Ist Selbstmord in Deutschland strafbar! (Diskussion mit quantenslipstream)

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Das Standartargument schlechthin. :ugly:

Wenn jemand keinen Sinn mehr im Leben sieht, oder einfach keinen Bock mehr hat, es weiter zu ertragen, soll er es tun.

Selbstmord ist feige und egoistisch

Und selbst wenn der Betroffenen glaubt das es niemanden in seinem Umfeld gibt der sich für einen interessiert oder der ihn als wichtig empfindet so bleiben doch immer Betroffene zurück.
Alleine schon seine nächsten Anghörigen straft er ab mit Schuldgefühlen und unentlicher Trauer und meistens auch mit der riesengroßen frage .....warum ?
 
Feige ist immer relativ, aber egoistisch ist es auf jeden Fall.
Nur ist es einem egal.

Die Frage kommt doch auf...warum es egal sein sollte...wenn es egal wär...wärst du doch nicht hier, du hast also noch nie darüber nachgedacht was mit deinen Angehörigen passiert...die durch dich vielleicht selber zu einem Selbstmörder werden weil sie die trauer nicht merh aushalten!? Du würdest vielleicht nicht nur dich sondern jemand anderen mittöten selbst wenn es nur seelisch ist.
 
Was bei meiner Verwandtschaft eher ein Grund für Selbstmord wäre. :schief:

In dem Moment ist es einem einfach egal, weil man da ja nur an sein eigenes Leben denkt.
 
Tja, es gibt eben Situationen bei denen man halt alles auf eine Karte setzt, vor allem dann, wenn man nichts zu verlieren hat.
 
Tja, es gibt eben Situationen bei denen man halt alles auf eine Karte setzt, vor allem dann, wenn man nichts zu verlieren hat.

Ab wann hat man denn nichts mehr zu verlieren?
Bei hohen Schulden?
Bei Scheidung?
Bei enttäuschter Liebe?

Denkst du nicht, dass einen Usweg suchen immer noch besser ist als den Tod, denn Auswege gibts, der Tod ist entgültig.

Ich weiß auch nicht, wie viele beim Flug von der Brücke dann unentschlossen werden, wenn der Boden näher kommt.

Ich finde es immer sehr feige, wenn jemand seine Kinder (und sich auch oder nicht) umbringt, wenn die Scheidung läuft, nur damit der andere die Kinder nicht bekommt.
An die Kinder und deren Wünsche und Ziele denkt keiner. :daumen2:
 
Wenn man für jemanden verantwortlich ist, ist es feige, aber sonst sehe ich nichts falsches darin.

Ich hab nach wie vor nichts zu verlieren, aber ich warte.
KA auf was, aber ich warte.

Auf Diablo3 auf jeden Fall. :D
 
Da hätte ich gleich eine schlechte Nachrede, vonwegen Österreicher und so. :D
Aber es wäre eine Hilfe und die (End)lösung.
 
Rechtliche Grundlagen dazu kenne ich nicht, aber Selbstmord geht meist mit massiver Verzweiflung bzw mit einer extremen psychischen Instabilität einher, was selbstverständlich die Mündigkeit der Person sehr einschränkt. Ausserdem wird die Öffentlichkeit bei einem Selbstmord oft gestört,weil die Art des Suizids nicht privat, still und leise ist (Sprung vom Hochhaus, Sprung vor die Bahn, Sprung vors Auto, erhängen im Kindergarten :D) In vielen Fällen sehe ich deshalb die Bevormundung durch den Staat als gerechtfertigt an. Wenn sich jemand - noch Herr seiner Sinne - irgendwo zurückgezogen ne Kugel durch den Kopf jagen will spricht da sicher nichts gegen. Beispiel für Letzteres ist der legendäre Hunter S. Thompson.

Am 20. Februar 2005 nahm sich Hunter S. Thompson an seinem Schreibtisch in Woody Creek mit einem Kopfschuss das Leben. Nach Aussage seines Sohnes Juan Thompson hatte der Schriftsteller seinen Suizid lange geplant und oft angekündigt. Er habe nicht aus Verzweiflung gehandelt, sondern zum richtigen Zeitpunkt abtreten wollen. Thompsons letztem Willen gemäß wurde auf seiner Farm in Woody Creek, nahe Aspen, ein 153 Fuß (46,6 m) hohes steinernes Monument in Form der Gonzo Fist errichtet. Entworfen wurde es von Ralph Steadman nach Anweisungen von Hunter S. Thompson selbst. Die Gonzo Fist ist im Gonzo Symbol enthalten, bildet den oberen Teil, darauf folgend der Schriftzug Gonzo, nach unten mit einer zweischneidigen Klinge abschließend. Die Gonzo Fist ist eine zur Faust geballte Hand mit zwei nach innen zeigenden Daumen, welche einen Peyote-Kaktus halten.

In dieses Monument war auch eine Kanone integriert, aus der Thompsons Asche bei einer Trauerfeier am 20. August 2005 in die Luft geschossen wurde. Finanziert hatten das Projekt Freunde des Verstorbenen, u. a. Johnny Depp, der die Rolle von Thompson im Film Fear and Loathing in Las Vegas gespielt hatte. Er durfte auch die Kanone zünden. Als Veteran der US Air Force hat Thompson Anspruch auf einen von der US-Regierung finanzierten Grabstein, auf dem seine Witwe seine Devise „It never got weird enough for me“ einmeißeln lassen will.

Sieben Monate nach dem Suizid Hunter S. Thompsons hat das US-Magazin „Rolling Stone“ den Abschiedsbrief an seine Frau veröffentlicht. Unter der Überschrift „Football Season is over“ („Die Footballsaison ist vorbei“) schrieb Thompson vier Tage vor seinem Freitod: „Keine Spiele mehr. Keine Bomben mehr. Kein Laufen mehr. Kein Spaß mehr. Kein Schwimmen mehr. 67. Das ist 17 Jahre nach 50. 17 mehr als ich brauchte oder wollte. Langweilig. Ich bin nur noch gehässig. Kein Spaß - für niemanden. 67. Du wirst gierig. Benimm dich deinem hohen Alter entsprechend. Entspann' dich - es wird nicht wehtun.“


Hunter S. Thompson
 
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