AW: Konflikt zwischen Türken und Kurden
Das sind ja nur Mietpreise oder so, aber bei uns gibts keine billig Siedlungen um die großen Städte, wie in anderen Teilen der Welt.
Was aber weniger was mit fehlendem Interesse, als mit dem deutschen Bau- und Grundrecht zu tun hat. Imho ist es zwar noch immer viel zu billig, "im Grünen" zu bauen, bis nichts grünes mehr da ist, aber die Unterschicht kann sich Eigenbauten in Randgebieten definitiv nicht erlauben.
Grundsätzlich aber muss man gucken, welche Zeiträume man sich vergleicht. Viele 2. Weltstaaten haben in einigen Landesteilen erst seit wenigen Jahrzehnten so etwas wie flächendeckende Industrialisierung (und fast immer gibt es Landesteile, in denen die Landwirtschaft noch gar nicht mechanisiert ist), d.h. die Antriebskräfte hinter den dortigen Wanderungsbewegungen entsprechen denen, die in Deutschland im 19. Jhd. angesagt waren. Da wurden hier auch Billigviertel hochgezogen.
Außerdem sind die Mieten auch auf dem Land sehr hoch.
Hängt stark davon ab, wo du hin willst. Die Mieten im Einzugsbereich der Städte sind hoch, ja. Das ist aber letztlich kein Gegensatz, denn Landflucht führt ja eben in diesen Einzugsbereich (der, dank Lebensstandard und Infrastruktur in Deutschland, eben einige km über die Stadtgrenze hinausgeht). Wenn du dich außerhalb der Einzugsbereiche bewegst, sinken die Mieten massiv bzw. wenn du bereit bist, die Sanierung selbst zu tragen, kriegst du das Haus um die Mietwohnung drum rum gleich noch dazu geschenkt
Den längeren Weg zur Arbeit würde wohl so gut wie jeder in Kauf nehmen. Das kann kaum ein Grund sein. Ich kenne genug Menschen, die jeden Tag über 100km für die einfache Strecke pendeln.
Vielleicht eine Frage des Bekanntenkreises. Ich für meinen Teil kenne niemanden dieser Art und vertrete für mich persönlich die Einstellung, dass Pendeln genauso "toll" ist, wie arbeiten. D.h. die Gleichung aus Miete, Pendelkosten, Pendelzeit, Arbeitszeit und Arbeitslohn muss unterm Strich möglichst viel "Euro pro Stunde übrig" ergeben - und soooo viel Miete muss man erstmal einsparen können, dass sich das rechnet. Lebensbedingungen wären natürlich ein anderes Thema, aber, von Kindern ganz abgesehen, ist das zweischneidig. Mehr Natur ist toll, weniger/keine Freizeitangebote, fehlender Nahverkehr, eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten, reduzierte potentielle Sozialkontakte, ggf. sozialer Druck aufm Dorf/fehlende Annonymität,....... sind die Kehrseite.
Ich kenne jedenfalls genug Leute, die die Stadt dem Land vorziehen - ganz unabhängig von den Kosten vor Ort.
Sehen auf den ersten Blick auf den Bildern ganz anständig aus. Kann natürlich sein, daß die im letzten Asi-Viertel liegen.
Die wirklich billigen werden meist in Gaarden oder Mettenhof liegen... (von Assis mal abgesehen: Die Verkehrsanbindung ist merklich schlechter - und aufm Land lebst du trotzdem nicht) . Da kannst du selbst bei normal großen Wohnungen (> 100m² hat ja z.T. eh traumhafte m²-Preise) auf <5 €/m² kommen - aber davon sind dann nochmal 2 m² extra. Das Klo im Treppenhaus

Davon abgesehen ist Kiel sicherlich die Landeshaupt""stadt"" mit den niedrigsten Mieten, aber "billig" hängt dann doch von der Perspektive ab. Ein ordentlich sanierter Alt- oder ein Neubau gehen schon gut ins Geld, insbesondere auch bei den mittelgroßen Zweiraumwohnungen (studentenreiche Stadt).
Und was die Heizkosten betrifft: Falls das mit der Klimaerwärmung stimmt, können die einem doch egal sein. Die werden dann ja eh jedes Jahr weniger.
Jeder, der schon mal einen Winter in einem nicht-isolierten Altbau in Kiel (oder vermutlich auch anderen Städten direkt an der Küste) verbracht hat, wird anderer Meinung sein. Ich habs auch nicht so recht geglaubt, zumal ich aus Frankfurt nominell kältere Winter und ebenfalls unisolierte Häuser kenne. Aber wenn man feststellt, dass die kalte Luft spürbar vom Fensterbrett fließt und dass man an Raumtemperatur&Heizung abschätzen kann, ob das Haus von außen trocken ist, oder ob es geregnet hat, dann bekommen Begriffe wie "Windchill" und "Verdunstungskälte" auf einmal greifbare Dimensionen.
Das ist Ostanatolien. Meines Wissens ist das Grenzgebiet zum Iran und Irak eher Bürgerkriegsgebiet als Wachstumsmotor. Und ich glaube nicht, daß die Leute da aus Geiz an ihren Häusern gespart haben. Ich nehme eher an, sie konnten/können sich mehr einfach nicht leisten.
Ich würde sogar von erheblichen Anteilen an Eigenbauten ausgehen. Und die wenigsten dürften sich auf erdbebensicheres Bauen verstehen.