News Koomey revolutioniert das Mooresche Gesetz

natürlich sind wir das... innerhalb der nächsten 10 Jahre sind wir an der Grenze der physikalisch machbaren bei der aktuellen Silizium Lithographie...

inzwischen wird das Silizium sogar gestreckt, und die Transistorgeometrie wird verändert um wenigstens noch ein wenig an der Technik zu haben...
schon, dann sind wir mal am Ende von Silizium, das heißt aber noch nicht am Ende der Physik :)
 
Weit weg bist du davon aber dann auch nicht mehr.

Die größten Gewinne gehen ja darauf zurück, dass du die Fertigung kleiner machst. Andere Materialien bringen auch etwas, aber oft nicht in dem Maße.

Was etwas bringen würde, sogar richtig viel, wäre der Übergang zu Graphen, da man dort nur noch ein 2D-Objekt hat, und sich dann ganz lustige neue Möglichkeiten ergeben, aufgrund der anderen Zustandsdichtefunktion.

Wenn man aber mal Graphen hat, dann wars das mit neuen Materialien aber endgültig. Dann bleibt eigentlich nur noch Quantencomputing über und das wars dann aber auch.

Also sonderlich lange überlebt Moore definitiv nicht mehr. Vielleicht noch 20-30 Jahre, aber dann ist Schicht im Schacht.

Wir alle hier, werden wohl (hoffentlich) das Ende von Moore´s law erleben. Die rasend schnelle Entwicklung unseres Wissens wird sich dann etwas verlangsamen.
 
Das mit der Physik und Silizium war mal berreits in den neunzigern von z.B. der CT aufgegriffen worden. Irgendwann kann man es nicht mehr kleiner und kleiner machen zudem müssen auch die ganzen Leiterbahnen auf dem Siliziumwafer irgendwo hin, was widerrum bedeutet, daß bei steigender Transistorenanzahl trotz sinkender Bauteilgrösse die Leiterbahnen trotzdem zu lang(widerstand/Wärme Strahlung/signalqualität) werden und somit Verluste in der Signalübertragung das Resultat eines doch langsameren/Fehlerbehafteten Signals als mit kurzen Wegen mit sich bringt.

Der Satz mit der Cleverness hat demnach insbesondere seine Bedeutung, da für mehr Rechenleistung eben andere Wege gegangen werden müssen. dazu gehöhren z.B. dual, quad, octa .... cores, mehr Parallele Datenverarbeitung bzw. Aufteilung der zu berechnenden Aufgaben. Mit einem Kern kriegt man nicht die Leistung hin, die so ein i7 mit seinen 6 Kernen hat und spätestens beim P4 damals sollte einem klar sein, daß nicht mal eben 10GHz machbar sind, sonst hätten wir ja heute CPUs mit von mir aus 500GHz. Intal ist ja berreits anno 2000 gescheitert und wir haben heute regulär 3!!! GHz durch OC 4 und der Rekord liegt doch bei rund 8GHz und die wollten damals schon 10GHz als standart haben? Eben das Multi core Design hat uns gerettet, was mir berreits vor mehr als 10jahren klar war und auch den nur einen Co Prozessor einer jeden Grafikkaarte bemägelt habe... Ebenso wird die Sache noch weiter in simultane Arbeitsverteilung weiter gehen, wenn die CPU hersteller den grossen X86 Kernen noch paar hundert kleine Co Prozessoren spendieren, jene weitere Verteile Aufgaben berrechnen. Schaut doch mal, was so eine Grafikkarte mit ihren shadern anstellen kann, wenn z.B. CUDA zum Einsatz kommt. Da sieht eine aktuelle CPU wirklich kein Land mehr.
Schlussendlich gehts weiter mit trigate, aufbauten der chips um die Signalwege zu verkürzen in 3D, andere Materialien usw.

SkyNet lässt mit seinen paar kleinen 3D Würfeln von CPU grinsend grüssen:


asset.php


"....they told us not to ask where they got it. It´s scary stuff. Radically advanced. It was smashed. It didn´t work, but it gave us ideas, took us in new directions. Things we would´ve never..."
 
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Der nächste ;) Aber ich WUSSTE ja, dass das kommt, deshalb habe ich ja von einer "gewissen" TDP gesprochen. Die Abweichungen in der TDP liegen genau so hoch wie die Abweichungen vom Moorschen Gesetz, das ja auch nur UNGEFÄHR ist.

Zumal ja nicht nur bei den 130 W Prozessoren die Transistorzahlen verdoppelt wurden. Aber 130 Watt ist ein gutes Beispiel, innerhalb dieser Grenze, die seit ca 10 Jahren die stabile Obergrenze am Desktop ist, wurde das Moorsche Gesetz genau eingehalten und immer verdoppelt - ergo war die 130 Watt Erwähnung ein Geschenk, dass ich gerne annehme, denn genau hier beweist sich die Aussage für die letzten 10 Jahre

Erst Informieren, dann labern.
Anno 2001 dürften die 72 W eines Thunderbird1400/Williamette2,0 das schlimmste gewesen sein. 130 W im Desktop hat zum ersten Mal der Prescott geschafft und das ist kaum 7 Jahre her. Um die Jahrtausendwende hat man den Katmai für 35 W gescholten, die ersten Sockel 7 Prozessoren haben keine 10 W verbraucht. Was damals Ultra-High-End-Hochleistungs-CPUs waren, könnte heute jedem ultra low voltage mobile Prozessor was in Sachen Stromverbrauch vormachen.
Ein Genie braucht es somit nicht, um festzustellen, dass seit dem Prescott/Smithfield-Vorstoß die Verbräuche kaum noch gestiegen sind und somit die Effizienz parallel zur Rechenleistung stieg, aber vorher hatte dies definitiv keine Gültigkeit. Und in Anbetracht der Formulierung würde ich erwarten, dass es zumindest in näherer Zukunft die allein gültige Variante sein könnte. Denn seien wir mal ehrlich:
Bei der Softwareentwicklung der letzten Jahre macht eine weitere Aufrechterhaltung von Moores Law im Desktopbereich keinen Sinn. Die meisten Leute kommen schon heute 99% der Zeit mit einem Viertel oder weniger der maximalen Leistung aus. Diese in zwei Jahren zu verdoppeln wird somit genau 0 Kaufanreize schaffen, die CPUs wären nur noch was für Enthusiasten. Sparsamere CPUs bei gleicher Leistung dagegen sind, gerade im mobilen Bereich, hochinteressant. Siehe Atom. D.h. in Zukunft werden wir in erster Linie eine Verdoppelung der Effizienz durch sinkende Verbräuche sehen, aber keine Verdoppelung der Leistung mehr.


und die wollten damals schon 10GHz als standart haben?

Die wollten bis ~Ende des Jahrzehnts 10 GHz als High-End haben. Wenn man Fertigungsfortschritte und OC-Rekorde auf den alten Designs berücksichtigt, erscheint dies auch machbar. Aber es wären eben 10 GHz @ 300 W geworden. Das die niemand kaufen wird, wurde einigen Leute erst zur Mitte des Jahrzehnts/Prescott klar. Zur Jahrtausendwende haben die Leute noch gejubelt, als Thunderbird annähernd das Doppelte von 1-2 Jahre alten CPUs verbrauchte.



Was man dabei völlig vergisst ist: Effizienz und Verbrauch gibt es so gesehen gar nicht. Wer auch immer damit angefangen hat.. wenn schon dann redet man vom Wirkungsgrad und Energiewandlung (*klugscheiß*). Ich höre überall nur noch Effizienz.. das nervt tierisch, lässt sich aber so ziemlich jedem Menschen als das beste Argument schlechthin verkaufen.

Ansonsten gebe ich zu diesem Thema den anderen Recht in punkto wichtigtuerisches Gehabe.

mfg Knobelmann

PS: Man möge mir die Polemik bitte verzeihen.:D

Klugscheißerei will gelernt sein. "Wirkungsgrad" lässt sich nur Anwenden, wenn das Endprodukt in gleicher Form gemessen werden kann. XYZ Joule chemische Energie werden in eine entsprechendes Äquivalent Bewegung umgewandelt -> Wirkungsgrad. XY W elektrische Energie werden in XY W thermische Energie umgewandelt -> Wirkungsgrad. Im Falle von Elektronik läge der immer bei 100%. Was aber eigentlich interessiert, ist der dabei erbrachte Nutzen in Form von Berechnungen. Der kann relativ hoch oder niedrig ausfallen und das kann mal als Effizienz angeben - aber nicht als Wirkungsgrad.

Und Verbrauch gibt es ebenfalls. Vorher war etwas dar, hinterher nicht. Man muss nur darauf achten, was verbraucht wird. "Energie" allgemein z.B. kann man -außerhalb kerntechnischer Prozesse- nicht vernichten / "verbrauchen", man kann sie nur in andere Formen umwandeln. Aber eine bestimmte Form von Energie (z.B. Strom) kann sehr wohl verschwinden / verbraucht werden - eben in dem man sie in eine andere umwandelt, die man nicht gebrauchen kann (z.B. Wärme).
 
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ruyven, ich geb dir mit allem recht, aber Energie kann man auch mit "kerntechnischen Prozessen" nicht vernichten ;) gibt da so ne tolle Formel, die das ausdrückt.

E=mc^2
 
Naja Quanti, am Cern haben se ja vielleicht nachgewiesen, das Neutrinos schneller als das Licht sind :ugly:

Wäre schon ziemlich strange, dabei gings doch wegen der Neutrinooszillazion immer darum, wie viel Masse Sie denn jetzt haben, weil ohne gehts eigentlich nicht :ugly:

Vielleicht trifft mein Tipp ja doch zu, dass Sie "Anti"masse haben :lol: Ich mags einfach symmetrisch ;)

Jetzt müsste man nur noch den magnetischen Monopol finden, und ich wäre Glücklich :D
 
ruyven, ich geb dir mit allem recht, aber Energie kann man auch mit "kerntechnischen Prozessen" nicht vernichten ;) gibt da so ne tolle Formel, die das ausdrückt.

E=mc^2

Ansichtssache. Energie und Masse sind zwar in einander umwandelbar, aber sie sind nicht das Gleiche (selbst in genannter Formel tauchen sie ausdrücklich separat auf ;) ). Wandle ich Energie in Masse um, habe ich danach weniger Energie - man könnte von einer Energievernichtung (und Schaffung von Masse) sprechen. Ansonsten müsste man umgekehrt auch sagen, dass z.B. bei einer Kernzerstrahlung keine Masse verschwindet. Was dann doch eine sehr merkwürdige Aussage ist, wenn man hinterher nachmisst und feststellt, dass weniger Masse da ist...
 
Naja, in der theoretischen Physik wirst du damit aber nicht so viel Anklang finden. Denk einfach mal daran, was passiert, wenn du ein Objekt in Richtung c beschleunigst :daumen:
 
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