Das Kältemittel ist auch nicht kälter, aber es nimmt viel mehr Energie auf als andere Medien. Es müsste jedenfalls so sein, weil man ja anscheinend versucht, es durch möglichst viel Oberfläche (also stark komprimiert durch sehr dünne Röhrchen) zu schicken. Das jedenfalls müsste so klappen, dass damit an der Aufnahmeoberfläche eine niedrigere Temperatur als vorher auftritt. Dann müsste das Kältemittel eigentlich viel leichter heiß werden. Sonst würde nichts unter der Umgebungstemperatur sein: kein Kühlschrank, keine Klimaanlage.
Aber bevor ich mir da was zurechtspinne und man das aufnimmt, sollte man sich lieber dazu ein Video anschauen oder etwas darüber lesen.
Eijeijei.
Ein bisschen Grundlagenphysik...
ALSO, ...
Das Stichwort heisst Wärmekapazität - wieviel Wärmeenergie ein Medium aufnehmen kann. Wasser z.B. hat eine sehr gut, viel größer als Luft, und es ist leicht verfügbar (günstig). Daher wird Wasser gerne zum Wärmetransport verwendet, mit moderatem Mehraufwand gegenüber Luftkühlung direkt an Ort und Stelle.
Das weitere ist die Kompressionsfähigkeit.
Wasser ist so gut wie gar nicht komprimierbar. Gase sind es.
Die Kompression bewirkt folgendes: unter Druck tun sich die Moleküle schwerer Energie aufzunehmen/zu speichern, als entspannt.
Praktische Beispiele: Luftpumpe wird heiss/ Kompressor; Druckentlastung an der Pressluftflasche wird kalt = Entspannungsventil - diese vereisen oft ...
Bildhafte Vorstellung: Entspannt sausen die Moleküle in einem Volumen umher und wobbeln entsprechend ihrer Energie (Energie<->Temperatur. Fügt man Energie hinzu, fangen sie an schneller zu sausen und zu wobbeln, die Temperatur steigt)... Presse ich sie zusammen und verkleinere das Volumen, wird die Strecke zum Rumsausen kleiner, sie kollidieren öfter und werden zunehmend "zittriger".
Entspannt man das ganze, werden auch die Moleküle wieder "entspannter"
Komprimiert man Luft, wird diese heiß, kann nicht mehr so gut Energie speichern, da es aufgrund des Temperaturgefälles Energie an die kühlere Umgebung abgibt.
Noch cooler wird es am Phasenübergang (z.B. zwischen Flüssig zu Gasförmig).
Hier wird sehr viel Energie aufgenommen/abgegeben um z.B. von einem Aggregatzustand, wie etwa flüssig, in einen anderen, z.B. gasförmig, zu wechseln. die Moleküle müssen ihre intermolekularen Kräfte/Bindungen überwinden - bei Wasser ist das z.B. die Dipolaffinität, die viel stärker noch als die Vanderwaals-Kräfte wirkt).
Ein gutes Kältemittel ist so eines, dass sich leicht komprimieren und entspannen lässt oder gar zusätzlich seinen Phasenübergang recht Nahe am Modus Operandi hat und dabei große Mengen Energie hin und her schaufeln kann und noch dazu einfach zu handhaben bzw. ungefährlich ist.
Andere günstige Stoffeigenschaften, wie Viskosität -von der Du sprichst- sind auch hilfreich.
Das was Du beschreibst ist die Wärmetauscherfläche und der Übertrag auf das Transportmedium. Hier gleichen sich Temperaturen immer nur an.
Der Trick ist die Entspannung und Kompression, bzw. ergänzend die Verdampfung/Verflüssigung.
Ja, aber dann ist das Wasser, das aus der Umgebungsluft gewonnen wurde. Hier wäre es ja um Wasser gegangen, das extra zur lokalen Verdunstung von irgendwoher gepumpt worden wäre.
Das Stand da so nicht. Es ging um Verdunstung.
Worauf Du anspielst ist dann ein Kühlturm oder aktive Berieselung von Wärmetauscherflächen oder Wärmeabgabe an Umgebungswasser (wie Meer oder Flüsse).
Wird alles gemacht, je nachdem was vorhanden und günstiger ist.
Aber Verdunstungseffekte an sich kann man auf vielfache Weise nutzen. Damit ist auch nicht unbedingt eine Kontamination des Kühlkreislaufs einhergehend - worauf Torsten da auch immer anspielt.
Die Auffassung von Torsten, dass wir "noch" genügend Wasser zur Verfügung hätten, um damit im großen Stil zu Verdampfen oder Flüsse aufzuheizen, teile ich nicht.