Kabel oder DSL, was ist besser?

Patrin

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Wenn sonst alles gleich ist, kosten, geschwindigkeit, Vertragsdauer, identischer Anbieter.
Welche Verbindungsart ist zuverlässiger? Anbieter wäre O2, home flex.
 
Kommt drauf an. Über Kabel (DOCSIS) gehen bis zu 1GBit/s , der Upload ist aber meist mies und du teilst dir auch die letzte Meile mit den anderen, zu Stoßzeiten sind die Netze oft überbucht. Zudem muss deine Kabelanlage mit passendem Verstärker versehen sein, das rüstet aber i.d.R. der Anbieter bei Bedarf nach.
Bei VDSL Supervectoring gehen 250 MBit/s, meist auch stabil zu Stoßzeiten (es sei denn andere Teile des Netzes sind überlastet). Wichtig ist, dass die Hausverkabelung gescheite Kabel verwendet und nicht das in den letzten 30 Jahren oft verwendete J-Y(St)Y.
 
Welche Verbindungsart ist zuverlässiger?
Die, dessen Ausbau in deiner Region weiter fortgeschritten ist.

Es gibt kein pauschales X ist besser/schlechter als y. In manchen Regionen ist DSL viel schneller und stabiler als Kabel. In anderen (beispielsweise bei mir) ists genau andersrum. Beide Techniken haben Vor und Nachteile.

Das einzige was rein technisch gesehen definitiv allem anderen überlegen ist ist FTTH/Glasfaser aber das steht ja nicht in deiner Auswahl - und genau hier kommt der Ausbau ins spiel, denn sowohl Kabel/DOCSIS als auch DSL haben ein Backbone aus Glasfaser, sprich nur die letzten paar Hundert meter bis einige Kilometer sind tatsächlich noch Kupfer-/Koaxkabel, beim ersten Hauptverteiler wird in aller Regel schon auf Glasfaser umgesetzt. Deswegen schreibe ich oben dass es fast ausschließlich darauf ankommt wie gut der Ausbau in deiner Region ist, beispielweise wie viele Endkunden an einem Verteiler hängen (Kabel) und/oder wie weit die Strecke zum ersten Verteiler ist (DSL).
 
Wenn dein gewählter Anbieter Vodafone ist und du einen netten Mitarbeiter am Telefon hast, könnte er es dir theoretisch nach zwei Klicks sagen.
Dazu brauchste einen Mensch am Telefon der zusätzlich kompetent ist UND die eine Information gibt die nicht Standard ist.
Möglich aber sehr unwahrscheinlich :ugly:

Es gibt aber ein paar einfache Anhaltspunkte bei Kabel beispielsweise - frage einen netten Nachbarn der Kabel nutzt ob er wochentags um 20 Uhr Probleme hat (Aussetzer, langsames Netz usw.) - wenn ja ist der Ausbau schlecht bzw das Segment überbucht, wenn 24/7 die volle Leistung da ist ist gut ausgebaut.

Bei DSL sind die Verteilerkasten häufig sichtbar etwa am Straßenrand aufgestellt. Hier ist der Hauptpunkt die Entfernung zum Haus. Wenn du deinen Verteiler von Fenster aus sehen kannst ists gut, wenn das schon zu weit ist nicht.
 
Bei DSL sind die Verteilerkasten häufig sichtbar etwa am Straßenrand aufgestellt. Hier ist der Hauptpunkt die Entfernung zum Haus. Wenn du deinen Verteiler von Fenster aus sehen kannst ists gut, wenn das schon zu weit ist nicht.
Bei Kabel auch oft. Nur kann man die schwer unterscheiden (KVz 59 mir Löchern unten ist meist Kabel) und man weiß auch nicht, wie man angeschlossen ist.
 
Wenn dein gewählter Anbieter Vodafone ist und du einen netten Mitarbeiter am Telefon hast, könnte er es dir theoretisch nach zwei Klicks sagen.
Das mag bei einem EFH der Fall sein, sonst kann der Mitarbeiter auch nicht heraus finden, wie gut oder schlecht die Verkabelung im Haus ist.

Kommt drauf an. Über Kabel (DOCSIS) gehen bis zu 1GBit/s , der Upload ist aber meist mies
Sprich, man bekommt die (bei einem vernünftigen Anbieter) versprochenen 50 MBit/s Upload meist nicht ansatzweise? Sonst wären das in der Theorie 25% mehr Upload wie bei jedem VDSL in Deutschland, wenn der VDSL Anschluss überhaupt die versprochenen "bis zu" 40 MBit/s Upload liefert.

Aber gut, O2 macht da anscheinend wirklich totalen Müll und liefert selbst beim "besten" Angebot per Kabel nur 500/25, bei 100/x dann sogar nur noch "gigantische" 10 MBit/s Upload. Da wäre meine Entscheidung schon getroffen, wenn VDSL auch nur ansatzweise brauchbar verfügbar ist.

Und ich nehme an, das lässt sich kaum herausfinden.
Falls Du nicht in einen Neubau ziehst, könntest Du zumidest die Nachbarn oder den Vormieter befragen.

Vertragsdauern und aktuelle Preise musst Du wohl selber lesen und die Abschätzung wie gut und schnell ein (vermutlich) Reseller bei einer Entstörung ist, musst Du Dir auch selber ausdenken. Mit Glück brauchst Du den Service nach der Einrichtung nie. Den Rest sagen einem dann die Produktinformationsblätter und Deine individuelle Nutzung.
 
Das mag bei einem EFH der Fall sein, sonst kann der Mitarbeiter auch nicht heraus finden, wie gut oder schlecht die Verkabelung im Haus ist.
Geht ja auch eher um die Auslastung am Knotenpunkt. Da kann die Hausverkabelung noch so perfekt sein ;) Hausleitung kann man ja selber messen und etwaige Fehler feststellen...
 
Meist wird gar nicht so viel versprochen. Du solltest aber mal schauen, was angeboten wird.
Vodafone nennt für alle Kabel-Internetgeschwindigkeiten ab 100 MBit Download einen "maximalen" Upload von 50 MBit Upload (und 35 MBit/s als "normalerweise"). Daher meine Frage, was dort real üblich ist, wenn die Leitung etwas taugt.

Ich habe in meiner Wohnung keinen Kabel-TV Anschluss mehr, sonst hätte ich das wegen dem Upload gebucht anstatt VDSL Mittlerweile hat der FTTH Anbieter eingesehen, dass er mehr Upload bieten muss, wenn er mehr Geld verlangen will wie die Telekom für VDSL. Daher werde ich wohl demnächst wechseln.

Geht ja auch eher um die Auslastung am Knotenpunkt. Da kann die Hausverkabelung noch so perfekt sein ;) Hausleitung kann man ja selber messen und etwaige Fehler feststellen...
Mag sein, ich habe das früher (ist aber schon 10 Jahre her) genau anders herum erlebt. Da war die Hausverkableung Schrott und erst nachdem der Techniker von Vodafone da irgendwas dran geändert hat, kam die gebuchte Leistung auch an. Wie ich in einem Mehrfamilienhaus als Mieter die Leitungen selber messen und optimieren sollte, ist mir ein Rätsel. Mit Pech stört ein Nachbar in die Leitung und ich kann garnichts daran ändern.
 
Vodafone nennt für alle Kabel-Internetgeschwindigkeiten ab 100 MBit Download einen "maximalen" Upload von 50 MBit Upload (und 35 MBit/s als "normalerweise"). Daher meine Frage, was dort real üblich ist, wenn die Leitung etwas taugt.
Wenn das Segment nicht überbucht ist haste 24/7 die volle Leistung.
Ich habe ne 1000/50er Leitung und es sind 950/50 am Endgerät vorhanden (nicht ganz 1000 weil mein GBit-Lan etwas Overhead hat, am Router direkt sinds sogar ~1100).

Hier - genau jetzt, zur besten Abendzeit wo jeder im Netz hängt:
1686850257553.png


Das Ding ist - in meinem Segment gibts wenige Kunden und die meisten von denen haben "kleine" Verträge. Ich bin einer der ganz wenigen die ne 1000er Leitung gebucht haben. Dann rennt die auch.
 
So sieht es bei mir auch aus. Den Upload hab ich eigentlich immer von 50mb/s....vor Jahren mal Probleme mit Kabel gehabt. Auch an meiner neuen Adresse ist die Verbindung spitze. Glaub wenn man 24/7 am PC sitzt und Daten downloadet, dann würden vllt ein paar Schwankungen auffallen. Im Internet steht immer viel von DSL/Kabel geht nicht oder keine Geschwindigkeit. Niemand schreibt rein, wie toll doch seine Leitung ist. Das kann manchmal den Blick etwas verklären. Nimm für dich das beste Angebot. Oder wie bereits gesagt worden ist, frag deine Nachbarn.
 
Kommt drauf an. Über Kabel (DOCSIS) gehen bis zu 1GBit/s , der Upload ist aber meist mies und du teilst dir auch die letzte Meile mit den anderen, zu Stoßzeiten sind die Netze oft überbucht.
Bei uns habe ich Glück, wir teilen uns die Leitung im Haus und nicht im gesamten Bezirk. Habe 500/50 MBit/s seit 3 Jahren gebucht und die Bandbreite ist bei uns sehr stabil, auch zu Stoßzeiten. Unsere 500 MBit/s liegen daher meist an und falls es doch mal stark belastet sein sollte, dann fehlt nur sehr wenig. Kann auch auf 1000 MBit/s wechseln, aber das ist mir zu teuer und momentan bezahle ich dasselbe als zuvor mit 100 MBit/s über Vodafone (vDSL).

Es gibt kein pauschales X ist besser/schlechter als y. In manchen Regionen ist DSL viel schneller und stabiler als Kabel. In anderen (beispielsweise bei mir) ists genau andersrum.
Ist bei uns der Fall, mit vDSL lief es bei uns Jahre lang schlechter als mit Kabel.
Wobei nicht immer, aber es gab halt manchmal Probleme und Ausfälle (Vodafone 100 MBit/s).
 
Wurde mir beim Anschluss vom Technikers so gesagt.
Diesen Test kann ich auch zu Stoßzeiten ausführen und fällt selbst dann nicht groß anders aus.
Ashampoo_Snap_Freitag, 16. Juni 2023_15h51m30s_001_.png
Bei uns hatte die Telekom bisher nur die Kupfertelefonleitung. Mit Kabel hatte nur die NetCologne Glasfaser bei uns verlegt und das sogar seit wir hier 2011 eingezogen sind. Vor etwa einem Monat wurde draußen die Straße an jedem Hauseingang aufgerissen und erst seitdem hat die Telekom nun auch Glasfaser verlegt. Nachdem sie fertig waren, kam auch bereits ein Vertreter, der mir Glasfaser von der Telekom anbot.

Über vDSL mit Vodafone lief es früher über die Telekom und bei uns war der Anschluss nie 100 % stabil. In unserer alten Wohnung vor 2011 lief aber DSL mit 16 MBit/s ganz gut. Anfangs konnten wir (2011) hier in dieser Wohnung nicht über 5 MBit/s bekommen und selbst davon hatten wir mit etwas Glück nur um die 3,5 bis 4 MBit/s.
 
Wurde mir beim Anschluss vom Technikers so gesagt.
Diesen Test kann ich auch zu Stoßzeiten ausführen und fällt selbst dann nicht groß anders aus.
Die "Techniker" können viel erzählen wenn der Tag lang ist. Das Kabelnetz ist zum Großteil aus den 80ern und in Baumstruktur aufgebaut. Ein Segment, bzw Fibrenode mit nur einem Haus dran ist mir noch nie untergekommen. Da müsste das Haus schon das einzige im Umkreis von 2-3 Kilometern sein. Denn selbst im ländlichen Bereich hast du meist ein paar hundert Kunden pro Segment, die sich im Gegensatz zur Stadt ebend nur auf eine sehr große Fläche verteilen.

Hier ein aktueller Test bei mir, ich hab ca. 700 Kunden an meinem Segment:

WhatsApp Bild 2023-06-16 um 14.57.12.jpg
 
Zurück