Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Liegt der Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche vor allem am Zölibat?

  • Ja

    Stimmen: 20 29,9%
  • Nicht "vor allem", nur u.a.

    Stimmen: 37 55,2%
  • Nein

    Stimmen: 10 14,9%

  • Umfrageteilnehmer
    67
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Wenn das sexuelle Verlangen nicht befriedigt werden kann, staut es sich immer weiter an. Wenn ein katholischer Priester dann unter Kinder kommt, die sich nicht wehren können und aus Angst schweigen werden, lässt er seinen sexuellen Druck an ihnen ab.

[x]Ja

Würde ich auch als Hauptgrund nennen.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

eben bei shortnews gelesen, im vatikan ist es gesetzlich erlaubt 12j zu knallen, solange keine abhängigkeit des kindes besteht. schon ein lustiges völkchen, die katholiken.

dabei anzumerken ist, das gesetzt wurde vor zig jahren von den italiener 1:1 übernommen, nur das die italiener inzwischen das mindestalter auf 14 gesetzt haben. in deutschland gilt auch 14..

Ich finde das eigentlich völlig in Ordnung. Meines Erachtens könnte man das Schutzalter in Deutschland auch auf 12 senken. Die Entwicklung macht nunmal nirgends halt, und auch die Kinder werden heute in der Regel wesentlich früher reif als noch vor 50 Jahren.

Gleichzeitig könnte man auch das Alter des Eintritts in die Strafmündigkeit mal überdenken. 14 erscheint mir da heutzutage auch etwas spät, wenn man an die ganzen Verbrechen denkt, die ganz gezielt von unter-14-jährigen verübt werden, weil sie vor Verfolgung sicher sind.

Ich meine, wenn schon die Zeit zum Abitur und mithin die Zeit zum Berufseinstieg um ein Jahr verkürzt wird und man mittlerweile sogar den Führerschein mit 17 machen und sogar schon mit 16 an Wahlen teilnehmen darf, kann auch der Sex getrost vorgezogen werden, oder nicht? Konsequent wäre es jedenfalls.
 
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AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Wenn dann der Papi die Kamera findet, dann sieht er das und was hält er in den Händen? Richtig, ein Kinderporno, sprich für die Kinder gibt es außer Hausarrest keine Konsequenzen, aber wenn ein anderer die Aufnahme hat, kann es Konsequenzen für ihn geben.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Jo, das könnte vielleicht sein.

Wobei es meines Erachtens fraglich ist, ob es wirklich ein verbotener Kinderporno ist, wenn die gezeigten Personen die Bilder / den Film selbst anfertigen. Als Komplikation sollte man bedenken, was passiert, wenn Kinder derartige Aufnahmen machen, um später, möglicherweise im Erwachsenenalter, selbst die Aufnahmen von sich und etwaigen Geschlechtspartnern zu betrachten. Kann der Besitz einer selbst angefertigten Aufnahme von sich selbst bei einer bestimmten Aktion jemals illegal sein, wenn sie ausschließlich für private Zwecke verwendet wird? Ich habe da so meine Zweifel. Und dabei will ich gar nicht darauf hinaus, was das kodifizierte Recht sagt, sondern wie die Sache moralisch eigentlich zu bewerten wäre, und ob irgendein deutsches Gericht dafür wirklich jemanden verurteilen würde. Man muß sich ja vor Augen halten, daß es sich dabei um ein und dieselbe - mittlerweile lediglich gealterte - Person handelt. Jede Einmischung in private Aufnahmen aus dem Leben eines jeden Menschen halte ich für einen kaum vertretbaren Eingriff in dessen Persönlichkeitsrechte.

Ich gebe zu, daß das eine sehr akademische Frage ist, weil es in der Realität dazu wohl so gut wie nie kommen wird, aber darüber nachdenken sollte man vielleicht schon einmal.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Gerade aus den genannten Gründen wundere ich mich, wieso das Ausmaß an Kindesmissbrauchsfällen so groß ist. Hat wer ne Erklärung dafür?

Die Frage ist, wie hoch das Ausmaß überhaupt ist.
Die meisten Fälle, die zur Zeit diskutiert werden, beschäftigen sich mit körperliche Misshandlung - nicht mit sexueller. Erstere ist durchaus zu erwarten, wenn man sich einen Personenkreis anguckt, der traditionell bis rückständig und oft mit Kinderbetreuung, z.T. sogar Erziehung betraut ist (-> körperliche Züchtigung)
Sexueller Missbrauch könnte aufgrund des großen Kontaktbereiches auch gehäuft auftreten (mit Ausnahme von Kinderärzten, Lehrern und Kindergartenbetreuern dürfte es wohl kaum einen Berufszweig mit soviel engem Kinderkontakt geben), aber ist dem überhaupt so?
Man darf nicht vergessen, dass die Medien zur Zeit jeden Fall aus dem deutschen Sprachraum der letzten 5-6 Jahrzehnte breittreten. Die Kirche ist nicht gerade klein, da kommt auch ganz ohne Häufung eine traurig hohe Zahl zusammen. Würde man sich alle z.T. Kellner angucken, wären es vielleicht genauso viel - nur gehören die halt nicht einer zentralen Organisation an und sind deswegen weniger auffällig.


eben bei shortnews gelesen, im vatikan ist es gesetzlich erlaubt 12j zu knallen, solange keine abhängigkeit des kindes besteht. schon ein lustiges völkchen, die katholiken.

dabei anzumerken ist, das gesetzt wurde vor zig jahren von den italiener 1:1 übernommen, nur das die italiener inzwischen das mindestalter auf 14 gesetzt haben. in deutschland gilt auch 14..

modern <> Vatikan ;)

Allerdings dürfte es ohnehin wenig Anwendungsmöglichkeiten für derartige Gesetze geben, denn afaik ist die Geburtenrate des Vatikans exakt null und Einwanderer im Kindesalter dürfte es auch nicht geben. Bleiben also nur Touristen, die hoffentlich die ganze Zeit von ihren Eltern beaufsichtigt werden.


@ "warum Kinder und keine Prostituierte": erstens verdienen Priester nicht so gut :D zweitens ist so gut wie unmöglich, vor allem in kleinen Orten, da unerkannt die Dienste einer professionellen in Anspruch zu nehmen

Prosituierte auf dem Land sind längst mobil (und Priester auch). Es gibt auch unzählige Beispiele für jahrelange Beziehungen, die von Priestern erfolgreich verheimlicht wurden.


Ich finde das eigentlich völlig in Ordnung. Meines Erachtens könnte man das Schutzalter in Deutschland auch auf 12 senken. Die Entwicklung macht nunmal nirgends halt, und auch die Kinder werden heute in der Regel wesentlich früher reif als noch vor 50 Jahren.

Also "reif" würde ich anders definieren...
Und "Thema dieses Threads" auch, bitte ein bißchen drauf achten, wohin ihr abdriftet ;)
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Prosituierte auf dem Land sind längst mobil
Wir reden aber auch von Fällen, die Jahre und Jahrzehnte zurückliegen, als das noch nicht so war. Und selbst heute hätte ein Pfarrer sicher Sorge, dass man die Dame evtl. erkennt, wenn sie in sein Haus geht... und: Hausbesuche sind sicher teurer ;)


(und Priester auch)
bringt ja nix: da, wo es diese Dienste gibt, kann immer einer mitkriegen, dass "der Herr Pfarrer" dahingeht... oder meinst Du jetzt eine 400km-Fahrt?


Es gibt auch unzählige Beispiele für jahrelange Beziehungen, die von Priestern erfolgreich verheimlicht wurden.
Das ist ja sogar einfacher als eine Prosituierte, da beide schweigen wollen und es auch erstmal nicht "verdächtig" ist, wenn eine normale Frau öfter zum Pfarrer geht oder ein Pfarrer ein normales, nicht für Rotlicht bekanntes Wohnhaus besucht. Zudem wäre das - selbst wenn es in der Gemeinde manche mitkriegen - viel eher akzeptiert als ein Bordellbesuch, da es bei der Beziehung ja um Liebe geht und nicht um das Stillen des Sexualtriebes.


Aber ich sagte ja auch: wir wissen ja überhaupt nicht, ob nicht doch rel. viele zu einer Prosituierten gehen, anstatt den Trieb anderweitig oder gar nicht auszulassen...
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Ich finde das eigentlich völlig in Ordnung. Meines Erachtens könnte man das Schutzalter in Deutschland auch auf 12 senken. Die Entwicklung macht nunmal nirgends halt, und auch die Kinder werden heute in der Regel wesentlich früher reif als noch vor 50 Jahren.

Ja, und irgendwann sind wir dann bei: "Sobald sie krabbeln können, sind sie im richtigen Alter..." :rolleyes:

Wegen körperlicher Misshandlung:
Schwarze Pädagogik war schon immer ein Wesenszug der römisch-katholischen Erziehung. Das findet man schon in der Bibel wieder.

Zum Thema sexueller Missbrauch:
Auch hier können sich Katholiken (und Evangelen auch, wenn sie es denn nötig haben) aufs neue Testament beziehen. Schließlich hat Gott Maria vergewaltigt, damit sie ihm Jesus gebärt. Wie soll man sich da an vergängliche, weltliche Werte halten, wenn die eigene Lichtgestalt mordend und schändend durch die Lande zog.

Ich habe dennoch für mit "nein" gestimmt, weil nicht das Zöllibat dafür verantwortlich ist, sondern die Religion an sich.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Wir reden aber auch von Fällen, die Jahre und Jahrzehnte zurückliegen, als das noch nicht so war. Und selbst heute hätte ein Pfarrer sicher Sorge, dass man die Dame evtl. erkennt, wenn sie in sein Haus geht... und: Hausbesuche sind sicher teurer ;)

bringt ja nix: da, wo es diese Dienste gibt, kann immer einer mitkriegen, dass "der Herr Pfarrer" dahingeht... oder meinst Du jetzt eine 400km-Fahrt?

Ich spreche von Wohnmobilen, die an bestimmten Stellen entlang der Landstraße an jeder zweiten Schneise stehen...


Das ist ja sogar einfacher als eine Prosituierte, da beide schweigen wollen und es auch erstmal nicht "verdächtig" ist, wenn eine normale Frau öfter zum Pfarrer geht oder ein Pfarrer ein normales, nicht für Rotlicht bekanntes Wohnhaus besucht.

Wenn ein Pfarrer regelmäßig das gleiche Haus besucht, dürfte das genauso schnell zu Tratsch führen. Besuche in der Kirche bergen immer das Risiko, dass da noch jemand anders rein will und sich wundert, wo die Frau hin ist, die eben reingegangen ist.
An einem Skandal dürften die Prostituierten noch weniger Interesse haben. Schädigt schließlich das Geschäft.

Zudem wäre das - selbst wenn es in der Gemeinde manche mitkriegen - viel eher akzeptiert als ein Bordellbesuch, da es bei der Beziehung ja um Liebe geht und nicht um das Stillen des Sexualtriebes.

Da kenn ich die Gemeinde nicht. Eine Verletzung diverser Schwürde, Vorschriften,... wäre es so oder so.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Also "reif" würde ich anders definieren...
Und "Thema dieses Threads" auch, bitte ein bißchen drauf achten, wohin ihr abdriftet ;)

Es läßt sich schwer voneinander trennen, wenn schon der weltliche Teil der Gesetzgebung im Vatikan als (vielleicht vermeintliches) Übel identifiziert wird.

Ja, und irgendwann sind wir dann bei: "Sobald sie krabbeln können, sind sie im richtigen Alter..." :rolleyes:

Das ist vielleicht eine etwas harsche Auffassung, aber eine Entwicklung in diese Richtung wäre eigentlich nicht überraschend, wenn wir bedenken, daß das gesamte Konzept der Kindheit für unseren Kulturkreis eine sehr neue Erfindung ist.

Wegen körperlicher Misshandlung:
Schwarze Pädagogik war schon immer ein Wesenszug der römisch-katholischen Erziehung. Das findet man schon in der Bibel wieder.
Was ist denn "schwarze" Pädagogik? Klingt irgendwie nach schwarzer Magie. Aber wenn Du damit das alte Konzept von Zuckerbrot und Peitsche meinst, dann laß Dir gesagt sein, daß die Bibel mit Kindern im Gegensatz zu dem, was zu ihrer Entstehungszeit außerhalb der christlichen Gemeinschaft sonst üblich war, außerordentlich sanft umgeht. Aus heutiger Perspektive kommt uns das zwar nicht so vor, aber man muß jedes von Menschen gemachte Werk vor dem Hintergrund seiner Entstehungszeit sehen, um es richtig bewerten zu können.
Zum Thema sexueller Missbrauch:
Auch hier können sich Katholiken (und Evangelen auch, wenn sie es denn nötig haben) aufs neue Testament beziehen. Schließlich hat Gott Maria vergewaltigt, damit sie ihm Jesus gebärt. Wie soll man sich da an vergängliche, weltliche Werte halten, wenn die eigene Lichtgestalt mordend und schändend durch die Lande zog.
Ich will ja wirklich nicht beleidigend werden, aber aus dieser Geschichte eine Vergewaltigung konstruieren zu wollen, ist... naja... sagen wir mal: mutig.
Was da wirklich passiert ist, sollte sich jeder mit ein bißchen Fantasie an einer Hand abzählen können. Selbst heute passiert das jeden Tag, wie uns immer wieder öffentlich zelebrierte Vaterschaftstests in den täglichen Talkshows beweisen.

Es heißt übrigens "Protestanten". "Evangelen" gibt es nicht.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

So gesehen, kehrt die Kath. Kirche wieder ins Mittelalter zurück. Es gibt derzeitig ja eine regelrechte Austrittswelle. Zu verwundern ist dies ja nicht.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Es hat auch wenig mit Aberglauben zu tun, sondern mehr mit deutscher Sprache.

Die Ziele der sog. "schwarzen Pädagogik" in dem von Dir verlinkten Artikel finde ich übrigens ganz normale Erziehungsziele. Ich wüßte nicht, was daran jetzt schlecht sein sollte. Die aufgeführten Mittel halte ich für herbeifantasiert.

Daß man bei seinen Kindern ein bestimmtes Verhalten wünscht, Gehorsam einfordert sowie Lügen striktestens verbietet, sollte selbstverständlich sein. Man will ja schließlich ehrbare Menschen und keine Asozialen großziehen.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Sorry, ob nun Protestanten oder Evangelen, so sehr kenn ich mich bei diesem Aberglauben nicht aus. Wegen "Schwarzer Pädagogik": Schwarze Pädagogik ? Wikipedia

Wieso Protestant oder Evangele? Wenn dir sogar die Bezeichnung nicht klar sind, dann frage ich mich, wie du mit deinem Unwissen überhaupt ne Meinung haben kannst.

Es sei denn natürlich, du verurteilst so vieles aufgrund deiner Unwissenheit.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Ich weiß sehr wohl, dass es Protestant heißt. Man schaue jedoch mal auf die Uhrzeit meines Beitrages. Zu diesem Zeitpunkt.hielten mich nur noch Cola und Wut über einen nicht funktionierenden, aber bereits verkauften Rechner wach. ;)

Und wegen der Unwissenheit. Ich schätze mal das ich mehr über religiösen Wahn und seine Auswüchse mehr vergessen habe, als die meisten je wissen werden, von daher...

Die Ziele der sog. "schwarzen Pädagogik" in dem von Dir verlinkten Artikel finde ich übrigens ganz normale Erziehungsziele. Ich wüßte nicht, was daran jetzt schlecht sein sollte. Die aufgeführten Mittel halte ich für herbeifantasiert

Leider geht es der Realität sehr am Gesäß vorbei was du für herbeiphantasiert hältst oder nicht. Aber da dir die Realität ebenfalls nur ein entfernter Bekannter zu sein scheint ist das schon ok so, denke ich. :)
 
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AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

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Die aufgeführten Mittel halte ich für herbeifantasiert.

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Lies bitte noch mal den geschichtlichen Hintergrund aus dem benannten Wiki-Artikel und reflektiere die Aussagen eines Herrn Mixa in dem Zusammenhang. ("Schläge waren damals etwas ganz normales")

Hexenverbrennung(-ersäufung) waren im MA auch etwas ganz Normales.

Es ist in diesem Zusammenhang übrigens unerheblich, ob staatliche Einrichtung, kirchliche Institution oder authoritäres Elternhaus. Schläge (nicht Klapse, Knüffe oder flapsige Kabbeleien) sind auch heutzutage (jenseits unmöglicher reality-Erziehungsshows) quer durch alle Gesellschaftsschichten noch immer bewährtes Mittel zur Durchsetzung des Autoritätsanspruchs von Erziehungsberechtigten.

Bitte meine Kritik nicht mit einem Statement für antiautoritärer Erziehung verwechseln. Autorität kann man sich auf verschiedenste Art und Weise verschaffen, verdienen und erwerben. Dazu bedarf es jedoch nicht der "klassischen" Methoden (die sehr wohl kein Produkt der Fantasie sind) der Schwarzen Pädagogik.
 
AW: Kindesmissbrauch katholische Kirche - liegt's am Zölibat?

Lies bitte noch mal den geschichtlichen Hintergrund aus dem benannten Wiki-Artikel und reflektiere die Aussagen eines Herrn Mixa in dem Zusammenhang. ("Schläge waren damals etwas ganz normales")

Wobei die Frage ist, was Herr Mixa nun als "Schläge" bezeichnet. Meint er damit eine Ohrfeige? Vielleicht mehrere Schläge mit der flachen Hand aufs Gesäß? Oder sogar Schläge mit Instrumenten wie Gürtel oder Rohrstock? Vielleicht sogar Faustschläge ins Gesicht? Ich habe keine Ahnung, und seine Aussage ist auch wirklich sehr schwammig.

Außerdem steht in dem Artikel, daß es "bis in die 70er Jahre" so war. Das heißt also, in grauer Vorzeit. Das ist wirklich Schnee von gestern. Mir ist nicht so klar, wieso man sich darüber noch aufregen sollte, zumal diese Methoden ja anscheinend nicht mehr angewendet werden.
Hexenverbrennung(-ersäufung) waren im MA auch etwas ganz Normales.
Eben. Weil es etwas ganz normales war, verurteilt es ja auch keiner. Die Leute wußten es eben nicht besser. Aber wenn wir unseren Vorfahren etwas ausgerechnet nicht vorwerfen können, dann ist das Nichtwissen. Es wirft ja auch niemand Griechen und Römern der Antike Sklavenhaltung und Todesstrafe vor.
Es ist in diesem Zusammenhang übrigens unerheblich, ob staatliche Einrichtung, kirchliche Institution oder authoritäres Elternhaus. Schläge (nicht Klapse, Knüffe oder flapsige Kabbeleien) sind auch heutzutage (jenseits unmöglicher reality-Erziehungsshows) quer durch alle Gesellschaftsschichten noch immer bewährtes Mittel zur Durchsetzung des Autoritätsanspruchs von Erziehungsberechtigten.
Daher erneut meine Frage: Was sind jetzt Schläge? Reicht da schon eine schallende Ohrfeige, oder braucht es dafür mehr? Falls das ausreicht, würde ich sagen, daß das natürlich ein bewährtes und völlig normales Mittel zur Durchsetzung von Autorität ist, wenn es auch das allerletzte sein sollte, denn seine stärkste Waffe sollte man nie zu früh aus der Hand geben, weil danach nichts mehr kommen kann. Und Autoritätsverlust setzt immer dann ein, wenn die Gegenseite merkt, daß man seine letzten Trümpfe ohne Effekt gespielt hat. Alleine dieses Risiko sollte also schon vermieden werden.
Bitte meine Kritik nicht mit einem Statement für antiautoritärer Erziehung verwechseln. Autorität kann man sich auf verschiedenste Art und Weise verschaffen, verdienen und erwerben. Dazu bedarf es jedoch nicht der "klassischen" Methoden (die sehr wohl kein Produkt der Fantasie sind) der Schwarzen Pädagogik.
Oh, ich glaube, daß einige andere Methoden noch wesentlich schmerzhafter sind. Ich habe sehr, sehr selten was auf den Hintern oder eine Ohrfeige bekommen (ich war auch immer sehr brav), aber körperlicher Schmerz hält vielleicht zehn Minuten an, eher weniger.
Wirklich weh tun heftigste Standpauken, in denen man sich all seine Fehltritte, Charakterfehler, düstere Zukunftsprognosen und die Enttäuschung seiner Mitmenschen anhören darf, und vor allem das stundenlange, eisige Schweigen danach. Wenn man das ein paar Mal erlebt hat, dann wünscht man sich schnell, die ganze Sache hätte mit ein, zwei Ohrfeigen abgehandelt werden können.

Obwohl... wenn ich mir so überlege, was eine Exfreundin von mir erzählt hat, was deren Mutter so mit der angestellt hat, dann läuft's mir schon kalt den Rücken runter. Aber auch das hatte mit Schlägen herzlich wenig zu tun.

Abgesehen davon ist das alles nun wirklich sehr OT. Immerhin geht es hier doch eigentlich um Kindesmißbrauch, nicht um Erziehung oder in deren Rahmen stattfindende Kindesmißhandlung.
 
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