AW: Kopfhörer, Mikrofon und Soundkartenkombo für Gaming & Musik
Nicht unbedingt.
"Besser" ist häufig subjektiv, ich kann dir lediglich meine Hörerfahrung mit beiden Hörern schildern:
Im Bassbereich gewinnt klar der Philips X1 gegenüber dem Beyerdynamic. Druckvoller und präziser, ohne zu sehr aufzutragen, ie in die Mitten reinzuspielen. Der macht der X1 nur, wenn man ihm zu viel Saft gibt, ergo an einen KHV mit zu hoher Ausgangsleistung anschließt. Da wird der Bass dann etwas zu stark betont und wirkt schwammig. Das Problem besteht aber nur bei KHVs, dessen Ausgangsleistung sich nicht regeln lässt.
Im Mittenbereich sind beide sehr ähnlich. Der 880 bringt sie mmn etwas mehr zur Geltung, beim X1 vermisst man allerdings ebenso wenig.
Der X1 spielt aber generell detaillierter als der 880, ergo er schluckt weniger. Davon hast du im Endeffekt "mehr Musik"
Im Höhenbereich sind beide nicht optimal. Der 880 trägt hier etwas zu dick auf, weswegen man es als störend oder gar "schrill" empfinden könnte, je nach Empfinden. Ich kann überzogene Hochtöne nicht leiden. Der X1 dagegen hat eher leicht zurückgezogene Höhen, die klingen etwas unechter als beim 880, dafür weniger penetrant.
Was die Bühne angeht, so heißt es von manchen, dass der X1 etwas komisch ist. Sowohl X1 und 880 spielen sehr räumlich, beim X1 scheinen aber manche den Klang dort zu orten, wo er nicht sein soll, was sich scheinbar vor allem bei Surroundsimulationen in Spielen bemerkbar machen soll. ICH persönlich kann nichts dergleichen berichten, beim normalen Musikhören (ich höre allerdings kein Klassik-Orchestral-zeugs) ist alles da, wo es hingehört. Beim Beyerdynamic ist das genauso der Fall, aber der Punkt der "komischen Positionierung/Ortung" von Instrumenten oder Klängen fällt hier weg.
Zu guter letzt klingt der X1 allgemein wärmer und spielt verzeihender, als der 880. Heißt also, eine schlechte Aufnahme, sei es der .mp3 oder dem Masteringprozess geschuldet, klingt auf dem X1 wesentlich genießbarer, als auf dem 880.
Der 880 braucht schon nen satten KHV und ich halte die U7 zwar für genug, aber definitiv nicht optimal! Der X1 lässt sich von ziemlich jedem Gerät mehr als ausreichend befeuern, selbst mein Cowon J3 hat hierbei kaum Schwierigkeiten. Ebenso reicht die Ausgangsleistung von einem gewöhnlichen OnBoard-Chip dafür aus. Den Dt-880 kann man an schwachen Quellen (Handy, Mp3-Player ohne KHV, OnBoard-Sound) komplett vergessen, hier geht viel zu viel Dynamik verloren.
Was die Wandler, also den DAC angeht, können natürlich beide Kopfhörer auch wesentlich mehr als "nur" eine Xonar U7 verarbeiten - dementsprechend schadet ein besserer DAC nicht, bzw. sie sind eben mit so etwas noch nicht am Limit.
Wenn man preislich etwas höher geht, würde ich für den 880 beispielsweise eine Xonar STX anraten, für den Fidelio X1 wäre der FiiO E17 ein sehr guter Zuspieler.
Welcher besser ist, kannst du nun anhand meines Vergleiches schildern, das Fazit geht hier aber, nicht zuletzt auch aufgrund meines persönlichen Geschmacks, definitiv zu Gunsten des X1 aus. Vergleich doch einfach den X1 mal mit dem Beyerdynamic Dt-880 und bilde dir deine eigene Meinung. Ergo beide bestellen, 1 Woche testen, einen zurückschicken. Für mich selbst ist der X1 DER Kopfhörer in der Preisklasse unter 390€. Und die Grenze ziehe ich nur, weil ich Kopfhörer in den darüberliegenden Preisklassen nicht kenne (zB HE-400, T90, T70, K702, HD700). Erst bei 1000€ hab ich wieder den HD800 und den LCD-2 gehört, gegen die verliert der X1 rein qualitativ aber deutlich.
Zusätzlicher Bonus: Beim Philips X1 lohnt es sich, das mitgelieferte Kabel gegen ein anderes zu tauschen. Ich hab leider nur 1 anderes Kabel am X1 ausprobieren können und zwar das
http://v-moda.com/1-button-speakeasy-cable/ - der Tausch war es allemal wert, da ein paar Nuancen einfach nochmal deutlicher zu hören waren und der X1 allgemein etwas flüssiger durch den Tausch klang. Es geht vermutlich noch besser, verschiedene Kabel werde ich aber erst in ein paar Wochen testen.