Kaufberatung Objektiv Tieraufnahmen

Atothedrian

Software-Overclocker(in)
Moin Moin,

ich hab eine Canon 1100D und zurzeit ein "Standard Objektiv bis 50mm und ein Teezoom Objektiv bis 135 mm Brennweite.
Da ich gerne Tieraufnahmen machen wollte ich mir mal demnächst ein neues Objektiv gönnen. Als ich heute meine Kamera zum Fachhändler gebracht haben um den Sensor reinigen zu lassen, hab ich mich gleich mal beraten lassen.
Was aber "nur" dabei raus kam. Ich solle mir ein Objektiv mit 300mm Brennweite holen, Hersteller tun sich alle nichts und mit 300 würde ich auch schon ein qualitativ guten Produkt bekommen und kein billiges.

Daher meine Frage: Ist die Aussage so korrekt? Hab ich vllt. konkrete Vorschläge oder Empfehlungen für mich. Da ich auch gerne Marko Aufnahmen machen: Gibt es da auch Objektive die für beides geeignet sind?

Schon mal Danke :)
 
Ich hab ein "kleines" Tele für solche Tieraufnahmen => Tamron 70-300 VC USD
Liegt preislich um die 300,-€, ist kompakt, nicht zu groß, gibts auch für Canon und es wird von vielen für das sehr gute P/L Verhältnis gelobt.
Hier im Forum haben glaub noch zwei drei Leute die Linse imEinsatz.

Speziell für Makros würde ich mir aber eine dedizierte Makrolinse zulegen und kein Objektiv das ein "Makro" im Namenträgt. Das kann zwar etwas näher ran als ne Linse die kein Makro im Namen hat, ersetzt aber ein richtiges Makro in keinem Fall.
 
Ich persönlich bin (mit meiner Pentax K5, aber das tut hier nix zur Sache) super zufrieden mit meinem Sigma 18-250mm mit optischem Bildstabilisator (OS). Durch den OS kann man auch in dämmrigen Licht locker aus freier Hand Aufnahmen mit 250mm ohne Verwackeln machen, der ist deutlich besser als diverse Bildstabilisatoren im Kamera-Body (wie sie meine K5 z.B. auch hat). Und mit 250mm Brennweite (zuzüglich Crop Factor, also knapp 400mm Kleinbild-Äquivalent) habe ich noch nie Makro vermisst... Selbst Spinnen, Heutschrecken und Schmetterlinge kann ich formatfüllend abbilden aus ca. 80cm Entfernung (näher kann ich nicht scharf stellen). Der große Vorteil ist außerdem, dass man das Viehzeug nicht verscheucht (so wie es bei einem normalen Makro-Objektiv der Fall wäre, wenn man 30cm ran geht - da würde kein lebendes Wesen mehr sitzen bleiben :D).

Da könnte man natürlich auch gleich eine 250mm-Festbrennweite kaufen. So habe ich aber gleichzeitig noch ordentliches Weitwinkel dabei (ohne Notwendigkeit für Objektivwechsel), und bin für alle Einsatzfälle draußen in der Natur gewappnet. Und die Verzerrungen, die so ein Superzoom-Objektiv verursacht, sind deutlich geringer, als ich befürchtet hatte. Ich habe da überhaupt nix zu meckern :daumen:

Ein wichtiger Gesichtspunkt für mich war noch der Ultraschall-Motor. Der ermöglicht echt superschnelles und leises Fokussieren. Davor hatte ich das Tamron 28-300mm ohne Ultraschall-Motor, und das war im Vergleich zum Sigma ausgesprochen laut und langsam, würde ich nicht wieder haben wollen.

Edit:
Das hier ist das Analogon von meinem Objektiv für Canon: http://geizhals.at/de/sigma-objekti...c-makro-os-hsm-fuer-canon-883954-a798190.html
 
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Erstmal danke für die Antworten. Das ich doch so günstig dabei wegkomme hätte ich nicht gedacht. Bei einer Brennweite von 18-250mm bin ich zugegeben immer noch ein wenig skeptisch, das schon ein großer Bereich.

Da stellt sich bei mir erst einmal die Frage, Fotos von Tieren.... wo? Zoo/Tierpark oder Wildlife.

Zu Haus, im Park, im Zoo, im Wald, im Urlaub. Vielfältige Einsatzgebiete :)
 
Ich würde es wie der_yappi machen. Das Tampon 70-300 vc usd ist eine super Linse für diese Preisklasse. Ich habe sie auch auf der 70d im Einsatz. Mit den ganzen "megazooms" von 18-270 usw bin ich nie ganz warm geworden. Irgendwann wird der Tubus sehr wackelig... Das taumeln macht einen sehr wertigen Eindruck und die Abbildungsleistung Ist auch top. Nicht umsonst ist es ein "Geheimtipp"
 
Bei einer Brennweite von 18-250mm bin ich zugegeben immer noch ein wenig skeptisch, das schon ein großer Bereich.
Das musst du halt abwägen... Der Unterschied von 250m auf 300mm sind lediglich nochmal 20%. Kannst dir ja bei einem konkreten Motiv mal vorstellen, wie viel größer man es rankriegt, wenn man 20% vom Rand abschneidet... Ich persönlich finde das zu vernachlässigen. Der Unterschied am Weitwinkel-Ende hingegen, 18mm zu 70mm, sind hingegen 470%! Du kannst also mit dem Sigma 18-250 um den Faktor 3.7 stärker rauszoomen als mit dem 70-300er. Wenn man den Crop-Faktor noch mit beachtet, sind 70mm selbst auch schon ganz ordentlich Tele. Es gibt nicht umsonst "Tele"-Festbrennweiten mit 70mm ;) Nimm also nur das 70-300, wenn du wirklich ausschließlich in Tele knipsen willst, und nie mal ein Motiv in "Normalgröße" oder gar etwas Weitwinkel aufnehmen willst (Landschaftsaufnahme, Vogelschwarm, etc.). Oder wenn du Lust drauf hast, draußen im Feld die Objektive regelmäßig zu tauschen, wo der Wind dann Sandkörnchen in deinen Body bläst :ugly:

Ich hab mich damals in erster Linie von meinem Tamron 28-300mm verabschiedet, weil mir 28mm (also mit Crop-Faktor 42mm Kleingildäquivalent) einfach nicht genug Weitwinkel für Naturaufnahmen (und auch Tieraufnahmen - wie gesagt, Schwärme, Herden, etc.) waren.

Das mit dem wackeligen Tubus kann ich bei meinem Sigma 18-250mm überhaupt nicht bestätigen. Und ich hab das nun auch schon etwa 4 Jahre im intensiven Einsatz.
 
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Ich würde eher zum 70-300 als zum 18-250 greifen. Für die 18mm gibt es immer noch das Kitobjektiv, das auch keine allzu schlechte Figur macht und wegen des geringen Gewichts beim Tragen nicht stört. Falls du es nicht hast, gibt es das für ca 1-10€ auf e-Bay. Das bisschen Brennweite zwischen 55 und 70mm wirst du nicht vermissen.

Eine andere Möglichkeit wäre das 70-200 f/4 L. Aber ob dir eine bessere Lichtstärke, Geschwindigkeit und Bildqualität den doppelten Preis, fehlenden Stabi und 30% weniger Brennweite rechtfertigen, musst du selbst entscheiden.
 
Ich würde eher zum 70-300 als zum 18-250 greifen. Für die 18mm gibt es immer noch das Kitobjektiv, das auch keine allzu schlechte Figur macht und wegen des geringen Gewichts beim Tragen nicht stört. Falls du es nicht hast, gibt es das für ca 1-10€ auf e-Bay. Das bisschen Brennweite zwischen 55 und 70mm wirst du nicht vermissen.
Für Landschaftsaufnahmen sehe ich das genau so. Aber bis man das Zweitobjektiv aus der Tasche geholt hat, das eine abgeschraubt, das andere angeschraubt hat, und das Erstobjektiv wieder in der Tasche verstaut hat, ist wohl ein Lebendes Motiv (Tierfotografie ^^) in 90% der Fälle nicht mehr da (oder nicht mehr so in Szene wie erhofft) :)

Bei Nebel/Sprühregen/Wind würde ich auch nur sehr ungerne draußen ein Objektiv wechseln. Winzige Wassertröpfchen auf dem Sensor sind an sich nicht schlimm, die verdunsten wieder. Aber selbst Nebel/Regen enthält immer gelöste Stoffe, die dann Flecken auf dem Sensor hinterlassen. Wer nie Objektive wechselt, muss seinen Sensor nie reinigen :)

Aber ich sehe schon, es gibt dazu einfach verschiedene Ansichten ;) Da bleibt es dem TE nur übrig, sich alle Ansichten durchzulesen, und sich dann selbst eine Meinung zu bilden.
 
Das Kit Objektiv hab ich. Ich hab auf kein Problem damit das Objektiv zu wechseln. Wenn ich unterwegs bin und Tierfotos machen will hab ich auch gleich das richtige Objektiv druff damit mir nichts wegläuft ;) Trotz vorhandenem Stativ wäre mir ein Bildstabilisator natürlich immer wilkommen.
Den Bereich 55-70 Vermisse ich auch nicht. :)

Von dem Tamron 70-300 VC USD bin ich schon sehr angetan. Wie sieht es mit Nachtaufnahmen bzw. schlechten Lichtverhältnissen aus? Gibt es da Erfahrungen?
 
Von dem Tamron 70-300 VC USD bin ich schon sehr angetan. Wie sieht es mit Nachtaufnahmen bzw. schlechten Lichtverhältnissen aus? Gibt es da Erfahrungen?

Das Tammi hat a) keine hohe Lichtstärke und b) keine durchgängige Lichtstärke
Dafür ist es halt kompakt und eig. nicht zu schwer (~800gr) - eine Linse mit durchgängiger 2.8er Lichtstärke und einem ähnlichen Brennweitenbereich hat da ein ganz anderes Gewicht (min. 1,5kg) und auch einen viel größeren Preis.

Kannst ja mal hier die Bilder aus dem Canonbereich ankucken:
Objektiv Tamron SP 70-300 VC USD - DSLR-Forum


Mal noch ein Link zur Herstellerpage
SP AF 70-300 F/4-5.6 Di VC USD - Tamron
 
Sieht echt schick aus, ich werd wohl ein Teil meines Weihnachtsgeldes mal reservieren.
Schränkt meine eher günstige Kamera die Bildqualität eigentlich irgendwie ein oder muss ich mir da keinen Kopf machen. (Muss ja irgend n Grund geben warum es noch deutlich teurer Kameras gibt)
 
Mach dir da mal keinen Kopf ;) Meistens überdauert das Objektiv die Kamera und deshalb ist es eher günstig, noch Reserven beim Objektiv zu haben. Abgesehen davon finde ich diesen Schärfehype inzwischen bei Hobbyfotografen übertrieben - außer es geht um Crops. Ich meine, was willst du mit einer Linse, die 30MP auflöst, wenn du das Foto dann sowieso nur in 1080p ins Forum und auf Facebook o.ä. stellst? Natürlich ist mehr Schärfe immer gut aber ich weiß nicht, ob ich z.B. mir das Samyang 35mm f/1.4 noch einmal kaufen würde. Es ist zwar laut einigen Tests die zweitbeste Linse in seiner Kategorie aber das hohe Gewicht ist oft einfach unpraktisch. Deshalb steht es viel zu oft im Regal.

Willst du ein Objektiv mit dieser Brennweite und einer 2.8er Lichtstärke, musst du ca. 1000€ auf den Tisch legen (die Canon 200mm 2.8L Festbrennweite mal ausgenommen, kostet aber auch 750€)
 
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Meine hat ja auch "nur" 12MP. Reich mir auch völlig. Stand damals vor der Frage 600/650D oder die jetzige.
500€+ ist für mich als (ambitionierter) Hobbyfotograf zu viel ;)
Dann werd ich erstmal die 330 für die Tamron ausgeben und dann nochmal schauen das ich mir für Makros was separates besorgen.
Vielen Dank euch allen :)
 
Gute Entscheidung. Für Makros würde ich mir Anfangs ein gebrauchtes holen. Es gibt gute 60er von Canon, zu not geht's auch drunter. Da wird es allerdings schwierig mit Insekten o.ä. Dafür würde ich auf 90mm + gehen...
 
Kann das Tamron 70-300 auch nur empfehlen. Hatte damals die Version für Pentax (Ohne AF Motor und Bildstabi), für die ich allerdings nur 130€ neu gezahlt hatte (was die Linse noch attraktiver machte). Zumindest mein Exemplar war von der Schärfe her durchaus konkurrenzfähig zu den teuren 70-200 2.8 von Sigma und Tamron. Es ist halt deutlich lichtschwächer, zumindest an Pentax ist der AF ziemlich lahm (aber das kann an Pentax liegen) und produzierte häufig purple fringing. Schließlich war das Bokeh in manchen Situationen ziemlich hässlich.

Wenn du willst kannst du mal im DI-Thread nach Posts von mir suchen, müsste da ziemlich viele Tierfotos hochgeladen haben. Die sind alle mit dem Tamron 70-300 geschossen worden, in der Regel ohne nachschärfen.

Edit:

Weil zumindest bei mir die Suche nicht geht die Links zu den Bildern im Spoiler:

 
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Ich find die Aussage, man brauche ein 300mm Glas, einfach mal falsch!
Natürlich ist es gut wenn man eine hohe Brennweite hat, allerdings ist die Lichstärke viel wichtiger!
In meinen Augen war das eine völlig unqualifizierte Aussage.

Und warum das 70-200 2.8 von Tamron nicht erwähnt wurde, ist mir auch schleierhaft.
Wenn du das Geld hast, gönn dir die neue Version mit VC oder die alte Version ohne VC mit einem Monopod.
Die alte Version bekommt man gebraucht für 370€ und ist damit ungeschlagen.
Überleg dir, ob dir 100mm, die kaum noch ins Gewicht fallen, wichtiger sind als die Blende von 2.8
 
Du unterschätzt da etwas sehr wichtiges nach deiner Aussage kennst du nur Tierfotos in nem Zoo/Tierpark machen, in freier Umgebung sieht die Sache mal ganz anders aus... da bringt dir eine Lichtstärke von 2.8 wenig wenn das Tier vorher abhaut weil zu wenig Brennweite vorhanden is. Klar, ne hoche Lichtstärke zu haben wie 2.8 kann super sein ist aber kein muss.
 
Du unterschätzt da etwas sehr wichtiges nach deiner Aussage kennst du nur Tierfotos in nem Zoo/Tierpark machen, in freier Umgebung sieht die Sache mal ganz anders aus... da bringt dir eine Lichtstärke von 2.8 wenig wenn das Tier vorher abhaut weil zu wenig Brennweite vorhanden is. Klar, ne hoche Lichtstärke zu haben wie 2.8 kann super sein ist aber kein muss.

In freier Wildbahn werden die 100mm kaum was bringen, besonders nicht, wenn es nicht durchgängig lichtstark ist.
Wenn der TO ERNSTHAFT Wildlife fotografieren will, wird er an einem lichtstarken 400mm nicht vorbeikommen, besonders wenn er im Wald fotografieren will.
Da kommt dann auf alle Fälle ein gescheites Monopod zu.

Mein Rat wäre, mit dem "alten" Tamron 70-200 2.8 die Tierfotografie im Zoo "anzutesten".
Dort kann man regelmäßig hin und üben. Sollte der TO die Tierfotografie für sich entdecken und möchte dann Wildlife fotografieren, kann er ein passendes Objektiv nachkaufen.

In meinen Augen ist ein lichtschwaches 300mm keine wirkliche Option, man kann die Lichtverhältnisse nie im Vorfeld einschätzen.
Alternativ wäre ein lichtstarkes ~300mm, was aber lt. Aussage des TO nicht ins Budget passt.
 
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