Jugendschutz: In China dürfen Minderjährige nur drei Stunden pro Woche online spielen

Doch, das ist ja der Gedanke hinter der Schulpflicht und warum sie so durchgesetzt wird. Kinder haben ein Recht, auf diese Welt vorbereitet zu werden und wenn das irgendwelchen religiös extremen Eltern nicht fällt, weil sie möglichst unmündige und unfähige Schafe haben wollen, dann haben die eben Pech.

Deshalb ist nicht nur Sexualkunde Pflicht.
Das Medienkompetenz Bestandteil des Lehrplanes ist, ist mir neu. Ist dem nicht so, besteht auch keine Pflicht diesen Bereich zu unterrichten. Es ist sinnvoll, was ich ja bereits schrieb aber aktuell keine Pflicht.

MfG
 
Da Eltern ja eher dazu neigen Verantwortung bei Erziehung abzugeben und froh sind, wenn die Kinder vor dem Bildschirm ruhig und berieselt sind, klingt eine solche Maßnahme gar nicht mal schlecht. Die Problematik einer frühen Vernetzung wird immer akuter, so gibt das eine Rückbesinnung.

The Chinese Way wundert mich da nicht, sie sehen sich als großer Erzieher, siehe Sozial Credit System à la Vertrauen ist schlecht, Kontrolle ist die einzige Harmonie. Menschen neigen halt immer zur Reaktanz bei Entmündigung, wenn man aber nüchtern pro/contra zum Bezug auf die aktuelle Situation abrechnet, wird das contra dünner als man sich wünscht.
 
Vielleicht sollte China etwas an den Arbeitsbedingungen der Eltern ändern, damit sie mehr Zeit für ihre Kinder haben und nicht ständig arbeiten müssen?! Wenn Menschen von 9 bis 21 Uhr arbeiten - plus Hin- und Rückweg - und dass 6 Tage in der Woche, dann bleibt nicht viel Zeit zum Erziehen der Kinder.
 
Da Eltern ja eher dazu neigen Verantwortung bei Erziehung abzugeben und froh sind, wenn die Kinder vor dem Bildschirm ruhig und berieselt sind
Oha, wie kommst du darauf das "Eltern" so sind?

, klingt eine solche Maßnahme gar nicht mal schlecht. Die Problematik einer frühen Vernetzung wird immer akuter, so gibt das eine Rückbesinnung.
Die Mediennutzung ändert sich nun einmal, "das ist normal" oder meißelst du deine Texte noch in eine Steintafel?
Es bringt überhaupt nichts dagegen zu sein, dass lässt sich nicht rückgängig machen, viel mehr muss man das vernünftig "begleiten" und "aufklären".
The Chinese Way wundert mich da nicht, sie sehen sich als großer Erzieher, siehe Sozial Credit System à la Vertrauen ist schlecht, Kontrolle ist die einzige Harmonie. Menschen neigen halt immer zur Reaktanz bei Entmündigung, wenn man aber nüchtern pro/contra zum Bezug auf die aktuelle Situation abrechnet, wird das contra dünner als man sich wünscht.
Nein, kein bisschen ehrlich gesagt, denn die einzige Frage die hier relevant ist ist Folgende.:
Sollen Eltern in Erziehungsfragen was die mediale Kompetenz angeht entmündigt werden, ja oder nein? Ich wüsste nicht wie man auf den krummen Gedanken kommen könnte, die Frage mit ja zu beantworten.^^

MfG
 
Das Medienkompetenz Bestandteil des Lehrplanes ist, ist mir neu. Ist dem nicht so, besteht auch keine Pflicht diesen Bereich zu unterrichten. Es ist sinnvoll, was ich ja bereits schrieb aber aktuell keine Pflicht.

Es ging eher um die generelle Pflicht, die Kinder auf das Leben vorzubereiten. Ein eigenes Schulfach halte ich für übertrieben, das kann man auch in anderen Fächern behandeln, so wie Sexualkunde im Fach Biologie.
 
Es ging eher um die generelle Pflicht, die Kinder auf das Leben vorzubereiten. Ein eigenes Schulfach halte ich für übertrieben, das kann man auch in anderen Fächern behandeln, so wie Sexualkunde im Fach Biologie.
Die Rahmenleerpläne werden ja dahingehend immer aktualisiert und ich sehe das ja genau so wie du aber die Mühlen mahlen langsam und der Föderalismus ist dahingehend leider nicht sehr hilfreich.

MfG
 
Oder jeden Tag 2 Stunden...
Ähnliche Zeit wie ein Kinofilm. Wer jeden Tag max. 2 Stunden zockt kann nicht in eine Sucht verfallen. Aber da gibt es sicher auch andere Meinungen ;)
Bei Sucht geht es immer um ungesunde Regelmäßigkeit, diese kann stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich aber auch fast jährlich sein, siehe Quartals-Trinker.

Wieviel Medienkonsum pro Tag/Woche/Monat für jedes Kind individuell geeignet ist, können einzig und alleine nur die Erziehungsberechtigten beantworten, denn Kinder sind nicht gleich und unterschiedlich belastbar.

MfG
 
Auch wenn mir die Kinder ein wenig leid tun, werden die Cheaterzahlen damit massiv sinken.

Solange man in solchen Ländern nicht gelernt hat das Cheaten echter Betrug und scheiße ist, solange sollten sie auch "draußen" bleiben.
 
Wenn man das liest ist es wohl nur noch ein kleiner Schritt bis sich die Leute von einer Webcam überwacht jeden Tag eine bestimmte Zeit lang staatliche Propaganda ansehen müssen.
 
Interessante Einstellung und das in einem demokratischen Land, wo die Verantwortung für Erziehung bei den Eltern und nicht beim Staat liegt.^^

Yoa, in meinem alten Job musste ich mich gezwungenermaßen viel mit Kindergärten auseinandersetzen. Der böse Schlippsträger, der den Damen gesetzliche Vorgaben und die Realität wirtschaftlich darlegen musste. Der Trend geht stark dahin, dass spätestens mit 3 Monaten die Kinder in die Krippe zur Vollzeit"erziehung" gebracht werden. Manche Kommunen denken ernsthaft über 24/7-Betreuungen nach... Wenn staatlich betriebene (Gemeinden und Städte) oder vom Staat größtenteils finanzierte Kitas von freien Trägern die frühkindliche Erziehung (0-6 Jahre) am relavanten Teil des Tages übernehmen, dann hat der Staat auch den relevanten Teil der Verantwortung weil die Eltern die Verantwortung kurzerhand abgegeben haben. Das hat nicht zwangsläufig etwas mit den finanziellen Mitteln oder Arbeitszeiten zu tun. Kita-Betreuung ist für die Eltern nirgendswo billiger als in Deutschland. Selbst die Speckgürtel-Regionen Frankfurt a.M. nehmen Elternbeiträge, die lächerlich gering im internationalen Vergleich sind.

"Da ist die Verlockung groß die Bälger loszuwerden."

Ein echtes Zitat aus meinen vielen Besuchen bei den Kita-Verantwortlichen der Gemeinden und Städte.
 
3 Stunden pro Woche ist sehr wenig.
Wäre das pro Tag eine Stunde ginge das ja noch.
Selbst das ist sehr wenig. Versuch mal mit 1 Std./Tag ne Raidgruppe in WoW zu finden oder überhaupt Raiden zu gehen.

Oder jeden Tag 2 Stunden...
Ähnliche Zeit wie ein Kinofilm. Wer jeden Tag max. 2 Stunden zockt kann nicht in eine Sucht verfallen. Aber da gibt es sicher auch andere Meinungen ;)
Wer mehrere Stunden am Tag zockt ist süchtig, aber wer mehrere Stunden am Tag Klavier oder Geige spielt nicht?
Wieso?
 
Yoa, in meinem alten Job musste ich mich gezwungenermaßen viel mit Kindergärten auseinandersetzen. Der böse Schlippsträger, der den Damen gesetzliche Vorgaben und die Realität wirtschaftlich darlegen musste. Der Trend geht stark dahin, dass spätestens mit 3 Monaten die Kinder in die Krippe zur Vollzeit"erziehung" gebracht werden. Manche Kommunen denken ernsthaft über 24/7-Betreuungen nach... Wenn staatlich betriebene (Gemeinden und Städte) oder vom Staat größtenteils finanzierte Kitas von freien Trägern die frühkindliche Erziehung (0-6 Jahre) am relavanten Teil des Tages übernehmen, dann hat der Staat auch den relevanten Teil der Verantwortung weil die Eltern die Verantwortung kurzerhand abgegeben haben. Das hat nicht zwangsläufig etwas mit den finanziellen Mitteln oder Arbeitszeiten zu tun. Kita-Betreuung ist für die Eltern nirgendswo billiger als in Deutschland. Selbst die Speckgürtel-Regionen Frankfurt a.M. nehmen Elternbeiträge, die lächerlich gering im internationalen Vergleich sind.

"Da ist die Verlockung groß die Bälger loszuwerden."

Ein echtes Zitat aus meinen vielen Besuchen bei den Kita-Verantwortlichen der Gemeinden und Städte.
Dem widerspreche ich fundamental. Eltern geben keine Verantwortung ab, es wäre sogar in der frühkindlichen Erziehung fahrlässig die Kinder "nicht" in den Kontakt zu anderen, gleichaltrigen zu geben. Sieht man aktuell sehr schön durch Corona, wie negativ sich der mangelnde Kontakt zu Gleichaltrigen bemerkbar gemacht hat.

Aber fangen wir vorne an. Einen Trend zur Vollzeiterziehung bei Krippenkindern sehe ich nicht. Ich möchte es nicht abstreiten, allerdings deckst sich das in keinster Weise mit dem, was ich durch privaten und beruflichen Kontakt mit diversen Kita aktiv mitbekomme. Woher entnimmst du diese Info?

Kitas übernehmen grundsätzlich keine Erziehungsverantwortung für Kinder, sondern, sie begleiten diese pädagogisch angemessen bei ihrer Entwicklung. Die Verantwortung in allen Belangen liegt nach wie vor bei den Eltern. Und natürlich hat das was mit Arbeitszeiten zu tun denn, die Vergabe von Kitagutscheinen und der bewilligte Betreuungszeitraum hängt "maßgeblich" von der zu leistenden Arbeitszeit ab, neben ein paar anderen Faktoren, wie Härtefall und Co..

Kurz gesagt, Kitas übernehmen keine Verantwortung für die Erziehung der Kinder, noch einen relevanten Teil, viel mehr ist die Aufgabe von Kitas Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsverantwortung zu unterstützen, weswegen sie ja auch freiwillig sind und nicht verpflichtend. Es mag durchaus sein, dass es Eltern gibt, die ihre persönliche Verantwortung dahingehend abgeben, an der Stelle ist es gut für die Kinder, dass so etwas pädagogisch aufgefangen wird aber verallgemeinern kann man das nicht, wie ich finde, ich kenne aus dem Kita nahen oder fernen Umfeld wirklich niemanden.

MfG
Ich halte auch nichts davon Kinder schon mit wenigen Monaten in die Kinderkrippe abzugeben.
Bis 3 Jahre sollten Kinder bei den Eltern bleiben. Dafür gibt es ja auch Geld.
COrona hat excellent aufgezeigt, wie wichtig die soziale Interaktion mit Gleichaltrigen ist. Die Dreijahresthese ist so überholt und auch in der Praxis erwiesener Maßen nicht haltbar, dass ich nicht nachvollziehen kann, wie man das a) für sein Kinder befürworten kann und b) warum der Staat das trotz besseres pädagogischen Wissens auch noch fördert.

Ich halte davon gar nichts. Ab zwölf Monaten halte ich für einen guten Richtwert, was auch überwiegend so praktiziert wird, dass dreimonats Beispiel ist ein Extremfall und kommt i. d. R. nicht vor.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
COrona hat excellent aufgezeigt, wie wichtig die soziale Interaktion mit Gleichaltrigen ist. Die Dreijahresthese ist so überholt und auch in der Praxis erwiesener Maßen nicht haltbar, dass ich nicht nachvollziehen kann, wie man das a) für sein Kinder befürworten kann und b) warum der Staat das trotz besseres pädagogischen Wissens auch noch fördert.
Soziale Bindung an seine Eltern ist auch wichtig. Soziale Kontakte mit anderen kann man noch früh genug knüpfen.
Außerdem gibt es Krabbelgruppen darin war unser Sohn früher auch.
Und die "Dreijahresthese" wurde früher von der Mehrheit praktiziert. Ich wüßte nicht das jemanden dadurch Nachteile entstanden sind. Eher im Gegenteil.
 
COrona hat excellent aufgezeigt, wie wichtig die soziale Interaktion mit Gleichaltrigen ist. Die Dreijahresthese ist so überholt und auch in der Praxis erwiesener Maßen nicht haltbar, dass ich nicht nachvollziehen kann, wie man das a) für sein Kinder befürworten kann und b) warum der Staat das trotz besseres pädagogischen Wissens auch noch fördert.

Ich halte davon gar nichts. Ab zwölf Monaten halte ich für einen guten Richtwert, was auch überwiegend so praktiziert wird, dass dreimonats Beispiel ist ein Extremfall und kommt i. d. R. nicht vor.

MfG

Die "Dreijahresthese" ist überholt?
Kannst du das genauer begründen?


Meines Wissens ist es noch immer aktueller Konsens in der Psychologie dass die ersten 3 Jahre eines Kindes sehr wichtig sind für ein sicheres Selbstvertrauen.

Bei einem sicheren Selbstvertrauen ist eine gesunde und stabile Beziehung zu den Eltern extrem wichtig.

Klar bei schlechten Eltern ist es besser die Kita unterstützt aber bei guten Eltern würd ich das nicht sagen.

Soziale Interaktion von Gleichaltrigen sind normalerweise auch außerhalb der Kita möglich.
Es gibt immer befreundete Paare etc. mit gleichaltrigen Kindern oder man geht mit Ihnen auf einen Spielplatz.

Bei Corona war das halt allgemein schlecht aber das ist kein Normalzustand.

Also für soziale Interaktionen können Eltern auch selbst sorgen und die Gefahr das Kinder eine unstabile Persönlichkeit bei zu früh und zu viel Kita bekommen, ist durchaus vorhanden.

Wenn du das anderes siehst, dann begründe es doch bitte genauer.
 
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