Das hat auch AMD erkannt und wenn man den Aussagen kurz nach Bulldozer Release Glauben schenkt, dann versuchen sie garnicht mehr gleichzuziehen und sichern sich stattdessen andere Märkte (>APUs).
Nicht ganz ungefährlich für AMD ist, dass sich mit den Ivy Bridge iGPUs abzeichnet, dass Intel auch bei Grafikkarten langsam den Dreh raus hat. Wenn die so weiter machen, sind in zwei Jahren ebenso deren Treiber konkurrenzfähig.
Nein, über die Treiber wird intel nur dann konkurrenzfähig, wenn die Betriebssysteme 90% dessen was im Treiber stehen müsste, schon von Haus aus mitbringt. Zumindest bei Spielen. Das zeigt eine Aussage von John Carmack (ID Software), der mal beschrieben hat wie die Zusammenarbeit mit Nvidia, ATI aber auch heutzutage mit Intel ablief. Deren HD Grafik besitzt theoretisch über Features die diesen Chip noch um einiges schneller machen würden wenn sie per Treiber richtig angesprochen werden. JC hat ihnen damals genau beschrieben wie sie das machen müssten und zurück kam damals nur von den Programmierern und Ingenieuren, sie seien im Treiberteam so unterbesetzt, dass sie dem nicht nachkommen können. Das nehm ich jetzt mal als offizielle Aussage hin, wenns von JC kommt.
Intel ist ja nicht erst seit gestern, sondern seit den 90ern im Grafikbusiness aktiv, und da man es die Letzten 15 Jahre nicht geschafft hat den Anschluss zu finden zeigt davon, dass mans gar nicht ausreichend probiert: zum einen ist der Softwareteil hoffnungslos unterbesetzt, zum anderen spricht die Geschichte der IGPs auch nicht von einer (qualitativ? quantitativ?) gut besetzten Hardwareabteilung.
Versteh mich nicht falsch, ich halte Intels IGPs für ihren Zweck meist hervorragend, aber speziell im Gamingbereich haben AMD und Nvidia einfach einen riesen Vorsprung, der ist nicht so einfach einzuholen. Selbst WENN die Chips mal gleich schnell wären, die Tests würden immer noch AMD vorne sehen (bei Grafik): sowohl von den Features, als auch von der Herstellerunterstützung, als auch von den Treibern...
Bis Intel im Grafikbereich tatsächlich aufgeschlossen hat (auf ganzer Linie, nicht nur auf Hardwareebene) sinds locker 5 Jahre, bis dorthin hat man bei AMD auch schon wieder 3x die Richtung geändert.
wenn man deinen und rolloras ausführungen folgt, kann einem echt angst und bange werden für amd.
nicht, dass man sich in 2 jahren einen amd holt, nur um raucherpausen zu bekommen

ich für meinen teil habe damals wegen meiner haltung zu amd und des preis/leistungsverhältnisses meinen arbeits-pc selbst aufgebaut, aber da war mir noch nicht bewusst, dass die fließkomma-performance des phenomII so übel ist.
die sache mit den immer besser werdenden apus von intel könnte amd in die ecke drängen, dass nur noch die diskreten grakas interessant werden. dann hätte ati amd übernommen und nicht andersrum.
Naja, Angst und Bange braucht dir nicht Werden.
AMD hat ja immer noch die AMD Fans
Das war jetzt zwar scherzhaft gemeint, es gibt aber selbst hier im PCGH Forum Leute die sagen "ich will einen ECHTEN 4-Kerner mit exakt 3.2 Ghz und da ist AMD halt günstiger als Intel" (Leistung egal, wer das gesagt hat, sag ich jetzt mal nicht. Derjenige hat auch betont, es sei ihm egal, dass man um einen geringeren Preis eine günstigere, schnellere, stromsparendere und "technisch vollständigere" (mehr CPU Features) bekommt, er will AMD).
Das Grafikbusiness und APUs und Co, der Markt wird hier noch viel breiter mit Smartphones und Tablets die x86 powered werden wollen. Also wie gesagt keine Angst
Intel BRAUCHT vorallem AMD, es würde, bevor die Untergehen, zu einem "Patentaustausch" kommen, und Intel würde mal wieder 1 Mrd überweisen. Ist bei 3-4 Mrd Quartalsgewinn denen ziemlich schnuppe und AMD hälts 1. im Markt, 2. klein.
Die Menge der Transistoren hat erstmal wenig mit der Fertigungstechnik zu tun.
Die wird in erster Linie durch die Architektur bestimmt.
Völlig richtig. Aber hier liegt ja ein weiteres Problem: Intel ist nunmal mit deutlich weniger Schaltkreisen bei deutlich mehr Leistung, man hat also die wesentlich bessere Architektur. Und eine völlig neue Architektur zu machen, die besser ist, sowas geschieht mal nicht eben über Nacht, dazu brauchts auch nicht ein, zwei oder 3 Jahre, dazu brauchts 5 und mehr. Zumindest bei einer Komplexität heutiger Architekturen. Selbst für die kleinen Überarbeitungen der Architektur wie von Nehalem->Sandy Bridge brauchts ja schon ca 2 Jahre und das ist mehr "Optimierung" und keine neue Architektur gewesen. Das beim ChipRIESEN Intel, der es sich immer leisten kann an 3, 4 oder 5 verschiedenen Lösungen parallel zu forschen
Und AMD hat gerade erst nach langen Jahren, vielen Verzögerungen eine völlig neue Architektur rausgebracht. Die erste große neue, seit Einführung... des Athlon ende der 90er? Alles andere waren immer überarbeitungen der Vorgängerarchitektur.
Was so schlimm ist, ist, dass die neue Architektur eben nach all der Entwicklungszeit LANGSAMER als der Bruder aus dem eigenen Hause ist (Phenom).
Ein ähnlicher Fall ist mir nur beim Pentium 4 bekannt (zum Pentium 3). Da half aber natürlich, dass man trotzdem noch vorne am Highendmarkt mitkämpfen konnte und, dass man mit den moderneren Fertigungsprozessen trotzdem ordentlich Tempo hatte (und weil man TDP Grenzen nach oben trieb).
AMD hat also 2 große Probleme: eine Architektur die noch Jahre hinter der Konkurrenz herhinken wird
sowie die Prozesstechnologie die immer weiter hinter Intel zurückfällt. War es früher ziemlich exakt ein Jahr, die AMD in diesem Bereich hinter Intel lag (etwa beim Wechsel 180nm auf 130), so sinds jetzt bald 2 Jahre:
32nm Prozess wurde von Intel Ende 2009 eingeführt, von AMD 2011 wenn ich mich jetzt nicht täusche. Schon der 45nm High-K Prozess war dem 45nm Prozess von AMD nicht nur voraus, sondern auch überlegen (high-K). Der 22nm Trigate Prozess ist bei Intel jetzt auch schon seit einigen Monaten so weit, man muss nur noch kein neues Produkt mit niedrigen Yieldraten auf den Markt bringen, wenn das alte mit hohen Yieldraten, sich wie warme Semmeln verkauft und man so pro Stück deutlich mehr verdient. Man wartet bis die Ausbeute groß genug ist und der Markt von Sandy Bridge gesättigt wird, und nach neuem schreit. Hier kommen also 2 Probleme zusammen, die verhindern, dass AMD in nächster Zeit im Performance/Highendbereich mit Intel mithalten kann.
Im Lowcostbereich siehts ganz anders aus, ich hab für freunde mehrere HTPCs zusammengebaut die BluRay 3D fähig sein müssen, da war die Llano Lösung von AMD gerade recht. Auch viele andere sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für die APUs gibts.
Bulldozer wird auch seinen Zweck finden, vielleicht in billigen Servern.
Am Desktop wird man von AMD aber länger nicht mehr reden (auch wenn ich dir folgendes garantieren kann: egal welchen Prozessor AMD in den nächsten 3 Jahren vorstellt, die Vorfreude bei den AMD Fans wird hier jedesmal groß sein, die Reviews werden... naja ok sein schätze ich, aber vorallem die Reaktion (das Schöngerede) wird wieder toll ausfallen

Das ist ja auch der Grund warum doch sehr viele einen Phenom (2) haben. Ganz offen und Ehrlich betrachtet, war AMD schon mit dem Phenoms schlecht dran: sie kamen NACH den Core 2s, waren langsamer und brauchten mehr Strom. Dann kam der 45nm Refresh von Intel die haben AMD nochmal mehr geplättet, aber die AMD Fans hier haben trotzdem noch das alte Lied (auch "Die Lüge" genannt) gesungen, "wer günstig kauft, kauft AMD"(es gab einfach schon ewig zu AMD vergleichbare Leistung bei vergleichbaren Preis). Und dann kam 2008 noch der i7 (von 220-999 €), 2009 der i3,5 und i7 für Lowcost bis Performance (also auch von 50-220€).
Das Problem ist: Intel ist im Moment so weit vorne, dass AMD selbst bei der DOPPELTEN Bulldozer Performance nicht viel hätte machen können: Intel hätte die 22nm Version früher gebracht, man hätte 30% höher getaktet und wäre schon gleichauf, aber immer noch mit weniger Stromverbrauch (wenn auch höher als die jetzt angepeilten 77W TDP)
Die einzigen die profitiert hätten wären die Kunden gewesen: es hätte mehr Performance für weniger Geld gegeben, ich wette, Intel hätte auch mehr unlocked (i5/i7 3xxx K Prozessoren) herausgebracht um das Übertakterargument für sich zu gewinnen, natürlich würde man relativ schnell auch erste "8-Kerner" bringen für den Mainstreammarkt, mit SMT also 16 Threads, aber dafür halt bei einer AMD äquivalenten ~130 W Verlustklasse (geht sich wohl aus, bedenkt man der Ivy Bridge 4 Kerner + 15 Watt IGP hat 77Watt, eventuell hätte es eine 8-Kern Version ohne IGP gegeben, who knows das wird jetzt ja rein spekulativ, da hätte AMD einen besseren Job machen müssen damit wir das sehen könnten

)
Und ein weiteres Problem seh ich in der Argumentation der AMD Fans:
Der Kollege
GoldenMic etwa hat einen Core i7 870. Man wurde damals von den AMD Fans angemacht warum man so eine CPU kauft (ich selbst hab damals den 860er gekauft

), wenn man nur um 20€ weniger 400 mhz mehr haben könnte, man merke den Unterschied sowieso kaum, vorallem aber KANN MAN DANN NICHT AUF BULLDOZER UPGRADEN WENN MAN INTEL KAUFT.
Jetzt, mehr als 2.5 Jahre später hat AMD IMMER noch keinen Prozessor gebaut, der den 870 entscheidend schlagen könnte, er hat sich also schon abbezahlt, der 20€ unterschied der einem das Spielen versüßt, das Arbeiten erleichtert (weil beschleunigt). hinzu kommt noch: man hat nur 1x Geld ausgegeben, während die AMD Fanatiker damals ja mindestens 2x bezahlen mussten: für den Phenom 1x und später nochmal für den Bulldozer. Das traurige ist: selbst wenn die AMD Besitzer jetzt 2x Geld in die Hand genommen hätten: sie wären erstens mehr Geld los geworden und hätten zweitens IMMER noch die langsamere CPU.
Außerdem hätte man ja jetzt doch wieder ein neues Mainboard kaufen müssen (AM3+), somit relativiert sich sogar ein bisschen, dass der Sockel 1156 so jung gestorben ist

Aber was wie hohn klingt betone ich eigentlich schweren Herzens: seit der Einführung des Pentium 4's habe ich immer AMD Prozessoren gekauft (Athlon XP, Athlon 64, Athlon 64 X2). Der Computer auf dem ich zu Hause im Büro meine Arbeiten schreibe (und auch diese Zeilen hier) ist ein Athlon 64 4850e mit einer 780G IGP im Chipsatz. War bislang ein halbwegs treues Gerät (halbwegs deshalb, weil mich das 780 G Treiberdebakel dazu bewegt hat, wenn es sich vermeiden lässt, keine ATI/AMD Karte mehr unter Windows XP zu betreiben, siehe
http://www.albernet.at/amd/amd_780g_problem.htm
http://extreme.pcgameshardware.de/members/53157-goldenmic.html