen verbauten LED-Streifen im Gehäuse anschließen möchte, hat dazu ebenfalls die Möglichkeit, da der Lüfter sowohl über RGB-Stecker, als auch RGB-Buchse verfügt.

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Detailbetrachtung des Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance

Mit seiner Länge von 136 mm, seiner Breite von 85 mm und seiner Höhe von 154 mm gehört der Kotetsu Mark II zu den kleineren Tower Kühlern. Das bedeutet, dass er auch in kleinere Gehäuse passt und Inkompatibilitäten mit verbauten Arbeitsspeichern sehr unwahrscheinlich sind.
Im Vergleich zum verwendeten Lüfter, wirkt der Kühlkörper eher schlicht gehalten. Es sind keine gelben Akzente oder sonstige Hinweise auf das TUF Theme, von der Vorder- und Rückseite, oder an den beiden Seiten zu finden. Allerdings macht der Kühlkörper einen sehr stabilen Eindruck. Die Handhabung mit dem Kühler bestätigt diesen Eindruck. Lamellen werden hier so schnell nicht verbogen.

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Werfen wir dann einen Blick auf die Oberseite des Kühlers, kann die aufwendig gestaltete Top Fin begutachtet werden. Bis auf die grauen TUF Akzente und das Digital Camo Muster, ist sie komplett in schwarz und wird mithilfe von vier Halterungen, mit den darunter liegenden Lamellen verbunden. Dies erklärt die verstärkte Struktur des Kühlers und sieht zudem noch gut aus. Heatpipe Enden sind hier nicht zu finden.

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Die Bodenplatte des Kühlers ist sauber verarbeitet und spiegelnd poliert um eine bestmögliche Wärmeübertragung zu ermöglichen. Die vier Heatpipes sind allesamt sauber in der Bodenplatte verarbeitet und auch der Quersteg des Montagesystems ist bereits an der Oberseite der Bodenplatte angebracht.

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Einbau des Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance

Der Einbau des Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance ist relativ schnell und einfach erledigt und lässt sich in vier kleine Schritte unterteilen. In den ersten beiden Schritten, wird das Mainboard vorbereitet. Zunächst muss die Backplate mit den Schrauben in den richtigen Markierungen, siehe Anleitung, von hinten an das Mainboard angebracht werden. Im zweiten Schritt wird die Backplate mit vier Abstandshaltern, welche an einer der Seiten über eine Gummierung verfügen, befestigt. Die gummierte Seite ist für die Mainboard Oberseite vorgesehen, damit keine Beschädigungen entstehen können.

backplate.jpgmontage-1.jpgmontage-2.jpg

Im dritten Schritt werden die Halterungen für den entsprechenden Sockel des Mainboards, oben auf die Abstandshalter gelegt und mithilfe von kleinen Daumenschrauben fixiert. Wer ein Mainboard mit Intel Sockel und bereits vorinstallierten Montagepunkten verwenden möchte, wie etwa 2011-v3, der muss keine Backplate verwenden und schraubt metallene Abstandshalter in die vorhandenen Montagepunkte. Der vorletzte Schritt besteht bereits darin, auf die mit Wärmeleitpaste vorbereitete CPU, den Kühlkörper zu setzen. Dieser wird dann einfach mithilfe des vorhandenen Querstegs in den davor angebrachten Halterungen, verschraubt. Zu guter Letzt muss nur noch der Lüfter mit zwei der vier Klammern befestigt und der 4-Pin PWM Anschluss im CPU_FAN Anschluss des Mainboards angeschlossen werden.

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Im eingebauten Zustand ist schnell ersichtlich, dass es zu keinerlei Inkompatibilitäten bezüglich des RAM kommen kann, denn selbst mit Lüfter ragt der Kotetsu Mark II nicht einmal über den ersten RAM Slot. Auch die vergleichsweise geringe Breite kommt dem obersten PCIe Slot nicht in die Quere.

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Ist auch der RGB-Anschluss des Lüfters angeschlossen und der PC in Betrieb genommen, können die bunten Farbenspiele auch bereits beginnen. Wie sich die Temperaturen verhalten und unter welchen Lautstärkebedingungen der Kühler arbeitet, kläre ich im Anschluss.

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TE
Junatic

Junatic

Komplett-PC-Käufer(in)
Testsystem

CPU: Intel Core i5 6600K @ 3.5GHz
Mainboard: ASUS ROG Maximus VIII Gen
RAM: 2x 8GB ADATA XPG GAMMIX 10 DDR4-3000
Grafikkarte: MSI GTX 1070
SSD/HDD: 120GB Samsung 850 EVO SSD
Netzteil: 700W be quiet! Straight Power 10
Gehäuse: Offener Testaufbau
Windows: 10 Pro 64-Bit


Temperaturen und Lautstärke

Die Temperaturen bei allen Kühler-Tests werden gemessen, während die CPU mithilfe von Prime95 Vollständig ausgelastet ist. Dabei wird die Umdrehungsgeschwindigkeit des Lüfters mithilfe eines Adapters auf 7V und 12V fixiert. Gemessen wird in einem Intervall von 10 Minuten und anschließend wird der Mittelwert aus den gesammelten Werten gebildet. Zusätzlich wird die Temperatur im Idle und einer Spannung von 5V gemessen.

Mit 5V beträgt die Temperatur des Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance: 27°C
Mit 7V beträgt die Temperatur des Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance: 59°C
Mit 12V beträgt die Temperatur des Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance: 56°C

Für die Lautstärkenmessung wird in einem Abstand von 30cm, von der Mitte des Lüfters ausgehend, gemessen. Die Umdrehungsgeschwindigkeiten des Lüfters werden auch hier auf 5V, 7V und 12V fixiert. Es werden, für jede Geschwindigkeit drei Messungen durchgeführt und der Mittelwert gebildet. Dadurch werden im offenen Testaufbau etwas höhere Werte erreicht als wenn der Kühler in einem geschlossenen Gehäuse verbaut ist.

Das Grundrauschen im Raum beträgt 33,5dB.
Mit 5V beträgt die Lautstärke beim Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance: 34dB
Mit 7V beträgt die Lautstärke beim Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance: 35,5dB
Mit 12V beträgt die Lautstärke beim Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance: 44,5dB


Die Werte im Vergleich

Zum Vergleich des Scythe Kotetsu Mark II TUF Gaming Alliance ziehen wir folgende Kühler heran:
be quiet! Dark Rock TF
Cryorig A40
Cryorig H5 Ultimate
Cryorig M9i
Cooler Master Hyper 212 Black Edition
EKL Alpenföhn Brocken ECO
Lepa Exllusion 240
Raijintek Pallas
Raijintek Leto Pro RGB
Scythe Ninja 4
Scythe Ninja 5
Scythe Mugen 4
Scythe Mugen 5 Rev. B
Scythe Fuma
Scythe Kabuto 3
Thermalright Macho Rev. B
Thermalright Macho 120 SBM

Im Idle fallen mit dem Kotetsu Mark II TUF keine Ungereimtheiten auf. Mit 27°C liegt man im guten Mittelfeld und kann selbst mit größeren Vertretern mithalten.

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Steigt die Auslastung des Prozessors, so steigt die Temperatur mit dem Kotetsu Mark II TUF leider relativ schnell Richtung sechzig Grad. Diese werden jedoch nicht erreicht und mit 59°C bleibt man am Rande des Mittelfelds. Dieses muss dann doch den größeren Kühlern überlassen werden.

temp 7v.png

So bleibt es dann auch bei 12V. Mit 56°C ist noch genügend Spielraum für Übertaktungsversuche in Verbindung mit einem 6600K. Schauen wir uns als nächstes an, wie laut der Kaze Flex RGB Lüfter bei den verschiedenen Spannungen ist.

temp 12v.png

Bei geringen 5V Spannung am Lüfter, ist dieser kaum wahrnehmbar, denn mit 34dB liegt man nur knapp über dem Grundrauschen im Raum. Als Störquelle wird er damit nicht wahrgenommen werden.

db 5v.png

Auch bei 7V kann der Lüfter sich beweisen. Mit 35,5dB bleibt der Lüfter auch bei 7V leise und ist aus einem geschlossenen Gehäuse kaum wahrzunehmen. Ziehen wir die Verbindung zu dem Temperaturen bei der Spannung, so könnte im Ausgleich für bessere Temperaturen, die Lautstärke ruhig noch etwas höher ausfallen. Silent Enthusiasten hingegen können sich über ein leises System freuen.

db 7v.png

Erst bei 12V wird der Lüfter auch aus einem geschlossenen Gehäuse deutlich hörbar. Dennoch bleibt man solide im Mittelfeld stehen und muss sich nicht verstecken. Gerade im Vergleich mit den anderen RGB Kühlern macht man eine gute Figur. Nur der Cryorig H7 ist etwas leiser, während der Raijintek Leto Pro weit abgeschlagen ist.

db 12v.png


Zusammenfassung

Es ist nicht alle Gold was glänzt, trifft für den Scythe Kotetsu Mark II ziemlich gut zu. Denn trotz der ansprechenden Optik und der guten RGB-Beleuchtung, kann über die nur durchschnittlichen Leistungswerte nicht hinweg gesehen werden. Doch schlecht ist bei weitem nicht alles.

Da wäre zunächst die Verarbeitung. Diese ist auf einem hohen Niveau und der Kühler macht nicht nur optisch einen stabilen, soliden Eindruck. Bei der Handhabung und der Installation des Kühlers merkt man schnell, das ein großer Teil der Aufmerksamkeit beim Kotetsu Mark II TUF auf einer guten Verarbeitung lag. Wie groß der Anteil seitens ASUS dazu ist, kann nicht genau gesagt werden. Jedoch sollten TUF gebrandete Produkte schon einen gewissen Qualitätsanspruch erfüllen um unter der Marke “The Ultimate Force“, vertrieben werden zu dürfen.

Auch die Optik ist entsprechend gewählt und gefällt zumindest mir. Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber ich empfinde es immer als gut, wenn Hersteller ein paar Minuten mehr mit der Gestaltung ihrer Produkte verbringen. So wird ein höherer Detailgrad erreicht und eventuell werden so Designfehler schon vor der Markteinführung entdeckt.
Ebenfalls positiv ist der zusätzliche Stecker am RGB Kabel des Lüfters. Solche Details zeigen, dass sich mit dem Produkt auch wirklich auseinander gesetzt wurde und die Möglichkeit den Lüfter direkt an die bereits verbaute Gehäuse Beleuchtung anzuschließen ist für einen RGB Lüfter durchaus Sinnvoll. Dafür muss der Kühler jedoch erst einmal eingebaut werden, was dank Scythes Montagesystem, in wenigen, kurzen Schritten geschieht. So können selbst unerfahrene User den Kotetsu Mark II TUF verbauen.

Ist der Kühler verbaut, verrichtet er sein Werk dann Problemlos und liegt mit seinen Leistungswerten im soliden Mittelfeld der bisher getesteten Kühler. Doch genau da liegt auch das einzige, aber dafür Maßgebende Problem. Für den aktuell aufgerufenen Preis von rund 43€ erhält man eine Vielzahl an Kühlern, welche leiser oder kühler performen, oder aber ich erhalte die gleiche Leistung zu einem deutlich geringerem Preis. Aufgrund der Kooperation mit ASUS und dem Branding der TUF Serie, ist das Preis-Leistungsverhältnis derart aus dem Gleichgewicht geschmissen worden, das auch der verbaute RGB Lüfter das Ganze nicht weit genug ins positive ziehen kann. RGB Kühler für 43€ gibt es nur begrenzt, aber ein Hyper 212 RGB ist nicht nur günstiger, sondern performt auch noch besser.

Wem das schlechte Preis-Leistungsverhältnis nicht stört oder unbedingt das TUF Theme in seinem Rechner umsetzen möchte, der kann ohne Bedenken zum Kotetsu Mark II TUF greifen. Wer jedoch mehr für das Geld, oder weniger für die Leistung bezahlen möchte, der sollte sich nach Alternativen umsehen.


Pro
+ Optik
+ RGB-Beleuchtung
+ Verarbeitung
+ Lieferumfang
+ einfacher Einbau


Contra
- Preis-Leistungsverhältnis

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