Der nächste

Aber ich WUSSTE ja, dass das kommt, deshalb habe ich ja von einer "gewissen" TDP gesprochen. Die Abweichungen in der TDP liegen genau so hoch wie die Abweichungen vom Moorschen Gesetz, das ja auch nur UNGEFÄHR ist.
Zumal ja nicht nur bei den 130 W Prozessoren die Transistorzahlen verdoppelt wurden. Aber 130 Watt ist ein gutes Beispiel, innerhalb dieser Grenze, die seit ca 10 Jahren die stabile Obergrenze am Desktop ist, wurde das Moorsche Gesetz genau eingehalten und immer verdoppelt - ergo war die 130 Watt Erwähnung ein Geschenk, dass ich gerne annehme, denn genau hier beweist sich die Aussage für die letzten 10 Jahre
Erst Informieren, dann labern.
Anno 2001 dürften die 72 W eines Thunderbird1400/Williamette2,0 das schlimmste gewesen sein. 130 W im Desktop hat zum ersten Mal der Prescott geschafft und das ist kaum 7 Jahre her. Um die Jahrtausendwende hat man den Katmai für 35 W gescholten, die ersten Sockel 7 Prozessoren haben keine 10 W verbraucht. Was damals Ultra-High-End-Hochleistungs-CPUs waren, könnte heute jedem ultra low voltage mobile Prozessor was in Sachen Stromverbrauch vormachen.
Ein Genie braucht es somit nicht, um festzustellen, dass seit dem Prescott/Smithfield-Vorstoß die Verbräuche kaum noch gestiegen sind und somit die Effizienz parallel zur Rechenleistung stieg, aber vorher hatte dies definitiv keine Gültigkeit. Und in Anbetracht der Formulierung würde ich erwarten, dass es zumindest in näherer Zukunft die allein gültige Variante sein könnte. Denn seien wir mal ehrlich:
Bei der Softwareentwicklung der letzten Jahre macht eine weitere Aufrechterhaltung von Moores Law im Desktopbereich keinen Sinn. Die meisten Leute kommen schon heute 99% der Zeit mit einem Viertel oder weniger der maximalen Leistung aus. Diese in zwei Jahren zu verdoppeln wird somit genau 0 Kaufanreize schaffen, die CPUs wären nur noch was für Enthusiasten. Sparsamere CPUs bei gleicher Leistung dagegen sind, gerade im mobilen Bereich, hochinteressant. Siehe Atom. D.h. in Zukunft werden wir in erster Linie eine Verdoppelung der Effizienz durch sinkende Verbräuche sehen, aber keine Verdoppelung der Leistung mehr.
und die wollten damals schon 10GHz als standart haben?
Die wollten bis ~Ende des Jahrzehnts 10 GHz als High-End haben. Wenn man Fertigungsfortschritte und OC-Rekorde auf den alten Designs berücksichtigt, erscheint dies auch machbar. Aber es wären eben 10 GHz @ 300 W geworden. Das die niemand kaufen wird, wurde einigen Leute erst zur Mitte des Jahrzehnts/Prescott klar. Zur Jahrtausendwende haben die Leute noch gejubelt, als Thunderbird annähernd das Doppelte von 1-2 Jahre alten CPUs verbrauchte.
Was man dabei völlig vergisst ist: Effizienz und Verbrauch gibt es so gesehen gar nicht. Wer auch immer damit angefangen hat.. wenn schon dann redet man vom Wirkungsgrad und Energiewandlung (*klugscheiß*). Ich höre überall nur noch Effizienz.. das nervt tierisch, lässt sich aber so ziemlich jedem Menschen als das beste Argument schlechthin verkaufen.
Ansonsten gebe ich zu diesem Thema den anderen Recht in punkto wichtigtuerisches Gehabe.
mfg Knobelmann
PS: Man möge mir die Polemik bitte verzeihen.
Klugscheißerei will gelernt sein. "Wirkungsgrad" lässt sich nur Anwenden, wenn das Endprodukt in gleicher Form gemessen werden kann. XYZ Joule chemische Energie werden in eine entsprechendes Äquivalent Bewegung umgewandelt -> Wirkungsgrad. XY W elektrische Energie werden in XY W thermische Energie umgewandelt -> Wirkungsgrad. Im Falle von Elektronik läge der immer bei 100%. Was aber eigentlich interessiert, ist der dabei erbrachte Nutzen in Form von Berechnungen. Der kann relativ hoch oder niedrig ausfallen und das kann mal als Effizienz angeben - aber nicht als Wirkungsgrad.
Und Verbrauch gibt es ebenfalls. Vorher war etwas dar, hinterher nicht. Man muss nur darauf achten, was verbraucht wird. "Energie" allgemein z.B. kann man -außerhalb kerntechnischer Prozesse- nicht vernichten / "verbrauchen", man kann sie nur in andere Formen umwandeln. Aber eine bestimmte Form von Energie (z.B. Strom) kann sehr wohl verschwinden / verbraucht werden - eben in dem man sie in eine andere umwandelt, die man nicht gebrauchen kann (z.B. Wärme).